Hallo Bernhard,
die Leistung bei Anlassern wird sowohl bei BOSCH als auch Valeo immer so wie zuvor beschrieben angegeben, siehe z.B.
BOSCH
Starter
0 001 125 605
[TABLE="class: infor"]
[TR]
[TD="class: s1"]
Starterleistung [kW] :[/TD]
[TD="class: s2"]
2,2[/TD]
[/TR]
[TR]
[TD="class: s1"]
Spannung [V]:[/TD]
[TD="class: s2"]
12[/TD]
[/TR]
[/TABLE]
Ob das jetzt mit den Pflicht/DIN/Norm-Angaben bei elektrischen Maschinen gleich zu setzen ist, bezweifle ich. Eher ist das die Aufnahmeleistung, oder ein Mittelding. Wer kennt die Norm, nach der die Angabe erfolgt? Arbeitet jemand bei BOSCH? Woher kommt die Aussage, dass der Wirkungsgrad ca. 50% beträgt? Glaskugel oder Messung?
Hier mal eine Beispielrechnung:
Der Widerstand der Erregerwicklung beträgt RE=9mΩ, der Widerstand des Ankers RA=1mΩ;
der Gesamtwiderstand ergo 10mΩ.
Ein typischer Anlassvorgang dauert 2s mit einem mittleren Anlassstrom von 300A bei einer Klemmspannung von 12V.
a) Wieviel Energie in kWh wird bei einem Startvorgang verbraucht?
P = U * I = 12 * 300 = 3600 W
W = P * t = 3600 * 2 = 7200 Ws / 1000 / 3600 = 0,002 kWh
b) Wie groß ist die ohmsche Verlustleistung des Anlassers?
Pv = I² * Rg = 300² * 0.01 = 900 W
c) Welcher Wirkungsgrad ergibt sich daraus?
abgegebene Leistung = aufgenommene Leistung - Verluste = 3600 - 900 = 2700 W
= Pab / Pzu = 2700 / 3600 = 0,75
Lassen wir doch mal den Meister messen und unterhalten uns danach.
Gruß Egon