Danke, erledigt! R80ST mit 1000er Zylindern: Einbaulage 1. Kolbenring (Goetze-Ringe)

GerdB

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Guten Abend,

habe die Kolben meiner R (BMW-1000er-Serienkolben) bearbeiten lassen, wobei die gerade 1000 km gelaufenen Ringe demontiert wurden und ich jetzt die Einbaulage des ersten, sprich: obersten Rings nicht mehr reproduzieren kann. Die "Top"-Markierung ist nicht mehr lesbar, aber der Ring hat an der Innenseite eine Fase an einer der Kanten über den gesamten Innenkreis. Kann damit jemand 'was anfangen und mir sagen, ob diese Fase innen oben oder unten sein muss? Die Ringe sind von Goetze und leider habe ich die Packung mit der Einbauableitung nicht mehr...

Herzlichen Dank schon einmal für die Lese- und Denkarbeit,

Gerd
 
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AW: R80ST mit 1000er Zylindern: Einbaulage 1. Kolbenring (Goetze-Ringe)

Die Fase muss nach oben zeigen, damit der Ring vom Verbrennungsdruck zusätzlich angepresst wird.
Im Übrigen rate ich dringend davon ab, die demontierten Ringe ein weiteres Mal zu verwenden, zu gross ist die Gefahr, daß sie bei der Demontage und erneuten Montage so stark im plastischen Bereich verformt wurden, daß sie nicht mehr sauber dichten. Einlaufverschleiss, der das nach der Erstmontage egalisiert, kann nicht mehr stattfinden.
 
AW: R80ST mit 1000er Zylindern: Einbaulage 1. Kolbenring (Goetze-Ringe)

Im Übrigen rate ich dringend davon ab, die demontierten Ringe ein weiteres Mal zu verwenden, zu gross ist die Gefahr, daß sie bei der Demontage und erneuten Montage so stark im plastischen Bereich verformt wurden, daß sie nicht mehr sauber dichten.

Das kann durchaus sein, ich würde die Gefahr aber nicht so groß sehen, als daß ich das nicht wenigstens versuchen würde.

Kolbenringe sind üblicherweise aus Grauguß, einem Material, das so spröde ist, daß es nahezu keine plastische Verformung gibt: zwischen "verbogen" und "knack" liegt ein so schmaler Bereich, daß es fast nicht möglich ist, das Zeug "krumm" zu kriegen ("kaputt" ist dagegen ganz einfach ;) ).

Es ist übrigens nicht (bzw. nur zu einem sehr geringen Teil) die "Federspannung" der Ringe, die den Druck am Abhauen hindert. Das ist zum allergrößten Teil der Verbrennungsdruck selbst, der die Ringe "von hinten" beaufschlagt und sie an die Zylinderwand drückt. Die dabei entstehenden Kräfte sind um Größenordnungen höher als die Federspannung.

Gruß,
Markus
 
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