Nadellager Kipphebel

Doxer

Aktiv
Seit
12. März 2013
Beiträge
328
Mahlzeit,

Hatte vor 2000km die Ventildeckel meiner Basic unten, heute die große Überraschung, das untere Nadellager beim Aulass links hat begonnen sich aufzulösen, mehrere Nadel sind gebrochen, einige komplett herausgerutscht - km Stand ist 90k. Forensik hat ergeben, dass alle 31 Nadeln bzw. deren Bestandteile noch da sind und die wesentlichen Stücke des Käfigs auch, die Welle zeigt aber Laufspuren, der Bock hat Macken und am Kipphebel gibt's auch ein paar Spuren der Verformung vom Nadelknacken. Bitte um Eure Tipps, wollte die Riefen am Kipphebel (Auflagefläche am Bock) planen lassen, beide Lager ersetzen, die Achse neu und das ganze zusammenbauen, Bock wollte ich an anderer Stelle mit der beschädigten Seite nach außen montieren.
Oder muss alles (Bock, Kipphebel, Achse) neu? Werde mich mal auf die Suche nach Gebrauchtteilen machen?

Bei den anderen Kipphebeln sieht man bei den Lagern keine Auffälligkeiten - muss da irgendetwas auf Verdacht getauscht werden oder einfach lassen? Ölwanne kommt im Rahmen des Service sicherheitshalber runter, mal sehen was da so drinnliegt.

Was ist eigentlich die Ursache für so einen Defekt, Öl gab es dort reichlich.

Danke

Doxer
 

Anhänge

  • image.jpg
    image.jpg
    248,7 KB · Aufrufe: 139
  • image.jpg
    image.jpg
    254,7 KB · Aufrufe: 141
  • image.jpg
    image.jpg
    169,4 KB · Aufrufe: 137
  • image.jpg
    image.jpg
    188,3 KB · Aufrufe: 118
Zuletzt bearbeitet:
Hi,
stell mal Bilder vom Schaden ein.

Bei mir sind die jeweils unteren Lager der Kipphebel mit Kennung II (Ausgangsseite linker Zylinder, Eingangsseite rechter Zylinder) bei 80.000 KM gebrochen. Vorstellen kann ich mir nur Ablagerungen im Öl, die die Lagerkäfige durch die immer gleiche Reibbewegung abgeschliffen haben. Aber alles nur Vermutungen.

Hans
ps.: Ich habe nur die defekten Lagerpaare getauscht.
pps.: Doku für den Tausch
 
Hab die Fotos beim Eingangsposting dazugestellt - Verschleiß denke ich auch, aber alle auf Verdacht wechseln wollte ich nicht unbedingt.

Axialspiel war bei allen Hebeln etwas zu groß (0,1 statt max. 0,08)- sollte nicht ausschlaggebend sein.

Doxer
 
Hi,
zu Bild 4: Ist das Lager bündig am Kipphebel? Sollte eigentlich 1 mm nach innen versetzt sein.

Hans
 
Ist nach innen versetzt, liegt am Foto - Anleitung schon herunterladen, danke, die ist perfekt!

Dominik
 
Hallo, das gleiche Problem hatte ich an meiner R90S.
Ich habe daraufhin die gesamte Einheit ausgetauscht. Die gibt es auch nur zusammen weil das Lagerspiel somit gewährleistet ist.
Meine Vermutung:
Die Ursache liegt darin, dass das Axialspiel Kipphebel-Lagerbock kleiner ausdistanziert sein muss als das Spiel Nadeln zu Käfigrand (Bördelung).
Es erklärt sich so:
Im umgekehrten Fall schlagen die Nadeln gegen den Käfigrand und du hast ein ständiges "axiales" klopfen der Nadeln gegen den Käfigrand, der irgendwann nachgibt.
Bei den Buchsenlagerungen hat man diese Probleme nicht.

beste Grüße
 
Servus,

interessante Theorie, werde mal sehen ob ich beim defekten Lager noch das Spiel messen kann. Das Axialspiel lag bei 0,1mm d.h. 0,05 über soll und 0,02 über der oberen Toleranz.

Dominik
 
Hallo zusammen,

ich bin auch an der Kipphebellagerung meiner Dicken dran.
Nun stelle ich mir die Frage, ob es zwingend Nadellager sein müssen.
Wären, wenn in den benötigten Abmessungen erhältlich, auch Verbundbuchsen (aussen Stahl, innen PTFE-Lauffläche) möglich?
Verkaufsbezeichnung bei SKF: Glycodur.
Mir ist schon klar, dass hier erhebliche Kräfte und Temperaturen auftreten, war nur mal so ne Überlegung.
Oder hat das schon jemand durchexerziert oder gar eingebaut und hält das ?
 
Ich glaub nicht, dass das Glycodur-Zeug in diesem Fall tut. Bei den /5 waren die Kipphebel noch auf Messingbüchsen gleitgelagert. Sie werden wissen, warum sie das auf die (teureren) Nadellager umgestellt haben.
 
Zurück
Oben Unten