Endantrieb Schwergängig

Dani

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20. Apr. 2015
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29
Ort
Luxemburg
Hallo,

Bin neu in diesem Forum. Mein Name ist Daniel und bin seit 2 Wochen im Besitzt einen r100gs PD BJ 1990. Im Sommer soll es damit nach Marokko gehen und bin deshalb jetzt die Mechanik am checken. Soweit ist auch alles in Ordnung, jedoch ist eines aufgefallen.
Viele Probleme auf die ich gestoßen bin konnte ich so mit Hilfe des Forums lösen. Jetzt abe ich aber doch eine Frage.
Habe den Endantried ausgebaut und dieser ist nicht wirklich leichtgängig. Es lässt scih zwar mit der Hand drehen jedoch mit spürbaren aber regelmäßigen Widerstand.
Bin jetzt nicht sicher ob dies ein Lagerschaden sein könnte, oder ob der Widerstand vom Simmering kommt und normal ist.

Deshalb meine Frage. Sollte sich der Endantrieb leicht drehbar sein oder ist dieser Widerstand normal?

Viele Dank im Voraus für eine Antwort.

Mfg
Daniel
 
Ein Endantrieb dreht sich von Hand ohne montiertes Rad schon recht zäh.
Beurteilen kannst du das eher im direkten Vergelich mit einem anderen Exemplar.
 
Hallo Daniel,

wenn er sich zwar schwer aber ohne Hindernisse drehen lässt ist soweit alles in Ordnung.
Die Lagerung des Teller-Rades ist unter Vorspannung eingebaut, damit die Lagerung im Betriebs warmen Zustand spielfrei ist.

Gruß
Patrick
 
Erstmal Danke für die schnellen Antworten.

Ohne Hindernisse lässt er sich drehen. Das mit der Vorspannung hatte ich nicht bedacht. Werde das Rad mal im warmen Betriebszustand abbauen und dann drehen.

Was mir bei einer Testfahrt noch auffiel war eine Art schleifgeräusch im Antriebsstrang. Es klang nicht wierklich nach einem kaputen Lager. Kann das auch vom Endantireb kommen? Getriebe dreht sehr leicht, kann mir nicht vorstellen dass es von da kommt.
Oder ist dieses Geräusch normal. Habe leider keine Möglich an einem gleichen Modell zu vergleichen

Grüße
Dani
 
Hmm ja. Von der Hinterradbremse dann. Werde das testen. Entweder ist es dann weg, oder ich kann es als Quelle ausschließen.

Das heisst den Endantrieb dürfte mann während der Fahrt nicht höhren, oder wird vom Motorgräusch überlagert?

Daniel
 
Hallo,

Danke für euere Antworten. Bin wirklich begeistert wie schnell mann hier geholfen bekommt. Vielen Dank nochmal!
Leider sind mir noch ein Paar Sachen aufgefallen auf die ich noch keine Antwort weiss

Hintere Bremse schleift ganz sicher nicht. Habe dies kontrolliert. Denke mal dass es dann das Getriebeausgangslager ist. Der KArdan ist auch in Ordnung. Da ich eh den Wellendichtring am Getriebeausgang tauschen muss werde ich mir das Lager mal genauer anschauen.

Leider ist mir jetzt aufgefallen dass sich hinter dem linken Vergaser vorm Ventil ein halber Teelöfel Öl gesammelt hat :entsetzten:. Da im Vergaser keine Ölrückstande zu finden sind müssten das Öl über die Ventilführung kommen. Im Teilekatalog konnte ich aber keine Dichtung finden das die Ventilführung abdichtet. Geschieht dies alleine über die Ventilführung?(?

Mit freundlichen Grüße
Dani
 
ok. Ist es aufwendig die Führung zu wechseln? Nehme mal an dass es besser geht wenn der Zylinderkopf abgebaut ist. Oder geht es auch im eingebautem Zustand?
Wo kann mann denn so eine Führung bestellen?

Grüße
Daniel
 
Hallo Daniel,

für das Wechseln der Ventilführungen brauchst Du profunde Maschinenbaukenntnisse und einen ebensolchen Maschinenpark – das ist Profi-Arbeit (und sollte sinnvollerweise in Verbindung mit einer Komplettüberholung der Zylinderköpfe gemacht werden).

Ich habe meine Köpfe (wie nicht wenige hier im Forum) bei Rolf S. aus B. überholen lassen: makellose Arbeit zu fairen Preisen.

Gruß,
Florian
 
Da ich eh den Wellendichtring am Getriebeausgang tauschen muss werde ich mir das Lager mal genauer anschauen

Hallo Daniel !

Dazu findest Du hier im Forum jede Menge Lesestoff. Da gibt es nämlich eine Bohrung, die bei Deinem Modell verschlossen sein muß...:oberl:

Aber evtl. liest Du ja auch schon länger mit.
Willkommen und vie Spaß hier !:wink1:
 
Tach Daniel,

lade dir mal aus der DB das für deine maschine entsprechende WHB herunter, dann wirst du schnell merken was Florian meint.

Im grünen Bereich gibt es einige Anbieter die diese Arbeiten erledigen z.B. Fritz Lottmann.

Schönen Tach wünscht :bitte:...
ingo
 
Hallo Daniel,

wenn er sich zwar schwer aber ohne Hindernisse drehen lässt ist soweit alles in Ordnung.
Die Lagerung des Teller-Rades ist unter Vorspannung eingebaut, damit die Lagerung im Betriebs warmen Zustand spielfrei ist.

Gruß
Patrick

Einspruch!

Auszug aus dem WHB: "Durch Einsetzen entsprechender Paßscheiben zwischen Rillenkugellager und Sitzgrund im Deckel erreicht man die
Spielfreiheit. Die benötigte Paßscheibendicke ergibt die
Differenz von Maß (a) abzüglich Maß (b). Nach Beilegen
der Dichtung erreicht man das benötigte Spiel, wobei das
Tellerrad nicht unter Druck stehen darf."
Hab ich bislang immer so gemacht und die Antriebe halten. Die Dichtung hat 2/10 mm. Das schwere Drehen von Hand rührt von den großen Siris und dem kalten 90er Öl her.
 
Einspruch!

Auszug aus dem WHB: "Durch Einsetzen entsprechender Paßscheiben zwischen Rillenkugellager und Sitzgrund im Deckel erreicht man die
Spielfreiheit. Die benötigte Paßscheibendicke ergibt die
Differenz von Maß (a) abzüglich Maß (b). Nach Beilegen
der Dichtung erreicht man das benötigte Spiel, wobei das
Tellerrad nicht unter Druck stehen darf."
Hab ich bislang immer so gemacht und die Antriebe halten. Die Dichtung hat 2/10 mm. Das schwere Drehen von Hand rührt von den großen Siris und dem kalten 90er Öl her.

Wie viele Antriebe wie die letzten Mono.-/ oder Paralever hast Du schon gemacht?

Diese haben an der Außenseite ein Kegelrollenlager, welches im warmen Zustand eben spielfrei laufen soll.
 
Wie viele Antriebe wie die letzten Mono.-/ oder Paralever hast Du schon gemacht?

Diese haben an der Außenseite ein Kegelrollenlager, welches im warmen Zustand eben spielfrei laufen soll.

Exakt. Und lt. WHB beträgt die zulässige Vorspannung 800-1600 N, entsprechend 0,05-0,10 mmVorspannung.


Edit: Ausm Moment ne Kraft gemacht....
 
Tschuldigung, nehme alles zurück und behaupte das Gegenteil. Wer lesen kann ist im Vorteil. Ich hatte irgenwie einen anderen Antrieb im Kopf, nämlich den der /6. Bei dem Kegellager ist es natürlich mit Vorspannung einzubauen.
 
Hallo,

Danke für die vielen Antworten.

@ Grunzer: Das mit der Bohrung habe ich schon gefunden. Werde diese auf jeden Fall verließen. Entlüftung des Kardangehäuses geht ja über die Bohrung durch die Rahmenbefstigungsschrauben der Schwinge? Diese waren bis jetztmit Fett gefüllt.

Was den Endantrieb angeht denke ich jetzt auch dass die schwergängigkeit von den Siris kommt. Werde das Getriebe jetzt erstmal überholen. Sollte das surrende Geräusch dann immer noch vorhanden sein muss es wohl der Endantrieb sein. Tippe aber eher auf Getriebe. Mal kucken

Da meine R100 jetzt bei 65000 km ist, werde ich die Ventilköpfe überholen lassen. Habe jetzt öfters gelesen dass mann dies bei 50-70tkm tun sollte.
Kennt ihr vielleicht eine Firma in der umgebung Trier-Saarbrücken die solche Arbeiten machen?
Habe eine Firma Names Israel glaub ich bei der Nähe von Köln gefunden. Kennt ihr die vielleicht?

Danke für das WHB. Da finet man ja alles drin was die Technik angeht.

Mfg
Daniel
 
...
Da meine R100 jetzt bei 65000 km ist, werde ich die Ventilköpfe überholen lassen. Habe jetzt öfters gelesen dass mann dies bei 50-70tkm tun sollte.
Kennt ihr vielleicht eine Firma in der umgebung Trier-Saarbrücken die solche Arbeiten machen?
Habe eine Firma Names Israel glaub ich bei der Nähe von Köln gefunden. Kennt ihr die vielleicht?

Danke für das WHB. Da finet man ja alles drin was die Technik angeht.

Mfg
Daniel

Rolf S aus B im Grünen Bereich macht das hervorragend. Für "in der Nähe von Köln" gibt es Dienstleister wie DHL, GLS, Hermes, DPD....
 
hallo Dani,

wenn deine Q wirklich erst 65000 km hat und nicht außerordentlich Öl verbraucht, lass das mit den Köpfen. Ich habe mehrere Kühe mit mehr als doppelt so hoher Laufleistung ohne Überholung im Kopf.
Bei meiner R65 ist ein Einlassventil abgerissen mit korrekten, relativ neuen Ventilführungen mit Spiel im Einbaumaß. Der Grund war entweder falsch bearbeitete Ventilschäfte (Kerbwirkung) oder ein Materialfehler - das kann man eindeutig an der Bruchstelle erkennen.
Sinnvoller ist es m. E. das Getriebe neu zu lagern, dabei den KW-Simmerring erneuern (nach 25 Jahren kann der von heute auf morgen aufgeben) und den Endantrieb (Verzahnung) abschmieren.


Schönes Wochenende - Thomas
 
Hallo Daniel,


wenn Du nach Marokko willst, noch 2 Tipps:
1. Feldgehäuse am Valeo-Anlasser tauschen (für den Fall, dass Du noch den Orschinol Valeo drin hast).
2. Rückholfeder vom Getriebe tauschen. Wenn die bricht, ist Deine Tour so mehr oder weniger vorzeitig zu Ende.

:bitte:


Grüsse

Martin
 
Guten Abend,

@ Grunzer. Ja genau das meinte ich. Danke!

@ Martin. An die Feder im Getrieb hatte ich gedacht. Liest man öfters dass die bricht. Das Problem mit dem Anlasser kannte ich noch nicht. Danke!

Werde das Getriebe komplett überholen. Feder wird noch nachbestellt.

Bei den Ventilköpfen bin ich mir noch nicht sicher. Finde dass da schon recht viel Öl im Einlass stand. Will auch nicht in der Wüste mit abgerissenen Ventil liegen bleiben.
Kommt ein Ventilabriss dann häufig vor?

Grüße
Daniel
 
Hallo 2-Ventiler Gemeinde;

So langsam habe ich meine r100 ganz zerlegt. Macht echt Spaß :)
Und für die Laufleistung lässt sich alles erstaunlich gut lösen. Hätte
ich nicht gedacht. Aber umso besser.

Habe jetzt aber noch eine kleine Frage.

Am Endantrieb kommt zwischen Kardan und dem verzahnten Zapfen Fett dazwischen. Damit diese sich leicht aufeinenander verschieben lassen. Kann man da jedes Fett nehmen oder sollte Staburags sein?

Viele Dank für eine Antwort
Mfg
Daniel
 
Staburags hat den Vorteil, daß es bei der dauernden Dreherei dort auch sicher an Ort und Stelle bleibt.

Und nicht schmählich das Weite sucht... :evil:
 
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