Heute Abgasmessung beim TÜV

strichzwojan

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01. Nov. 2017
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Innsbruck
Heute mal wieder beim österreichischen TÜV, dem jährlichen "Pickerl" gewesen mit der 75/5. Und da wird auch immer das Abgas gemessen, selbst bei meiner R25/2!
Ich habe die Leerlaufdrehzahl minimal höher eingestellt als eigentlich nötig. Schöner anhören tut sie sich mit niedrigerem Leerlauf. Aber die Abgaswerte sind dann deutlich höher!
Mit dem leicht(!) erhöhten Leerlauf hat sie 1,74 % CO, und das mit den "fetten 32ern" (140er HD, 2,73 ND). Der Verbrauch ist damit auch sehr niedrig, max. 4,5 Liter auf der Bahn bei 120.
Der Prüfer war sehr angetan von den Werten. Ich auch.
 
meines Wissens keiner, aber gemessen wird - Vurschrift ist Vurschrift
Ich kenn Einige mit recht flotten 30er und fuffziger Jahrgängen, (Autos, nicht Mädels) da wird vor dem Vorführen frisch eingestellt, läuft dann wie ein Sack Nüsse (klingt auch so) aber Co2 und HC sind plausibel. Daheim wird wieder..... und dr Karra looft
 
So viel ich informiert bin 😉

Vor Erstzulassung 01.01.1969 befreit von der Abgasuntersuchung.
Danach bis 01.01.1980 4,5 CO und ab diesem Datum 3,5 CO.
Gilt für Motorräder ohne Kat.
 
Gesetzestexte kenne ich nicht, aber ich war persönlich jetzt 56 mal Motorräder und Autos beim Jahrespickerl vorführen (Innsbruck, Prüfhalle des Landes Tirol, Trientlgasse).
Alle Motorräder wurden immer mit Sonde im Auspuff gemessen, das Auto eigentlich auch, aber die letzten drei Male stand im Auto-Prüfgutachten nur, dass die OBD einen korrekten Abgaswert plausibel erscheinen lässt. Mit dem Abgastester gemessen wurde nicht mehr.

Die Grenze bei den Motorrädern ist 4,5% CO. Unabhängig vom Baujahr. Das gilt somit auch für Seitenventiler. Auf meine Nachfrage deswegen, scrollte der interessierte Prüfingenieur in seinem Computer herum, und zeigte mir eine Textstelle, wonach alle Motorräder diesen Wert zu erfüllen hätten. Mein jüngstes Motorrad ist eine GS von 1988 und auch die muss 4,5% unterschreiten. Zum Glück sind die Prüfer kooperativ. Wenn im Standgas der Wert überschritten wird, dann half meist ganz leichtes Gasgeben, und ich rutschte in den grünen Bereich. Das ist ja der Grund, warum ich nun eine minimal höhere Drehzahl einreguliere.

Ich sehe zumindest bei mir diese Messerei positiv. So kriegt man einmal im Jahr eine belastbare Info, ob der Motor richtig eingestellt ist. Man bekommt ein ausgedrucktes exaktes Abgasdatenblatt und den Prüfbericht in die Hand, zahlt, an der Kasse wird die Vignette gedruckt / gestanzt, und dann kriegt man nur diese und einen einseitigen Prüfbericht ausgehändigt, auf dem nur noch der CO-Wert steht.
Bei der Prüfung werden auch noch der CO2- , der O2- und ein Kohlenwasserstoffwert ermittelt.

Jan
 
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So viel ich informiert bin 😉

Vor Erstzulassung 01.01.1969 befreit von der Abgasuntersuchung.
Danach bis 01.01.1980 4,5 CO und ab diesem Datum 3,5 CO.
Gilt für Motorräder ohne Kat.
Sehr sportlich. :yeah:
In D hatten die Hersteller vor 1989 keine Vorgaben (in AT sicher auch nicht).
Ab 89 gilt in der Regel 4,5%; erst ab 2006 gehts mit Euro 3 auf 2,0 runter.
Die nachträglich selbst gewählten Grenzen in AT entbehren also jeder faktischen Grundlage.
Da die Betroffenen wie beschrieben die Vergaser so einstellen, dass der Bock läuft,
ist die Messerei praktisch auch nutzlos.
 
Zuletzt bearbeitet:
Sehr sportlich. :yeah:
In D hatten die Hersteller vor 1989 keine Vorgaben (in AT sicher auch nicht).
Ab 89 gilt in der Regel 4,5%; erst ab 2006 gehts mit Euro 3 auf 2,0 runter.
Die nachträglich selbst gewählten Grenzen in AT entbehren also jeder faktischen Grundlage.
Da die Betroffenen wie beschrieben die Vergaser so einstellen, dass der Bock läuft,
ist die Messerei praktisch auch nutzlos.
In D galt schon vor der ASU der CO-Grenzwert von 4,5% (incl. Toleranz) für PKW.
Mag sein, daß man daher mit diesem Wert bei Motorrädern angefangen hat.
Nebenbei, wenn ein Motorrad mit 4,5% CO nicht läuft sollte man mal die Ursache suchen. ;-)
 
Da die Betroffenen wie beschrieben die Vergaser so einstellen, dass der Bock läuft,
ist die Messerei praktisch auch nutzlos.
Die CO Emissionen im Standgas zu messen, ist bei Fahrzeugen, die benutzt werden, an sich m.M. schon nutzlos, bzw. ein hilfloser Gedanke derjenigen, die das Regelwerk entschieden haben.

Und neben dieser Nutzlosigkeit, fand ich es ganz interessant, dass BMW damals in den "BMW Motorrad AUK Solldaten, Stand 25.04.2013" festgelegt hat:

4. Für alle BMW Motorräder ohne oder mit ungeregeltem Katalysator gelten als Herstellersolldaten die gesetzlich zulässigen Grenzwerte.
5. n mot Leerlauf bei Fahrzeugen ohne und mit ungeregeltem Katalysator: min. 800 1/min, max. 1600 1/min.
Gesetzlich zulässig sind die 4,5 CO % Volumen max. Und bei diesem CO Wert und der Bandbreite der Leelaufdrehzahl bekommt man vermutlich jede Möhre durch die AU. Also im Prinzip ähnlich, wie der unsäglichen Reifenbindung: Kassenfüller für die Prüforganisationen ohne fachlichen Nutzen. Bei BMW hätte es in den Wartungsvorgaben (WHB) teilweise deutlich "engere" Einstellwerte gegeben z.B. für die Paralever.

Gruß
Marcus
 
Die Abgasmessungen hier scheinen mir auch sehr ungenau und dabei kommt es wohl auch auf Werkstatt und Prüfer an.

Die ganze Messerei ist wohl vor allem bei älteren Fahrzeugen mehr eine Alibihandlung um dem Gesetz zu genügen.😉

Da werden für dieselbe BMW von Jahr zu Jahr verschiedene Werte zwischen 1,2 bis 3,5 CO gemessen ohne dass bei der Einstellung der Vergaser etwas geändert wurde.
Messung immer bei warmen Motor und Leerlaufdrehzahl von ca. 1000 bis 1100 U/min.

An und für sich wäre es mir egal wenn ich nur nicht jährlich mit jeder BMW zum TÜV müsste. 🤪
 
An und für sich wäre es mir egal wenn ich nur nicht jährlich mit jeder BMW zum TÜV müsste. 🤪
...das glaube ich Dir gerne,mir geht es ja schon fürchterlich auf den Zwirn meine Fahrzeuge alle zwei Jahre zum TÜV zu fahren,letztes Jahr habe ich sogar eine vergessen :nixw:....
Ich wünsche einen schönen Tag )(-:
 
A Jeder machts anders... Nun kann man natürlich vortrefflich die eigene Kompetenz, Erfahrung, den Popometer, mit dem die Maschine optimal eingestellt wird, und die kein Leerlaufwert je wird abbilden können, anführen.
Dass man Prüfwerte einführen muss, um auf der sicheren Seite zu sein, habe ich selbst mit meinem E28 eta (Automatikgetriebe) mal erfahren. Da scherte sich bei der AU der Prüfer einen Dreck um die detaillierten Vorgaben von BMW. Danach konnte der Wagen nicht mehr aus der Prüfhalle gefahren werden: Wandlerschaden. Das wurde ein teurer Spaß für den TÜV.

Hier in Tirol bin ich ehrlichgesagt froh, dass bei allen Fahrzeugen mit hydraulischer Bremsanlage immer die Flüssigkeit analysiert wird. Ich hatte mal vor dem Pickerl-Termin den Wagen zum Bremsflüssigkeitswechsel gebracht. Vier Tage nach dem "Wechsel" wollte mich der Prüfer eigentlich garnicht mehr vom Hof lassen, mit 165 Grad Siedetemperatur. Es stellte sich heraus, dass man in der Werkstatt den Wagen nur auf die Hebebühne gefahren hatte, Frühstückspause machte, und dann wieder herunter ließ...
 
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