Enduralast - Leitung vom Stator defekt

Ekki

Nutztierhalter
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03. Juni 2010
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866
Ort
Bremen
Moin,
bei meiner Enduralast Lichtmaschine ist eine Leitung vom Stator defekt.

Stator_2.jpg

Die Statorwicklung selbst scheint i.O. zu sein.

Ich wollte die Leitung nicht mit einem Stoßverbinder anflicken, sondern komplett ersetzen, doch es war mir nicht möglich, die Leitung vom Stator abzulöten.
Verwendet habe ich dazu eine Ersa-Lötstation mit 80W Lötkolben bei 450°C. Für eine Lötstelle sollte das doch ausreichend sein.

So sieht die Stelle aus, an der die Leitung am Stator befestigt ist:

DSC02074.JPG DSC02072.JPG

Vielleicht kennt sich hier jemand mit Statoren aus und kann mir einen Tipp geben.
 
Hallo Ekki,
Da am Stator so viel Metall wird wahrscheinlich die Hitze der Lötspitze abgeleitet. Wenn du hast, dann nimm einen Lötkolben mit einer dicken Lötspitze.
Viel Erfolg, Wolf
 
Hallo Wolf,

der "Niet" in dem die Statorwicklung und die Zuleitung befestigt (eingelötet?) sind, steckt in einer Pertinax-Platte.
Das Material leitet Hitze sehr schlecht und sollte deshalb keine Schwierigkeiten machen. Erwärmt werden muss nur der Niet, der Wicklungsdraht und die Zuleitung. Die "Lötspitze" war abgeflacht, wie die Klinge eines Schraubendrehers, hat also genügend Fläche, um die Wärme zu übertragen.

Ich (Laie) dachte, der Wicklungsdraht und die Zuleitung werden einfach in diesen "Niet" gesteckt und dann lässt man das Ganze mit Lot volllaufen.
Zum Lösen der Verbindung also einfach den Lötkolben dranhalten, warten bis das Lot flüssig ist und die Leitung einfach herausziehen.
Hat nicht funktioniert; die Leitung sitzt fest.

Ich habe hier in Bremen schon drei Firmen, die Instandsetzung von Generatoren oder E-Motoren anbieten, kontaktiert. Die haben alle abgewunken...

Ich habe die Hoffnung, dass hier jemand in der Generatoren- oder E-Motorinstandsetzung arbeitet und diese Befestigung kennt und weiß wie man die löst.
 
Moin,

massive Wärmeableitung durch die Statorwicklung in Verbindung mit einem hoch schmelzenden Lot....
Lötkolben >> 100W mit massiver Lötspitze.
(Und vorher bitte mal Lötstelle und Umgebung putzen.)

Grüße,
Jörg.

P.S.
Wobei ich nicht ausschließen würde, daß die Leitungen in dem Kontaktpunkt / Niet nicht auch noch gequetscht sind.
Ich hab damals jedenfalls beim Einbau längere Litzen wegen geändertem Stecker anlöten wollen und dabei auch massiv Probleme gehabt. Hab dann letztendlich auf 'nen Gaslötkolben mit massiver Kupferklinge und sanfter Gewalt beim ablöten zurückgegriffen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Ekki,

bist Du sicher, daß dies eine Lötverbindung ist?

Hast Du mal versucht, das Lot mit einer Feile zu bearbeiten?

Ich frage, weil ich bei einem früheren Freund, er lebt leider nicht mehr, öfters in der Werkstatt vorbei gegangen bin. Er war Eletromaschinenbauer-Meister und hat mir gezeigt, wie solche Verbindungen mit einer Wasserstoffflamme geschweißt werden. Man hat so die ausreichende Temperaturbeständigkeit erreicht.

Falls das bei Deinem Stator auch der Fall sein sollte, kannst Du mit einem Lötkolben nichts ausrichten.
 
@Wolfram2: Ich bin mir sicher, dass es eine Lötverbindung ist. Hartlot wäre natürlich eine Möglichkeit.
Geht das denn auch ohne Flamme? Die Pertinaxplatte würde darunter leiden.

@GdG: An eine Quetschverbindung hatte ich auch schon gedacht oder eine Öse im Inneren des Niet.
Daher meine Frage, ob sich jemand damit auskennt.

Ich glaube, die diskutierten Lösungen übersteigen meine Möglichkeiten als Heimwerker.
Einen 150W Lötkolben für eine einmalige Anwendung zu kaufen... :nixw:
Vielleicht sollte Ich mein Glück mal bei einer Oldtimerwerkstatt versuchen.
 
Wenn das/die Kabel noch halbwegs gut sein sollten, würde ich die Kabel mit Stoßverbindern (keine Quetschverbinder) zusammenfügen.

Klauke-21R-Stossverbinder-Unisoliert-Metall-1-St..webp
 
Wenn das/die Kabel noch halbwegs gut sein sollten, würde ich die Kabel mit Stoßverbindern (keine Quetschverbinder) zusammenfügen.

Klauke-21R-Stossverbinder-Unisoliert-Metall-1-St..webp
Wie werden die verbunden? Gelötet?

Das Kabel ist ziemlich warm geworden, insbesondere vorne, am Steckverbinder (vermutlich durch den Bruch) und am Stator, durch meinen Lötversuch. Am Stator ist dadurch ein Stück der Isolierung verschmort.
Daher mein Bestreben, das Kabel komplett zu ersetzen.
 
@Wolfram2: Ich bin mir sicher, dass es eine Lötverbindung ist. Hartlot wäre natürlich eine Möglichkeit.
Geht das denn auch ohne Flamme? Die Pertinaxplatte würde darunter leiden. ...
Hallo Ekki,

war nur ein Hinweis. Ich kann das ja aus der Entfernung nicht beurteilen.

Und was der Kollege mir damals gezeigt hat war keine Lötverbindung, da wurde tatsäch geschweißt, d.h. die Werkstoffe wurden aufgeschmolzen. Die hatten einen eigenen Generator für Wasserstoff. Ich vermute, daß die Wasserstoffflamme weniger Oxidation verursacht als eine Acetylenflamme. Kann man aber heute sicherlich schnell rauskriegen.
 
Der brennende Wasserstoff zieht den Sauerstoff begierig an, wenn die Flamme leicht mager eingestellt wird. Das hat reduzierende (oxidationshemmende) Wirkung auf die Flamme.
 
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