Doppelscheibenbremse ATE Schwingsattel R80/7

Firestone#1

Teilnehmer
Seit
27. Jan. 2015
Beiträge
32
Hallo,

ich bin noch ein bisschen Newbee beim Thema BMW Boxer.

in letzter Zeit hatte ich 2 mal eine blockierende Bremsanlage bei der Doppelscheibenbremse meiner R80/7. nach dem Überholen der Schwingsattel und der Bremspumpe scheint es nun an den Bremscheiben zu liegen.

Seitenschlag gemessen: ca 0,3 bis 0,4 mm X(

Scheiben waren eig. neu also haben noch gutes Fleisch.

Kann man da mit abschleifen was richten? Macht das jemand hier im Forum zuverlässig?
Oder doch neue Scheiben :(

Bin da auf eure Erfahrung angewiesen.

Danke und Gruß Felix
 
Hallo Felix, ich versteh nicht ganz dein Problem. Blockiert die Anlage beim Bremsen - was für die Schwingsättel eher ungewöhnlich ist - oder löst sich die Bremse nicht mehr?

Grüße
Roland
 
Hallo,
Wie bekommt man denn 0,4 mm Schlag hin??? Schleifen ist nicht bei soviel geeier! Sitzen die Töpfe nicht richtig auf der Nabe? Wie misst du den Schlag? Mit einer Messuhr? Das muss sich mal jemand anschauen!
 
Meine Erfahrung mit diesen Scheiben:Nieten ausgebohrt, Scheibe beidseitig geschliffen, dann wieder verschraubt. Nach der ersten guten Bremsung waren die Dinger wieder krumm.
Die sollten nach dem schleifen in den Ofen.
Das Beste ist umstellen auf einen anderen Hersteller.
Ach ja: Nabe hatte keinen Schlag, Tellernabe auch nicht.
Manfred
 
Das Beste ist umstellen auf einen anderen Hersteller.

Hallo Manfred,
komisch, ich bin auf zwei Motorrädern inzwischen 140.000 km gefahren und hatte eigentlich keine Probleme mit den Bremsscheiben. Habe nur einmal - unnötigerweise - eine Scheibe gewechselt, da ich das korrekte Einstellen der Schwingsattelbremse noch nicht verstanden hatte ... halt Leergeld gezahlt.

Grüße
Roland
 
Meine Erfahrung mit diesen Scheiben:Nieten ausgebohrt, Scheibe beidseitig geschliffen, dann wieder verschraubt. Nach der ersten guten Bremsung waren die Dinger wieder krumm.
Die sollten nach dem schleifen in den Ofen.
Das Beste ist umstellen auf einen anderen Hersteller.
Ach ja: Nabe hatte keinen Schlag, Tellernabe auch nicht.
Manfred

Hallo!

Das spiegelt meine Erfahrung nach nunmehr über 400.000 km mit 34 Jahren ATE-Bremse nicht wieder! Bislang hatte ich keine Scheibe die einen Schlag hatte (nicht mal die mit 4/10 unter Soll). Vor 2 Jahren habe ich auf verschraubte Scheiben von MetalGear umgerüstet. Bislang keine neg. Erfahrung. Bremsleistung mit Lukas (organisch) absolut gut. Wir fahren jedes Jahr zu zweit mit Gepäck (Zelt und dem üblichen Geraffel) in die Berge. Und ich fahr nicht zum Blümchen pflücken in die Alpen - da muss die Bremse schon was leisten! Da wundert es schon, das da soviel Schlag im System ist. Evtl. den Excenter nicht richtig eingestellt und dann voll reingelangt??
 
Ich bin zuvor auch 200.000km ohne Probleme mit den BMW Scheiben gefahren.
Und dann ging das Theater los.
Mit dem jetzigen Umbau ist alles okay.
Manfred
 
Bei der Austauschaktion der Vorderräder in den 80ern hat es mich auch erwischt. Beide Bremsscheiben krumm nach einiger Zeit, zeigte sich in dem die Bremse nur noch pulsierend bremste. Vor allem bei niedriger Geschwindigkeit war das sehr ärgerlich!

Na ja, kann mal sein. Also 2 neue Bremsscheiben beim :D montieren lassen. In kürzester Zeit waren die aber auch krumm :entsetzten:. Das war schon komisch (nicht X(), aber da habe ich sofort auf Garantie neue Scheiben bekommen.

Vor der Montage der neuen Bremsscheiben habe ich dann dass Gussrad in eine Dreherei gebracht und die hat mir dann die Auflageflächen der Nabe, worauf die Bremscheiben aufliegen, exakt plan abgedreht. Seitdem habe ich nie wieder krumme Bremsscheiben gehabt.

Fazit: die Nabe des neuen Gußrades wahr fehlerhaft.

Grüße, Ton :wink1:
 
Scheiben abdrehen bringt nix bei dem Schlag.
Neue Scheiben haben 5,0 mm. Versucht man 0,4 mm Schlag zu egalisieren ist man optimistisch bei 4,6 mm -das ist die Verschleißgrenze!
Entweder
- ist die Gabel krumm (Unfall?)
- läuft die Nabe nicht (Fertigungsfehler -eher sehr selten, Unfallfolge?)
- die Anlageflächen waren nicht sauber
- die Teller laufen nicht
- oder die Scheiben taugen nix.
Es ist also gründliche Prüfung angesagt.
 
Sehe ich genau so Michael. Außerdem blockiert die Bremse nicht bei krummen Bremsscheiben, im Gegenteil, durch das eiern werden die Bremsbeläge zu weit zurückgestellt. Das heist nach kurzer Fahrt, dann bremsenist der Weg zu weit und man wird mangelhaften Bremsdruck haben und muß die Beläge erst mal an die Scheibe ranpumpen.
Gruß Jürgen
 
"Zitat"
(in letzter Zeit hatte ich 2 mal eine blockierende Bremsanlage bei der Doppelscheibenbremse meiner R80/7. )

Hallo,

wobei die Sache mit der "blockierenden Bremsanlage" noch nicht mal geklärt ist.
Das sollte der TE erst mal genauer darlegen bzw beschreiben.
Vieleicht kommt man dem Problem dann besser auf die Spur.
Seitenschlag der Bremsscheiben für eine blockierende Bremsanlage kann
ich nicht nachvollziehen.

Gruß
Jürgen
 
Zuletzt bearbeitet:
"Zitat"
(in letzter Zeit hatte ich 2 mal eine blockierende Bremsanlage bei der Doppelscheibenbremse meiner R80/7. )

Hallo,

wobei die Sache mit der "blockierenden Bremsanlage" noch nicht mal geklärt ist.
Das sollte der TE erst mal genauer darlegen bzw beschreiben.
Vieleicht kommt man dem Problem dann besser auf die Spur.
Seitenschlag der Bremsscheiben für eine blockierende Bremsanlage kann
ich nicht nachvollziehen.

Gruß
Jürgen

Hallo Jürgen,

da gebe ich dir vollkommen recht. Ein Seitenschlag blockiert die Bremse nicht. Ich habe mal durch unsachgemäßen Gebrauch eines Bremsscheibenschlosses (vergessen es rauszunehmen und die BMW vom Ständer geschoben - Scheibe krumm) eine Scheibe verbogen, blockiert hat da nichts. Ich vermute eher ein alte Gummileitung die aufgequollen ist oder einen falsch eingestellten HBZ unter dem Tank.
 
Hallo und vielen Dank euch für eure Antworten :)

Klingt teilweise ja sehr beängstigend :o

Thema Blockierende Bremsanlage:

Sie Bremse vorne hat sich während der Fahrt (ich hatte die Vorderradbremse während der ersten Fahrt nicht stark betätigt und bei der zweiten Fahrt gar nicht betätigt) angezogen. D.h. sie hat blockiert als würde ich komplett anziehen und nicht mehr loslassen. die Bremsbeläge drückten sich auf die scheibe bis nichts mehr ging. Der Druck wurde ihmmer größer bis ich einen erheblichen Wiederstand beim fahren bemerkt hatte war sie dann schon fast komplett fest. an der nächstmöglichen Ecke angehalten und versucht das Rad per Hand bei aufgebockter Maschine zu drehen. Ging nicht.
Daraufhin erneut die Bremssättel überholt mit neuer ATE Paste versehen und wieder angebaut und die Pumpe nochmal auseinander und neu abgefetet (ATE PASTE) (Dichtungen waren noch super).
dann erneute Proberunde gefahren. wieder das selbe Phänomen. Angehalten und an der Entlüftungsschraube gedreht.
Da war ein großer Druck beidseitig auf den Sätteln. Mir kam ein großer Strahl entgegen. Dann waren sie wieder frei.
Nach hause gefahren und sie waren wieder fast fest.

Dann das Rad ausgebaut und auf eine Auswuchtwaage mit einer Welle gelegt. Messuhr auf den Bremsscheibenrand eingestellt und gedreht. vom tiefsten Taal zum höchsten Berg fast 0,4 mm.

Laut meinem schlauen Buch sollen es bei /7 max. 0,03 mm sein? :o

Ich dachte wenn die Scheibe als gegen die Sättel schlägt, dann baut sich vor der Pumpe in den Schläuchen evtl. ein Druck auf.

Ich denke auch über den Umbau auf Stahlflex nach. Bringt das was bei dem Fall?

Bremsleistung sonst ist super.

Danke und Gruß Felix
 
Hallo und vielen Dank euch für eure Antworten :)

Klingt teilweise ja sehr beängstigend :o

Thema Blockierende Bremsanlage:

Sie Bremse vorne hat sich während der Fahrt (ich hatte die Vorderradbremse während der ersten Fahrt nicht stark betätigt und bei der zweiten Fahrt gar nicht betätigt) angezogen. D.h. sie hat blockiert als würde ich komplett anziehen und nicht mehr loslassen. die Bremsbeläge drückten sich auf die scheibe bis nichts mehr ging. Der Druck wurde ihmmer größer bis ich einen erheblichen Wiederstand beim fahren bemerkt hatte war sie dann schon fast komplett fest. an der nächstmöglichen Ecke angehalten und versucht das Rad per Hand bei aufgebockter Maschine zu drehen. Ging nicht.

Hallo,

der Fehler liegt im/am Handbremszylinder. Dreck läßt ihn nicht ganz zurück gehen. Den Sicherungsring abnehmen und den Dreck bis zum Bremszylinder entfernen. Sicherungsring wieder auflegen und der Bremszylinder sollte nun bis zum Sicherungsring zurück gehen.

Gruß
Walter
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,

der Fehler liegt im/am Handbremszylinder. Dreck läßt ihn nicht ganz zurück gehen. Den Sicherungsring abnehmen und den Dreck bis zum Bremszylinder entfernen. Sicherungsring wieder auflegen und der Bremszylinder sollte nun bis zum Sicherungsring zurück gehen.

Gruß
Walter

Und/oder die Rückaufbohrung im HBZ ist zu.
 
Hi,

das kann eig.beides nicht sein, habe den HBZ als ich ihn nach der ersten fahrt überholt habe komplett nochmal gereinigt.
Dreck kann den nicht blockieren.

Die Bohrungen habe ich auch überprüft. Beide in den Ausgleichsbehälter sind frei und die beiden in richtung Leitungen sind es ebenfalls.

Gruß Felix
 
Hallo,wenn der HBZ unter dem Tank liegt, dann ist mit ziemlicher Sicherheit der Zug mit zu wenig Spiel eingebaut. Die Nachlaufbohrung wird dann nicht freigegeben. Durch den Wärmeeintrag der schleifenden Beläge dehnt sich die Bremsflüssigkeit aus und drückt, da sie sonst nirgends hin kann, die Beläge sehr kräftig an.Bremsscheiben hat mir die Firma Lamprecht überschliffen, ohne Nietausbau. Gute Arbeit.Email: Fa.Lamprecht@Lampo.de Gruß Josef
 
Hi,

das kann eig.beides nicht sein, habe den HBZ als ich ihn nach der ersten fahrt überholt habe komplett nochmal gereinigt.
Dreck kann den nicht blockieren.

Die Bohrungen habe ich auch überprüft. Beide in den Ausgleichsbehälter sind frei und die beiden in richtung Leitungen sind es ebenfalls.

Hallo,

es ist ein typisches Zeichen für einen Defekt am Handbremszylinder wenn die Scheiben fest gehen und sich verziehen. Dann kann der Druck aus der Erwärmung nicht abgebaut werden und die Bremsflüssigkeit nicht zurück in den Vorratsbehälter fließen. Stimmt die Zuglänge? Geht das Einstellmaß zwischen Bremskolben und Gehäuse?

Gruß
Walter
 
Hallo,
ich würde das mit dem Zug nochmal überprüfen.
Wie ist dort das Prüfmaß? Finde grade nichts :/

Danke Gruß Felix
 
Das Boardwerkzeug habe ich leider nicht.
Gibt es dazu ein Maß und wenn ja von wo bis wo wird es gemessen?
 
Hallo Felix

Erstmal danke für die ausführliche Darstellung deines Problems.

Laut WHB die gerändelte Seilzug-Nachstellschraube so einstellen,

daß zwischen dem Druckstift und dem Zylinder-Betätigungshebel der Abstand

1,4-1,5 mm beträgt.(am Hauptbremszylinder unterm Tank)

Gruß
Jürgen
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi,

kurzes Update zur Info:

Dank euch habe ich das Problem gefunden. Es war letztendlich tatsächlich nur das einstellmaß des Kolbens. Der Zug hat ihn zu sehr vorgespannt.

Habe zusätzlich nachdem das soweit funktioniert hat auf Stahlflex umgerüstet um die doch recht alten Leitungen loszuwerden.

Bremst jetzt besser denn je und das ohne zu blockieren.

Top Danke euch :applaus:

Gruß Felix
 
Zurück
Oben Unten