Kleiner Dämpfer am Abend - Ich schau mal kurz nach dem Achsantrieb

Thomas B.

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14. Feb. 2011
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Hallo zusammen,
nachdem bei unserem kurzen Polen-Urlaub vor 2 Wochen der Achsantrieb an der Aussenseite ein wenig zu lecken anfing, hab ich gestern Abend gedacht ich baue ihn mal kurz ab, damit ich ihn am Wochenende bei schlechtem Wetter zerlegen kann.
Als er so auf dem Boden neben dem Motorrad liegt, fällt mir plötzlich eine dunkle Linie auf. Riss im Gehäuse. Da kam wohl auch die Undichtigkeit her.
Jetzt ist natürlich die Frage was machen.
Reparieren mit anderem Gehäuse? Woher nehmen.
Kann das jemand kostengünstig machen?
Gebrauchte Achsantrieb suchen?
Hat vielleicht noch jemand einen im Keller liegen den er los werden will? Bitte melden.
Gibt es sowas eigentlich noch neu? Kosten - horend?
Was mach ich jetzt? Was meint Ihr?

Motorrad: HPNBMW mit Zweiarm-Schwinge. 34/11

Gruss Thomas
 

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Grüß Dich,

einen Gebrauchten solltest Du ohne Probleme bekommen für unter 200Euro. Einen Reperaturversuch kann man natürlich starten, zerlegen, vorsichtig schweißen und wieder montieren. Wäre mir aber schon zu stressig, würde die Innereien ausbauen und auf Lager legen.
 
Motorrad: HPNBMW mit Zweiarm-Schwinge. 34/11

Hallo,

hat das HAG 4 Schraube für die Bremstrommel oder eine Verzahnung? So wie es aussieht eine Verzahnung. Dann ist das HAG extrem selten von der R90/6 u.a. Da hilft nur ein Umbau in ein anderes Gehäuse. Kostengünstig ist ein Wort das es beim HAG nicht gibt. Schon ein Satz Lager kostet über 200 €, dazu mind. 3 Stunden Arbeitszeit. Am einfachsten in der Bucht ein HAG 34/8 ersteigern und umbauen.

Gruß
Walter
 
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In Bezug auf die Instandsetzung kann ich dir jetzt nicht weiterhelfen, aber mich würde interessieren, wie sowas passieren kann!

Das sieht ja schon ganz übel aus und das genau im Bereich eines Lagers.
 
Hi Thomas,

nimm am besten mal Kontakt mit Getriebe- und HAG Oberspezialist Patrick (Elefantentreiber) auf, der hat mit Sicherheit eine Lösung parat. Musst dich aber ein wenig gedulden, denn der Gute ist erst ab nächsten Montag wieder in seiner Werkstatt.

Gruß aus Bonn,
Andreas
 
Da hat's wohl jemand beim Anziehen der Achsmutter ein wenig zu gut gemeint...

Das ist m.E. eine Stelle, wo ein Schweißversuch relativ erfolgversprechend ist. Auseinander muß das Ding aber selbstverständlich trotzdem.

Den Riß möglichst tief freilegen (Lager nach Entfetten drinlassen, Achse auch, vielleicht sogar vorspannen, damit sie nachher noch durchpaßt, gut vorwärmen, aber das weiß ein erfahrener Schweißer besser als ich). Anständigen Betrieb damit beauftragen (das ist mehr als "do macha' mr mol schnell a Loch zua, basst scho"). Es gibt sie noch, die mechanischen Werkstätten, die mehr Wert auf anständige handwerkliche Arbeit denn auf eine tolle Internet-Präsenz legen und so was außer der Reihe machen, man muß sie nur finden.

Wahrscheinlich muß die Anlagefläche anschließend überfräst werden.
 
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Ich weiß nicht: Ob Aludruckgussschweissen das Wahre ist?
Sehr dünnwandig, Bruchstelle mit Öl durchtränkt und sieht danach verboten aus. Schweissverzug und Festigkeitsverlust kann noch hinzukommen. Kostet als Neuteil allerdings über 400 Euro.
Ein gebrauchtes kaufen und umbauen (lassen).
Gruß
Wed
 
Hi

ich habe ein unschönes aber funktionierendes 11/37, alte Ausführung, wenn das passt und ich es nicht verschicken muss, kannst du es haben bis deins wieder heil ist.

Liegt in Unna
Willy
 
Gebrauchte Gehäuse sind immer wieder günstig zu haben, die kann man doch mit neu ausdistanzieren (hier kann Dir Elefantentreiber helfen) mit den vorhandenen Innereien kombinieren - fertig.
 
Guten Morgen zusammen,

vielen Dank für all Eure Antworten.
Besonderen Dank für das Angebot von Willy, aber ich wohne in der Schweiz und da sind die Wege etwas weit für ein ausleihen. Trotzdem netter Zug.
Das mit der zu fest angezogenen Achsmutter halte ich für eher unwahrscheinlich aber natürlich nicht für ausgeschlossen. Ich verwende immer den kurzen 22er Schlüssel aus dem Bordwerkzeug. Der ist geschätzte 120-130 mm lang und mit dem ein Drehmoment von Hand bei meiner eher schmächtigen Statur von über 50 Nm zu erreichen.... Müsste ich trotzdem mit dem Drehmomentschlüssel mal prüfen.

Jetzt die nächste Frage: passen die Innereien von meinem HAG auch in ein altes, glattes Gehäuse? Weiss das einer mit Sicherheit?

Danke für Eure Antworten.

(Ich habe natürlich gerade unsere 1150er verkauft, das Auto schon letzten Nov. und die beiden KTMs sind gerade in einer Generalüberholung. Also fahre ich jetzt nur noch Zug. Naja vielleicht kann ich eine KTM heute oder morgen wieder zum Leben erwecken.)

Gruss Thomas
 
Moin Pechvogel,
die Hauptteile der Innereien passen auf jeden Fall. Wenn die Distanzbuchse im glatten Gehäuse schon eingepresst ist, brauchst Du eigentlich nur noch das Nadellager für das Tellerrad und Dichtringe.
Natürlich auch den alten Deckel für das glatte Gehäuse. Falls Du eine Hinterradscheibenbremse haben solltest, muss der Kragen am Gehäuse weg.
Ölleitblech entfällt.
Gruß
Wed
 
Moin Pechvogel,
die Hauptteile der Innereien passen auf jeden Fall. Wenn die Distanzbuchse im glatten Gehäuse schon eingepresst ist, brauchst Du eigentlich nur noch das Nadellager für das Tellerrad und Dichtringe.
Natürlich auch den alten Deckel für das glatte Gehäuse. Falls Du eine Hinterradscheibenbremse haben solltest, muss der Kragen am Gehäuse weg.
Ölleitblech entfällt.

Hallo,

nicht ganz so. Am Kegelrad gibt es unterschiedliche Zapfendurchmesser und daher auch unterschiedliche Nadellager. Das kann man erst entscheiden wenn der Deckel ab ist. Das ist kein Aufwand und das Nadellager ist dann nachzumessen.

Gruß
Walter
 
Stimmt. Ich meinte natürlich das Nadellager für das Kegelrad. Da gibt es verschiedene Versionen (mit und ohne Einstich und div. Durchmesser). Das alte Nadellager im kaputten Gehäuse ist nämlich verstiftet. Obwohl, jetzt kann man das Gehäuse in dem Bereich zerstören, um den Außenring rauszubekommen.
Gruß
Wed
 
Stimmt. Ich meinte natürlich das Nadellager für das Kegelrad. Da gibt es verschiedene Versionen (mit und ohne Einstich und div. Durchmesser). Das alte Nadellager im kaputten Gehäuse ist nämlich verstiftet. Obwohl, jetzt kann man das Gehäuse in dem Bereich zerstören, um den Außenring rauszubekommen.

Hallo,

es gibt sicherlich effektivere Arbeiten als diese Nadellager zu entfernen. Habe dann den Stift ausgebohrt und durch die neuere Konstruktion ersetzt. :oberl:

Gruß
Walter
 

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Das setzt natürlich den entsprechenden Werkzeug- und Maschinenpark voraus (oder die Connections dazu).
Aber bei Verwendung des Kokillengehäuses braucht er sowieso ein anderes Nadellager.
Gruß
Wed
 
Sieht gut aus. Nur ist die Teilenummer falsch. Die Gussnummer gibt es im ETK nicht. So richtig kennt sich dieser Gemischtwarenladen anscheinend nicht aus. Bietet einen Tellerradsatz i=4,25 für die R100RS/RT und eine /6-Bremsankerplatte für hinten an (wieder die Gussnummer). Schreibt dann immer was von Originalverpackung. Dabei bräuchte er nur die Öffnungen im Kopf sprich Augen aufmachen und die Teilenummer vom Etikett auf der erwähnten Verpackung abschreiben.
Gruß
Wed
 
Zuletzt bearbeitet:
Nicht nur die Bohrung!

Der Achsantrieb ist für eine Monolever, der benötigte muss für Stereoschwinge sein, also mit Verzahnung!
 
Waren die Gehäuse nicht anfangs gleich bearbeitet (siehe Stopfen Achsbohrung und Federbeinbefestigung)? Leider ist das Buchtfoto der Innenseite zu klein, um die Bearbeitung auf der Innenseite zu erkennen.
Könnte nämlich alles vorhanden sein.
Gruß
Wed
 
Hallo Thomas,

wenn du absolut keines findest, kann ich dir evtl. meine Hilfe anbieten.
Ich hab ein 33/11 hier als Ersatz, allerdings für HR mit Scheibenbremse, kannste leihweise haben.
An die Fachleute hier:
Der Umbau auf Trommelbremse dürfte relativ einfach zu machen sein. Oder?
Das Gehäuse ist ja gleich, nur der Deckel ist ein anderer, oder liege ich falsch?
Zumindest wäre die Saison damit noch gerettet.
 
Hallo Thomas,:(

wenn du absolut keines findest, kann ich dir evtl. meine Hilfe anbieten.
Ich hab ein 33/11 hier als Ersatz, allerdings für HR mit Scheibenbremse, kannste leihweise haben.
An die Fachleute hier:
Der Umbau auf Trommelbremse dürfte relativ einfach zu machen sein. Oder?
Das Gehäuse ist ja gleich, nur der Deckel ist ein anderer, oder liege ich falsch?
Zumindest wäre die Saison damit noch gerettet.

..... wenn da nicht das ausdistanzieren wäre .......:(
 
Hallo Kalle,

zum Deckel hin auch?
Das 33/11er Paar könnte er ja drinlassen.
Oder hab ich nen Denkfehler?
Und das Ganze passt eh nicht?
 
Auch zum Deckel hin. Damit wird nämlich das Spiel des Hinterrads eingestellt (hier ja öfter Thema).
Gruß
Wed
 
In Bezug auf die Instandsetzung kann ich dir jetzt nicht weiterhelfen, aber mich würde interessieren, wie sowas passieren kann!

Das sieht ja schon ganz übel aus und das genau im Bereich eines Lagers.

Hallo,

wahrscheinlich war der Druckring unter der Mutter M14x1,5 nicht der Richtige, sondern nur eine Unterlagscheibe.
Hier hilft nur ein neues Gehäuse mit dem ganzen Rattenschwanz an Kosten.

Gruß
Walter
 
Hallo zusammen,
vielen Dank für Eure Antworten und Angebote. Vor allem diesmal nach Weinfelden an Joachim. Das ist wirklich nett, aber ich glaube der Umbau auf Trommelbremse ich doch zu aufwendig. (fehlt da nicht auch die Bohrung für den Bremshebel im Gehäuse?) Ich suche schon nach einem gebrauchten Ersatz. (Auch hier in der "Suche"-Abteilung, also bietet mir alles an:D)
Ich habe momentan leider keine Zeit mich richtig darum zu kümmern, da ich unsere KTMs fertig kriegen muss (kompletter Neuaufbau für eine grosse Reise). Aber ich kriege bald etwas Luft und schaue dann mal in das HAG, damit ich weiss ob die Innereien noch zu gebrauchen sind.

Warum das passiert ist würde mich auch interessieren, aber an der Unterlegscheibe liegt es nicht. Es ist die Originale grosse, dicke verbaut.
Ich muss allerdings sagen, dass das HAG schon einiges mitgemacht hat. Ca. 220000 Km, mehrere Afrikadurchquerungen (Sahara, Zaire mit Schlamm,....), Island mit viel Wasser, viele Km mit 2 Personen und voller Campingausrüstung,..... .

Bin gespannt, wie es innen aussieht.
Nochmal vielen Dank für eure Angebote und Kommentare.

Gruss Thomas
 
Guten Morgen,
muss das Thema nochmals hoch holen, da das Motorrad immer noch nicht wieder läuft.
Habe in meiner Unwissenheit in der Bucht einen Achsantrieb gefunden der von der Übersetzung her passt und gekauft. Der hat aber die alte Gehäuseform. Da laut Ersatzteilkatalog die Bremsschlüssel gleich sind hab ich angenommen, dass sich meiner problemlos umbauen lässt. Weit gefehlt. Der Bremsschlüssel ist zu lang.
Kann mich einer von den Wissenden bitte erleuchten. Was ist hier falsch. Was fehlt? Geht das gar nicht? Was muss ich machen?
Viele Dank und schönen Sonntag
Gruss Thomas
 

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