Dicke der Zylinderkopfdichtung??

eddie82

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19. Dez. 2007
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Horstmar-Leer
Hallo Forumsgemeinde

Ich habe eine Frage zur Dicke der Zylinderkopfdichtung bei meiner Q. Ich habe beide Köpfe meiner R100RS Bj. 83 zur Überholung und Bleifreiumbau zum Instandsetzer gegeben. Dieser hat mir nach Beendigung der Arbeiten mitgeteilt, dass er beide Köfpe hat planen müssen, da diese doch ziemlich verzogen waren. Der linke Kopf musste 1/10mm Material lassen und der rechte Kopf sogar 2/10mm. Meine Frage ist jetzt, ab wann muss ich dickere Kopfdichtungen verwenden? Und wenn dickere Dichtungen zu verwenden sind, wo bekomme ich diese her? Der Motor ist im Originalzustand und wird es auch in Zukunft bleiben. Allerdings kann ich nicht sagen, ob die Köpfe früher schon mal bearbeitet und geplant wurden (kann man dieses mit "Hausmitteln" messen?).

Vorab schon mal vielen Dank für eure Hilfe.
 
Zunächst würde ich den Instandsetzer fragen, ob und wie er sichergestellt hat, daß die Köpfe gleiche Brennraumvolumina haben.

1/10 Differenz bei der Materialwegnahme resultiert in unterschiedlichen Verdichtungen, das gibt einen rauhbauzig laufenden Motor mit ordentlich Vibrationen.

Bei gepaarten Köpfen kann er doch nicht einfach solange planen, bis die Dichtflächen wieder OK sind, und nach ihm die Sintflut :---)
 
Moin Gemeinde,

wie dick ist denn nun eine Zylinderkopfdichtung nach der Montage?

Bei einer neuen, originalen messe ich:
- am Aluring: 0,95 mm
- am Grundmaterial: 0,8 mm.

Könnte da bitte mal jemand in seiner Ablage kramen?

Nur der Vollständigkeit halber: bei Edelweiß bekommt man 0.5, 0.8, 1.0, 1.2 und 1.5 mm.
 
Jetzt müsste man nur noch das Volumen des Brennraums kennen :nixw:

Wenn der Motor dem Serienzustand entspricht, kannst du das berechnen.

Die Verdichtung ε berechnet sich aus (Hubraum + Brennraum) / Brennraum.
Durch Umstellen ergibt sich B = H / (ε -1).
Bei einer 1000er Serien-GS also z. B. 980 / (8,5 - 1) = 130,7 ccm bzw. 65,3 ccm je Zylinder.
 
Ich hatte das gleiche Problem. Es wurde mir geraten den ausgleich nicht über die Zylinder Kopfdichtungen zu machen, sondern Fußdichtungen zu nehmen.
Wenn es richtig gemacht werden soll, sollten die Köpfe samt Kolben und Zyl. zu einem Spezialisten, am besten kontaktierst Du mal Rolf S. aus Berlin.
Dein Instandsetzer war wohl ziemlich schmerzbefreit...;)
 
Ich hatte das gleiche Problem. Es wurde mir geraten den ausgleich nicht über die Zylinder Kopfdichtungen zu machen, sondern Fußdichtungen zu nehmen.
Wenn es richtig gemacht werden soll, sollten die Köpfe samt Kolben und Zyl. zu einem Spezialisten, am besten kontaktierst Du mal Rolf S. aus Berlin.
Dein Instandsetzer war wohl ziemlich schmerzbefreit...;)

Nur damit hier keinerlei Mistverständnis aufkommt: die Beteiligten an meinem Motor sind hier nicht gemeint, sondern wohl die von Eddie. Ich habe mich mit meiner Frage, die genau die ursprüngliche war, nur hier angehängt.
 
...wie oben schon geschrieben - unterschiedliche Verdichtungen ist übel, ich würde die Köpfe jetzt auslitern und schauen, ob die Volumendifferenz den 0,1mm entspricht. Wenn es so ist, dann den einen Kopf nochmal 0,1mm planen. Diese leichte Verdichtungserhöhung sollte keine Probleme machen.


Gruß - Thomas
 
Moin,
bei dem 1000 ccm-Motor entspricht 0,1 mm Abplanen einer Volumenänderung von 0,78 ccm bei 130,7 ccm Brennraumvolumen. Da sind andere Faktoren wichtiger.

Gruß Bernhard
 
Nur damit hier keinerlei Mistverständnis aufkommt: die Beteiligten an meinem Motor sind hier nicht gemeint, sondern wohl die von Eddie. Ich habe mich mit meiner Frage, die genau die ursprüngliche war, nur hier angehängt.

logisch, der Instandsetzer, der 1/10 unterschiedlich plant ist natürlich der Schmerzbefreite den ich meine!
 
Wenn der Motor dem Serienzustand entspricht, kannst du das berechnen.

Die Verdichtung ε berechnet sich aus (Hubraum + Brennraum) / Brennraum.
Durch Umstellen ergibt sich B = H / (ε -1).
Bei einer 1000er Serien-GS also z. B. 980 / (8,5 - 1) = 130,7 ccm.

Spielt doch mal ein bißchen hiermit: demnach wäre das Brennraumvolumen 60,5 cm³ - plus 4,86 cm³ für das, was sich infolge der ZK-Dichtung ergibt. Kommt ganz gut hin.

Image7.jpg
 
Moin,
bei dem 1000 ccm-Motor entspricht 0,1 mm Abplanen einer Volumenänderung von 0,78 ccm bei 130,7 ccm Brennraumvolumen. Da sind andere Faktoren wichtiger.

Gruß Bernhard

....trotzdem würde ich diese Differenz bei einer professionellen Werksatt nicht akzeptieren, hier wird über grammgenau ausgewogene Pleuel und Kolben diskutiert, über Vibrationen, welche wir überall minimieren wollen und genau aus dem Grund würde ich die Verdichtung auch auf beiden Zylindern gleich haben wollen.

Gruß - Thomas
 
Ich hatte das gleiche Problem. Es wurde mir geraten den ausgleich nicht über die Zylinder Kopfdichtungen zu machen, sondern Fußdichtungen zu nehmen.

Hallo Herbert, hat dir der Motorenbauer auch gesagt warum er das empfiehlt?

Bei mir waren nämlich auch megadicke fußdichtungen im GS-Motor, ich vermute für Afrika-Einsatz. So fertig war der Motor auch ...
 
Zuletzt bearbeitet:
Wie das technisch begründet ist weiß ich nicht, es wurde mir aber nicht nur von Dirk dem Geächteten (siehe seine HP) empfohlen, sondern auch von zwei anderen Motoreninstandsetzern.
 
Zuletzt bearbeitet:
Moin,
bei dem 1000 ccm-Motor entspricht 0,1 mm Abplanen einer Volumenänderung von 0,78 ccm bei 130,7 ccm Brennraumvolumen. Da sind andere Faktoren wichtiger.

Gruß Bernhard

Moin,
Die besagten 0,78 ccm Unterschied führen zu einem Verdichtungsunterschied von 0,05 bar.
Gruß
Bernhard

Ich hab jetzt nicht von Hand nachgerechnet, aber hier ergibt sich durch eine 0,1 mm dünnere ZKD (oder auch 0,1 mm abnehmen) eine Verdichtungserhöhung um 0,1.

Das ist übrigens genau das, was ich mit 2 Messungen auch rausbekommen habe.
 
Moin,
0,1 bar ist richtig. (Die Tücke lag wieder mal im Detail)
Aber 0,1 bar ist auch noch nicht wirklich so viel, das Handlungsbedarf ist.
Gruß
Bernhard
 
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