Feines Edelstahl Ölsieb?

Ikuh

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30. März 2026
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61
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Potsdam
Guten Morgen Gemeinde der Ölhöhle

Israel bietet ein feines Edelstahl-Sieb für die Ansaugglocke an, würdet Ihr das verbauen?

Beste Grüße.. golo
 
Hatte ich mal verbaut, Probleme hats keine gemacht, der reale Nutzen ist zumindest zu hinterfragen...

Grüsse, Hendrik
 
Meine Gründe,? Na, ich wäre zumindest mal froh darüber gewesen wenn die groben Brocken meiner aufgelösten Stößel und Nockenwelle nicht durch meine Ölpumpe gerauscht wären.

Über Magneten, (mehr Magneten als an der Ablasschraube) in der Ölwanne denke ich ebenfalls nach.

Liebe Grüße.. golo
 
Sicher gehen auch da unschöne Partikel durch, halt kleinere?
Was ich mich Frage ist: ob es sich evtl. leichter zusetzt, ob evtl. der Öldurchfluss gemindert ist?

Ob da jemand Erfahrungswerte hat.

LG.. golo
 
Falls ihr Eure Motoren auch bei kalten Temperaturen anwerft, schaut Euch an, wie "schnell" ein auf 5°C gekühltes 20W50 durch ein feines Sieb fließt. Das Öl sollte vorher mindestens 48h im Kühlschrank stehen.

Zerquetschte Ölfilter zeigen, dass das Öl auch bei hohem Druck eine starken Fließwiderstand hat. Auf der Saugseite beträgt die maximale Druckdifferenz 1 bar.
 
Zerquetschte Ölfilter kommen vor, sollten aber durch ein funktionierendes Bypassventil verhindert werden. Dazu gibt es hier im Forum genug Lesestoff. Dieser Ölstrom geht dann ungefiltert am Filter vorbei.

Filter vor der Ölpumpe sind mit Vorsicht zu genießen. Zu hoher Unterdruck beim Ansaugen führt zu Kavitation in der Ölpumpe, und das mag die garnicht.
 
Gründe für das feine Edelstahlsieb.
Ich verringere den Durchmesser des Ölsiebes.
Deshelb meine Lösung mit den Magneten in der Ölwanne
Manfred
 
Sicher gehen auch da unschöne Partikel durch, halt kleinere? ...
Da geht alles durch, was kleiner ist als die Maschenweite des Siebs.
Ist halt die Frage, ob diese kleinen Partikel noch die Ölpumpe schädigen. Im Ölfilter bleiben sie hängen, falls nicht gerade das Umgehungsventil offen ist, z.B. beim Kaltstart.
 
Es gibt etliche Motoren mit Papierölfiltern VOR der Ölpumpe. Auch die alten Rollenboxer haben ein feines Sieb vor der Ölpumpe, das funktioniert. Für die alten BMW-Einzylindermotoren hab ich vor einigen Jahren mal einen Test gemacht bei dem ein Papierölfilter VOR die Zahnradpumpe aus einer BMW R25 gesetzt wurde.
Der Test lief mit ungefiltertem Altöl aus meiner 25/3, 7 Tage, 24 Stunden pro Tag in einer kalten Werkstatt mit einer Motordrehzahl von 6.500 Umdrehungen pro Minute.
Der Effekt des Filters auf den Durchfluss war mit meinen Möglichkeiten nicht zu erfassen.

So etwas gibt es auch zu kaufen - zumindest für die alten Rollenboxer und auch die Einzylinder und hat sich als gebrauchstauglich herausgestellt.

Gruss

Bernd

LINK: Ölfiltersatz mit Papierfilter R75 - R69S
 
Es gibt etliche Motoren mit Papierölfiltern VOR der Ölpumpe. Auch die alten Rollenboxer haben ein feines Sieb vor der Ölpumpe, das funktioniert. Für die alten BMW-Einzylindermotoren hab ich vor einigen Jahren mal einen Test gemacht bei dem ein Papierölfilter VOR die Zahnradpumpe aus einer BMW R25 gesetzt wurde.
Der Test lief mit ungefiltertem Altöl aus meiner 25/3, 7 Tage, 24 Stunden pro Tag in einer kalten Werkstatt mit einer Motordrehzahl von 6.500 Umdrehungen pro Minute.
Der Effekt des Filters auf den Durchfluss war mit meinen Möglichkeiten nicht zu erfassen.

So etwas gibt es auch zu kaufen - zumindest für die alten Rollenboxer und auch die Einzylinder und hat sich als gebrauchstauglich herausgestellt.

Gruss

Bernd

LINK: Ölfiltersatz mit Papierfilter R75 - R69S
Du darfst die poffeligen kleinen Zahnradpumpen nicht mit der Eaton Pumpe der Gleitlagermodelle vergleichen.

Bei denen würde ich im Leben nicht auf die Idee kommen einen Papierfilter auf der Saugseite zu montieren.

Und ja, bei der deutlich kräftigeren KS 601 Ölpumpe habe ich auch einen großen Yamaha Filter auf der Saugseite.

Funktioniert seit Jahrzehnten und tausenden von Kilometern hervorragend.
 
KS750 mit Gleitlager dito.
Der Filter (der Vmax)wird aber regelmäßig gewechselt, was bei den Gleitlagerboxern nicht der Fall sein dürfte.
 
Es gibt etliche Motoren mit Papierölfiltern VOR der Ölpumpe. Auch die alten Rollenboxer haben ein feines Sieb vor der Ölpumpe, das funktioniert. Für die alten BMW-Einzylindermotoren hab ich vor einigen Jahren mal einen Test gemacht bei dem ein Papierölfilter VOR die Zahnradpumpe aus einer BMW R25 gesetzt wurde.
Der Test lief mit ungefiltertem Altöl aus meiner 25/3, 7 Tage, 24 Stunden pro Tag in einer kalten Werkstatt mit einer Motordrehzahl von 6.500 Umdrehungen pro Minute.
Der Effekt des Filters auf den Durchfluss war mit meinen Möglichkeiten nicht zu erfassen.

So etwas gibt es auch zu kaufen - zumindest für die alten Rollenboxer und auch die Einzylinder und hat sich als gebrauchstauglich herausgestellt.

Gruss

Bernd

LINK: Ölfiltersatz mit Papierfilter R75 - R69S
Hallo,
24Std. pro Tag, 7Tage lang mit 6500U/min ist schon eine Nummer.😱
Gruß
Pit
 
Mir wird das Niveau hier gerade zu hoch. Da komme ich nicht mehr mit und Klinke mich aus. 🫣
 
Die Drehzahl der Ölpumpe war naturgemäß keine 6500 sondern entsprechend der Untersetzung kleiner. Ausgang war hier die Motordrehzahl von 6.500 Umdrehungen pro Minute.
Mit einer Standbohrmaschine und einem entsprechenden mechanischen Aufbau ist das dann 7 Tage nonstop gelaufen.
 
Zusätzliche Magnete in der Wanne können bestimmt nicht schaden, setzen für ihre Wirksamkeit aber voraus, dass die Metallteile, welche sich dort anlagern sollen, magnetisch sein müssen.

Dies mag auf eine große Menge möglicher Aus- oder Abbrüche zutreffen, aber nicht auf alle.

Aber so ein feines Sieb an der Ansaugglocke könnte sich dann eben doch schneller zusetzen als das serienmäßige (wäre mir nicht unbedingt geheuer).


Schönen Gruß

Christian
 
Das sind aber nur wenige Partikel oder größere Stücke die den Querschnitt nicht signifikant einschränken. Bei der Verringerung der Querschnittsfläche müsste man bei dem Sieb einmal schauen welche freie Fläche denn überhaupt vorhanden ist durch die das Öl strömen kann. Ich kann nur von meinen Erfahrungen berichten.
Bei meinen Versuchen habe ich auf der "Druckseite" der Pumpe lediglich ein Stück Schlauch montiert durch den das Altöl zurück in den Vorratsbehälter geleitet wurde.
Der Gegendruck ist bezüglich des Druckverlustes auf der Saugseite auch nicht relevant - hier ist der Druckverlust im Wesentlichen von der zur Verfügung stehenden Fläche und dem Durchsatz abhängig.
Es wäre hilfreich zu wissen welche Ölmengen im Boxer durch den Motor gepumpt wird. Ich habe mal von einem Durchfluss von 330 Liter pro Stunde gehört, habe aber die Quelle nicht mehr präsent.
Bei diesem Durchsatz würden also 330/3600=0,09 Liter pro Sekunde gefördert werden müssen. Diesn Volumenstrom habe ich bei meinen Versuchen mit an Sicherheit erreicht und dabei keinerlei Probleme gefunden. Vielleicht hat ja jemand einen "gesicherten" Wert des Öldurchsatzes im 2V-Motor
Grusz

Bernd
 
Wenn ich meine G/S zur Zeit fahren würde, könnte ich mit meinem Öldruckmesser so ein Sieb ausprobieren, und bei Auffälligkeiten (Abweichungen vom normalen Öldruck kalt oder warm, bei niedriger oder hoher Drehzahl) soforr reagieren.

Unteressieren würde mich die Auswirkung so eines Siebes schon, und die Frage ob das überhaupt etwas ausmacht.


Schönen Gruß

Christian
 
Ich habe diese Tests mit den Ölfiltern vor der Pumpe durchgeführt um die "Filterung" des Motoröls in den alten BMWs zu verbessern. Bei diesen erfolgt die Reinigung des Motoröls durch das Ölschleuderblech über das Motoröl in die Hubzapfen geleitet wird. Als "Nebeneffekt" der Ölförderung ist hier die Abscheidung der Partikel durch die Zentrifugalkraft in dem Ölschleuderblech vorhanden.
Eigentlich eine sehr wirksame Maßnahme um insbesondere schwere Partikel aus dem Öl abzuscheiden. Nachteilig hierbei ist allerdings, dass eine Reinigung dieser Schleuderbleche immer mit einer Demontage der Kurbelwelle verbunden ist.
Irgendwann ist die Grenze der Abscheidung aber erreicht und dann gehen die Partikel ungefiltert in den Hubzapfen und damit in das Rollenlager des Pleuels. Damit ist ein signifikanter Motorschaden vorauszusehen.
Vor den Ölpumpen der Maschinen ist deshalb ein Sieb vorgeschaltet, das verhindert, dass große Partikel durch die Pumpe in den Ölkreislauf gelangen können. Ich habe schon etliche Motoren zerlegt - ein verstopftes Sieb habe ich in 50 Jahren meiner Schrauberkarriere nicht gesehen.

Aufgrund der Tatsache, dass bei den Gleitlagerboxern aber ein Ölfilter auf der Druckseite vorhanden ist würde ein Sieb vor der Ölpumpe lediglich den Verschleiß der Ölpumpe minimieren.

Grusz

Bernd

Hier ein Foto von dem Versuchsaufbau den kreative Leser vielleicht erkennen können. Aus dem Schlauch mit - ich glaube 10 mm Durchmesser - spritzte das Öl während der gesamten Versuchsdauer kräftig zurück in den Kochtopf (der danach von meiner Frau in der Küche nicht mehr verwendet wurde - unverständlich ...)

1777970997881.png
 
Zuletzt bearbeitet:
Guten Morgen Forumsmitglieder,

wenn ein Motor Auflösungserscheinungen zeigt, würde ich das gerne rechtzeitig mitbekommen.

Einen starken Dauermagneten in der Ölwanne zu verankern, finde ich persönlich eher kontraproduktiv, da der den metallischen Abrieb beim Ölwechsel nicht freisetzt. (Außer, ich baue bei jedem Ölwechsel die Ölwanne ab.)

Die Feinmaschigkeit des Siebs der Ansaugglocke ist da nach meinem Dafürhalten fast zweitrangig.

Da hat man dann vielleicht die Wahl zwischen Pest und Cholera, soll heißen...
Netz zu grobmaschig: Große Partikel wandern in den Schmierkreis ein und zerstören die Komponenten.
Netz zu feinmaschig: kleine Partikel setzen das Sieb zu...

Aus meiner Sicht tut es der Magnet an der Ölablassschraube.
Und sei es nur als Indikator, dass Ungemach im Anzug ist. So ein Motor geht m.E. selten von eben auf jetzt kaputt. Und wenn, bekommt das auch ein Laie mit.

Nur eine Meinung ohne Anspruch auf absolute Richtigkeit...

Grüße aus Rheinhessen

Thomas
 
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