Alle R80 Monoleverrahmen gleich?

Hallo,

wenn die Achse des Lenkkopfs die Ankathede ist und die Gegenkathede durch den Schwingenlagermittelpunkt läuft, wo liegt dann der zweite Punkt, der die Gegenkathede definiert?

Beste Grüße, Uwe
 
Ich hab mal in die Zeichnungen geschaut.
Bei den 2V-Rahmen liegt die Bezugslinie immer parallel zu den Unterzügen.
 
Nimm mal einfach ein Stück Papier, Geodreieck und einen Bleistift.

Ziehe eine beliebige Linie schräg aufs Papier und nenne die Enden A und B. Dann lege das Geodreieck an und mache ein rechtwinkliges Dreieck draus. Dann ergibt sich C von selbst.

Ist ganz einfach, aber schon lange her das wir das mal in der Schule hatten. :D

Die Ankathete verortest du gerade an der falschen Stelle, das ist hier die waagerechte Linie unter den Unterzügen.

Der fragliche Winkel wird dann an der Gegenkathete des Dreiecks und der Achse des Lenkkopfs gemessen, nicht innerhalb des Dreiecks.
 
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Hallo Michael,

das ist doch mal eine verwertbare Aussage!

23°30' ist also der Winkel, den die Lenkkopfachse gegen eine Senkrechte zu einer parallel zu den Unterzügen verlaufenden Linie einnimmt. Und dieser Winkel ist bei allen 2-V-Rahmen gleich.

Beste Grüße, Uwe
 
Ziehe eine beliebige Linie schräg aufs Papier und nenne die Enden A und B. Dann lege das Geodreieck an und mache ein rechtwinkliges Dreieck draus. Dann ergibt sich C von selbst.

Eben nicht!

Der Thaleskreis, mit Hilfe dessen man üblicherweise ein rechtwinkliges Dreieck über zwei Eckpunkten A und B konstruiert, hat unendlich viele Punkte C!

Beste Grüße, Uwe
 
Aber es ist doch erher ein Zufall das die Unterzüge hier parallel zur Hypotenuse verlaufen. Wenn wir lange genug suchen finden wir bestimmt Rahmen mit bogenförmigen, schrägen oder gar keinen Unterzügen...
 
*snip*

Sorry Uwe. Du hast recht. War betriebsblind. Ich habe vorausgesetzt das die Ankathete lotrecht sein muss. Aber das ist nach der von mir beschriebenen Methode natürlich nicht als gegeben anzunehmen.
 
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Ich glaube, wir reden aneinander vorbei.

Nehmen wir Michaels Grafik: Die Hypotenuse ist die grüne, als Rahmenlänge bezeichnete Linie, Punkt A sei der Mittelpunkt der Schwingenlager, Punkt B der Mittelpunkt des unteren Lenkkopflagers, beide sind die Endpunkte der Hypotenuse. Wir konstruieren mit Hilfe des Zirkels einen durch A und B gehenden Thaleskreis, der zunächst unendlich viele Punkte besitzt. Erst durch die Definition, dass die untere, waagrechte Linie parallel zu den Unterzügen verläuft ,wird Punkt C exakt definiert, unde zwaro als Schnittpunkt der unteren Linie mit dem Kreis.

Die durch B und C verlaufende, auf ersterer senkrecht stehenden Linie stellt nun die Bezugslinie zur Bestimmung des Winkels zwischen Lenkkopf und Rahmen dar.

Beste Grüße, Uwe
 
Ich habe es in meinen gescheiten Büchern immer so gelesen,und verstanden. :pfeif:

Der Lenkkopfwinkel wird unbeladen bei Grundeinstellung des Fahrzeuges in der Ebene der vorderen und hinteren Reifenaufstandsfläche und dem Winkel den der Lenkkopf in Verlängerung auf diese trifft,gemessen.
Danach besteht wohl kein Bezugsmesspunkt zu einem Teil des übrigen Rahmens.
Der Lenkkopfwinkel verändert sich im Fahrbetrieb durch Einwirkung dynamischer Kräfte -Bremsen und Beschleunigen,Beladung und Federvorspannung.
 
Ich glaube, wir reden aneinander vorbei.

...

Die durch B und C verlaufende, auf ersterer senkrecht stehenden Linie stellt nun die Bezugslinie zur Bestimmung des Winkels zwischen Lenkkopf und Rahmen dar.

Beste Grüße, Uwe

So isses.

Habe mich auch auf's Glatteis führen lassen. Denn wenn die Senkrechte, zur Fahrbahn, nötig ist um den fraglichen Winkel zu bestimmen, dann ist es eine Frage der Definition wann die gemessen/festgestellt wird. Nach alter Väter Sitte mit einem durchschnittlichen (?) Fahrer belastet oder ohne.
 
M. M. sollte man von zwei Lenkkopfwinkeln reden:

Lenkkopfwinkel des Rahmens: Wird wie vorbeschrieben gemessen.

Lenkkopfwinkel des Fahrzeugs: Wie von Fritz beschrieben, wird natürlich auch größer wenn man ne lange Gabel einbaut.
 
Frankenboxer hat da Recht, hier werden zwei verschiedene Dinge vermischt.

Zum einen gibt es den Lenkkopfwinkel der Fahrwerksgeometrie, wie er in den technischen Daten des Gesamtmotorrads angegeben ist und diese Daten waren wohl auch in der Datenbank hinterlegt.
Dieser kann nur bei einen ganzen Motorrad bestimmt werden, daß dazu in ein bestimmten Maß beladen wird - Normallage.
Folglich ändert sich dieser auch je nach Zuladung oder wenn man andere Fahrwerkskomponenten verbaut.
Daher ist dieser Winkel bei den ganzen Boxermodellen auch sicher nicht gleich.
Die Konstruktionszeichnungen der Hersteller stellen auch den Rahmen in dieser Lage dar. Ob da irgendwelche Rohre horizontal, vertikal oder bumms verlaufen ist egal.


Hier war ja nun die Frage ob alle BMW Rahmen den gleichen Winkel zwischen Lenkkopfrohr und Oberrohr (oder nem anderen Rahmenteil) haben. Alsterboxer hat wohl gemeint daß dieser Winkel immer gleich ist.
Nur auf welches Maß beziehen sich dann die 23,5°.
Enstpricht das der Normallage der ersten 2V Rahmen?
Glaub ich eher nicht, das waere (fuer die damalige Zeit) nen ziemlich steiler Lenkkopf.
Geht ja schon in Richtung der sehr extremen Buell Modelle. Wobei Tony Foale (sein Buch ist sehr zu empfehlen aber leider schon lang vergriffen) in Versuchen festgestellt hat. Je steiler desto besser, also besten in Richtung vertikal - wie beim Auto. Den der Winkel kommt nur aus der Anordnung von Fahrer, Lenker/Lenkachse, Rad und nicht wegen dem Fahrverhalten.

Den am Rahmen läst sich diese Maß ja nicht messen:
R80RT Monolever:
Lenkkopfrohr 60° zur horizontalen
Oberrohr 10° zur horizontalen
Unterrohr 8° zur horizontelen

Keine Gewähr und nur auf 1° genau.
 
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Hallo Michael (von der Alster),

und was soll jetzt an der BMW-Rahmenlehre schlechter sein als am "Scheibner"? Denn exakt diese Parameter werden geprüft. :&&&: (Provokationsmodus aus :D)

Ich sehe keine Provokation??? Ich sehe eine Frage.

Rahmengeometrie besteht nicht nur aus LW, A und B, sondern auch aus dem Geometriewerten Sturz und Lenkkofversatz, gut zu erkennen auf dem Messblatt von Bernd. Die BMW-Lehre verquickt die Messwerte im mm-Kreis zu einem Punkt. Für eine fachgerechte, vernünftige Beurteilung der Rahmengeometrie müssen sie aber einzeln betrachtet und beurteilt werden.

So wäre mir z.B. eine an der Tolerangrenze liegender LW egal, wenn der Sturz und der Lenkkopfversatz paßt. Dies geht mit der BMW Lehre nicht. Sie war stand der Technik damals, gehört jetzt aber ins Museum.

Moin MM, Zeichnung in Beitrag 25 ist ok, der Rahmenwinkel bildet sich dann je nach Betrachtungsweise ober- oder unterhalb der grünen zur blauen Linie ab.

Hallo alsterboxer,

ja, Alta, ich will's ganz genau wissen! :gfreu:

Aalso: Gegen welche Bezugslinie wird der stets genannte und von Dir durch eigene Messungen bestätigte Winkel von 23°30' gemessen? Der Rahmenwinkel wird es wohl kaum sein, oder doch?

Beste Grüße, Uwe

Gegen B

Hier meine Kunden-Geo-Erklärzeichnung:

Geodaten Rahmen.jpg



Frühstück!

gruß
 
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M. M. sollte man von zwei Lenkkopfwinkeln reden:

Lenkkopfwinkel des Rahmens: Wird wie vorbeschrieben gemessen.

Lenkkopfwinkel des Fahrzeugs: Wie von Fritz beschrieben, wird natürlich auch größer wenn man ne lange Gabel einbaut.


Das halte auch ich für den richtigen Ansatz!

Das Eine ist die Tatsache, wie der Lenkkopfwinkel im Rahmen und im Verhältnis zum Schwingendrehpunkt positioniert ist. Das Andere ist dann die Geometrie des kompletten Fahrwerks (Schwinge/Rad-Reifen/Gabelversatz/Achsversatz usw)

Das eine beschreibt nur den Rahmen als solches, also die unveränderbaren Dinge, das Andere das Gesamte Fahrzeug in Bezug zur Fahrbahnebene (durch die Fahrwerkskomponenten stark veränderbar).
 
Die Geometriedaten L,A und B finden seit den 20ern des letzten Jahrhunderts in den Geometriezeichnungen der Hersteller Anwendung.

Bisher hat das allen gereicht und es hat gut funktioniert.

Ihr versucht gerade das Rahmengeometrie-Rad mit dem 2. Lenkkopfwinkel neu zu erfinden....

Gebt alles! :D

Alle für eine Fahrwerksgeometrie (nicht Rahmengeometrie!!) notwendigen Daten werden z.B. über das CMS-System erfaßt und dokumentiert. Ich schrubte es.

Ein Mitbewerber ist der Herr Strassmeier. Sein Computrack-System (kommt aus Aussieland) funktioniert aber nur, wenn vorher vom Fahrzeug Daten abgenommen wurden. Er kann sehr präzise ein "Vorher - Nachher " dokumentieren. Ein Abgleich mit den Herstellerdaten, also den Maßen aus den Herstellerzeichnungen ist ihm nicht möglich. Das System findet im Supersportbereich Anwendung, und ist den Systemen der Landvermesser entliehen.
Beispiel: Istzustand wird festgestellt, der Fahrer dreht ein paar Runden und bemängelt irgendwas. Anhand der daten werden dann entsprechende Einstellungen vorgenommen und der Fahrer wieder rausgeschickt. Usw.

http://blog.strassmaier.de/

Das alles macht das CMS auch, nur dass das Scheibnersystem wesentlich transparenter ist und alle Daten feinst dokumentiert.

gruß
 
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