Frage an die Batteriespezialisten

Breattle

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06. Apr. 2008
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östl. vom Alpenrhein
grundsätzlich - KL funzt in beiden Motorrädern sehr zufriedenstellend, muß eigentlich nie nachgeladen werden.
Ich hab dann eine dritte als Kraftspender für die 12 V Selbststeuerung meines Segelbootes verwendet, klappt auch gut,
Motorischer Antrieb des Boots ist auf 24 V ausgelegt und die möchte ich nicht anzapfen.
Momentan ist die Konstruktion so, daß die LiFe 24 V 160 Ah durch ein eigenes, vom Motor- und Akkulieferant gestelltes Ladegerät geladen wird, selbstabschaltend.
Für die 12V 18 Ah KL habe ich ein Selbsterhaltungsladegerät installiert, das die am Ende eines Segeltages auf ca 11,5 V entladene Batterie in den nächsten Tagen mit 600 mA wieder auf Vordermann bringt.
Üblicherweise sind zwischen den Segeltagen 4-6 Tage Pause, könnte das der KL abträglich sein, da ja niemand das Ladegerät abstellt?
Erhaltungsladegeräte werden ja hier nicht als Freunde gehandelt, drum meine ev. unbedarfte Frage.
 
Dauerbeladung mögen die KL nicht, dann werden sie schnell müde. Nimm doch einfach eine Zeitschaltuhr für das Ladegerät, sowas gibt es auch für "einmal an, dann soundsolange laden dann aus".
 
Im Datenblatt der KL steht das ganz klar, wie die Batterie im zyklischen Betrieb zu laden ist.


Charging Methods at 25℃(77℉)
Cycle use:
Charging Voltage 14.4 to 15.0V
Coefficient -5.0mv/℃/cell
Maximum Charging Current: 5.4A
Standby use:
Float Charging Voltage 13.50 to 13.80V

In der Praxis wird die Batterie 5 A ziehen, wenn das Ladegerät es hergibt und das sollte es auch. Begrenzt auf 600 mA würde ich nicht laden.
 
Das schaltet aber nicht ab.
Reduziert nur den Ladestrom.
Also, wo ist der Unterschied zur "Erhaltungs" sprich Vernichtungsladung?
Die Elektrospezis werden sich hoffentlich gleich melden.
 
Grundsätzlich: Geringer Strom ist nicht schädlich, aber 0,6A sind schon wenig. Ein Akku nimmt sich den Strom, den er benötigt. Am Prüfstand geht ein Leerer Akku mit rund 3,5 bis 4 A an den Start, sobald der in den Bereich von 0,2 bis 0,3 A geht, nehme ich das Teil weg, d.h. ziemlich voll.

Zu dem Ladegerät(en): bitte immer die Spannung messen. Sollte die deutlich über 14,0 Volt liegen, unbedingt den Ladestrom immer wieder prüfen (sofern der angezeigt wird) - ansonsten würde ich nach spätestens drei Stunden den Akku abklemmen und die Spannung nach einer weiteren Stunde prüfen. Sobald das Teil um die 12,5 Volt anzeigt, ist der Akku recht voll. Ein Bitte: Viel hilft nicht, d.h. lieber zu kurz als zu lang laden - schon den Akku.

Hans
 
Da muß ich mir noch was einfallen lassen, "Aschenbrödel" und ich wohnen ca 35 km entfernt, die Zeitschaltuhren die ich kenne, laufen im 24h Zyclus immer wieder an.....
 
Der Vollständigkeit halber sei noch anzumerken, dass Ladegeräte einen Rückentladestrom provozieren, wenn keine Netzspannung anliegt. Sprich, das Ladegerät entlädt dann die Batterie. Exemplarisch gibt CTEK beim MXS 5.0 < 1Ah/Monat an. Das ist nicht viel, aber bei anderen Geräten würde ich einen Blick darauf werfen.

Gruß Bernhard
 
Na ja, nach 8h sollte dank der ZsU kein Ladestrom mehr fließen, und mit der Rückentlandung innert 5-8 Tagen kann ich leben, bzw. der "Steuerknecht" muß auch nicht immer voll arbeiten, ich sitz gerne an der Pinne
@Holger, passt, man sieht sich
 
Hi,

12V 18 Ah, könnte Solar da nicht weiter helfen?
Compass & Co bieten doch einiges an und die Module sind recht flexibel geworden.

Gruß
Willy
 
Bei maximal ein Ah pro Monat müsste das unter 1,3mA sein. Das ist mE ok.
Gibt es nicht auch Geräte, die ganz abschalten wenn 230v aus ist?

Man könnte auch ein Relais in die 12v-Leitung einsetzen und schalten. Mir fällt dafür shelly ein. Vielleicht Gibt es auch fertige Lösungen

Für Modellbau gibt es Ladegeräte, die können nach Energie, Zeit, Spannung, Temperatur oder anderen Werten abschalten. Erhaltungsladung macht man da nicht. Die kosten halt entsprechend.
 
Gemeint sind die 1Ah pro Monat im angeschalteten Betrieb. Wenn keine 230V anliegen -> 0

Hans
Ähm nein. HIER bei der Seitennummerierung 13, linke Hälfte, beim *) beschrieben. Die Elektronik vom Ladegerät ist aus, hängt aber weiterhin am Akku. Damit findet keine aktive Regelung mehr statt und die Akkuspannung sucht sich ihren Weg durch eben diese deaktivierte Elektronik. Das konnte ich vor langer Zeit wunderbar testen, als ich mit einem Labornetzteil einen Akku geladen und dann das Netzteil ausgeschaltet habe. Inzwischen ist da eine Schutzschaltung für eben solche Fälle verbaut. Und die Endstufe vom Netzteil ist auch wieder repariert...).

Gruß Bernhard
 
So ein Teil würde ich auch nicht empfehlen, weil die oft nur einen ganz billigen Brückengleichrichter haben. Dessen Gleichspannung hat eine starke Restwelligkeit, die der Batterie auch bei korrekter Erhaltungsspannung (Float) schadet. Investiere das Geld für ein CTEK mit 5 A, wenn du etwas von deinen Batterien haben möchtest.
 
Ähm nein. HIER bei der Seitennummerierung 13, linke Hälfte, beim *) beschrieben. Die Elektronik vom Ladegerät ist aus, hängt aber weiterhin am Akku. Damit findet keine aktive Regelung mehr statt und die Akkuspannung sucht sich ihren Weg durch eben diese deaktivierte Elektronik. Das konnte ich vor langer Zeit wunderbar testen, als ich mit einem Labornetzteil einen Akku geladen und dann das Netzteil ausgeschaltet habe. Inzwischen ist da eine Schutzschaltung für eben solche Fälle verbaut. Und die Endstufe vom Netzteil ist auch wieder repariert...).

Gruß Bernhard
ok, also doch Teufelszeug, Danke

Hans
 
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