Gabel Verspannung prüfen/beseitigen

DocBrown

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26. Juni 2019
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Hallertau
Hallo liebes Forum,

meine Gabel (R100T, BJ79) zeigt teilweise ein erhöhtes Losbrechmoment beim ein- und ausferdern.
Ich wollte daher im ersten Schritt auf Verspannung überprüfen.

Mir ist aber nicht ganz klar welche Schrauben ich dazu alle lockern muß.
Ich hätte erstmal auf
- Klemmschraube Vorderachse
- Mutter Vordrachse
- Die beiden Klemmschrauben der unteren Gabelbrücke
getippt.

Gibt es weitere Schrauen die ich lockern muß?

Grüße
Günter
 
Hallo liebes Forum,

meine Gabel (R100T, BJ79) zeigt teilweise ein erhöhtes Losbrechmoment beim ein- und ausferdern.
Ich wollte daher im ersten Schritt auf Verspannung überprüfen.

Mir ist aber nicht ganz klar welche Schrauben ich dazu alle lockern muß.
Ich hätte erstmal auf
- Klemmschraube Vorderachse
- Mutter Vordrachse
- Die beiden Klemmschrauben der unteren Gabelbrücke
getippt.

Gibt es weitere Schrauen die ich lockern muß?

Grüße
Günter
Schutzblechhalter.
 
Hallo liebes Forum,

Ich wollte daher im ersten Schritt auf Verspannung überprüfen.

Grüße
Günter
Falscher Ansatz: als 1. die Rohre auf Verzug oder Anbiegung mit einer Messuhr prüfen. Wenn die Rohre nicht top sind bekommst Du die Verspannung, wenn es denn eine ist, nie beseitigt 👍
 
So, nun habe ich alles mal geprüft.
Auch mit allen lockeren Schrauben ein-/ausgefedert.
Bringt leider gar nix, Gabel blockiert manchmal beim einfedern, mal beim ausfedern,
geht allgemein "mit Reibung".
Da muß nach 46 Jahren wohl ne Überholung sein.

Habe mich hier bißchen eingelesen, das traue ich mir (auch zeitlich) nicht ganz zu.

Weiß zufällig irgendwer irgendjemand im Fünfeck München - Augsburg - Nürnberg - Regensburg - Landshut
der sowas macht?

Grüße
Günter
 
Zuletzt bearbeitet:
So, nun habe ich alles mal geprüft.
Auch mit allen lockeren Schrauben ein-/ausgefedert.
Bringt leider gar nix, Gabel blockiert manchmal beim einfedern, mal beim ausfedern,
geht allgemein "mit Reibung".
Da muß nach 46 Jahren wohl ne Überholung sein.

Grüße
Günter
super👍 aber gemessen hast Du nix? Nur entspannt und gefedert? Und was erwartest Du von der Überholung?
 
Daß es wieder flutscht :-D.
Steckachse geht schön durch, dreht sich leicht, Meßuhr ist mir nicht gnz klar wie ich da messen soll.
Die Rohre in die Messuhr-Zange nehmen und rauf/runterfahren?
(Sorry, mag ne blöde Frage sein)

Was ich nicht erwähnt hatte: Die Vershclechterung trat über Winter ein, und es klackt sehr deutlich beim "auf den Ständer stellen".
LKL ist neu und iO, kein Spiel
 
Das klacken ist normal. Das ist das Ausfedern am Endanschlag. Messen sollst Du den Rundlauf des Rohres auf Verbiegung. Frag doch mal jemanden der etwas mehr im Thema ist und der Dir helfen kann.
Das Losbrechmoment des Gabelwedis im Bereich des Endes des negativen Federweges fühlt sich so an was Du da versuchst zu beschreiben. Um das zu verringern geht z.B. Rohre polieren oder andere Wedis probieren. Da gibts ziemliche Qualitätsunterschiede. Wenn die Dichtringe ok sind, ist das aber so. Wirst Du nie ganz beseitigen können.
 
Das ganze hat sich ja über den Winter massiv verschlechtert. Das Ding ist kaum noch fahrbar.
Manchmal geb ich Gas, die Gabel federt aus, geh vom Gas weg und die Gabel bleibt ausgefedert.
Oder ich bremse, Gabel federt ein, geh von Bremse runter und Gabel bleibt eingefedert.
Nur mit dürcken/ziehen in die entsprechende Richtung gehts dann wieder
Oder ich feder paar mal im Stand, geht gut hin und her und dann plötzlich Block, egal welche Richtung.

Ggf. habe ich es im Thread Start zu harmlos beschrieben....
 
Macht so keinen Sinn... erstmal richtig alles ausmessen. Dann stell Messwerte hier ein und dann kann man versuchen Dir zu helfen 👍
 
5er Öl ist drin.

Wie messe ich den Rundlauf? Ich habe niemand in Umkreis den ich um Hilfe bitten könnte.
Ich habe ein Schrieblehre mit Zeiger und ne Messuhr mit der ich mal den OT rausgemessen habe.
 
Das wäre optimal. Ne Messplatte mit ner angebrachten Messuhr und dann mehrere Messungen am Rohr die Verkippung der Messplatte ablesen. Das beidseitig. Dann hast du ein Ergebnis für die Rohre. Kippelt die Platte insgesammt auf den Rohren, der gemessene Wert an sich ändert sich aber nicht, ist mind. die untere Brücke verzogen.
Ich weiß, kompliziert, nicht einfach. Auch die richtige Beurteilung der Messwerte danach. Deswegen ja mein Vorschlag der Hilfe eines Kundigen 😉
 
Frage mal bei Rabenbauer nach.
Was du noch machen kannst, Rad braus, Steckachse durch, oben auf beiden Seiten die 36Mutter abschrauben, Feder raus nehmen. Und nund die Steckachse mittig gepackt und die Gleitrohre hoch ziehen. Das sollte rauf wie runter geschmeidig gehen.
Manfred
 
Moin,
du kannst auch bevor du ganz zerlegen lässt, die beiden Gabelholme ausbauen. Das geht schnell, und das Ganze mal spülen!
Also die oben offenen Rohre ohne Federn umgedreht in einen Eimer stellen, altes Öl herauslaufen lassen und dann mit dünnem Öl " mal länger durchpumpen".
Eventuell hast du Schlonz drin der das Federn hydraulisch blockiert. Du kannst auch dazu Diesel einfüllen, ist ne Sauerei aber vielleicht bekommst du damit etwas gelöst. Das wäre erst mal die Bauernmethode um Ölverkrustungen und Ölschlamm zu lösen.
"Alte" , lang gefahrene Gabelrohre, besonders die langen dünnen "Spaghettirohre" der alten BMWs sind nach meiner Erfahrung auch ohne Unfall niemals ganz gerade... Die passen sich der Belastung an. Ist nicht schön aber funktioniert trotzdem noch ausreichend gut. Wenn die jemand nach 50 000 km mit guten Equipment misst wird er immer Abweichungen finden.

Gruß
Kai

.
 
Ganz so einfach ist es nun auch wieder nicht. Er braucht auf jeden Fall den Kolbenringeinfädeltrichter.
Und wahrscheinlich alle innerein die aus Kunststoff sind.
Heusler mal schrieb in einem Betrag über die /5 Gabel.
Sie brachten schon erwachsene Männer zum weinen.
Manfred
 
Die /5 Gabel ist etwas anders.
Es sind zwei Kunststoffringe im Inneren. Einer im Dämpfer und ein Kolbenring. Der Ring im Dämpfer sah bei vier von sechs Gabelrohren gut aus, ohne erkennbare Unterschiede zum Neuteil. Ein Kolbenring hatte deutliche Spuren, Standrohr von innen gerostet. Ich habe die mit 40000km Laufleistung wieder eingebaut, weil im Ersatzteilpaket die Ringe fehlten un nachgeliefert werden sollten.

Die Kante nach dem Gewinde ist nicht scharfkantig und das einfädeln hat vorsichtig mit Öl ohne Trichter gut geklappt. Bei andere Standrohren vorher getestet, keine Spuren am ring zu erkennen.

Lediglich das neue Innenleben mit der zweiten Feder oben muss zur (De)Montage gespannt werden. Das ist etwas trickreich. Die Version gab es erst später. Für die alte Version sollte man sich Distanzscheiben bereit legen, um das Klappern abzustellen.

Rechts die 79er Version mit fehlendem Kolbenring ganz oben.

PXL_20260425_140156046.jpgPXL_20260425_140204262.jpg
 
Und Zzzzzzack sind wir von der Spannungsbeseitigung der Gabel bei der Komplettzerlegung und bei der Generalüberholung..... alles wieder i.O. in der Fred-Entwicklung.. Tipps zum Kauf des günstigsten Wedis fehlen noch und eine Grundsatzdiskussion über die Qualität von Gabelölen.....🙄
 
meine Gabel (R100T, BJ79) zeigt teilweise ein erhöhtes Losbrechmoment beim ein- und ausferdern.
reden wir von dieser Gabel

oder von dieser

Manfred
 
Moin, ... es ging um eine ruckelige, schlecht ansprechende Gabel die beim Einfedern, besonders bei kaltem Wetter(!) manchmal sogar kurz blockiert! Das sind nicht unbedingt und zwangsläufig die Symptome eine verspannten Gabel,
Es gibt auch hydraulische Blockaden, durch uraltes Gabelöl mit darin herumschwimmenden Brocken aufgelöste Kunststoff Ringe etc.
Darum sind die Hinweise schon hilfreich.

Gruß
Kai
 
@Manfred
es geht um die Gabel einer R100T, BJ März 1980. Müsste also die erste deiner beiden sein.

Gabelöl is komplett neu. 5er Öl.
Kaltes Wetter hat damit nix zu tun, tritt bei 30 Grad genau so auf.
Ja sie blockiert auch immer wieder beim ein- UND ausfedern.
Die Gabel wurde in 46 Jahren nicht geöffnet, nur Öl gewechselt.
UND es hat sich über Winter im Stand verschlechtert (bin reiner Sommerfahrer).
Daher dachte ich dass evtl aufgelöste Gummi- und Plastikteile die Dämpferbohrungen verstopfen
 
Wenn Du nicht selber schrauben kannst empfehle ich Dir die Firma Rabenbauer. Die beiden Rohre kplt. demontieren und hin fahren. Vorher einen Termin aus machen und mit dem Mechanikus alles durchreden.
Manfred
 
Wenn das im Eingangsbetrag gestanden hätte... hätten wir uns ne Menge Zeit und Beratungsenergie sparen können... Alta.... 🙄🤦‍♂️
Sorry, stand aber weit oben in Post #7.

Wenn Du nicht selber schrauben kannst empfehle ich Dir die Firma Rabenbauer. Die beiden Rohre kplt. demontieren und hin fahren. Vorher einen Termin aus machen und mit dem Mechanikus alles durchreden.
Manfred
Jo, hilft nix, mir fehlt die Zeit.

Danke
 
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