ab welcher Laufleistung wird Getriebeüberhpliung empfohlen ?

Milletourer

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15. Nov. 2008
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62
Hallo Kollegen,

tausche gerade an eine R100GS den Faltenbalg Kardan-Getriebe aus. Faltenbalg ist rissig und muss getauscht werden. Laufleistung 70.000 KM.

Bisher hat das Getriebe keine Probleme bereite, Kupplung macht auch keine Probleme. Ich weiß daher nicht ob ich das Getriebe gleich ausbauen und überholen lassen soll. Habe im Moment keine Meinung dazu, bin hin- und hergerissen.

Bisher wurde das Motorrad überwiegend im 1 Personenbetrieb mit wenig Gepäck im Tourenmodus bewegt.

- Würdet Ihr auf Verdacht Tauschen ?
- Wieviel Öl bekommt das Kardanrohr ?

Danke im voraus für Euere Unterstützung

Stefan
 
Hallo Kollegen,

tausche gerade an eine R100GS den Faltenbalg Kardan-Getriebe aus. Faltenbalg ist rissig und muss getauscht werden. Laufleistung 70.000 KM.

Bisher hat das Getriebe keine Probleme bereite, Kupplung macht auch keine Probleme. Ich weiß daher nicht ob ich das Getriebe gleich ausbauen und überholen lassen soll. Habe im Moment keine Meinung dazu, bin hin- und hergerissen.

Bisher wurde das Motorrad überwiegend im 1 Personenbetrieb mit wenig Gepäck im Tourenmodus bewegt.

- Würdet Ihr auf Verdacht Tauschen ?
- Wieviel Öl bekommt das Kardanrohr ?

Danke im voraus für Euere Unterstützung

Stefan

Hi Stefan
Das Rohr bleibt Trocken...

Grüße Guido
 
Hallo Kollegen,

tausche gerade an eine R100GS den Faltenbalg Kardan-Getriebe aus. Faltenbalg ist rissig und muss getauscht werden. Laufleistung 70.000 KM.

Bisher hat das Getriebe keine Probleme bereite, Kupplung macht auch keine Probleme. Ich weiß daher nicht ob ich das Getriebe gleich ausbauen und überholen lassen soll. Habe im Moment keine Meinung dazu, bin hin- und hergerissen.

Bisher wurde das Motorrad überwiegend im 1 Personenbetrieb mit wenig Gepäck im Tourenmodus bewegt.

- Würdet Ihr auf Verdacht Tauschen ?
- Wieviel Öl bekommt das Kardanrohr ?

Danke im voraus für Euere Unterstützung

Stefan

Ich habe kein Einarmschwingenmoped dauerhaft gefahren, wenn es eine Zweiarmschwinge wäre, würde ich sagen fahr' noch 30.000km.
Ich habe aber drei Einarmschwingenhobel geschlachtet, zwei unter 60.000km und eins mit ca. 80.000 und bei allen drei waren Lagerschäden festzustellen, deren Reparatur keinen Aufschub geduldet hätte.
Wenn Du keinerlei Anlass hast an dem Zustand des Getriebes zu Zweifeln fahr' weiter ansonsten guck' auf die Deutschlandkarte und:

http://forum.2-ventiler.de/vbboard/member.php?14-Elefantentreiber

oder

http://forum.2-ventiler.de/vbboard/member.php?2092-Herr-F
 
n'Abend,

die Erfahrungsregel, die du suchst, gibt es nicht. Außer vielleicht, daß bei GSen die Getriebeschäden häufiger zu sein scheinen als an den R-Modellen. (Mir bekannte „Erst“-Schäden zwischen 30 und 180 Tsd.)

Wenn der Kardan raus ist, dreh den Flansch des Getriebes (im Leerlauf) mit der Hand. Es darf nix mahlen, auch darf der Widerstand nicht unterschiedlich sein über die Drehung. Ein 'Klack' am Beginn der Drehung ist normal, weil die Fenster der Zahnräder größer sind als die Klauen der Schieberäder.

Wenn nix ist: Weiterfahren. Ab und an das Hinterrad drehen, und auf gleiche Symptome wie oben erwähnt achten.

Edit: Getriebeöl ablassen, stehenlassen, vorsichtig weggießen. In einer Ecke des Behälters ein paar ml stehen lassen. Dort mit dem Finger prüfen, ob irgendwas 'Körniges" dabei ist. Wenn ja: Handlungsbedarf / Aufmachen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Moin,

Ein guter Indikator ist der Magnet der Ablaßschraube. Erst wenn da fühlbare Partikel sind ist Handlungsbedarf. Ein feiner Bart hängt da immer, aber da darf nichts mit den Fingern fühlbar sein. Oder ungewohnte Geräusche. Mein Getriebe hat nach 140 tKm keine Anzeichen von Verschleiß. Die Fälle, die ich kenne sind durch Wassereintritt an der Tachowelle oder durch fehlende Schmierung der Schiebeverzahnung verursacht worden. Diese unbedingt neu schmieren. Im Umfeld kenne ich Fälle von 200tkm ohne Getrieberevision.

Also weiterfahren.


Gruß

Bernhard
 
....Die Fälle, die ich kenne sind durch Wassereintritt an der Tachowelle oder durch fehlende Schmierung der Schiebeverzahnung verursacht worden. .....

Gruß Bernhard

Hallo zusammen, alles gut und richtig, es gibt aber noch "Sudden Death" durch Federbruch, beinahe unabhängig von der Laufleistung. Wenn man die Schwinge schon in der Hand hat sollte man unbedingt das Schiebestück abschmieren. BMW in KS hat mir dafür schon vor Jahren Optimol White T Paste empfohlen. Die ist weicher als Staburags, fliegt nicht so schnell weg. Bisher hat sich das bewahrheitet. Aber alles ist besser als nichts. :pfeif:
 
Stefan,
ich stand vor der gleichen Frage. Das Getriebe meiner ST (Bj. 1982) hat jetzt 68000 Km runter. Die Schaltbarkeit war nicht so schlecht. Aber auch nicht so gut, wie ich es bei anderen 2Vs schon gesehen hatte. An der Ölablassschraube war deutlicher Abrieb zu erkennen. Ich habe mich deshalb entschieden, das Getriebe überholen zu lassen.

Bei der Demontage fiel folgendes sofort auf:

1. Getriebelager an der Haupt-, also Abtriebswelle war axial verschoben, obwohl es sich um eine Welle mit Sicherungsring handelt (Fertigungstoleranz?). Dadurch hatte das Zahnrad vor dem Lager zuviel Spiel:

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2. Eine der Schaltkurvenscheiben hatte ebenfalls deutliches axiales Spiel:

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Gruß
Reimund
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Reimund,


ein paar Anmerkungen:

Die gezeigte Welle ist die ABtriebs, nicht die Antriebswelle.

Ein gewisses Spiel hat das Zahnrad des 5. Gangs immer. Vorab sollte man prüfen, ob hinter dem ZR die richtige Scheibe sitzt: es gibt auf der Welle 3 Stück davon, die alle passen, aber unterschiedliche Stärken haben (1,0; 1,5; 2,0). Die Scheibe hinter dem 5. muß 2,0 haben.
Entscheidend ist m. E. nicht so sehr das Achsial-, sondern das Kippspiel des ZR. Es wird meist dadurch hervorgerufen, daß die Welle in diesem Bereich reduziert ist (ca. 23,88 mm Dm dort gemessen ist (sehr teurer) Schrott.
Das Spiel der Schaltscheibe ist nicht selten. Viele Profis verschweißen deshalb die beiden Komponenten mit zwei Punkten.
 
Lieber Stefan
Never change a running system. Das gilt auch für Kuhgetriebe. Es gibt viel mehr Getriebe mit deutlich über 100TKM, die ohne Tadel laufen, als Ausfälle mit deiner Laufleistung. Viel mehr...
Zur Wartung und Kontrolle wurde schon alles wichtige gesagt. Wenn du kein extremer Kilometerfresser oder Jedes-WE-Schlammferkel bist, reicht Kardan-Schiebverzahnung staburagsen oder optimolen und Getriebeeingangslager prüfen wie oben beschrieben alle zwei Jahre völlig aus.
Schöne Grüße aus Ostbelgien
Zoltán
 
Hallo Reimund,


ein paar Anmerkungen:

Die gezeigte Welle ist die ABtriebs, nicht die Antriebswelle.

Ein gewisses Spiel hat das Zahnrad des 5. Gangs immer. Vorab sollte man prüfen, ob hinter dem ZR die richtige Scheibe sitzt: es gibt auf der Welle 3 Stück davon, die alle passen, aber unterschiedliche Stärken haben (1,0; 1,5; 2,0). Die Scheibe hinter dem 5. muß 2,0 haben.
Entscheidend ist m. E. nicht so sehr das Achsial-, sondern das Kippspiel des ZR. Es wird meist dadurch hervorgerufen, daß die Welle in diesem Bereich reduziert ist (ca. 23,88 mm Dm dort gemessen ist (sehr teurer) Schrott.
Das Spiel der Schaltscheibe ist nicht selten. Viele Profis verschweißen deshalb die beiden Komponenten mit zwei Punkten.


Wilhem,
Abtriebswelle stimmt, aber leider weiss das die Rechtschreibkorrektur nicht ;-)

Die linke Schaltscheibe auf dem Bild, ist jetzt bei meinem Getriebe verbaut.


IMG_2216.JPG


Gruß

Reimund
 
Hallo Kollegen,

vielen Dank für die sehr gute Unterstützung. hat sich gelohnt ! I

Ich habe das Getriebe, wie beschrieben, überprüft, durchgedrecht und das Öl angesehen. Nichts ungewöhnliches aufgefallen.

Never Change a running system- zumindest im Moment noch nicht. Ich werde das geringfügig (und wirklich nur geringfügig) im Kardanrohr befindliche Öl einfach ignorieren und das Schiebestück "staburagsen".

Vielleich kann ich noch einmal berichten wie lange das Getriebe hält oder gehalten hat...

Nochmals Danke für Euere Unterstützung

Stefan
 
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