Die Trommel muss weg

Versatz schwingt mit, also kein verdrehen der Platte auf der Achse - ich bleibe dabei...
Gruss Detlef

Da Schwinge und Anker nicht parallel verlaufen, ist die Lagerung ununterbrochen in Bewegung, bei jedem Ein- und Ausfedern.
Beim Bremsen mit Last und da die Lagerung auf der Steckachse nicht mit der Mitte der Bremszange fluchet, kommt noch ein Verkantungsmoment dazu.
Die Zeit und die Kilometer arbeiten sich ein.

Gruß Ulli
 
Da Schwinge und Anker nicht parallel verlaufen, ist die Lagerung ununterbrochen in Bewegung, bei jedem Ein- und Ausfedern.
Nö, da bewegt sich rein gar nix weil eben der Zugankerbefestigungspunkt nicht am Rahmen sondern an der Schwinge sitzt. Zudem wird die Bremsankerplatte auch noch mit dem Rezess der Radachse gegen die Druckhülse des Radlagers gepresst und kann sich daher nicht bewegen.
 
...
Vorteil Scheibe: Scheibe verschlissen - neu!
Bremsring verschlissen - dumm gucken .
...
Alternative zum dumm gucken: auf Maß gefertigte Bremsbeläge von RBK.

Ich weiß nicht, wie die Gewichte der Komponenten für die hier diskutierte Scheibenbrems-Umrüstung sind, aber bei der Paralever-Umrüstung auf Scheibe wird die Chose 1,3 kg schwerer. Ungefederte Masse!
 
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Nett und sicher sehr nützlich, hilft aber nicht, wenn der Bremsring verschlissen ist (=die zulässige Verschleißgrenze überschritten hat). :---)

Wobei es mir nicht klar ist, warum es diese Verschleißgrenze gibt.
Wird die Bremstrommel über dem angegebenen Verschleißmaß unstabil, weil das Material zu dünn wird?

Oder wird nur die Bremsleistung zu gering, weil die Trommel nicht mehr zu den neuen Bremsbelägen passt?
Dann könnte man das ja durch Anpassung der Beläge erledigen.

Ich glaube nämlich nicht, dass da zu wenig Material ist.
Kann nicht nachkucken, ich habe keine verschlissenen Trommeln.
 
Wobei es mir nicht klar ist, warum es diese Verschleißgrenze gibt.
Wird die Bremstrommel über dem angegebenen Verschleißmaß unstabil, weil das Material zu dünn wird?

Oder wird nur die Bremsleistung zu gering, weil die Trommel nicht mehr zu den neuen Bremsbelägen passt?
Dann könnte man das ja durch Anpassung der Beläge erledigen.

Ich glaube nämlich nicht, dass da zu wenig Material ist.
Kann nicht nachkucken, ich habe keine verschlissenen Trommeln.

Vermutung: eine Mindestmaterialstärke ist erforderlich, analog zur Bremsscheibe, da sonst der eingeschrumpfte Ring zu dünn und instabil/bruchgefährdet wird.
 
Vermutung: eine Mindestmaterialstärke ist erforderlich, analog zur Bremsscheibe, da sonst der eingeschrumpfte Ring zu dünn und instabil/bruchgefährdet wird.

Der Ring reißt radial in einzelne Segmente. Zustand dabei ist, ca. 3-4mm über Mindestdurchmesser. :schock:
 
Nett und sicher sehr nützlich, hilft aber nicht, wenn der Bremsring verschlissen ist (=die zulässige Verschleißgrenze überschritten hat). :---)
Ich kenne jemand, der hat ca. 200.000 km auf der ersten Trommel drauf. Nennmaß sind 200 mm, Verschleißgrenze (glaube ich) 201,5, bei ihm sind's 201.

Was lernen wir daraus? Genau: Trommeln halten länger als Scheiben.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich kenne jemand, der hat ca. 200.000 km auf der ersten Trommel drauf. Nennmaß sind 200 mm, Verschleißgrenze (glaube ich) 201,5, bei ihm sind's 201.

Was lernen wir daraus? Genau: Trommeln halten länger als Scheiben.

Echt?? Wie lange halten denn Scheiben hinten? ;;-)
 
Echt?? Wie lange halten denn Scheiben hinten? ;;-)

Bei meiner K100RS war sie nach 45000km gerissen. Bei der K1200RS nach ca100000km untermaßig.

Die Bremsringe sind bei den Mdellen nach '69 nicht eingeschrumpft, sondern eingegossen. Habe im gegensatz zu den Bremsringen vor '69 noch keinen gerissenen gesehen oder davon gehört.

Axel
 
Echt?? Wie lange halten denn Scheiben hinten? ;;-)


mir in bayern dadn song: . voreilige, spitzendiplomatische ZENSUR. man will ja niemand auf die füsse steigen...auch wenn es sinnvoll wäre.

:aetsch::schimpf:

wie sinnvoll sind scheiben denn hinten bei unseren alten Böcken?
eben.
vorne wird gebremst, hinten gestützt und fallweise versetzt.

nette grüsse:D
 
So sehe ich das auch... Aber wenns schön macht, kann man ja durchaus
etwas verbessern. Obwohl es kaum etwas bringt.

Zum Nachlesen der Wirkungsweise einer Bremsung beim Moped sei (für
die Unerfahrenen oder die, die es nicht wissen) empfohlen:

http://www.motorradonline.de/schraubertipps/ratgeber-richtig-bremsen-teil-1-ohne-abs/378137

:oberl: Insbesondere der Absatz ab: "Das Hinterrad spielt beim Bremsen
eine untergeordnete Rolle."

Das bezieht sich auf starke Bremsungen bei Geradeausfahrt.

Beim langsamen Fahren (im ersten Gang) möchte ich nicht auf die hintere Bremse verzichten. Insbesondere dann, wenn die vorderen Bremsen besonders gut packen. Dann gibt es noch die Fahrer die sich durch enge Kurven mit Stützgas zur Vermeidung von Lastwechselreaktionen bewegen wollen. Für diese Situationen ist eine leicht ansprechbare und wirkungsvolle Hinterradbremse durchaus von Bedeutung.:oberl:
 
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Hallo Zusammen,

kurz meine Erfahrungen zum Thema Trommel/Scheibenbremse hinten:

Risse in Trommel:
Beim Umbau von R100R auf HPN Sport bei km 59.000 wurde ein rissiger Trommelring festgestellt ... man montierte also eine neue Nabe. Nicht ganz so aufwendig, da ohnehin auf konventionelle Felge umgespeicht wurde. Nach diesem Erlebnis hatte ich aber keine weitere Lust auf diese Erscheinung und habe einige Zeit später auf die 4V-Scheibenbremse am R850 Achsantrieb umgerüstet. Ergebnis: Traumhafte Bremswirkung, dazu noch linear mit dem Pedaldruck und bestens dosierbar.

Scheibenbremse an R100S /BJ80:
Wie schon beschrieben in der Bremswirkung nicht besser als eine gut gewartete Trommel. Dazu wirklich schwerer als die Trommellösung (natürlich auch an der HPN). Jedoch die oben beschriebene Gefahr besteht nicht - wäre auch unschön beim Gußrad.

Hinsichtlich der Bedeutung der Hinterradbremse gebe ich Luggi in Post #47 absolut Recht: Langsamfahren (und manchmal auch das "Stützgas") ist damit sehr gut zu managen, wenn die Bremse gut funktioniert. Ansonsten bin ich ein "Beide"-Bremser.

Viele Grüße
Michael
 
Zuletzt bearbeitet:
Das bezieht sich auf starke Bremsungen bei Geradeausfahrt.

Beim langsamen Fahren (im ersten Gang) möchte ich nicht auf die hintere Bremse verzichten. Insbesondere dann, wenn die vorderen Bremsen besonders gut packen. Dann gibt es noch die Fahrer die sich durch enge Kurven mit Stützgas zur Vermeidung von Laswechselreaktionen bewegen wollen. Für diese Situationen ist eine leicht ansprechbare und wirkungsvolle Hinterradbremse durchaus von Bedeutung.:oberl:

:fuenfe:
Langsam glaube ich doch das es im Norden zumindest Kurven gibt.
Wer einen Alpenpass ohne Hinterradbremse fährt der ist mit Sicherheit ein Verkehrshindernis.
 
Nö, da bewegt sich rein gar nix weil eben der Zugankerbefestigungspunkt nicht am Rahmen sondern an der Schwinge sitzt. Zudem wird die Bremsankerplatte auch noch mit dem Rezess der Radachse gegen die Druckhülse des Radlagers gepresst und kann sich daher nicht bewegen.

Das ist korrekt. Ich widerrufe.
Da haben sich wohl Erinnerung und Vorstellung vermischt...

Was womöglich zu dieser Fehlleistung geführt hat:
Ich hatte mal beim Nachdenken über eine Verbesserung dieser zugegeben etwas unglücklichen Scheibenbremse die Idee, die Bremsankerplatte schwimmend zu lagern (auf daß sie sich vielleicht besser zentriert).
Dazu die Steckachse der Trommelbremsenversion verwenden und die Bremsankerplatte soweit aufspindeln, daß sie auf den durchgehenden dickeren Teil der Steckachse passt.
Dazu hat aber - soweit ich mich erinnere - die Bremsankerplatte nicht genug Fleisch.
Auf jeden Fall ist es bei Überlegungen geblieben, und die liegen auch schon etliche Jahre zurück.

Gruß Ulli
 
Was womöglich zu dieser Fehlleistung geführt hat:
Ich hatte mal beim Nachdenken über eine Verbesserung dieser zugegeben etwas unglücklichen Scheibenbremse die Idee, die Bremsankerplatte schwimmend zu lagern (auf daß sie sich vielleicht besser zentriert).

Hallo,

eine schwimmende Lagerung vom Bremssattel/Bremsankerplatte alleine bringt es nicht. Der muß sich dann auch am Rahmen abstützen damit nicht der Bremskräfte in die Federung gehen.

Gruß
Walter
 
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