Erweiterung der To-do-Liste bei Inspektionen

Florian

Admin
Teammitglied
Seit
25. Mai 2008
Beiträge
8.545
Ort
Berlin
Hallo Forum,

aus eigener Erfahrung möchte ich anregen, die Liste der zu erledigenden Arbeiten um einen Punkt zu ergänzen, der im WHB keine Erwähnung findet (analog zum Staburagsen der Kardan-Verzahnung).

Die Kontaktstelle Bremshebel – HBZ–Kolben bedarf von Zeit zu Zeit (15.000er Inspektion) der Reinigung und der Schmierung durch etwas Kupferpaste. Bei dieser Gelegenheit sollte man den Drehpunkt (Bolzen – Handhebel) und die Gleitflächen des Handhebels in der Armatur gleich mit reinigen/schmieren.

Konkret: meine Vorderbremse (R100R) sprach im Anfangsbereich (Bremsen bei geringer Geschwindigkeit) zunehmend schlecht bzw. ruppig an. Die Fehlersuche ergab, daß sich die Inbusschraube für die Spieleinstellung des Handhebels in der Anlagefläche des HBZ-Kolbens im Laufe der Jahre eine regelrechte Vertiefung geschaffen hatte; dadurch wurde ein gleichmäßig sanftes Anlegen der Bremse unmöglich.

In diesem Fall mußte ich die Anlagefläche des HBZ-Kolbens mit dem Dremel glattschleifen, um die ursprüngliche Funktion wiederherzustellen. Das kann man sich ersparen, indem man diese Verbindung regelmäßig mit etwas Kupferpaste schmiert!

Inspektionsgrüße,
Florian

PS: Das geschilderte Verhalten bezieht sich auf meine R100R, ich vermute aber stark, daß es 1:1 auf alle Modelle mit HBZ am Lenker übertragbar ist.
 
Hi Flori,

schmieren ist sicher sinnvoll. Ich habe die Kontaktfläche - mangels Schmierung - derart plattgeschliffen, dass auch bei voll zurückgehendem HBZ-Kolben permanent das Bremslicht brannte = Hebel ging nicht mehr in Nullstellung zurück. Ich habe da irgendwas zurecht gefrickelt. (Ja, ist ja nix Neues bei mir ...).
Aber ne Einstellschraube an allen Paralevers? Bei mir nie gesehen.

Müssen wir mal bekakeln :sabbel:
(und ich mal ins Bett nach dieser Nachtschicht).
 
Hallo Wilhelm,

finde ich auf die Schnelle auch nicht im RealOEM, aber meine R100R hat in dem "Betätigungsanguß HBZ" des Handhebels ein eingeschnittenes Gewinde, in dem eine Inbusschraube steckt, deren anderes Ende den HBZ-Kolben beaufschlagt.

Ebenfalls gute Nacht,
Florian
 
Kupferpaste hat da nichts verloren, da sie Festpartikel enthält, die den Verschleiss erhöhrn. Besser ist ein gut haftendes, wasserfestes Fett. Ich verwende an dieser Stelle FinGrease von Interflon, das hält sehr lange vor.
Kupferpaste sollte nur dort zur Anwendung kommen, wo keine Relativbewegung besteht, etwa an Gewinden oder Auspuffmuffen. CU-Paste ist eher als Trenn- denn als Schmiermittel zu betrachten :oberl:
 
Hallo Florian
Diese Schraube im Bremshebel dient nur als Anlagefläche zum Kolben des Hauptbremszylinders und nicht zur Spieleinstellung des Handbremshebels.Diese gehört ganz eingeschraubt.
Die Schraube hat keine Sicherung und könnte sich sonst verstellen,mit der Folge dass am Handbremshebel kein Spiel vorhanden ist und die Bremse selbstständig betätigt wird.
 
Zurück
Oben Unten