Ungleichmäßiger Leerlauf R100RT

mueller1410

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13. Apr. 2012
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Hallo,

Ich habe das Problem, dass der Motor im warmen Zustand bei ca. 900U/min läuft (in diesem Zustand synchronisiert und Standgas eingestellt), im kalten Zustand am Gas gehalten werden muss, weil er sonst abstirbt und im heißen Zustand auf ca. 2000U/min dreht. Der Motor hat jetzt knapp 80tkm runter.
Die Zündkerzen habe ich im Frühjahr erneuert und die sehen, wie ich finde, sehr bescheiden aus (Anhang).
Außerdem rasselt / klingelt er beim Beschleunigen im sehr heißen Zustand.
Kann sowas evtl. mit ausgewaschenen / verschlissenen Düsen oder Düsennadeln im Vergaser zu tun haben?
 

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Ich sage mal ganz vorsichtig der Motor läuft zu mager oder der Wärmewert stimmt nicht
Manfred
 
Hallo,

zu mager durch Falschluft? Unwahrscheinlich weil beide Zylinder betroffen zu sein scheinen.

Zündung viel zu früh?

mfg
Peter
 
Hallo,

Ich habe das Problem, dass der Motor im warmen Zustand bei ca. 900U/min läuft (in diesem Zustand synchronisiert und Standgas eingestellt), im kalten Zustand am Gas gehalten werden muss, weil er sonst abstirbt und im heißen Zustand auf ca. 2000U/min dreht. Der Motor hat jetzt knapp 80tkm runter.
Die Zündkerzen habe ich im Frühjahr erneuert und die sehen, wie ich finde, sehr bescheiden aus (Anhang).
Außerdem rasselt / klingelt er beim Beschleunigen im sehr heißen Zustand.
Kann sowas evtl. mit ausgewaschenen / verschlissenen Düsen oder Düsennadeln im Vergaser zu tun haben?

Zweifelsfrei ist da was nicht in Ordnung. Normaler Verschleiß ist wahrscheinlich nicht die Ursache - Nadeldüse und Düsennadel verschleißen in Richtung fetterer Abstimmung. Welcher Motor, welches Baujahr, irgendwelche Änderungen?
 
Ich würde da erstmal folgendes machen und zwar in genau dieser Reihenfolge:

Ventile einstellen, neue Kerzen, Zündung einstellen (mit ZZP-Einstellgerät, falls vorhanden), Vergaser einstellen und synchronisieren, Zündung mit Stroboskoplampe nochmal abblitzen (zur Kontrolle ob "springender ZZP")

Mach das mal und berichte hier

(vielleicht ergibt sich dabei auch die Möglichkeit wenigstens das Baujahr anzugeben mmmm)
 
Hallo,

ja, ich fahre Bleifreizusatz. Das mit dem Baujahr ist etwas kniffelig. Ursprünglich ist es eine R75/5 Bj 74.
Das ist mein erstes Motorrad überhaupt und ich habe es seinerzeit eigentlich zufällig gekauft, weil es günstig war. Der Vorbesitzer hat es laut Papieren auf die Technik einer R100RT umgebaut und eintragen lassen. Leider lässt sich das Bj des Spenderfahrzeugs nicht entnehmen. Das ich Bleifreizusatz fahren müsse hat er mir gesagt. Weitere Fragen kann ich ihm leider nicht mehr stellen, weil er verstorben ist.
Ich schaue gleich mal nach der Motornummer, daraus lässt sich doch bestimmt das Bj ableiten. Entschuldigt meine Unwissenheit, ich versuche mich gerade in die Materie einzuarbeiten.
 
Lass mal den Bleifreizusatz weg und beobachte öfter mal das Ventilspiel. Wenn das nicht schnell enger wird, kannst Du den Zusatz komplett weglassen.
 
Kerzenbild deutet auf Ölkohle hin, der Kolbenboden und Brennraum sind möglicherweise ähnlich verkrustet -> Klingelneigung ist dadurch erhöht.
Gleichzeitig ist die helle Farbe ein Anzeichen von zu magerer Abstimmung, genau das Gegenteil von verschlissenen Nadeldüsen und NAdeln - > das sogt ebenfalls für höhere Klingelneigung. Zündzeitpunkt mal kontrollieren, zum testen mal Super Plus versuchen ... aber erst ziemlich leerfahren, gemischt mit dem "normalen" Super bringt es nix.

Viel Erfolg!
 
Abhängig vom Baujahr gibt es links an der Ölwanne eine eingefräste Ziffernkolonne, die verrät Details.

Bei mir z.B. 102VD 0388 0055 = 3.Woche 1988, R100GS - wie sich letzteres da rausliest kann vielleicht jmd anders aufklären.

Seit 1985 sind übrigens Fahrgestellnummer nicht mehr identisch mit der Motornummer.

Grüsse
Stephan
 
Ich habe zwei Nummern gefunden. die Eine: 82029083 102VA und die Andere: 6230282 (über dem Öleinfüllloch).

Die Zündkerzen Bosch WR7DC wollte ich gegen die kältere WR5DC tauschen, der Teilehändler hatte aber nur die entsprechend umgeschlüsselten von NGK da. Nun sind die drin. Die Vergasernadel soll normalerweise in der zweithöchsten Stellung stehen, richtig? Ich werde sie mal in die höchste Stellung hängen. Mit korrigierter Grundeinstellung hoffe ich so das thermische Problem in den Griff zu bekommen.

Ohne den Bleizusatz werde ich auch probieren. Das hat bei meinem Manta auch problemlos funktioniert ;) Mir sagte mal jemand, dass sich das Blei mit den Jahren so an den Ventilsitzen festgesetzt hat, dass es auch ohne geht - ob da nun was drann ist...

Ich vermute die Drehzahlerhöhung im heißen Zustand hängt mit der Selbstentzündung zusammen.
 
Ich habe zwei Nummern gefunden. die Eine: 82029083 102VA und die Andere: 6230282 (über dem Öleinfüllloch)...

Das ist ein 1000er Motor von 1980 mit 70 PS (erstaunlich, dass der eingetragen wurde in der /5!).

... Mir sagte mal jemand, dass sich das Blei mit den Jahren so an den Ventilsitzen festgesetzt hat, dass es auch ohne geht - ob da nun was drann ist...

Das sagt selbst BMW!

... Ich vermute die Drehzahlerhöhung im heißen Zustand hängt mit der Selbstentzündung zusammen.

Die Drehzahländerung und das Klingel deuten m. E. auf ein Problem mit der Zündverstellung.
 
Fände ich bei der Konstellation auch eher
merkwürdig. Geh doch einmal auf die Bahn
und schau was dir ein GPS anzeigt. Da muß
in der Bauform schon die 190Km/h anliegen.

Kenne wirklich keine "70"PS BMW die wirklich
an dieser Marke ohne Optimierung kratzt. Die
Kawa er-6 von meinem Jüngsten schafft sicher
die 200 KM/h mit etwas Anlauf, die alte R100R
konnte davon früher nur träumen.

Solch helles Kerzenbild kenne ich aber nur bei
deutlich falscher Zündeinstellung und da solltest
du auch deine Nachforschungen drauf ausrichten.

Gruss Harald
 
Entschuldigt Leute! Es ist eine /6, nicht /5! Ich habe mich vertippt. Ich bin bei der letzten Tour ausgiebig autobahn gefahren. Schaffe mit Mühe 180 km/h laut Tacho. Allerdings komplett ohne Verkleidung, Scheibe usw. Eingetragen ist glaub irgendwas um die 200 km/h. Der motor vibriert bei ca. 4000 u/min sehr stark. Mal mehr und mal weniger, je nach Temperatur. Das klingeln kommt meines Erachtens vom linken Zylinder.
 
So, nun das nächste Problem. Ich wollte die zündung statisch einstellen. Dabei ist mir aufgefallen, dass das kabel an der diodenplatte in draufsicht rechts am kabelschuh nur noch an ein paar wenigen litzen hängt (deshalb evtl die im dunkeln leicht glimmende ladekontrollleuchte?!). Also die diodenplatte ausgebaut, alle anderen kabel kontrolliert, den kabelschuh erneuert und wieder eingebaut. Nun den unterbrecherabstand eingestellt und die zündung statisch eingestellt. Dabei habe ich komischerweise eine gewischt bekommen, was mir sonst noch nie passiert ist!? Naja, anschließend versucht zu starten - ohne erfolg! Die zündkerze funkt nur sporadisch einmal kurz. Nach mehrmaligem zündung ein und ausschalten wieder mal ein funke und weiter nix. Könnte das mit den steckern an der diodenplatte zusammenhängen? Bei dem einzelnen, der von hinten angeschlossen wird, bin ich mir nicht 100% ig sicher. Den könnte man horizontal und direkt daneben vertikal aufstecken. Von seiner stellung her müsste er auf den horizontalen anschluss kommen. Ist das richtig?
 
Bei dem einzelnen, der von hinten angeschlossen wird, bin ich mir nicht 100% ig sicher. Den könnte man horizontal und direkt daneben vertikal aufstecken. Von seiner stellung her müsste er auf den horizontalen anschluss kommen. Ist das richtig?
Die beiden Stecker auf der Diodenplatte liegen parallel, ist also egal, wo Du den Steckschuh draufschiebst.
Dem Zündfunken ist die Diodenplatte übrigens ziemlich egal, da muss wohl noch ein anderes Problem anliegen.
 
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