Frage zu Schrauben Bremsscheibe G/S

Eckhorn

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Guten Tag zusammen,

ich habe Fragen zu den Schrauben an der Bremsscheibe bei der G/S (Bj. '84). Ich habe eine neue Bremsscheibe montiert (Originalgrösse von Israel). Werde aber aus den Schrauben die die Bremsscheibe auf auf der Nabe halten nicht schlau. Ich habe mit der Suchfunktion nichts gefunden..

Also :-)
Montiert war die alte Bremsscheibe mit Schrauben Inbus M8 x 65 mm die nach Rostfrei ausschauen und auch kaum magnetisch sind. Scheinen schon irgendwie original zu sein, haben aber keinerlei Kennzeichnung zur Güte. Die Stoppmuttern scheinen aber Standard-Verzinkt zu sein.

Im Ersatzteilkatalog steht: Fillister-head screw M8X70-8.8-ZNS. "ZNS" steht anscheinend für „Zink‑Nickel Silber“. Das könnte die Farbe und Oberfläche erklären.

Stoppmuttern will ich natürlich neue nehmen, und nicht Rostfreie A2-70 wegen Festigkeit und Drehmoment (ich glaube wird mit 25 oder 28 Nm angezogen). Würde bedeuten ich nehme "normale" verzinkte. Dann ist es wie vorher und wahr ja Jahrzehnte lang anscheinend OK.

Weiss da jemand mehr dazu? Ich glaube in einem Dokument in der super Datenbank gelesen zu haben das später BMW einfach verzinkte verbaut hat.

Danke und Gruss
Bernhard
 
Rostfreie Schrauben haben meist eine geringe Festigkeit als normale 8.8 Schrauben.
Wenn normale eingesetzt wären, würde ich die nicht durch VA- Schrauben ersetzen.
Wenn das schon immer so war, passt es wohl.
Ich habe beim wechseln der Bremsscheiben aber die beiliegenden Schrauben durch eine Nummer größere ersetzt.

Fred
 
ich versuche hier noch ein Bild einzustellen der Schrauben die verbaut waren. Nach Möglichkeit möchte ich diese wieder verwenden, waren, wie gesagt, Jahrzehntelang verbaut und sind meiner Meinung nach top in Schuss, aber die Festigkeit muss natürlich ausser Frage stehen.

@ Fred: ja klar, ich werde NIE eine 8.8er Schraube durch eine "Standard" VA-Schraube ersetzen.

Schraube.JPG Schraube1.JPG
 
Ich würde 8.8 Schrauben nehmen, mit VA Schrauben an sicherheitsrelevanten Bauteilen wäre ich vorsichtig. Bist du Erstbesitzer oder weshalb bist du dir sicher, daß das an einem über 40 Jahre alten Moped noch die Originalschrauben sind?
 
Hallo Bernhard,

von Werk aus sind bei der G/S an dieser Stelle keine Schrauben aus nichtrostendem Stahl verbaut.

Wenn Du nicht sicher bist, von welcher Sorte die Schrauben sind, würde ich neue kaufen. Normalerweise sieht man den Unterschied zwischen verzinkt und Edelstahl.

Daß die Schrauben keine Kennzeichnung haben ist ungewöhnlich. Die Kennzeichnung ist ab M5 vorgeschrieben. Auf Deinem Bild sieht es so aus, als wäre der Kopf überdreht worden, an der Stelle, wo normalerweise die Stempelung ist.
 
@ Wolfram: das es keine Kennzeichnung hat ist wirklich ungewöhnlich, sehe ich auch so. Aus meiner Sicht scheint es nur so als ob die Köpfe überdreht wurden, man sieht aber die Kante die gebrochen wurde zum Inbus.. aber auch das könnte natürlich nachträglich erfolgt sein. Wie gesagt, wenn es Zweifel gibt, nehme ich natürlich 8.8er.

Nein, ich bin nicht der Erstbesitzer, sonst wäre es vielleicht einfacher.

Hier noch ein Bild aus dem Dokument "Teilekunde Scheibenbremsen D260":Schrauben edelstahl.png
 
Hallo Bernhard,

daß BMW hier anfänglich Edelstahlschrauben verwendet hat, war mit bisher nicht bekannt. Ich hätte dann besser geschrieben, daß an meinem Motorrad (03/1983) keine aus solchem Material verbaut sind. Das wäre mir beim Wechsel der Bremsscheibe aufgefallen.

Die von Dir gezeigt Schraube ist eindeutig überdreht, man sieht ja die entsprechenden Bearbeitungsspuren. Vielleicht hat der Vorbesitzer das gemacht, um zu verheimlichen, daß hier Edelstahlschrauben verbaut sind, falls es wirklich welche sind.
Verhindert dann Diskussionen bei der HU, oder führt zu Diskussionen. ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Diese VA-Schrauben wurden an der Stirnseite überdreht. Wahrscheinlich Projekt Schöner Wohnen. Die Beilagscheiben aus VA-Gießkannenblech sind auch ganz schön eingedrückt.
Damals waren die Stahlschrauben etc. noch cadmiert.
Wed
 
Bei mir waren original 8.8 drin, Du wirst viele finden, die das auch so praktizieren,
Du wirst hier auch einige finden, die mit A2-70 rumfahren, denen wirds auch nicht die Bremsscheiben losreißen,
soviel Reserve wird sein
Jeder wie er mag
 
Zuletzt bearbeitet:
Immerhin hat das ja viele Jahre gehalten.
Trotzdem die richtige Entscheidung, Schrauben mit aufgeprägter Festigkeitsklasse zu nehmen.
Stopmuttern, wenn möglich, nicht mit Plastikeinsatz nehmen.
Ich habe aber auch normale Muttern benutzt, das hält auch schon viele Jahre.
 
Immerhin hat das ja viele Jahre gehalten.
Trotzdem die richtige Entscheidung, Schrauben mit aufgeprägter Festigkeitsklasse zu nehmen.
Stopmuttern, wenn möglich, nicht mit Plastikeinsatz nehmen.
Ich habe aber auch normale Muttern benutzt, das hält auch schon viele Jahre.
Das wird auch wieder halten, man muß aber bei solchen Bereichen nicht unbedingt experimentieren. Das ist zumindest meine Meinung.

Normale Muttern kann man auch nehemen. Allerdings sollte man da dann auch auf die Festigkeitsklasse achten. Also 8er nehmen und mittelfestes Loctite (243).

Wenn Du aber sowieso zum BMW-Händler gehst, kannst Du ja auch gleich die 5 Muttern mitkaufen. Bei meinem Motorrad sind das Stoppmuttern mit Kunststoffeinsatz.
 
Hallo,
bei kleinanzeigen gibt es einen Privatanbieter der bietet diese Schrauben mit Muttern neu an.
Musst mal Schrauben BMW Bremsscheibe eingeben. Bin weder verwandt noch verschwägert.

Gruß
Mario
 
A2-70 Schrauben und Muttern, genau wie Unterlegescheiben oder Federringe gehören sicher nicht an Sicherheitsteile wie diese Bremsscheiben.

Das Zug- und Abscherverhalten von Edelstahl ist komplett anders als das von Stahlschrauben. Mit M10 Schrauben der Klasse A2-70 ginge das vielleicht. Großes Fragezeichen allerdings.

Wers genau wissen will nimmt die Suchmaschine und/oder KI und macht sich schlau unter dem Begriff Hooksche Gerade oder Zugversuch.

Natürlich hat der Hersteller hier eine Sicherheitsmarge eingebaut. Wie groß dieser Faktor ist bei einem BMW G/S Motorrad und einer Einzelscheibe weiß ich allerdings nicht. Der Hersteller schon, sonst würde er dieses Bauteil nicht freigeben z.B. bei einem Reparatursatz.

So ist bei den GS Modellen ein Umbau auf Doppelscheibe gar nicht so einfach zu realisieren.
Ich wollte das mal, hätte dann eine 2. Gabel gebraucht zum Anfräsen damit der Festsattel richtig passt und ein gleiches Teil aus gleicher Liefercharge zur Materialprüfung bringen sollen..... Da bin ich beim Ingenieur ganz schön abgeblitzt.

Der Umbau auf 320mm HE Einzelscheibe ist dagegen legal weil ABE. Und da passen auch noch Schrauben und Muttern der Klasse 8.8.
Der Ingenieur war damit jedenfalls einverstanden und veranlasste die Eintragung in den Schein.

Schwierig wird es wenn das Fahrzeug mit dem falschen Bremsbefestigungsmaterial an Sicherheitsteilen in einem Unfall verwickelt ist und die Rechtsanwälte von Versicherungen dann Gutachter beauftragen den technischen Zustand der Unfallfahrzeuge begutachten.
Worst Case geht man dann bei Schadensforderungen leer aus, welche Versicherung geht denn gerne in Leistung in einem Schadensfall.
 
Ich hab noch einige Sätze DIN 912 M8x65 8.8 zinklamellenbeschichtet bei mir liegen und übrig.

IMG_20260911_165919.jpg

Bitte schickt mir bei Bedarf eine DN.
 
Im Ersatzteilkatalog steht: Fillister-head screw M8X70-8.8-ZNS. "ZNS" steht anscheinend für „Zink‑Nickel Silber“. Das könnte die Farbe und Oberfläche erklären.

ZNS steht in der Verbindungstechnik für "Zinklamellenbeschichtung". Die hat aus unterschiedlichen Gründen in vielen Bereichen die galvanische Verzinkung von Stahlschrauben abgelöst. BMW hat ZNS - Schrauben erstmalig Anfang der 1990er Jahre z.B. an der R100R eingesetzt. Man kann ZNS beschichtete Schrauben gut von verzinkten Schrauben unterscheiden. Ich denke dass bei älteren Modellen wie der R80G/S im Ersatzteilsegment dann rückwirkend auch ZNS eingesetzt/geliefert wird.
 
Hallo Bernhard,

daß BMW hier anfänglich Edelstahlschrauben verwendet hat, war mit bisher nicht bekannt. Ich hätte dann besser geschrieben, daß an meinem Motorrad (03/1983) keine aus solchem Material verbaut sind. Das wäre mir beim Wechsel der Bremsscheibe aufgefallen.

...
Vorsicht, keine falschen Schlüsse ziehen.
Das Zitat aus meinem DB-Beitrag zu den Bremsen bezieht sich darauf, dass die großen Fünflochscheiben aus VA entfielen und die früheren Dehnschaftschrauben durch gewöhnliche ersetzt wurden.
 
Schwierig wird es wenn das Fahrzeug mit dem falschen Bremsbefestigungsmaterial an Sicherheitsteilen in einem Unfall verwickelt ist und die Rechtsanwälte von Versicherungen dann Gutachter beauftragen den technischen Zustand der Unfallfahrzeuge begutachten.
Worst Case geht man dann bei Schadensforderungen leer aus, welche Versicherung geht denn gerne in Leistung in einem Schadensfall.
Sorry, aber das stimmt so nicht. Sind eher gerne erzählte Schauermärchen. Es mag sein, dass das versucht wird, wie die Schadenregulierer der Versicherer ja gerne viel versuchen, um weniger zu zahlen. Aber letztlich muss das "falsche Bremsbefestigungsmaterial" schon nachweislich Schadenverursachend oder schadenerhöhend sein (z.B. Bremsvesagen). Und "leer Ausgehen" tut man dann auch nicht. Meistens sind das "Obliegenheitsverletzungen" wenn technische Änderungen nicht begutachtet/eingetragen sind. Also wenn dich einer von der Seite oder von hinten abschießt und deine falsche Bremse dabei keine Relevanz hat, passiert da nichts. Wenn du jemand aufgefahren bist und deine BlingBling Edelstahl Bremsschauben sind abgeschert, schaut es natürlich anders aus.

Gruß
Marcus
 
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