Bremsbeläge analysieren

UtzL

gerne mal anwesend
Seit
13. Feb. 2016
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335
Ort
Am Rande des Schönbuchs
Liebe Leute,
Nachdem es schon lange her ist, dass ich die vorderen Bremsbeläge erneuert habe, dachte ich an Erneuerung derselben.
Die alten waren prima sind jetzt aber zu dünn.
Wie kann ich erkennen was das für welche waren, Sinter oder Harz ?
Geruch, Geschmack, Konsistenz , Farbe ?
Es handelt sich um Brembosättel von G/S.
Danke.
 
Moin,

die Trägerplatten haben unterschiedliche Farben, zumindest mittlerweile. Kannst du auf der Rückseite keine Nummer mehr erkennen?
 
Vielleicht mal zwei Fotos einstellen, Vorder- und Rückseite. Bei manchen Belägen sieht man auch an der Belagposition auf der Grundplatte, ob es Sinter oder normal ist, z.B. bei TRW. Das unterscheidet sich bis zu drei Millimeter.
Ich habe das leidvoll durch bei meinen Brembobremsen am Gespann. Die Sintervariante schliff an den Floatern...
 
Sodele: Hab jetzt zufällig in meiner Kleinteilekiste die Verpackungsdose gefunden.
Es sind Braking 613KC10 .
Hab die nirgends mehr gefunden, ich glaub das sind Sinter, da der Träger nach dem Ultraschall rot ist.
Mit neuen MaguraBremsscheiben 2x260 montiert,
Jetzt nach 12000km waren sie fertig, und die Scheiben leicht riefig, aber noch brauchbar.
 
Hallo Utz,

normalerweise steht auf der Rückseite der Beläge eine Kennung, die auch Auskunft über den Hersteller, den verwendeten Reibkuchen und die Reibwerte in kaltem und in heißen Zustand gibt. Wobei kalt nicht wirklich kalt ist. Da verbrennt man sich auch schon die Finger.

Als Beispiel für die G/S: Textar, T290 FF

Hersteller ist klar, T290 ist die Kennung des Reibkuchens von Textar, FF gibt Auskunft über den Reibwert kalt, heiß.

"F" steht hierbei für einen Reibwert von 0,35 bis 0,45.

Die TRW-Beläge für die G/S, z.B. der MCB19, hat die Kennung LUC-49-GF, der soll dann bei niedrigen Temperaturen einen Reibwert von 0,45 bis 0,55 haben.

Der MCB19 SV von TRW, ein Sinterbelag, hat die Kennung LUC-300HH. Mit HH wird eine Bremsbelag gekennzeichnet, der einen Reibwert von über 0,55 hat.

Die Kenntzeichnung erfolgt nach der SAE J866.

Ob Dir das hilft? Ich mußte mich mit der Thematik auseinander setzen, weil mir eine Lieferant für eine Doppelscheibenbremse zwei Belagsätze mit verschiedener Reibkennung geliefert hatte. Ist mir erst auf den zweiten Blick aufgefallen, da sich die Beläge beim Anfasen mit der Feile sehr unterschiedlich angefühlt hatten. Die Bezeichnung auf der Schachtel, also die Bestellnummer, war bei beiden Packungen identisch. Der Lieferant konnte also nichts dafür.
 
Vielen Dank ! Interessant. Aber die Rückseite ist unleserlich bis auf die Firma.
Den Typ (gibts wohl nicht mehr) hab ich der alten Verpackung entnommen.
Ich mach jetzt einfach neue rein und schau wies bremst.
 
wer bremst verliert :piesacken:
Nicht unbedingt!
Als ich, ganz früher, noch Formel1 geschaut habe, würde oft erwähnt, dass ein Fahrer den anderen "auf der Bremse überholt" hat.
Man kann also durch Bremsen so schnell werden, dass die anderen nur noch die Rücklichter sehen :aetsch:.
Werde also in Zukunft mehr Bremsen als Gas geben, spart auch noch Sprit.
 
... Aber die Rückseite ist unleserlich bis auf die Firma. ...
Hallo Utz,

bei den alten Textar war die Kennung noch eingeprägt, also quasi wie mit Schlagzahlen eingeschlagen. Das kann man auch nach Jahren noch erkennen._
Bei den neuen TRW-Belägen ist das nur noch aufgedruckt. Bei den bei der Doppelscheibe ausgebauten Brembo-Belägen auch nur aufgedruckt. War auch kaum noch lesbar.
Erneuert habe ich die Brembo-Beläge überigens nicht weil sie abgenutzt waren. Es hatte sich bei einem der vier Beläge der Reibkuchen etwa zur Hälfte delaminiert. Zum Glück habe ich dies bei einem Reifenwechsel entdeckt, bevor Schlimmeres passiert war.
 
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