Hinterrad Reifenabstand zur Schwinge + schräg abgelaufene Bremsbacken

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Hallo zusammen, ich habe eine BMW R100/7 von 1978 gekauft.

Den alten Hinterradreifen Metzeler ME77 habe ich durch einen Metzeler Roadtec 01 ersetzen lassen.
Beim Hinterrad fiel mir vorher schon der breite Abstand zum Endantrieb auf. Es war eine Hülse 12,8 mm verbaut, anstatt der normalen 9,2 mm oder der alternativen 10,7 mm (für den breiteren BT45). An der Schwinge waren deutliche Schleifspuren zu sehen.
Nun hab ich die 10,7 mm Distanzhülse gekauft aber der Abstand vom Roadtec 01 zur Schwinge beträgt nur ca 3mm.
Wie kann das sein? Selbst mit der falschen 12,8 mm Hülse käme ich damit gerade auf 5,1 mm rechnerisch, was ja für den TÜV noch zu wenig wäre (7 mm ode?).

Die zu breite Hülse hat auch wohl zur Folge gehabt, dass die Bremsbeläge der Bremsbacken rechts einen ungenutzten Streifen hinterlassen.
Außerdem gibt es links auf den Bremsbacken ungenutzte, Flächen.

Außerdem ist Verschleiß in der Verzahnung zu sehen, würde ich eine schmalere Hülse einbauen, würde der Antrieb ja nur über den schmalen Metallrand laufen, anstatt auf der breiten Fläche.

Wer hat eine Idee dazu?

Gruß Christoph

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Der TÜV kann nix bemängeln, da der Reifen die richtige Dimension hat. Dann hat ihn der Abstand nicht zu interessieren.

Irgendwas ist da trotzdem mE faul. Wie breit ist der roadtec? Ich hab den bt46 in 4.0 an meiner RT auf Alufelge. Der bt ist mit 130mm sehr breit. Alles serienmäßig, am Kardan sind ca 4mm Platz, vielleicht auch nur 3mm.

Ist dein Rad außermittig eingespeicht?
Auf dem Foto sieht es aus, als sei der Spalt an der Nabe ungleichmäßig. Der Grad am Bremsbelag ebenso. Verzerrung auf den Fotos?
 
Der TÜV kann nix bemängeln, da der Reifen die richtige Dimension hat. Dann hat ihn der Abstand nicht zu interessieren.

Irgendwas ist da trotzdem mE faul. Wie breit ist der roadtec? Ich hab den bt46 in 4.0 an meiner RT auf Alufelge. Der bt ist mit 130mm sehr breit. Alles serienmäßig, am Kardan sind ca 4mm Platz, vielleicht auch nur 3mm.

Ist dein Rad außermittig eingespeicht?
Auf dem Foto sieht es aus, als sei der Spalt an der Nabe ungleichmäßig. Der Grad am Bremsbelag ebenso. Verzerrung auf den Fotos?
Kann er! Wenn der Reifen zu wenig Freigang hat oder gar an der Schwinge schleift, ist die Dimension egal.
 
Wenn es schleift ist klar. Beim bt46 meinte mein HU-Prüfer, das würde er so nicht eintragen, aber es sei ja die richtige Größe nach ABE und da dürfe er nichts sagen. (Ebenso bei den Ochsenaugen an der ST)
 
... meinte mein HU-Prüfer, das würde er so nicht eintragen, aber es sei ja die richtige Größe nach ABE und da dürfe er nichts sagen. ...
Da läßt der Prüfer aber gerade das vermissen, was man sich auch beim Eintragen von Veränderungen wünscht, den nötigen Sachverstand.
 
Zuletzt bearbeitet:
Also ist es inzwischen sch...egal, was ich für einen Reifen kaufe, ich kann mir niemals sicher sein, dass ich damit die HU bestehe. Wäre die nicht erteilte HU dann ein Sachmangel und brigestone muss mir andere Reifenmontage entschädigen? Strange.

Wir driften extrem vom Thema ab. Was kann denn beim TE nun noch vorliegen?
Ein paar Vorschläge gibt es ja.
 
Also ist es inzwischen sch...egal, was ich für einen Reifen kaufe, ich kann mir niemals sicher sein, dass ich damit die HU bestehe. Wäre die nicht erteilte HU dann ein Sachmangel und brigestone muss mir andere Reifenmontage entschädigen? Strange.

Wir driften extrem vom Thema ab. Was kann denn beim TE nun noch vorliegen?
Ein paar Vorschläge gibt es ja.
Er muß die erlaubten Dimensionen und den nötigen Freigang haben. Beides ist möglich, VOR der HU zu prüfen.
 
Heute ist zwar kein Reifentag, aaaaber: wie Du mit dem BS BT ausreichend Freigang zur Schwinge erreichst wurde hier schon seitenweise lang und schmutzig beschrieben und teils auch diskutiert, ich sach nur Buxxe 😉
 
Du kannst nicht prüfen, ob der Reifen 3 mm Abstand zur Schwinge hat? Mein Beileid.
Wieviel Freigang ist "notwendig"? 2mm, 5mm, 7mm oder neuerdings 10mm? Das kann und will ich als Laie nicht beurteilen, dafür gibt es abe (oder eu...) und Größenangaben.

Hier geht es um einen roadtec, der schleift. Die serienmäßige RT hat Platz für den bekannt breiten bt. Das bedeutet, irgendwas ist dort faul.
Wie wärs, wenn wir damit weiter kommen?
 
Wieviel Freigang ist "notwendig"? 2mm, 5mm, 7mm oder neuerdings 10mm? Das kann und will ich als Laie nicht beurteilen, dafür gibt es abe (oder eu...) und Größenangaben.

Hier geht es um einen roadtec, der schleift. Die serienmäßige RT hat Platz für den bekannt breiten bt. Das bedeutet, irgendwas ist dort faul.
Wie wärs, wenn wir damit weiter kommen?
Das Ergebnis zählt, nicht die Größenangabe. Der BT45 in 4.00 baut z.B. bis zu 125 mm breit und schleift ohne längere Distanzhülsen fast immer an der Schwinge, auch an der RT. Das Teilegutachten von Bridgestone sagt dazu:
TZ-027811-D0-138

IV.3 Die Freigängigkeit des Hinterreifens zum Kardantunnel ist zu kontrollieren (siehe Foto, Abstand beim Prüffahrzeug mit der breiteren Felge 2.75 x 18 betrug ca. 2mm). Diese Prüfung muss mit angefahrenen Reifen erfolgen, da der Reifen im Neuzustand etwas schmaler baut.

IV.4 Die serienmäßige Druckhülse (Höhe =9,2 mm) zwischen Kardanantrieb und Hinterrad,muss gegen die Druckhülse der Fa. BMW Ersatzteilnr.: 36 31 2301737 (Höhe= 10,7mm) ausgetauscht werden. Eine Kontrolle kann über das Messen des Abstandes zwischen Hinterrad und Kardangehäuse erfolgen (Abstand beim Prüffahrzeug 3,5 mm)
 
Wieviel Freigang ist "notwendig"? 2mm, 5mm, 7mm oder neuerdings 10mm? Das kann und will ich als Laie nicht beurteilen, dafür gibt es abe (oder eu...) und Größenangaben.

Hier geht es um einen roadtec, der schleift. Die serienmäßige RT hat Platz für den bekannt breiten bt. Das bedeutet, irgendwas ist dort faul.
Wie wärs, wenn wir damit weiter kommen?
Das wäre schon ganz gut. 😉
 
Beim letzten TÜV haben die auch was von 7mm gefaselt. Ich hatte 4mm. Wäre eine neue EG vorschrift.
Manfred
 
Das ist ein spannendes Thema, das ich aktuell mit meinen Fachstellen des TÜV Rheinland diskutiere.
Folgende Fakten kann ich dazu bisher liefern.
Die StVZO hält sich ebenso wie EU-Regulierungen vornehm zurück, irgendwelche Zahlen zu nennen.
Abstände zwischen z.B. Radspeichen und Bremssätteln können sehr viel kleiner akzeptiert werden,
aber Reifen sind elastisch und verformen sich dynamisch abhängig von Luftdruck, Laufzeit und Fahrbelastungen.

Faktisch ist hier eine Beurteilung durch den Prüfenden erforderlich, die durch Hilfsmittel wie Ratgeber und Tabellen
unterstützt wird.
Bei der Beurteilung von geänderten Rad-/Reifenkombinationen am PKW hat man sich dabei auf eine nötige
Freigängigkeit von 4 bis 6 mm geeinigt. Da hier bei extremen Kurvenfahrten und unebener Straße auch dynamische
Verformungen von Fahrewerksteilen in Gummilagern oder Kotflügeln vorkommen, scheint mir das plausibel.
Bei Zweirädern gibt es eine Ermittlung abhängig von Felgenbreite und Reifengröße. Bei Kettenantrieben ist das
üblicherweise unproblematisch; der Kardanatrieb ist naturgemäß kritischer.
Hinzu kommt, dass BMW oft Felgenbreiten verwendet hat, die unterhalb der üblichen liegen, wodurch die hier
verwendete Tabelle keine Werte liefert. Beispiel: Die GS hat hinten 130/80-17 auf Felge 2.50-17. Dies ist zwar zulässig,
aber üblich wäre 3.00-17.
Ein 130/80-17 auf 3.00-17 ergäbe eine Luft von 7 mm. Realistisch sind aber vielleicht 4 mm in der Praxis.
Dazu kommen Probleme, die die Reifenhersteller liefern wie
- ein Conti TKC ?? blockiert schon im Neuzustand mit den Stollen an der Schwinge, obwohl die Dimension seriengemäß ist
- Bridgestones BT45 sind als 4.00-18 130 mm breit und laufen spätestens nach dem Einfahren an der /6- oder /7-Schwinge an.

Ich persönlich halte da ein Maß von 2 mm für vertetbar. Mal sehen, was die Diskussionen ergeben...
 
Meinem technischen Verständnis nach dürfte doch jeder ansatzweise eingelaufene Bremsring innerhalb der Nabe beim Versetzten derselben Probleme bereiten, da der Bremsbelag (die Backen) ja nicht mit nach aussen (vom Hinterradantrieb weg) wandern.


Schönen Gruß

Christian
 
Hallo!
Ich fahre seit 05/2004 den BT 45, jetzt 46. Mir ist noch keiner mit 130 mm untergekommen! Hätte auch nie nicht gepasst. Ich messe immer eine Breite von 115 - max 120 mm. Ich hab 2 Felgen mit neuen BT 46 in 4.00x18 64 H hier. 117mm beide. Ich hab beide Felgen 3mm nach links gespeichert. Da schleift nix. Bei Gussfelgen muss eine breiteren Hülse montiert werden.
 
Meinem technischen Verständnis nach dürfte doch jeder ansatzweise eingelaufene Bremsring innerhalb der Nabe beim Versetzten derselben Probleme bereiten, da der Bremsbelag (die Backen) ja nicht mit nach aussen (vom Hinterradantrieb weg) wandern. ...
Die genutzte Belagfläche nimmt auf jeden Fall ab. Ob das jetzt technische Probleme bereitet?
Gedacht war es so nicht.
 
Nein, viel schlimmer, der Belag läuft nun ja nicht mehr "in" der entstandenen Nut (die er sich selber erschaffen hat), sondern sitzt nur noch auf deren Rand innerhalb der Nabe auf, um genau den Betrag, den diese Nabe durch die Distanzscheiben zuvor nach außen versetzt wurde.
 
Nein, viel schlimmer, der Belag läuft nun ja nicht mehr "in" der entstandenen Nut (die er sich selber erschaffen hat), sondern sitzt nur noch auf deren Rand innerhalb der Nabe auf, um genau den Betrag, den diese Nabe durch die Distanzscheiben zuvor nach außen versetzt wurde.
Falls dieser Rand vorhanden ist, sollte man den beseitigen.
 
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