Gabelsimmering chemisch entfernen?

dkla

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05. Mai 2010
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621
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Berlin
Hallo Gemeinde,

ich habe gestern Abend versucht, einen Gabelsimmering aus dem Tauchrohr eines Rollerfederbeins zu entfernen. Leider ließ sich das Teil zu keinerlei Mitarbeit überreden.
Die Gabel ist laut Stanzung im Jahr 2001 produziert. So alt ist vermutlich auch die schwarze Gleitbuchse. Ersatz wäre ARI.052 .

Ich habe das Ganze mit Brunox (als Kriechölersatz) eingesottet, mit Heißluft ordentlich erwärmt, mechanisch mit allerlei Werkzeugen versucht, den Ring wenigstens zu bewegen - nichts hat geholfen. Die feine Ringfeder, die hier innen liegt, kam als erstes und unbeschädigt heraus.

Der Dichtring scheint mit dem Alu des Tauchrohrs verhaftet zu sein, ohne dass ich Spuren von Kleber entdecken könnte. Auch Zerschneiden mit dem Skalpell brachte nichts. Alkohol und Nagellackentferner blieben ebenso wirkungslos.
Nun hab ich noch erhebliche Reste im Sitz des Tauchrohrs, die sich nicht mit einer Zange greifen lassen. Bilder könnte ich erst heute Abend einstellen.
Meine Frage: gibt es eine Möglichkeit, die Reste chemisch aufzulösen, ohne das Alu des Tauchrohrs zu beschädigen?
Lieben Gruß,
Andi
 
Kann es sein dass der eingeklebt ist?

Versuche mal richtig heiß zu machen. 150 Grad. Gleichmäßig!!!

Manfred
 
Hallo Manfred,

hab das Teil mehrfach erhitzt. Das Heissluftgerät war schon auf 200 Grad eingestellt, Materialwärme weiß ich nicht so genau, müsste allerdings wenigstens "spuckheiß" sein. Ich versuche es noch mal.

Lieben Gruß,
Andi
 
stell mal Bilder rein.
Kann es sein, dass der Metallring vom Wedi nicht ummantelt ist? Dann könnten die Metall mit Metall verklebt haben.

Mnafred
 
Denke auch das die heutigen
Gabeldichtringe aus PTFE sind.
Da wird Aceton wohl kaum zum
Erweichen führen.

Aluminium des Standrohrs auf
die höchste Temperatur bringen.
Weiche Gasflamme und raus mit
dem Ding.

Gruss Harald
 
Jetzt hier mal ein Foto des Tauchrohrs:

2014-11-08 11.59.09.jpg

Werde es noch mal mit Erhitzen versuchen.

Andi
 
Zuletzt bearbeitet:
also ich setz bei solchen fällen ein schraubenzieher an und schlag schräg rein bis ein teil nach innen wegknickt dann ist er rausalso wie soll ich das erklären dafür sorgen das das stützgerüst nach innen knickt da wo desstandrohr sitzt ist einmal die spannung weg...
 
Zuletzt bearbeitet:
Nachdem Hitze und böse Worte nichts genutzt haben,

würde ich nun meinen Dremel auspacken und mit dem Schleifstift eine Seite im Simmering aufschleifen. Mit dem Schraubenzieher macht man hier- da der Simmerring tief sitzt zuviel Macken in die Bohrung rein.

Manfred

PS Jetzt sag nicht Du hast keinen Dremel
 
Zuletzt bearbeitet:
Dremeln ist super, damit habe schon mal ein ähnliches Problem gelöst.
Aber Vorsicht ist die Mutter der Porzelankiste!
 
Hallo Jungs,

erst mal herzlichen Dank für all die guten Tipps. Und ja, ich hab auch einen Dremel. Das wäre allerdings die "Ultima ratio".

Bin heut nicht mehr dazu gekommen, dem Ding Beine zu machen. Vielleicht bin ich auch zu zaghaft heran gegangen.

Morgen wird das teil noch mal in den Werkbock gespannt...

Ich werde berichten.

And
 
allerdings die "Ultima ratio".

das ist in meinen Augen die sanfte Methode.
Mit Schraubenzieher oder Dorn hinterläßt garantiert einen dicken Abdruck im Gehäuse. Und den mußt Du dann auch wieder glätten sonst wird der neue Simmering gleich wieder umgeformt.
Mit Gefühl ausschleifen, und dann sollte er raus kommen
Manfred
 
So, nun mal eine Erfolgsmeldung: das Teil ist draußen.

Manfreds Tipp hab ich beherzigt und das Tauchrohrende gleichmäßig erhitzt und dan etwas beherzter das Montageeisen eingesetzt. Und siehe da: der Ring kam besser raus als erwartet.

DSC00967.jpg


Besten Dank an alle für die guten Tipps. Hat mir prima geholfen.

Andi
 
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