Abdichtung Schwungscheibe - Kurbelwelle R75/6

sigi_rs

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12. Aug. 2013
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Remscheid
Hallo zusammen und frohe Weihnachten noch nachträglich.

Ich habe die freien Tage genutzt, meine inkontinente /6 zu zerlegen und nun geht es an den Zusammenbau. Es ist eine R75/6 von 1974 und hat noch die schwere Schwungscheibe mit angeformten Laufring für den Kurbelwellen-Dichtring.
Der verbaute Dichtring ist extrem weich und weiß, keine Ahnung, wie lang er schon drin ist.
Meine Frage ist nun folgende:
bei späteren Schwungscheiben mit Laufring ist laut Datenbank eine Nut für einen O-Ring vorgesehen, der den Ölaustritt zwischen Kurbelwelle und Eindrehung in der Schwungscheibe verhindert.
Macht es Sinn, diese Nut noch einzustechen oder wird das Problem überbewertet und man baut einfach alles wieder zusammen, wie vorgesehen? Nimmt man vielleicht 3Bond o.ä. beim Zusammenbau? Kann man einen kleinen O-Ring in die Ecke der Eindrehung legen, der sich an die Fase des Kurbelwellenstumpfs anlegt und das so abdichtet?

Ich habe die Maschine erst ca. ein 3/4 Jahr und bislang wenig Erfahrung mit Gleitlagermotoren gesammelt. Wo letztendlich die Undichtigkeit entstanden ist, lässt sich aufgrund des massiven Drecks im Kupplungsgehäuses nicht sagen. Die Kupplung ist ok und trocken und das Getriebe ist auch dicht.
Also wollte ich einfach alle Dichtungen im Motorbereich (hier nur KW-Dichtung und Ölpumen-O-Ring) wechseln.

Danke für Tipps und einen guten Übergang.
Jörg
 

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Also der weiße Wedi war der 3 Versuch von BMW den Ölaustritt zu unterbinden.
Würde ich auf jeden Fall wechseln.
Der innere Wedi an der Schwungscheibe war an einer der ersten 90S die mir zwischen die Hände kam auch nicht dran. Und hatten immer leichte Ölprobleme mit der Dichtigkeit. Erst der Austausch der Schwungscheibe gegen ein neueres Modell brachte Abhilfe.
Zuschmieren mit Silikon? Wäre ein Versuch wert.

Manfred
 
Mahlzeit,

der weiße SiRi ist glaubich Erstausrüstung 8)

Besorg Dir beim Freundlichen einen aktuellen SiRi - tschulligung: Wellendichtring. Du wirst erkennen, dass sich die Welt erheblich weitergedreht hat. Mit dem neuen WeDi solltest Du Ruhe an der Front einkehren, vorausgesetzt, dass die Lauffläche an der Schwungscheibe unverdächtig ist. Einen zus. O-Ring zwischen KuWe in Schwungscheibe halte ich für überflüssig.

Achja: Schau, dass Du ein passendes Werkzeug hast, mit dem Du den WeDi einbaust. Im Ernstfall kann ich es Dir leihweise zur Verfügung stellen.
 
Hallo zusammen,
danke für die Tipps. Das Moped hat erst ca. 50.000 km lt. Tacho gelaufen und das scheint mir vom Zustand der Komponenten her realistisch zu sein.

Erstausrüstung ist vorstellbar, denn z.B. die Ölpumpenschrauben waren noch jungfräulich.

Ich habe schon den neuen Wellendichtring mit Teflon-Lippe hier liegen. Das Werkzeug werde ich mir noch drehen, gottseidank habe ich da die Möglichkeit.

Das Einschmieren mit Silikon o.ä. möchte ich nach Möglichkeit vermeiden, um mir nicht irgendwelchen Gammel in die Ölkanäle zu holen.

Viele Grüße
Jörg
 
Hallo zusammen und frohe Weihnachten noch nachträglich.

Ich habe die freien Tage genutzt, meine inkontinente /6 zu zerlegen und nun geht es an den Zusammenbau. Es ist eine R75/6 von 1974 und hat noch die schwere Schwungscheibe mit angeformten Laufring für den Kurbelwellen-Dichtring.
Der verbaute Dichtring ist extrem weich und weiß, keine Ahnung, wie lang er schon drin ist.
Meine Frage ist nun folgende:
bei späteren Schwungscheiben mit Laufring ist laut Datenbank eine Nut für einen O-Ring vorgesehen, der den Ölaustritt zwischen Kurbelwelle und Eindrehung in der Schwungscheibe verhindert.
Macht es Sinn, diese Nut noch einzustechen oder wird das Problem überbewertet und man baut einfach alles wieder zusammen, wie vorgesehen? Nimmt man vielleicht 3Bond o.ä. beim Zusammenbau? Kann man einen kleinen O-Ring in die Ecke der Eindrehung legen, der sich an die Fase des Kurbelwellenstumpfs anlegt und das so abdichtet?

Ich habe die Maschine erst ca. ein 3/4 Jahr und bislang wenig Erfahrung mit Gleitlagermotoren gesammelt. Wo letztendlich die Undichtigkeit entstanden ist, lässt sich aufgrund des massiven Drecks im Kupplungsgehäuses nicht sagen. Die Kupplung ist ok und trocken und das Getriebe ist auch dicht.
Also wollte ich einfach alle Dichtungen im Motorbereich (hier nur KW-Dichtung und Ölpumen-O-Ring) wechseln.

Danke für Tipps und einen guten Übergang.
Jörg

Hallo Jörg!

Nut einstechen kann man machen - muss aber nicht. Mit etwas Silikondichtmasse in der Fase gehts auch. Nimm aber keinen O-Ring! Das wird nicht passen. Bevor du den Wellendichtring raushebelst - hast du die KW gesichert, damit sie nicht nach Vorne wandert??
 
Hallo Jürgen,
ja, Kurbelwelle ist gesichert. Habe einen Lappen genommen, in den Limadeckel gestopft und wieder aufgeschraubt.

Das Nutenstechen möchte ich eigentlich vermeiden, da die Schwungscheibe hart ist. Das geht so auf die Stechplatten.

Ich werde das wohl wieder wie gehabt zusammenschrauben.

Übrigens...der bislang verbaute Simmerring ist von Goetze aus Burscheid. Bislang war mir das unbekannt, daß sie auch Wellendichtringe hergestellt haben.

Viele Grüße
Jörg
 
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