Erststart im Frühjahr

Nach langer Standzeit startet das Motorrad wesentlich besser, wenn man die abgestandene Plörre aus den Schwimmerkammern zurück in den Tank kippt. Allein die Menge und der farbliche Unterschied zu frischem Benzin lässt erkennen, das es was passiert sein muss.

Auch bei niedrigen Temperaturen verdampfen die Leichtsieder aus dem Rückstand in der Schwimmerkammer. Zurück bleibt ein ziemlich öliger Sprit der nicht gut verdampft und schlecht zündet.
 
Moin,

Ich mach das jedes Jahr, so wie es mit grad in den Kopf kommt. Denn meistens weiss ich gar nicht ob ich noch mal fahren werde, wenn ich die BMW abstelle.
Früher hab ich die Schwimmerkammern immer leer gemacht. Ein paar Jahre lang dann hab ich das Benzin in den Schwimmerkammern vor dem Starten gewechselt. Heute mache ich das alles nicht mehr.
Dafür kommt in der Regel etwas Baktofin in den Tank.

Heute denke ich, dass alles ist vor allem gut fürs eigene Seelenheil. Denn seit sie ausschließlich in einer trockenen Garage steht, startet sie jedes Mal sofort und ohne irgendwelche Vorbereitungen.
 
Lieber Jürgen

Die 》zwei, drei beherzten Drehungen am Gasgriff《 deines Vaters machen nur Sinn, wenn der Vergaser eine Beschleunigerpumpe hat, die dann nämlich Sprit in den Ansaugkanal spritzt. Unsere Bings haben so was aber nicht. Darun läuft der Dreh am Gadgriff bei stehrndem Motor total leer. Beste Startmethode: Choke voll rein und ohne Gas starten. Nach dem Start Choke nachregulieren.
Ich pausiere nur drei Monate und mache mir darum um den abgestandenen Sprit keinen Kopf. Die BMW startet immer nach wrnigen Umdrehungen. Wenn die Standpause länger dauert, dann helfen Spritstabilisatoren in die letzte Tankfüllung vor der Winterpause. Damit stsrtet die Kiste auch nach mehreren Monaten.
LG und einen guten Saisonstart
Zoltán
 
Lieber Jürgen

Die 》zwei, drei beherzten Drehungen am Gasgriff《 deines Vaters machen nur Sinn, wenn der Vergaser eine Beschleunigerpumpe hat, die dann nämlich Sprit in den Ansaugkanal spritzt. Unsere Bings haben so was aber nicht. Darun läuft der Dreh am Gadgriff bei stehrndem Motor total leer...

Zoltán, wie kannst du so was verraten ? Was soll er jetzt seinen Kindern oder am Stammtisch erzählen ?
 
Hallo Udo,
auch wenn du es vermutlich nicht hören magst: Heute war das erste mal wieder Mopedstart seit dem 11.12.'16. Aus der Garage geschoben, an der Batterie mal wieder nichts gemacht (war gespannt, da ich im Dezember ja nur einen Hallgebertest gemacht habe), Sprithahn auf, Choke voll auf und gestartet. Nach 5 Umdrehungen lief das Teil. Helm auf und kurz um den Häuserblock gefahren. Alles Top, das Frühjahr kann kommen.

Hans
 
Hallo Hans,

nachdem ich die Schwimmerkammern geleert und gesäubert hatte, lief meine auch relativ gut an. Bei vollem Choke ist sie mir bei ca. 16°C Außentemperatur zuerst abgesoffen, bei halbem Choke zündete sie dann und kam sie dann relativ schnell. Am besten läuft sie bei Kälte und vollem Choke oder bei Wärme und keinem Choke an. Halbwarm ist ein Problem.
Das mit dem Choke funktioniert bei mir nicht ganz nach Bedienungsanleitung!
 
Hallo Hans,

nachdem ich die Schwimmerkammern geleert und gesäubert hatte, lief meine auch relativ gut an. Bei vollem Choke ist sie mir bei ca. 16°C Außentemperatur zuerst abgesoffen, bei halbem Choke zündete sie dann und kam sie dann relativ schnell. Am besten läuft sie bei Kälte und vollem Choke oder bei Wärme und keinem Choke an. Halbwarm ist ein Problem.
Das mit dem Choke funktioniert bei mir nicht ganz nach Bedienungsanleitung!

Hi,
dann geh mal deine Vergasereistellung überprüfen, vor allem die Gemischschraube (DB LINK).

Hans
 
....von meinem Vater, der in der Zeit von 1935 bis 1956 BMW gefahren ist, habe ich übernommen: Vergaser leerlaufen lassen, ein Schuss Öl durchs Zündkerzenloch in den Zylinder Zündkerzen wieder rein, Tank randvoll.

Bei der Reanimierung: Zündkerzen raus, säubern, Elektrodenabstand prüfen, geladene Batterie rein, Motor leer durchdrehen bis Öldruck aufgebaut ist, Kerzen rein, Choke rein, Benzinhahn auf, 2 - 3 beherzte Dreh am Gasgriff, Kupplung ziehen, starten.

So mache ich das seit den 80igern und es funktioniert sehr gut. ....

Öl in den Zylinder? Bei vier Monaten Standzeit? :schock: Bringt außerdem ziemlich wenig bis nichts, da die Kolbenringe beim Durchdrehen des Motors den Ölfilm wegschieben. Besonders, wenn beide Kolben auf OT stehen, benetzt das Öl dann hauptsächlich Kolbenboden und Zylinderkopf. Beide brauchen das nicht. Gibt durch die unvollständige Verbrennung nach dem ersten Start im Frühjahr bloß ordentlich Ablagerungen.
Die Geschichte bei der Reanimierung "Motor leer durchdrehen bis Öldruck aufgebaut ist, Kerzen rein, Choke rein, Benzinhahn auf, 2 - 3 beherzte Dreh am Gasgriff, Kupplung ziehen, starten" finde ich interessant. Vor allem, warum man den Motor leer durchdrehen sollte, bis Öldruck aufgebaut ist. Bis man die Kerzen wieder drin hat, hat sich der Öldruck längst wieder zur Ruhe begeben. Dass Du dieses Rezept von Deinem Vater hast, finde ich erstaunlich. Hat er doch Motorräder gefahren, die wälzgelagerte Kurbeltriebe hatten. Öl"druck" gibt es da gar nicht. Die kleinen Pumpen bei wälzgelagerten Viertaktern sind reine Förderpumpen, die bauen keinen Druck auf. Nämlich, weil Wälzlager keinen Öldruck brauchen. Das kurze leere Durchdrehen dient höchstens dazu, die Wälzlager des Kurbeltriebes vor dem Start mit Öl zu versorgen. Wenn so ein Motor mehrere Jahre gestanden hat, mag das sinnvoll sein.
Bei unseren Gleitlagermotoren ist es total kontraproduktiv, da die Gleitlager der Kurbelwelle somit zweimal "Kaltstart ohne Öldruck" abkriegen. Das ist etwas, was denen gar nicht gefällt, und was man daher auf das unumgängliche Minimum beschränken sollte.
Dass die "beherzten" Drehe am Gasgriff genau gar nichts bringen bei den Bing-Gleichdruckvergasern, steht ja schon weiter oben.
 
Ja mei.

Hab heute die Kiste auch wieder kurz ums Dorf gefahren.

Erster Start nach dem Winter.

Was hab ich gemacht.
Benzinhähne auf, Choke gezogen, zwei/ dreimal am Gasgriff gedreht (obwohl mir klar ist das ich nur die Klappen bewege) und den Kicker hab ich auch noch per Hand betätigt. Auf den Knopf und da war sie.

Gasgriff/ Kicker und Konsorten bringen keinen besseren Start.
Aber ich möchte Wetten jeder dreht mal am Kabel bevor er die Kiste nach langer Zeit anmacht.
Bewusst oder unbewusst sei mal dahingestellt
 
Am besten läuft sie bei Kälte und vollem Choke oder bei Wärme und keinem Choke an. Halbwarm ist ein Problem.
Genau das selbe ist bei mir auch. Bin gestern mal die Straße hoch und runter: Irgendwie ist der Vergaser noch nicht richtig eingestellt. Bei mir sind Mikuni VM30 drauf (R100 Motor).
Zündkerzen sind verrußt und es ruckelt ganz gut beim Gasgeben. Beides derselbe Grund wegen zu fettem Gemisch?

vg Jürgen
 
Hallo Jürgen,

bei mir macht nur das Anlassen in halbwarmem Zustand Probleme. Im Betrieb läuft sie top und vollkommen ruckelfrei.
 
Meine lief nachdem ich sie gekauft hatte auch schön :D
Seit ich die Schwimmerkammern sauber gemacht hatte, ging das Drama los. Die Vergaser (Mikuni VM30) waren schon uralt und nach der Reinigung irgendwie nicht mehr Dicht. Warum ich das gemacht hab weis ich auch nicht. Innendrin waren die ganz sauber. Wär alles unnötig gewesen.
Hab mir 2 neue bestellt und die eingebaut. Aber anscheinend brauch ich da mehr Tuning als mir lieb ist. Hab nicht so die Erfahrung mit Vergasern.
Jedenfalls konnte ich den Motor im Betriebswarmzustand per Kick starten. Ganz normal runterdrücken und schon lief sie. Geil!
Wenn man aber beim Starten im Kalt- oder noch betriebswarm es nicht geschafft hat, sind die Zylinder dann irgendwie abgesoffen. Zündkerze verrußt und naß.
Ich hab die Mischschraube eine Umdrehung auf mager gestellt. Mal sehen wie sich das die Tage macht. Im schlimmsten Fall muß ich die Jets tauschen (hoffentlich nicht!)

vg Jürgen
 
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