Hallo zusammen,
ich habe bei meiner 90/6 die Kupplung erneuert nach 95.000km ( Motorrad hat insgesamt 195.000km gelaufen ). Der alte geklebte Belag hatte nicht einmal mehr Käsesscheiben-Dicke und die Kupplung griff erst, wenn der Kupplungshebel am Lenker fast in Ruhestellung war.
Einige Besonderheiten :
- die Vergaser können ohne die Züge abzubauen auf den Zylindern abgelegt werden
- Kardanflansch lösen ganz einfach mit eingelegtem 1. Gang und zusätzlich Fussbremse benutzen
- Spaltmass der Schwinge kann mit Block aus Fühlerlehrenblättern genommen werden (Fühlerlehre habe ich immer dabei zum Ventile einstellen - Bordwerkzeug !)
- die Kupplungshebel - Achse am Getriebe ist durch einen Ring gesichert, der in eine Nut an der Achse fast. Eine optisch elegante Lösung, da weder oben noch unten an der Hebelachse ein Sicherungsring zu sehen ist. Man muss bei der Montage die Nut genau platzieren, sonst flutscht der Ring nicht in die Nut. Etwas fummelig !
- die KW muss nicht unbedingt gegen Verrutschen nach vorne gesichert werden, wenn man :
a.) den WeDi von außen nach innen deformiert (Schraubenzieher) und am Motorgehäuse abhebelt und nicht am KW-Stumpf
b.) das Schwungrad nur leicht aufsetzt und nicht drückt. Dann mit Dehnschrauben anziehen
- Zentrierdorn nicht nötig, wenn man die Reibscheibe mit den anderen Kupplungsteilen auf der Werkbank vorher optisch zentriert und mit weißem Farbstift markiert. Verzahnungen Welle- Reibscheibe staburagsen nicht vergessen!
- Getriebeleerlaufschalter : abklemmen der Kabel kein Problem. Aufsetzen der Kabelschuhe mit langer Spitzzange bei montiertem Getriebe, um Kabelbruch der seit langer Zeit fixierten Kabel zu vermeiden (fummelig!)
Spezialwerkzeuge : KEINE ! Einzig : 3 St. M8x1,0-Feingewindeschrauben zum Entspannen der Kupplungsfeder (Länge ca. 30mm oder mehr)
Liebe Grüße
Martin
ich habe bei meiner 90/6 die Kupplung erneuert nach 95.000km ( Motorrad hat insgesamt 195.000km gelaufen ). Der alte geklebte Belag hatte nicht einmal mehr Käsesscheiben-Dicke und die Kupplung griff erst, wenn der Kupplungshebel am Lenker fast in Ruhestellung war.
Einige Besonderheiten :
- die Vergaser können ohne die Züge abzubauen auf den Zylindern abgelegt werden
- Kardanflansch lösen ganz einfach mit eingelegtem 1. Gang und zusätzlich Fussbremse benutzen
- Spaltmass der Schwinge kann mit Block aus Fühlerlehrenblättern genommen werden (Fühlerlehre habe ich immer dabei zum Ventile einstellen - Bordwerkzeug !)
- die Kupplungshebel - Achse am Getriebe ist durch einen Ring gesichert, der in eine Nut an der Achse fast. Eine optisch elegante Lösung, da weder oben noch unten an der Hebelachse ein Sicherungsring zu sehen ist. Man muss bei der Montage die Nut genau platzieren, sonst flutscht der Ring nicht in die Nut. Etwas fummelig !
- die KW muss nicht unbedingt gegen Verrutschen nach vorne gesichert werden, wenn man :
a.) den WeDi von außen nach innen deformiert (Schraubenzieher) und am Motorgehäuse abhebelt und nicht am KW-Stumpf
b.) das Schwungrad nur leicht aufsetzt und nicht drückt. Dann mit Dehnschrauben anziehen
- Zentrierdorn nicht nötig, wenn man die Reibscheibe mit den anderen Kupplungsteilen auf der Werkbank vorher optisch zentriert und mit weißem Farbstift markiert. Verzahnungen Welle- Reibscheibe staburagsen nicht vergessen!
- Getriebeleerlaufschalter : abklemmen der Kabel kein Problem. Aufsetzen der Kabelschuhe mit langer Spitzzange bei montiertem Getriebe, um Kabelbruch der seit langer Zeit fixierten Kabel zu vermeiden (fummelig!)
Spezialwerkzeuge : KEINE ! Einzig : 3 St. M8x1,0-Feingewindeschrauben zum Entspannen der Kupplungsfeder (Länge ca. 30mm oder mehr)
Liebe Grüße
Martin
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