Hallo zusammen,
da dies mein erster Beitrag hier ist möchte ich die Möglichkeit nutzen, mich zuerst kurz vorzustellen.
Mein Name ist Veit, ich bin 21 Jahre alt und komme gebürtig aus dem oberfränkischen Forchheim. Inzwischen habe ich im Rahmen eines dualen Studiums 3 Semester Maschinenbau an der TH Ingolstadt hinter mir und meine Berufsausbildung zum Mechatroniker fast vollendet.
Meine Freizeit gehört zu großen Teilen den motorisierten Zweirädern, außerdem betätige ich mich gerne im Wald meiner Eltern, wo ich zusammen mit meinem Vater versuche, Holz nachhaltig zu ernten und diesen ökonomisch und ökologisch aufzuforsten.
Im Familienbesitz haben wir inzwischen 3 ältere BMWs (R26, R45, R65GS) und diverse andere Motorräder, Roller und Mopeds... :]. Bis jetzt konnten wir daran eigentlich alle technischen Probleme daran nach mehr oder weniger Probieren und ggf. ein wenig Recherchieren im Internet lösen.
Die neuste in unsrer Sammlung, die R45, bereitet mir allerdings ein wenig Kopfzerbrechen. Kurz zu ihrer Geschichte:
Wir haben sie vor ca. einem Monat sehr gut gepflegt gekauft, allerdings stand sie seit sechs Jahren und wurde in diesem Zeitraum keinen Meter bewegt. Wir haben bis jetzt den Tank gereinigt und das Öl gewechselt. Da die Schwimmerkammern absolut sauber waren, haben wir den Vergaser bis dato noch nicht gereinigt. Nach ein mehrfachem vorsichtigen Kicken haben wir den Anlasser betätigt und sie sprang auch schnell an, allerdings lief sie sehr unrund und wie wir an den Krümmertemperaturen feststellen konnten nur auf dem linken Zylinder.
Also haben wir (am rechten Zylinder):
- Zündfunken kontrolliert --> vorhanden
- Elektrodenabstand kontrolliert --> passt
- Hauptdüse des Vergasers kontrolliert --> sauber, in der Schwimmerkammer war auch genug Sprit, das Ventil, bei offenem Hahn floss kein Sprit mehr nach, wenn man den Schwimmer nach oben drückte
- Membran im Vergaser kontrolliert --> passt
- Ventilspiel kontrolliert --> passt
- Kompression geprüft --> 7 bar (passt, oder?)
Dann habe ich den Luftfilter aufgemacht, welcher auch völlig sauber war, und den Ansaugkrümmer abgeschraubt und nochmal versucht zu starten. Im Vergaser konnte man nun sehen, wie der Kolben hoch und runter ging, was mich in meiner Annahme bestätigt, dass die Membran intakt ist.
Bei etwas höheren Drehzahlen (~3000min^-1) kam der rechte Zylinder dann wohl kurz in Gang, zumindest wurde der Krümmer dann auch rechts heiß.
Am Wochenende habe ich vor, den Zündstecker vom linken Zyl auf den rechten zu stecken und umgekehrt und mal zu sehen, was dann passiert.
Bin ich richtig im Bilde, dass bei beiden Zylindern jeweils ein Zündfunke im Ansaugtakt und im Arbeitstakt kommt? Und stimmt es, dass der eine ansaugt, wenn der andere arbeitet?
Wenn ja, kann es dann sein, dass im niedrigen Drehzahlbereich immer nur ein Zündfunke kommt, wenn der linke arbeiten muss, aber nicht, wenn der rechte arbeiten muss, oder ist das konstruktiv ausgeschlossen?
Habe ich sonst irgendwas übersehen oder habt ihr eine Idee, was ich noch überprüfen sollte? (Kann ich den Vergaser vorerst überhaupt ausschließen, wenn die Hauptdüse und die Membran okay sind?)
Viele Grüße und vielen Dank schon jetzt!
Veit
da dies mein erster Beitrag hier ist möchte ich die Möglichkeit nutzen, mich zuerst kurz vorzustellen.
Mein Name ist Veit, ich bin 21 Jahre alt und komme gebürtig aus dem oberfränkischen Forchheim. Inzwischen habe ich im Rahmen eines dualen Studiums 3 Semester Maschinenbau an der TH Ingolstadt hinter mir und meine Berufsausbildung zum Mechatroniker fast vollendet.
Meine Freizeit gehört zu großen Teilen den motorisierten Zweirädern, außerdem betätige ich mich gerne im Wald meiner Eltern, wo ich zusammen mit meinem Vater versuche, Holz nachhaltig zu ernten und diesen ökonomisch und ökologisch aufzuforsten.
Im Familienbesitz haben wir inzwischen 3 ältere BMWs (R26, R45, R65GS) und diverse andere Motorräder, Roller und Mopeds... :]. Bis jetzt konnten wir daran eigentlich alle technischen Probleme daran nach mehr oder weniger Probieren und ggf. ein wenig Recherchieren im Internet lösen.
Die neuste in unsrer Sammlung, die R45, bereitet mir allerdings ein wenig Kopfzerbrechen. Kurz zu ihrer Geschichte:
Wir haben sie vor ca. einem Monat sehr gut gepflegt gekauft, allerdings stand sie seit sechs Jahren und wurde in diesem Zeitraum keinen Meter bewegt. Wir haben bis jetzt den Tank gereinigt und das Öl gewechselt. Da die Schwimmerkammern absolut sauber waren, haben wir den Vergaser bis dato noch nicht gereinigt. Nach ein mehrfachem vorsichtigen Kicken haben wir den Anlasser betätigt und sie sprang auch schnell an, allerdings lief sie sehr unrund und wie wir an den Krümmertemperaturen feststellen konnten nur auf dem linken Zylinder.
Also haben wir (am rechten Zylinder):
- Zündfunken kontrolliert --> vorhanden
- Elektrodenabstand kontrolliert --> passt
- Hauptdüse des Vergasers kontrolliert --> sauber, in der Schwimmerkammer war auch genug Sprit, das Ventil, bei offenem Hahn floss kein Sprit mehr nach, wenn man den Schwimmer nach oben drückte
- Membran im Vergaser kontrolliert --> passt
- Ventilspiel kontrolliert --> passt
- Kompression geprüft --> 7 bar (passt, oder?)
Dann habe ich den Luftfilter aufgemacht, welcher auch völlig sauber war, und den Ansaugkrümmer abgeschraubt und nochmal versucht zu starten. Im Vergaser konnte man nun sehen, wie der Kolben hoch und runter ging, was mich in meiner Annahme bestätigt, dass die Membran intakt ist.
Bei etwas höheren Drehzahlen (~3000min^-1) kam der rechte Zylinder dann wohl kurz in Gang, zumindest wurde der Krümmer dann auch rechts heiß.
Am Wochenende habe ich vor, den Zündstecker vom linken Zyl auf den rechten zu stecken und umgekehrt und mal zu sehen, was dann passiert.
Bin ich richtig im Bilde, dass bei beiden Zylindern jeweils ein Zündfunke im Ansaugtakt und im Arbeitstakt kommt? Und stimmt es, dass der eine ansaugt, wenn der andere arbeitet?
Wenn ja, kann es dann sein, dass im niedrigen Drehzahlbereich immer nur ein Zündfunke kommt, wenn der linke arbeiten muss, aber nicht, wenn der rechte arbeiten muss, oder ist das konstruktiv ausgeschlossen?
Habe ich sonst irgendwas übersehen oder habt ihr eine Idee, was ich noch überprüfen sollte? (Kann ich den Vergaser vorerst überhaupt ausschließen, wenn die Hauptdüse und die Membran okay sind?)
Viele Grüße und vielen Dank schon jetzt!
Veit
. Auf der Heimfahrt habe ich dann gemerkt, dass die Bremse vorne immer weiter zu macht, bis das Vorderrad in einer Kurve das Blockieren anfing. Gestürzt sind wir nicht, aber knapp wars... Irgendwie bin ich dann noch nach Hause gekommen und wir haben erstmal die Bremse zerlegt. Ein Bremsschlauch hat sich durch das Stehen wohl komplett zugesetzt, durch die Reibung hat sich die Bremse aufgeheizt, alles hat sich ausgedehnt und der Druck konnte nicht nach oben hin weg weil der Bremsschlauch zu war also hat sie zu gemacht.