Hinterradlager ausgelaufen

h2ovolli

Fournales&Dellorto Dealer
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Heute habe ich bei Wartungsarbeiten gemerkt, das das linke Hinterradlager beim Stier ausgelaufen ist, grundsätzlich erst mal nicht schlimm, leider kann ich aber auch die Lagerschale in der Nabe drehen. Da ist soviel Spiel, das ich die Lagerschale ganz ohne Probleme rausnehmen kann.
Bock auf ne neue Nabe habe ich nun wirklich nicht, Ist das einsetzen der Lagerschale mit Loctite 648 "fügen-Welle-Nabe" an dieser Stelle zielführend, oder gibt es bessere Mittel?
 
Hi Volker,

Jau, gibt es. Wenn Du keinen Bock auf selber machen hast, kannst Du das Rad zu Walter Goldstein schicken. Der büchst Dir die defekte Lagersitze aus. Siehe in der Menüleiste unter 'Hinter- und Vorderrad Lagersitze BMW Boxer 2V.

Grüße, Ton :wink1:
 
Ich würde es mit Loctide einsetzen.
Ob jetzt mittel oder hochfest :nixw:
Messen ob das 648 reicht, oder 638 oder gar 660 erforderlich ist.
Klebespalt abhängig.

Aber du wirst sicher auf der Loctide-Seite gewesen sein :gfreu:
 
Hallo Volker,

ich habe es mit Loctite 648 eingesetzt, hält gut bis jetzt.
Ist auf jeden Fall den Versuch wert.

Gruß
Hans-Jürgen
 
Hallo Volker,

ich habe auch schon Lagersitzte mit dem Körner bearbeitet. Einfach auf der Oberfläche gleichmäßige Körner(ein)schläge anbringen und das Lager mit Welle-Nabe-Klebstoff einsetzen. Die "Kraterränder" werden dann beim Einsetzen etwas eingeebnet und stützen das Lager Metall auf Metall.

Hat beim großen HAG-Lager meiner G/S ca. 50Tkm gehalten - und hält vielleicht immer noch, wer weiß?

Gruß Holger
 
Hallo Volker,

ich habe auch schon Lagersitzte mit dem Körner bearbeitet. Einfach auf der Oberfläche gleichmäßige Körner(ein)schläge anbringen und das Lager mit Welle-Nabe-Klebstoff einsetzen. Die "Kraterränder" werden dann beim Einsetzen etwas eingeebnet und stützen das Lager Metall auf Metall.

Hat beim großen HAG-Lager meiner G/S ca. 50Tkm gehalten - und hält vielleicht immer noch, wer weiß?

Gruß Holger


Ohweia, die russische Methode.....dazu schreibe ich lieber nichts mehr.

Nein in Zeiten wo es bei Rabenbauer passende Lager gibt, ist das die beste / schnellste Lösung.
 
Jau, gibt es. Wenn Du keinen Bock auf selber machen hast, kannst Du das Rad zu Walter Goldstein schicken

Du soltest Dich hier auf eine Wartezeit von min.12 Wochen einstellen.

ich habe auch schon Lagersitzte mit dem Körner bearbeitet.

Bei dieser Methode kan man davon ausgehen das das Kugellager anschließend außermittig läuft.
Oder man hat mehr Glück als Verstand:D

Mir gefällt die Rabenbauer Lösung am besten.

Manfred
 
tja, vielleicht hatte ich auch mal Glück, und war mir dessen nicht bewußt!
Aber wir reden hier von einigen, wenigen 1/100 mm oder? wenns mehr wird, geb ich Euch recht.

Gruß Holger
 
Hier mal ein paar Daten.

z.Bsp. Lager mit Aussen-Durchmesser 40mm hat in einem Lagersitz mit Passung K6 (übliche Fertigungsqualität) eine Pressung von 4-13 tausenstel Millimeter. Wenn jetzt die Bohrung nur 0.02 (2/100) größer wird, dann kannst Du den Lageraussenring mühelos drehen und schieben, wenn er nicht verkantet. Man täuscht sich da manchmal echt, wieviel sowenig ausmacht.

Also, messen, denn Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.

Gruß Holger
 
Da gibt es wohl mächtige Schadensbilder, nicht umsonst gehen die Übermasse von 0,04 bis 0,40
 
Ich werde wohl die Rabenbauer Nummer machen! Danke für die Hinweise.
Nur wie kriege ich exakt raus, welches Lager ich bestellen muss?
Mit Messschieber messen fällt wohl aus wegen zu ungenau!
Mit Innentaster ähnlich wie beim Zylinder vermessen wird wohl das Maß der Dinge sein. Welches Maß sollte denn das Lager haben, bei einem bestimmten Maß? Nehmen wir mal an, ich lasse 40,09 mm messen welches Lagermaß muss ich dann bestellen? Wird die Nabe erwärmt und dann der Lagerring eingeschrumpft (1.-2.- oder 3/100 mehr), oder wird das Lager exakt auf das gemessene Maß bestellt?
 
Hallo Volker,

ich würde das Lager ca. 0.02 mm größer als die Bohrung wählen.
Lager in die Tiefkühldtruhe, Nabe mit dem Föhn anwärmen.
Das Lager würde ich aber trotzdem mit Locktitte oder änlichem einkleben (wie formtreu zylindrisch ist die alte Bohrung ?), dann müsste das reinfallen, ggf. leichte Schläge :D

Wenn Du aber Zeit hast, die Preise von Goldstein sind absolut ok, und Du hast dann einen Lagersitz aus Stahl.

Gruß und "gut Schraub"

Holger
 
Hallo Volker
Genau das gleiche problem hatte ich auch Loctite hat nur 20 min gehalten die nummer mit körnerpunkten ungefähr genauso lange habs auch mit eingelegten blättern einer fühlerlehre probiert auch kein erfolg
Habe dann das rad in die drehbank gespannt den sitzt ausgedreht passende buchse angefertig eingeschrumpft und nun ist es besser wie original
Die ausgelaufenen lagersitze sind eine krankheit bei den speichenrädern kommt bei den gussrädern ehr selten vor
Dieter
 
Es gibt auch von SKF so reparaturbuchsen, da muss man dann nur den Lagersitz aufdrehen, Buchse rein, Lager rein = fertig. Sind wenige 1/10mm stark die Dinger.

Gruß Marco
 
Ich werde wohl die Rabenbauer Nummer machen! Danke für die Hinweise.
Nur wie kriege ich exakt raus, welches Lager ich bestellen muss?
Mit Messschieber messen fällt wohl aus wegen zu ungenau!
Mit Innentaster ähnlich wie beim Zylinder vermessen wird wohl das Maß der Dinge sein. Welches Maß sollte denn das Lager haben, bei einem bestimmten Maß? Nehmen wir mal an, ich lasse 40,09 mm messen welches Lagermaß muss ich dann bestellen? Wird die Nabe erwärmt und dann der Lagerring eingeschrumpft (1.-2.- oder 3/100 mehr), oder wird das Lager exakt auf das gemessene Maß bestellt?

Das frag den Hermann am besten, wenn du bestellst.
Schließlich hat er sich damit beschäftigt...
 
Hallo,
der Vorholdt in Schmelz macht dir das auch. Da kommt dann eine durchgehende Stahlbuchse rein. Hat bei meinem Hinterrad damals ca. 3Wochen gedauert.
Gruß
Pit
 
ich würde das Lager ca. 0.02 mm größer als die Bohrung wählen.
Lager in die Tiefkühldtruhe, Nabe mit dem Föhn anwärmen.

Ich habe mich gerade gefragt was das bringt wenn ich ein Lager (also mit wenig Masse->Eisen) von +20 auf - 20Grad unterkühle.
Nach meiner Rechnung liegt das Schrumpfmass bei knappe 2/1000. Also so gut wie nix.
Habe ich da richtig gerechnet?
In Religion war ich besser:D

Manfred
 
Guten Morgen

@BlueQQ

so als Richtwert Stahl 1m lang um 1K erwärmt dehnt sich um 1/100 mm. Wie sich das bei Lagern verhält, hab ich noch nicht gerechnet, nur schon gemacht. Wenn mans noch kälter möchte, da hilft Kältespray, geht bis -40°C, oder ein alter CO2-Feuerlöscher :D (wenn gerade zur Hand)

Gruß Holger
 
Du hast aber keinen 1 m Stahl im Kugellager. Sonder etwas weniger.
Okay. Ich werde heute Abend ein Kegelrollenlager bei +20 Grad mit dem Micrometer ausmessen und dann ins Tiefkühlfach 24 Stunden lang einlagern.

Manfred
 
Moin,

mal abgesehen von der Sinnhaftigkeit hinsichtlich der möglichen 'Schrumpfung'
birgt das 'Einfrieren' noch die Gefahr von Passungsrost.
An den gekühlten Teilen schlägt sich aus der wärmeren Raumluft Feuchtigkeit nieder
und tut u.U. ihr zerstörerisches Werk zw. Welle und Lager resp. Lager und Lagersitz.
Spielt jetzt beim Radlager nicht wirklich eine Rolle - bei der Paarung Getriebelager - Welle
sieht die Sache schon anders aus.

Grüße Jörg.
 
Hallo Jörg

Passungsrost entsteht leider nicht durch Wasser, sondern allein durch Walken bzw. Reiben und Mikrobewegungen an gaaaanz engen Spalten. Der entsteht auch ohne Wasser, auch unter dem Begriff Tribokorrosion geführt.

Aber was mir (danke für Deine Steilvorlage) noch einfällt (haben wir früher auch gemacht)
Wenn das Lager locker sitzt - Apfelsaft drüber und warten. Die Säure sorgt dann für Korrosion und das Lager sitzt bombenfest, zumindest bei Stahl auf Stahl.

Gruß Holger
 
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