Erfahrungen Reifenmontagegerät?

mschenk

Bäschtler & Reiseleiter
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Mahlzeit!

Ich schau mich gerade nach einem Reifenmontagegerät, das ohne ext. Strom/Druckluft auskommt, um.

Da gibts - auch preislich - eine ordentliche Spannweite. Beispiele:

Motea: Motorrad Reifenmontiergerät ConStands passend für Motorradreifen 12-21" Reifenwechsler MD4

BTR: BTR Reifenmontiergerät EVO2® 2.0 12-21" online kaufen

Rabaconda: https://bikereifen24.de/shop/rabaconda-street-bike-reifenmontiergeraet-12-21-zoll/

Ich würd gerne Eure Erfahrungen mit solchen, idealerweise auch diesen, Geräten ausfassen. Fragen, die mir dabei in den Kopf kommen:
  1. Lassen sich auch Reifen mit steifen Flanken (alte Reifen / schmale Enduroreifen) befriedigend montieren?
  2. Wie siehts mit Rädern mit schlauchlosen Reifen aus? Die sitzen ja deutlich fester in der Felge.
  3. Wie sieht es mit der Standfestigkeit der Geräte aus? Ist eine zusätzliche Fixierung erforderlich?
  4. Sind spezielle Dinge zu beachten, um Beschädigungen der Räder zu vermeiden?
  5. Welche zusätzlichen Teile sind erforderlich, um Räder mit 17mm oder 25mm-Achse zu bearbeiten?
  6. Welche zusätzlichen Teile sind erforderlich, um Hinterräder der Mono- bzw. Paralever zu bearbeiten?
Die Liste ist bestimmt nicht vollständig.

Über Feedback der Schwarmintellenz würde ich mich sehr freuen!
 
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Sorry Michel, aber nimm zwei Montiereisen und einen 3er-Satz Felgenrandschoner.
Da stolpert man auch nicht so leicht drüber.
Wer selber montieren will, der sollte dazu vor allem auf Reisen in der Lage sein.
 
Der Kollege Tim aus Essen hat das "rabaconda" und ist damit sehr zufrieden. Positiv ist, dass man das Gerät nicht irgendwo andübeln muss - es steht stabil.
Dass es auf Reisen durchaus sinnvoll sein kann sich mit Montiereisen und Felgenrandschoner aus der "Bredouille" zu kämpfen ist richtig - wenn es aber darum geht die Reifen seines Fuhrparks selber zu wechseln ist diese Methode "unbefriedigend".
Was die Kosten der reinen Montage bei einem "Professionellen" angeht kann man mit 35 bis 60 € rechnen. Hier ist dann aber auch häufig die Entsorgung des Altreifens und das statische Wuchten enthalten.

Grusz

Bernd
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,

habe ich lange mit einem ähnlichen Gerät gemacht, meine Erfahrungen:

1. Je nach Reifenhersteller und Bauart sehr schwer zu montieren (z.B. Conti Diagonal sehr schwer / Bridgestone Diagonal leicht)
bei 21 Zoll kam mein Gerät an die Grenzen - musste mehrmals umgesetzt werden, Alte Reifen benötigen u.U. viel Kraft / Gewalt
2. siehe 1. von leicht zu schwer: Schlauch -> Schlauchlos Diagonal Bridgestone -> Michelin Schlauchlos Radial ->Schlauchlos Diagonal Conti
3. auf jeden Fall ja - am Besten am Boden oder auf Werkbank etc. festschrauben
4. ja uffpasse - hab mir schon Kratzer in die Beschichtungen gemacht wenn Gewalt nötig war
5. eventuell Adapter - geht aber auch mit der Universalachse, aber ist schon schöner, wenn nichts rumwackelt
6. stabile Montiereisen - zum Auswuchten einen Adapter für die Felge, Ventile, Auswuchtgewichte, guter Kompressor

Ich habe für mich entschieden, es nur noch im Notfall zu verwenden (außerdem habe ich beim letzten Mal den Montagekopf zerstört),
da ich zu alt dafür bin und lieber dem Reifenhändler ein paar Euro für das montieren zu geben (ich darf meine Reifen mitbringen).

Bei den Conti Trial Attack war es nur mit Gewalt und zu zweit möglich die Reifen aufzuziehen, die Bridgestone BT46 flutschen
dagegen direkt.
 
OK, ich sollte präzisieren, warum ich über ein solches Gerät nachdenke.

Da ich kein Auto griffbereit habe, um schnell mal eben ein ausgebautes HR zum Reifenfritzen zu bringen, ist meine Auswahl an Reifenhändlern sehr beschränkt. Nach einem Pächterwechsel ist nun auch mein letzter Kandidat ausgefallen.

Also: selber machen. Wuchten ist nicht das Thema - da bin ich ausreichend ausgerüstet. Und daher hier die Frage nach den Erfahrungen mit verschiedenen Geräten.
 
Meines ist ein wenig einfacher gebaut (selbst geschweißt -meine Vorlage war das von Motea), als das Rabaconda.

Die Ratschenfunktion vom Rabaconda ist schon praktisch - mit dem Conti Trail Attack für die GS und einem 170er Schlauchlos-Metzeler auf der Kawa hatte ich auch beim Rabaconda Probleme, ging nur zu zweit und da auch ordentlich geschwitzt.

Wenn ich mehr Platz hätte würde ich in ein elektrisch/hydraulisches investieren
 

Ist ähnlich meinem Werkstattgerät und kostet 1 1/2 Rabakonda
 

Ist ähnlich meinem Werkstattgerät und kostet 1 1/2 Rabakonda

Ich schau mich gerade nach einem Reifenmontagegerät, dass ohne ext. Strom/Druckluft auskommt, um.
 
Hallo Michael,
ich habe seit einigen Jahre das oben im Link eingestelltes Montagegerät von BTR.
Bei den schmalen Reifen und Felgen unserer BMW’s ist es trotzdem mühsam und einiges an Kraftaufwand erforderlich.
Am besten man montiert das Gerät unverrückbar auf einer größeren Spanplatte oder ähnlichem wo man dabei auch darauf stehen kann.

Vor allem bei der schmalen 1,85 Felge wie z.B. der ST mit Schlauchreifen ist das schon ein elendes Gewürge.
Das geht nach meiner Erfahrung nur mit Reifenmontierhebeln und Felgenschoner doch ein wenig leichter.😉

Bei der hinteren 2,5“ Felge funktioniert es schon etwas besser.
Ebenso bei der Monolever vorne und hinten mit den 2,5“ Felgen und Schlauchlosreifen.

Auch bei den Kreuzspeichenfelgen der Paralever ist vor allem die Demontage etwas mühsam.
Erst vorige Woche gemacht.🙄

Bei den breiten Felgen ( 3,5“ / 5,0“) und Schlauchlosreifen der 4 Ventiler funktioniert Demontage und Montage mühelos und ohne Probleme.
Mit dem Stufenadapter welcher nach der Felge von oben auf die Montageachse geschoben wird ist diese gut fixiert.
Für die 17 mm Radachse benötigte ich dann noch eine dünnere Montageachse.

Heute würde ich vielleicht ?? das Gerät von Rabaconda kaufen.
Bei dem wird der Druck bei De und Montage durch die Verstellung immer nach unten ausgeübt so dass das Gerät weitgehend unverrückbar steht und nicht zusätzlich durch Kraftaufwand oder sonstige Fixierung gesichert werden muss.
Das würde ich aber auch lieber erst mal einem Praxistest unterziehen. 🤔

Gruß Fritz (Freizeitschrauber) 😁
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich habe mir für meine Motorräder das Rabaconda geholt. Gibt es einmal für Crossmaschinen und einmal für Strasse. Ich habe das für die Strasse. Funktioniert an allen Bikes hevrorragend, die Ratschenfunktion ist super, die Hebelverhältnisse sind sehr gut und standsicher ist es auch noch. Die Handhabung braucht trotzdem etwas Übung bis man weiß wie es geht aber wenn mans mal kapiert hat gibts, zumindest bei mir, keine Probleme mehr. Die Investition hat sich echt gelohnt, zumal der bei mir im Ort ansäßige Reifenfritze die Motorradreifen nicht wirklich beherrscht (Felge verkratzt, Reifen entgegen der Laufrichtung montiert, Wuchten nicht im Griff), deshalb habe ich mich fürs selbermachen entschieden und nicht bereut. Adapter für unterschiedliche Nabendurchmesser sind dabei, nur für BMW Hohlachsen brauchts einen speziellen.
 

Ist ähnlich meinem Werkstattgerät und kostet 1 1/2 Rabakonda
Sowas fänd ich auch interessant, vor allem wenn es gerade mal 50% mehr als ein mechanisches kostet.
@ Michel: Denk doch mal alternativ über eine Powerstation nach, die Du zuhause aufläden kannst und für die paar Fälle dann mit nimmst zur Garage.
So ein wandelnder Stromspeicher ginge dann auch zum Betrieb eines kleinen Kompressors und kann ja auch noch mehr...
 
Bei den (Profi)ReifenmontierMASCHINEN kann es aber auch passieren, dass die Kraft vom Niederdrücker nicht ausreicht, den Reifen (Heidenau K60 Scout 130/80-17) von der Felgenflanke zu lösen und ins Tiefbett der Felge (Kreuzspeiche GS) zu drücken. Da muss ordentlich Druck im Kessel sein und trotzdem kanns ein Gewürge sein.
Kann ich so aus eigener Erfahrung so berichten.

Und dann muss man noch drauf achten, dass Motorradräder auch gespannt werden können. Die vom Autofritzen auf dem Hof kann das (so sagt er) nicht.
 
Ich bin letzten Winter zum ersten mal ans selber Wechseln gegangen, schlauchlos bis 160/60 auf 4,5" Felge. Der aktuelle Grund war, dass das Felgenhorn mal ordentlich gereinigt werden musste. Für sowas hat ein Händler keine Zeit und er muss auch in einem Zug durcharbeiten, wenn das wirtschaftlich sein soll. Und genau das ist der Punkt, wo ich

strichzwojan​

Recht gebe. Die Maschine hilft nur dabei, dass wirtschaftlich durchzuführen. Die kann nichts besser als ordentliche Montiereisen, ausreichend Felgenschoner und Montagepaste. Das kostet nur mehr Zeit, aber auch nicht so viel, wie das gründliche Reinigen des Horns. Wer nur wenige mal im Jahr da bei muss, ist mit der klassischen Methode gut bedient. Ich bin ohne Maschine gut zurecht gekommen und mach das künftig immer. Bei Reifenfritzen hatte ich immer Ärger. Undicht, Felge vermackt, kein Matching, Auswuchtgewichte lagen nach der Heimfahrt schon wieder im Kofferraum usw.

Besten Gruß
Matthias
 
Breite schlauchlose Reifen lassen sich leicht montieren mit solchen Geräten. Bei unseren schmalen Reifen sollte das Gerät auf der Unterlage fest verschraubt sein, im Idealfall auch noch in einer angenehmen Höhe von ca 50cm. Ich habe mir dann doch eine Maschine ähnlich der vom Frankenboxer gekauft.
 
Hi,
Ich verwende seit einigen Jahren dieses Gerät:
Max2H
Gegenüber der Quälerei mit Montiereisen eine definitive Erleichterung. Auch der schmale Vorderreifen meiner GS war im Handumdrehen gewechselt. Es gilt aber zu beachten: Das Rad wird bei diesen Geräten mit einem Bolzen, der sich gegen die Speichen abstützt, gegen Verdrehen gesichert. Bei Drahtspeichenrädern absolut schädlich. Besser mit der Hand festhalten oder einen Spanngurt verwenden.
VG Daniel
 
Gestern einen TKC 70 3,00 21 aufgezogen.
Reifen ist schon deutlich "stercher" als z.Bsp.
der Trailmax.
Ohne Bremsscheibe auf Werkbank gelegt,
mit Hakawerk Neutralseife eingepinselt, und drauf
Damit. TALKPUDER FÜR DEN SCHLAUCH NICHT VERGESSEN !
2x 400mm Montiereisen verwendet
 
Um Hi,
Ich verwende seit einigen Jahren dieses Gerät:
Max2H
Gegenüber der Quälerei mit Montiereisen eine definitive Erleichterung. Auch der schmale Vorderreifen meiner GS war im Handumdrehen gewechselt. Es gilt aber zu beachten: Das Rad wird bei diesen Geräten mit einem Bolzen, der sich gegen die Speichen abstützt, gegen Verdrehen gesichert. Bei Drahtspeichenrädern absolut schädlich. Besser mit der Hand festhalten oder einen Spanngurt verwenden.
VG Daniel
Das ist die kleinere Version meines MAX Montagegerätes 12-21“.
Nach Neuübernahme nun EVO.


Aber was mache ich nur nach mehrmaligen Reifenmontagen falsch und wie machst Du nur dass der schmale Reifen so leicht zu demontieren ist? 😜IMG_1933.jpeg
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich besitze auch das Max2h mit den höheren Füßen wie oben abgebildet.
Es ist eine saumäßige Plackerei schmale z.b. schlauchlose 110/80R/19 abzudrücken bzw. auf und abmontieren.
Mein Abdrückhebel ist schon etwas verbogen.
Das Teil muß unbedingt irgendwo auf einer Werkbank oder ähnliches angeschraubt werden.
Wenn nicht, schiebt man das Teil durch die ganze Werkstatt besonders bei Bodenmontage.
Breitere Reifen so ab 180er gehen etwas besser weil weicher.
Meine 3.25-19 oder 4.00-18 BT46 sind dagegen Schlapperweich und ich habe diese sogar lieber mit 2 Montageisen montiert.
Da hätte ich bei einem 110/80R 19 überhaupt keine Chancen damit.
Ich bin keine 20 mehr..

Hätte ich den Platz dazu, wäre schon längst eine Montiermaschine bei mir in der Werkstatt.

Gruss Olli
 
Hallo,

die heutigen Schlauchreifen 3,25X19" Vorderrad sind kaum noch mit der Hand zu monierten. Mein Finger sind mittlerweile einfach zu ungelenkig. Wenn ich mehr Platz hätte wäre eine Montiermaschine längst in der Werkstatt. Beim letzten Reifenwechsel beim Händler bin ich richtig abgekocht worden. Schlauch für 38 €!

Gruß
Walter
 
Ich möchte eigentlich das Thema nicht verwässern aber etwas zu den Montagekosten.
Ich habe vor etwa 2 Monaten aufgrund einer kaputten Schulter mein Vorderrad bei einer bekannten Reifenkette in Göppingen für die Montage und wuchten plus einschrauben eines neuen RDKS-Sensors und Altreifenentsorgung 64 Euro bezahlt.
Den Reifen und den Sensor habe ich angeliefert da ich es ursprünglich selber montieren wollte.

Ich bin fast vom Glauben abgefallen.
Ist das schon Abzocke, oder Aufgrund der allgegenwärtigen Preissteigerungen noch normal?

Gruss Olli
 
Hallo Michael,

habe ein Reifenmontiergerät von HAMA. Finde das Gerät durchdacht konstruiert und sauber gefertigt.

Die Montage von Reifen erfordert je nach Steifigkeit des Reifens Kraft und Erfahrung. Besser man ist zu zweit, sonst kann es passieren, daß man das Gerät am Boden verschiebt, aber nicht den Mantel montiert.

Kraft hast Du, Erfahrung mußt Du sammeln. ;)
 
Koi Ahnung wia lang se brauchd hen.

Ich konnte das Rad erst am nächsten Tag wieder abholen (doch 24 Stunden).
Nix mit machen wir geschwind.
In der Annahme saßen 3 Herren, die Werkstatt war komplett leer, kein Monteur weit und breit und das Mittags um 14 Uhr!
Denen war es bestimmt zu warm 🥵
 
Reifen demontieren, montieren und statisch auswuchten kannst du mit 15 Minuten kalkulieren, plus Sensor dann meinetwegen 16-17 Minuten.
Angelieferte Reifen sieht man halt nicht gerne und holt sich den Zwanni Gewinn dann beim Montieren über Umwege.
 
Ich möchte eigentlich das Thema nicht verwässern aber etwas zu den Montagekosten.

Ich würd mich arg freuen, wenn wir bei dem Ursprungsthema bleiben könnten.

Für neue Themen lohnt es sich, einen eigenen Thread aufzumachen.

Ich hab schon einige Anregungen mitgenommen - vielen Dank dafür! Ich bin auf die weiteren Hinweise und Kommentare sehr gespannt!
 
Ich wechsle auch alle Reifen meiner Moppetts selbst. Dazu schraube ich meine Vorrichtung mittlerweile immer am Garagenboden fest. ( 2 Schrauben ). Verschoben hat sie sich eher immer beim Aufziehen. In einem anderen Fred habe ich schon einmal die Benutzung von Reifenwärmern empfohlen. Auch beim Abziehen.

So ein Maschinchen währe nice to have aber das rechnet sich für mich nicht.

Gruß, Sucky
 
Es gibt bei YouTube einige Videos von derartigem "Gerät" das man sich anschauen kann
Vielleicht bringen die ja noch einen Erkenntnisgewinn
 
Also ich montiere und wuchte auch selbst möchte einen 21“ Reifen auch wirklich nicht von Hand machen weil der schon mit der Maschine schwer genug geht…!
Die Hinterreifen hingegen gehen fast wie „geschnitten Brot“ rauf und runter.
Die könnte ich mir auch mit solch einer manuellen Maschine vorstellen!

IMG_2037.jpeg
 
es lohnt sich die Reifen gut anzuwärmen.
Ich habe kein Montiergerät und mache das noch wie vor +60 Jahren mit 2 kleinen Montiereisen aus dem Möppi-Bordwerkzeug, Reifenschmiere für die Flanken und Talkumpuder für den Schlauch.
Wechsle ich im Winter einen kalten Reifen, so ist der hart wie Holz und verlangt richtig Kraft. Das gleiche mit einem Reifen im Sommer, den die Sonne auf-/durchgewärmt hat geht bei weitem einfacher.
Anwärmen des Reifens macht die De-/Montage leichter !

Das hilft bestimmt auch bei dem Gebrauch der oben genannten Geräte.
LG :wink1:
Martin
 
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