Das Schwarze Museum vor BOKU 13

schorsch3

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Sachen gibt`s,

Gestern noch mal die Zündung optimiert, da gibt es Fehlzündungen, der rechte
Vergaser fliegt ab ......
Alles kontrolliert , passt.
Heute den Ventildeckel geöffnet, und mir fällt ein Stück Kipphebel vom Auslass entgegen.

Was sagen denn die Experten von dem Bruch ?
Mechanisch kann man den Motor sauber durchdrehen. Stösselstange ist Gerade.
Es sieht fast so aus, als ob es durch Gefügeänderung eine Vorschädigung gab.
Hat das schon mal jemand gehabt ?
 

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Hallo,

hab ich so schon 2x gesehen. Einfach abgebrochen ohne anderen Defekt als Ursache. Ein Freundlicher mit viel 2V Erfahrung hat mal was von zeitweise schlechter Qualität der Kipphebel erwähnt.

Grüße
Marcus
 
Hallo,

hatte ich zwei Stück, allerdings bei meiner 77er R100/7.
Danach mit anderen Kipphebelsätzen nie wieder.

Gruß Ulli
 
Sehr schönes Bild von der Bruchstelle, daran erkennt man deutlich, daß es sich um einen Dauerbruch handelt. In den unteren zwei Dritteln sind die typischen Lamellen zu sehen, irgendwo dort muss die Kerbwirkung angesetzt haben. Das obere Drittel ist dann der finale Gewaltbruch.
 
Danke Hubi,
so sehe ich das änhnlich. kann jedoch nicht die Kerbwirkung erkennen, sehe aber 2 unterschiedliche Gussgefüge.
Der Motor enstand aus einem Teilehaufen, und die Köpfe sind , natürlich mit neuen Federn komplett überholt. Morgen kommt ein neuer Kipphebel rein.
Bleibt nur zu hoffen, daß die anderen 3 halten.
 
Was Du siehst, sind keine unterschiedlichen Gussgefüge (die Kipphebel sind im Übrigen eh geschmiedet), sondern zuunterst der Lamellenbruch, der immer von einer Kerbe ausgeht und zuoberst die rauhe Bruchstelle des Gewaltbruchs. Die Bruchmechanik geht so vonstatten:
Zuerst ist da die Kerbe, die kann auch sehr klein sein, wichtig ist nur, daß der Kraftlinienverlauf umgelenkt wird. Dadurch konzentrieren sich die Kraftlinien auf einen engeren Bereich, es kommt zur punktuellen Überlastung. Durch diese Überlastung verformt sich das Material zunächst plastisch, bei der nächsten Verformung an dieser Stelle versprödet das Material und reisst etwas ein. Dann wird die nächste Stelle verformt, die ja jetzt noch mehr Kraftlinien aufnehmen muss,, versprödet und reisst ein. So geht das fort (dadurch entstehen die Lamellen), bis der tragende Querschnitt zu klein wird und der Rest durch einen Überlastungsbruch abreisst. Hieraus resultiert die grobkörnige Oberfläche im oberen Drittel.
Das Bild von Deinem Kipphebel ist wirklich lehrbuchmässig, besser kann man eine Dauerbruchfläche fast nicht darstellen.
 
Hi,

ok, das ist ein Schwingungsbruch (oder das, was ich dafür halte :D). Aber wo kommt der her?
Schlecht geschmiedeter Hebel? oder kommt das von einer 'eckigen' Gleitbahn am Übergang zum Ventilschaft (sozusagen: chaotische Beschleunigungen/Schwingungen)? Oder zu harte Ventilfedern?

Schorsch, kannste noch ein Foto von der Gleitbahn hier einstellen (falls da noch was zu erkennen ist)?
 
Zuletzt bearbeitet:
Hier Wilhelm,
die Gleitbahn ist völlig i.O

Hubis Erklärung macht schon Sinn. Am Kopf ist alles neu, ausser die Kipphebel.
 

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Walter hatte das 2010 bei der Ausfahrt vor dem Boku in der Nähe von Pflaumdorf.
Pit hat dem dem Walter damals aus der Patsche geholfen hat und das am Hochzeitstag. Bitte verzeih uns Christa.

Mit 308° Grad und den originalen Federn wäre das nicht passiert :&&&:, waren Schorschs Worte.
 
Walter hatte das 2010 bei der Ausfahrt vor dem Boku in der Nähe von Pflaumdorf.
Pit hat dem dem Walter damals aus der Patsche geholfen hat und das am Hochzeitstag. Bitte verzeih uns Christa.

Mit 308° Grad und den originalen Federn wäre das nicht passiert :&&&:, waren Schorschs Worte.

Hallo,

das war die Seriennocke 308° und neue Federn. Wenn die Truppe mich mit der R75/5 nicht so gehetzt hätte würde der Kipphebel und das Getriebeeingangslager heute noch überleben.

Gruß
Walter
 

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