Keine Schmierung im Zyl.-kopf + danke an dreiradbertl

Hallo,

grundsätzlich sollte man es vermeiden die langen (und auch die kurzen) Stehbolzen ohne Not herauszuschrauben, das schwächt nämlich die Gewinde. Das sinnlose herausdrehen ist eine Unsitte die ich immer wieder sehe. Normalerweise sitzen die Stehbolzen fest im Block und man braucht sich keine Gedanken darüber zu machen wie tief man sie herein drehen muss.
Als Mass dafür wie weit du die Stehbolzen herein drehen musst kannst du einen noch fest sitzenden Stehbolzen verwenden. Das Drehmoment für die Stehbolzen ergibt sich wenn die obere Mutter festgezogen wird.

Gruss
Berthold
 
Hallo,

grundsätzlich sollte man es vermeiden die langen (und auch die kurzen) Stehbolzen ohne Not herauszuschrauben, das schwächt nämlich die Gewinde. Das sinnlose herausdrehen ist eine Unsitte die ich immer wieder sehe. Normalerweise sitzen die Stehbolzen fest im Block und man braucht sich keine Gedanken darüber zu machen wie tief man sie herein drehen muss.
Als Mass dafür wie weit du die Stehbolzen herein drehen musst kannst du einen noch fest sitzenden Stehbolzen verwenden. Das Drehmoment für die Stehbolzen ergibt sich wenn die obere Mutter festgezogen wird.

Gruss
Berthold

Vielleicht bekommst Du die Ölbohrung bei belassenem Zuganker wieder frei, dann gilt auf jeden Fall, was Berthold schrieb.

Gruß Ulli
 
An Ulli:
wieder ein guter Tipp, dann werde ich es zunächst mit einen dünnen Draht versuchen.
Gruß
Steve
 
Also, wenn das Gewinde der Zuganker bei einmaligem Heraus/Hereindrehen so in Mitleidenschaft gezogen wird das es danach nicht mehr zu gebrauchen is, dürfte es ohnehin schwierig werden die Kopfschrauben mit vorgesehenem Drehmoment anzuziehen.

Ich glaube auch nicht das die Bohrung, wenn sie denn zu ist mit einem Draht zu befreien ist. Ich würde das sehen wollen, nich fühlen :---)
 
hi steve
weiss nicht obs schon jemand geschrieben hat, falls du den zylinder noch nicht gezogen hast, lass den kolben drin!
zieh den zylinder nur soweit über den kolben, daß du den kolbenbolzen herausbekommst, nachdem du die kolbenbolzensicherungsringe demontiert hast, und beides zusammen vom pleuel nimst.
wenn es keinen trifftigen grund gibt den kolben aus dem zylinder zu ziehen,sollte man ihn drinne lassen!
netten gruss
jan
ach so, die kipphebel müssen natürlich auch mit der ölbohrung nach oben zeigen, sonst kommt auch kein öl.
 
Zuletzt bearbeitet:
wenn es keinen trifftigen grund gibt den kolben aus dem zylinder zu ziehen,sollte man ihn drinne lassen!

Ein triftiger Grund könnte beispielsweise die Art der Kolbenbolzensicherung sein: Bolzen mit Außensprengringsicherung lassen sich immer problemlos aus dem Kolben ziehen, auch sind diese Sprengringe immer wieder verwendbar. Anders jedoch bei KoBos mit C-Sicherungen: Hier wirft der - im übrigen kürzere und leichtere - KoBo gerne in seiner Bohrung einen Grat gegen die Sicherungsringe auf und ist daher oft nur sehr schwer aus dem Kolben zu bekommen, zudem müssen C-Sicherungsringe stets erneuert werden.

Greez!
 
ich habe vor 2 jahre alle zuganker völlig problemlos gewechselt, und sie halten auch seit dem.


gruß
claus
 
Ein triftiger Grund könnte beispielsweise die Art der Kolbenbolzensicherung sein: Bolzen mit Außensprengringsicherung lassen sich immer problemlos aus dem Kolben ziehen, auch sind diese Sprengringe immer wieder verwendbar. Anders jedoch bei KoBos mit C-Sicherungen: Hier wirft der - im übrigen kürzere und leichtere - KoBo gerne in seiner Bohrung einen Grat gegen die Sicherungsringe auf und ist daher oft nur sehr schwer aus dem Kolben zu bekommen, zudem müssen C-Sicherungsringe stets erneuert werden.

Greez!
das ist zwar nicht von der hand zu weisen, aber das geht auch wenn der kolben im zylinder verbleibt, macht eigentlich keinen unterschied, ausser daß es etwas enger zum schrauben ist.
netten gruss
jan
der grund ihn nicht zu ziehen ist, daß sich die kolbenringe ein wenig einlaufen, auch in nikasil, und man die ringe nicht über die kannte ziehn solle wenn es nicht nötig ist.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hmmm...
ich speichere all eure gute Ratschläge und werde versuchen, nach dem Gesetzt des geringeres Widerstandes zu handeln.
Wo ist aber das Problem, den Kolben aus dem Zylinder zu ziehen (außer dass man dann 3 bis 4 Hände benötigt, um den Widerstand der Kolbenringe zu überwinden)?
 
der grund ihn nicht zu ziehen ist, daß sich die kolbenringe ein wenig einlaufen, auch in nikasil, und man die ringe nicht über die kannte ziehn solle wenn es nicht nötig ist.
Aha, das sehe ich erst jetzt. Hmmm, muß sich eher um eine Mikrokante handeln, kann dabei die Nikasil Beschichtung reissen? Ist es schon passiert?
 
bei eingelaufenen kolbenringen habe ich früher schon kolben mit ringen mit blut in den zylinder gesetzt. (harter mann !) heute mit werkzeug zum kolbenringe vorspannen. nun, die meisten werkzeuge zum vorspannen können nicht bei montiertem pleul abgenommen werden. ergo muss erst nach einführen des kolbens in den zylinder das pleul montiert werden, und dann kann man auch gleich den kolben im zylinder stecken lassen.

gruß
claus
 
Ich habe mir, passend zu den Kolben ab 94 mm, aus Cu-Blechabfall vom Flaschner ein Kolbenring-Spannband selbst gebastelt: Breite ca. 30 mm, Länge knapp dem Kolbenumfang, also ca. 30 cm plus 2 x 2 cm für die Griffe plus nochmals 2 x 4 cm, um die Griffe per Löten zu doppeln und auch für den Umfang noch etwas Auflagen zu haben. Das Prinzip ist gleich den von BMW verwendeten Bändern und ermöglicht das Arbeiten trotz der störenden Zuganker.

Die üblichen Kolbenring-Spannbänder sind i.d.T. etwas klobig.

Greez!
 
Hallo,

das mit 30 cm CU Band wird nichts. Die 800 Kolben haben nur einen Umfang von 26,3 cm. Besser 28 cm Alu 1,0mm und beiden enden Abbiegen. Das halte ich immer mit einer Wasserpumpenzange fest am Kolben.

Gruß
Walter
 
Hallo,

das mit 30 cm CU Band wird nichts. Die 800 Kolben haben nur einen Umfang von 26,3 cm. Besser 28 cm Alu 1,0mm und beiden enden Abbiegen. Das halte ich immer mit einer Wasserpumpenzange fest am Kolben.

Hallo Walter,

ich schrieb doch:

Ich habe mir, passend zu den Kolben ab 94 mm, aus Cu-Blechabfall vom Flaschner ein Kolbenring-Spannband selbst gebastelt...

Klar benötigt man im Grunde genommen je ein solches Band für jeden Bohrungsdurchmesser, so wie es der BMW-Spezialwerkzeugsatz auch vorsieht, wobei meines auch noch bei 95,5 mm funktioniert.

Greez!
 
Plötzlich einen Hohlraum getroffen, Bohrer raus, alles zusammengebaut und nun sprudelte auch vorne das Öl.

Im Nachhinein habe ich erfahren, das Zugankergewinde ist wohl mal durch zuschweißen und neu schneiden repariert worden und die Ölbohrung ist nicht beachtet worden...
Bei Dir wird hoffentlich nur überschüssiges Dichtmittel die Bohrung verstopfen.

Gruß Ulli


Guten Abend
Als Ergänzung meine Erfahrung.
Bei meiner wurde das herausgerissene Gewinde eines oberen Stehbolzens mit Helicoil "fachmännisch" repariert, d.h. die Ölbohrung mit Helicoil verschlossen. Das Ding rauszupfriemeln war besonders reizvoll. :sabber::sabber:
 
Hallo,

das mit 30 cm CU Band wird nichts. Die 800 Kolben haben nur einen Umfang von 26,3 cm. Besser 28 cm Alu 1,0mm und beiden enden Abbiegen. Das halte ich immer mit einer Wasserpumpenzange fest am Kolben.

Gruß
Walter

Hallo Walter,

so hab ichs auch gemacht. Basis war ein Rest vom Trockenmauer-Ständerwerk:

2011-02-28_BMW-Zylinder-Kolben 004.jpg 2011-02-28_BMW-Zylinder-Kolben 008.jpg

Dann natürlich nicht mit den Fingern wie auf dem Bild, sondern mit der Zange. Ich hab nur nicht so viele Hände, um dann auch noch Fotos zu machen :D.

Grüße Thomas
 
Aber!
Die ansaugseite hat Benz. Gemisch zu verarbeiten.
Dieses Gemisch dringt auch in die Kipphebelkammer vor und reinigt diese.
Sorry, aber das ist nicht korrekt. Wäre das der Fall, dann müsste man mitunter auch etwas den Ölstand senken. Abgesehn davon herrscht am Einlassventil Unterdruck, da saugts eher mal Öl an der Führung vorbei. Die Verfärbungen rühren, neben vorbeiblasenden Verbrennungsgasen ab einem bedenklichen Verschleisszustand, aber hauptsächlich von den deutlichen Temperaturunterschieden her. Man nennt das "Öllack".
 
Wäre das der Fall, dann müsste man mitunter auch etwas den Ölstand senken. Abgesehn davon herrscht am Einlassventil Unterdruck, da saugts eher mal Öl an der Führung vorbei.

außerdem sollte das in dem Bereich bei Betriebstemperatur schon großteils im gasförmigen Zustand sein. Nur im Kaltstart sind da ggf ein Paar Tropfen. Und verflüssigen tut sich das im Motor ja auch nicht wieder.

Kraftstoff im Öl verflüchticht sich im betriebswarmen Zustand über die Motorgehäuseentüftung. Nur wenn ein Schwimmer klemmt wirds dann evtl. zuviel und die Büchse läuft voll. Da müssen aber schon viele Faktoren zusammenpassen, damit das passiert ;)

ich find ja diese unterdruckgesteuerten Hähne toll....:pfeif:
 
Ich fädel' die Kolbenringe immer mit den Fingernägeln ein, da hat man viel mehr Gefühl :D



P.S.: und nicht ständig das Bedürfnis, die Zylinder runterzureißen.
 
Hallo Steve, es würde mich immer noch interessieren,
ob die Kipphebelwellen richtig herum verbaut sind?
Die Kolben würde ich auch im Zylinder lassen.
Der linke Kolbenbolzen und Zylinder sollte vor der Demontage markiert werden!
Wenn Kabel 1 von der Zündspule abgezogen ist, kann der Anlasser ohne
Gefahr und bei jeder Zündanlage betätigt werden.
Und noch einfacher könnte man ( wenn vorhanden) den Notausschalter betätigen.

Gruß Udo
 
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