Bremsverbesserung R100CS unter Beibehaltung der 36mm Gabel

copperhead

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31. Juli 2024
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Uhingen
Hallo 2V-Gemeinde,

immer wieder kommt mir der Gedanke aufgrund einer Daumengrundgelenksarthrose die 260er Bremse mit anderen Bauteilen zu verbessern ohne gleich eine andere
Gabel verbauen zu müssen.

Aktueller Stand:
-HBZ 15mm, Neuwertig
-Spiegler Stahlflex Bremsleitungen
-Brembo 38mm Bremssättel frisch überholt
-Brembo 260mm Bremsscheiben jungfräulich
-Brembo organische Bremsklötze, TRW-Sinter habe ich rausgeschmissen, da es bei jeder Stopbremsung gequitscht hat.

Ich habe hier schon vieles hier durchgeforstet, aber finde nur Beiträge welche die GS betreffen oder neuere Monolever-Modelle mit anderen Gabeln.

Jemand hat mir gesagt das ein HBZ-Zylinder mit 13mm ein weicheres ansprechen der Bremse bewirkt aber offiziell nicht zugelassen ist.

Dann werden werden von Händlern/Tunern 260mm Teilschwimmende Bremsscheiben angepriesen.
Nämlich 260mm von Spiegler zur selbstmontage (Das Lochbild passt relativ gut zum Original), oder englische Teilschwimmende Scheiben Scheiben von EBC (anscheinend Bohrungen nicht einmal entgratet).

Das sind aber alles Aussagen von Händlern was ich persönlich nicht beurteilen kann.

Mir geht es zuallererst eine etwas bessere Bremsleistung zu erreichen um meine Daumengelenksarthrose zu entlasten.
Das eine Bremse nach heutigem Stand nicht machbar ist, ist klar, aber eine spürbare Verbesserung ist doch bestimmt möglich.

Deshalb interessiert mich eure Erfahrung bei dem Thema.

Gruss Olli
 
HBZ 13mm kann man einbauen. Du hast aber keinen genauen Druckpunkt. Ist dann wie ein Gummiband. Wieviel Geld willst du denn ausgeben?
Um eine andere Gabel wirst du nicht herum kommen.
Manfred
 
13er HBZ probieren oder nochmal nen anderen Sinterbelag. Ansonsten sieht's für die CS dunkel aus. Wobei ne Monsterbremse (die's für die CS nicht gibt) Dir die 36er Gabel aufwickelt.
RxxR Gabel mit Bremse. Was Du nicht willst. 🫣
 
Habe die Gabel der CS drin, 18zoll vorderrad, doppelscheibe, bremszangen in Gold, (Brembo) 305 bremsscheiben, 16mm Kolben. Alles mit TÜV.
Was soll sich da aufwickeln?
Manfred
 
Tja,
der Druckpunkt meines 15er Bremszylinder ist knüppelhart.
Mit einem 13er Bremszylinder ist man schon mit mehr als 200 Euro dabei
Nur zum testen ist das Geld mir doch zu schade.
Die Gabel einer RxxR benötigt doch eine andere Felge wegen dem dickeren Achsbolzen und wie sieht es mit dem originalen Schutzblech aus, passt das noch?
Dann sollte man die RxxR-Gabel noch überarbeiten usw. usw..
Gibt es da nichts dazwischen.

Gruss Olli
 
Hallo Olli,

ich fahre einen 13er HBZ mit zwei 38er Brembo 2-Kolben Sättel und das funktioniert sehr gut.
Allerdings ist das Motorrad eine R100GS, die ich auf Doppelscheibe mit eben diesen Sätteln umgerüstet habe. Es sind zwei original GS-Bremsscheiben mit 285 mm Durchmesser verbaut. Aber die Scheiben beeinflussen den Druckpunkt am Handhebel nicht.
Die HBZ - Bremssattelkombination ist eingetragen. Ich habe dem Prüfer Auszüge aus dem ETK vorgelegt aus denen hervorgeht, dass die BMW K100 mit 90 PS und einem höheren Gewicht serienmäßig mit dieser Kombination ausgestattet ist. Das hat ihn "überzeugt".

Gruß Eckhard
 
Nachtrag: auch eine BMW R80 Monolever ist serienmäßig, wenn sie Doppelscheiben hat, mit einem 13er HBZ ausgerüstet. Ebenso die beiden R100 Monolevermodelle.
 
Nachtrag: auch eine BMW R80 Monolever ist serienmäßig, wenn sie Doppelscheiben hat, mit einem 13er HBZ ausgerüstet. Ebenso die beiden R100 Monolevermodelle.
Wurde später auf den 14er geändert, damit war der Leerweg am Bremshebel ein wenig kürzer.
Ich fahre in meiner den 13er und der passt mir so mit der kräftigeren Bremswirkung.😉
 
Wie verhält sich dann das ganze mit z.b. 13er bzw. 14er Zylinder?
Aktuell ist es so, das ich schnell den Druckpunkt erreiche und die Bremse (Druckpunkt) knallhart ist.
Soll es dann auch noch etwas mehr verzögern, ist pure Kraft von Nöten.
D.h. Bremsgriff ganz aussen betätigen und volle schmackes ziehen.
Wenn man da mal ein paar Spitzkehren hintereinander hat ...
Ich bin kein Hänfling, aber etwas besser darf es schon sein.

Gruss Olli
 
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Hallo,

mein Eintrag was anders gemeint. Die 38 mm Sättel einfach gegen 48 mm Sättel austauschen. Die Aufnahmen am Tauchrohr sind die gleichen. Am Handgriff und Bremspumpe nichts geändert. Die K100 Scheiben sind dünner um Gewicht zu sparen.

PICT0172.JPG

Beim ersten Bremsversuch hat der Bremszylinder den Boden berührt.

Gruß
Walter
 
Hallo,

mein Eintrag was anders gemeint. Die 38 mm Sättel einfach gegen 48 mm Sättel austauschen. Die Aufnahmen am Tauchrohr sind die gleichen. Am Handgriff und Bremspumpe nichts geändert. Die K100 Scheiben sind dünner um Gewicht zu sparen.

Anhang anzeigen 412219

Beim ersten Bremsversuch hat der Bremszylinder den Boden berührt.

Gruß
Walter
Und nochmal., beim TE geht es um eine CS mit entsprechender Gabel und Bremssätteln.
.
Gruß Wolfgang
 
>>Wie verhält sich dann das ganze mit z.b. 13er bzw. 14er Zylinder?<<
Lieber Olli,
lies doch bitte mal meinen und den Beitrag von JIMCAT.
Das hydraulische Übersetzungsverhältnis wird mit den kleineren HBZ so verändert, dass du mehr Weg aber weniger Kraft benötigst.
 
Ich habe es kapiert.
Ich dachte bei einem 13er HBZ wird der Bremsdruck so weich und undeffiniert als ob man in einen frischen dampfenden. Kuhfladen tritt 😀
Dann wäre es doch einen Versuch Wert einen 13er oder 14er HBZ zu probieren.

Ich bedanke mich für eure Beiträge.

Gruss Olli
 
Hallo Olli,

bei solchen Fragen orientiere ich mich gerne an der hydraulischen Übersetzung und vergleiche es mit meiner G/S.

Die hat den 38er Sattel und einen HBZ von 12 mm. Dies ergibt eine Übersetzung von 10.

Deine CS hat zwei 38er Sättel und einen HBZ von 15 mm. Ergibt einen Wert von 12,84.

Wenn Du jetzt auf einen 14 mm HBZ umbaust, bist Du bei 14,7, mit einem 13 mm HBZ bei 17,1.

Die G/S hat mit dem 12er HBZ einen knallharten Druckpunkt (mit Stahlflexleitung) und einen dicke ausreichenden Hebelweg, ein Umbau auf einen 11er HBZ wäre interessant, den gibt es allerding nicht.

Wenn Du jetzt auf einen 14er HBZ umbaust, werden die Betätigungskräfte geringer, der Hebelweg größer. Wird aber vermutlich noch immer ausreichen (immer in Verbindung mit Stahlflex-Bremsschläuchen). Ob das mit dem 13er noch funktioniert, soll heißen ob der Hebelweg nicht zu groß wird, wird man wohl ausprobieren müssen. Vielleicht kannst Du es auch abschätzen, wenn Du es mit dem jetzigen Zustand vergleichst. Wenn man die Werte vergleicht, wird sich ein etwa 50 % größerer Hebelweg ergeben, ab dem Punkt, wo die Ausgleichsbohrung verschlossen wird.

Vielleicht hat ja ein Forist Erfahrung mit dem 13er HBZ und kann berichten.
 
Hallo Martin,

die Zahlenwerte, die ich genannt habe für die CS, berücksichtigen, daß die CS eine Doppelscheibenbremse hat. Aber danke für Deinen Hinweis.

Hast Du mal nachgerechnet? Kann ja sein, daß ich mich ansonsten vertan habe.
 
Dann wäre es doch für mich sehr interessant ob lieber einen 14er- oder 13er HBZ nehmen ohne die Finger einzuquetschen und trotzdem noch die volle Bremskraft zu erzielen.

Nicht zu vergessen, dass ich an allen Motorrädern solche Schaumgummi Griff-Puppies verbaut habe.
Die helfen doch etwas wenn die Daumengelenksarthrose akut ist.

Gruss Olli
 
Ich bin inzwischen großer Freund der organischen EBC Beläge ("Blackstuff")...Relativ hoher Verschleiss des Belages, aber auch für organische recht überzeugende Bremswirkung. Bei den Festsätteln hatte ich bisher auch kein Quietschen (bei den Schwenksätteln/Originalscheiben schon)..Das mal so als ersten Versuch, bevor man am hydraulischen Übersetzungsverhältnis etwas ändert.

Grüße, Hendrik
 
Nun ja,
ich habe mit den neuen Bremsscheiben TRW-Sinter Beläge verbaut.
Kanten gebrochen, Keramik-Paste usw. mich hat das gequitsche so genervt und ich habe die Dinger nach 1000 Kilometer rausgeschmissen und durch die blauen Brembos Organisch-Ceramic getauscht.

Der knallharte Druckpunkt mit den unterschiedlichen Belägen hat sich für mich dadurch leider nicht verändert.

Gruss Olli
 
Der knallharte Druckpunkt mit den unterschiedlichen Belägen hat sich für mich dadurch leider nicht verändert. ...
Das würde ja auch bedeuten, daß der Belag elastisch nachgibt.

Viele Fahrer bevorzugen einen definierten Druckpunkt. Ich übrigens auch. Den habe ich gekriegt, nachdem ich die alten Gummibremsschläuche durch Stahlflex-Leitungen ersetzt habe. Vorher konnte ich den Bremshebel mit Gewalt bis zum Gasgriff ziehen. Die alten Bremsschläuche haben sich gedehnt wie ein Luftballon. ;)
 
Ich bin inzwischen großer Freund der organischen EBC Beläge ("Blackstuff")...Relativ hoher Verschleiss des Belages, aber auch für organische recht überzeugende Bremswirkung. Bei den Festsätteln hatte ich bisher auch kein Quietschen (bei den Schwenksätteln/Originalscheiben schon)..Das mal so als ersten Versuch, bevor man am hydraulischen Übersetzungsverhältnis etwas ändert. ...
Hallo Hendrik,

hast Du einen Vergleich der von Dir genannten Blackstuff mit den organischen von TRW?

War mit den TRW MCB19 bei der G/S unzufrieden was die Bremswirkung angeht. Habe auf die Sinterbeläge von TRW gewechselt, MCB19SV. Bremswirkung ist besser, ein Quietschen kurz vor Stillstand ist vorhanden. Stört mich weniger, allerdings ist das Gefühl mit den SV bei heftigem Bremsen irgendwie "knirschig". Kann es nicht besser beschreiben.
 
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