Lenkerflattern

Dominik_G

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21. Mai 2010
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Hallo zusammen,

ich habe bei meiner R 100 GS (BJ '90) ein merkwürdiges Problem.

Die Vorgeschichte:
Bevor ich vor zwei Wochen mit der Q in den Urlaub gefahren bin, habe ich ihr eine Inspektion gegönnt. Dabei habe ich auch die Vergaser zerlegt, gesäubert und synchronisiert. Am Fahrwerk habe ich aber keinerlei Veränderungen vorgenommen. Das Spiel von Steuerkopf- und Schwingenlager habe ich zwar geprüft, aber nicht verändert. Auch das Gabelöl habe ich gelassen, wie es war.

Das Problem:
Seit dieser Inspektion habe ich so um die 60 km/h heftiges Lenkerflattern. Obwohl ich meine Kuh noch nicht lange habe, bin ich mir ganz sicher, dass dieses Lenkerflattern zuvor nicht vorhanden war. Es ist so heftig, das ich es garantiert bemerkt hätte. Konkret äußert es sich besonders arg, wenn ich aus höherer Geschwindigkeit im 5. Gang ausrolle und den Geschwindigkeitsbereich um die 65-60 km/h erreiche. Wenn ich dann die Hände vom Lenker nehme, schaukelt sich der Lenker beängstigend auf. Sobald ich die Hände wieder auf den Lenker lege, beruhigt sich die Fuhre. Ich spüre dann zwar noch eine Unruhe in den Händen, aber das Flattern ist vorbei

Ich habe Metzeler (?) Tourance-Reifen mit 2,5 bar (vorn) und 2,9 bar (hinten) aufgezogen. Die Reifen sind deutlich angefahren (konkret sind sie ca. 8 Tkm alt). Aber eigentlich können die Reifen nicht schuld sein. Denn vor der Inspektion trat das Problem nicht auf. Ich habe auch mit dem Luftdruck experimentiert. Hat nichts gebracht. Mit beladenen Koffern nimmt die Pendelneigung deutlich zu. Aber sie klingt auch ohne Koffer nicht vollständig ab.

Ich habe nun den (rein subjektiven) Eindruck, dass die Pendelneigung irgendwie mit der Motoreinstellung zusammenhängt. Sprich: Dass der Boxer bei einer bestimmten Drehzahl im Schiebebetrieb das Fahrwerk zum Schwingen bringt. Kann das sein? Oder ist das Einbildung??

Ich habe versucht der Sache auf den Grund zu gehen, in dem ich bergabrollend ausgekuppelt habe oder den Gang gewechselt habe. Bin mir irgendwie aber nicht ganz eins geworden, ob das jetzt was verändert hat. Meist war die Strecke aus, bevor der Motor von seiner Drehzahl heruntergekommen ist.

Tatsache ist jedenfalls, dass ich die Vergaser mit einem Twinmax synchronisiert habe. Beim rechten Vergaser blieb die Leerlaufluftmengenregulierschraube leider wirkungslos. Ich habe sie daher so ungefähr in der Grundeinstellung belassen. Beim Beschleunigen und bei Konstantfahrt konnte ich die Vergaser ziemlich perfekt synchronisieren. Allerdings ist die Synchronisation beim Gaswegnehmen immer deutlich aus dem Ruder gelaufen. Weil in der Twinmax-Anleitung stand, dass das (verglichen mit dem Gleichlauf beim Beschleunigen) nicht so wichtig wäre, habe ich das einfach mal so hingenommen.

Was meint ihr: Kann diese ganze Einstellungssache was mit dem Lenkerpendeln zu tun haben? Oder ist das völlig abwägig? Woran kann das sonst liegen??

Freue mich auf alle Antworten!

Viele Grüße,
Dominik
 
Original von Dominik_G
Ich habe Metzeler (?) Tourance-Reifen mit 2,5 bar (vorn) und 2,9 bar (hinten). Die Reifen sind deutlich angefahren
Hier würde ich mal ansetzen.


Original von Dominik_G
Ich habe nun den (rein subjektiven) Eindruck, dass die Pendelneigung irgendwie mit der Motoreinstellung zusammenhängt. Sprich: Dass der Boxer bei einer bestimmten Drehzahl im Schiebebetrieb das Fahrwerk zum Schwingen bringt.
Das kannst Du ja testen, indem Du bei dieser Geschwindigkeit den Leerlauf einlegst, um den Schiebebetrieb zu umgehen.
 
Das kannst Du ja testen, indem Du bei dieser Geschwindigkeit den Leerlauf einlegst, um den Schiebebetrieb zu umgehen.
Muss mir wohl mal eine Strecke suchen, wo ich das einigermaßen systematisch prüfen kann. Habe das zuletzt halt immer "nur so" ausprobiert, wenn es gerade mal wieder steil bergab ging und ich mit ca. 60 km/h dahinrollen konnte. Bis dann aber der Motor auf Leerlaufdrehzahl war, war meist auch die Strecke auch schon wieder aus. Ist halt nicht nur steil in den Bergen, sondern auch kurvig.

Viele Grüße,
Dominik
 
Original von Dominik_G

... so um die 60 km/h heftiges Lenkerflattern ...

... Konkret äußert es sich besonders arg, wenn ich aus höherer Geschwindigkeit im 5. Gang ausrolle und den Geschwindigkeitsbereich um die 65-60 km/h erreiche ...

... Metzeler (?) Tourance-Reifen ...

... Mit ... Koffern nimmt die Pendelneigung deutlich zu ...

Moin Dominik

hatte ich sowohl bei meiner damaligen Winter 80 GS als auch auf der PD

Ist eine gepflegte Mischung aus abgefahrenem Tourance Vorderrad - leicht niedrigem Luftdruck - Gewicht auf der verlängerten Kofferbrücke/Koffern

Nach dem Wechsel auf Michelin Anakee war es weg und jetzt mit dem Pirelli Scorpion ebenso

Deshalb würde ich nie wieder Tourance kaufen wollen

Gruß

Manfred
 
Original von Dominik_G
Sobald ich die Hände wieder auf den Lenker lege, beruhigt sich die Fuhre. heruntergekommen ist.

Das ist das bekannte Lenkerflattern, auch Shimmy genannt. Ist häufig auf die Reifen zurückzuführen

Beim rechten Vergaser blieb die Leerlaufluftmengenregulierschraube leider wirkungslos.

Hast du denn die Ventile vorher korrekt eingestellt?
Was du beschreibst kommt oft vom Einlassventil


Was meint ihr: Kann diese ganze Einstellungssache was mit dem Lenkerpendeln zu tun haben?

Ja, da können sich verschiedene Schwingungen addieren. Hatte ich auch schon öfter - und mit frischen Reifen (BT45) war es dann weg.
Ein Schlag in der Felge war hier auch schon mal Thema


Freue mich auf alle Antworten!

Viele Grüße,
Dominik
 
Hast du denn die Ventile vorher korrekt eingestellt?
Würde jetzt "Ja" sagen, wenn du mich so fragst. Aber vielleicht sollte ich auch einfach noch einmal nachsehen.

Was du beschreibst kommt oft vom Einlassventil
Aha. Dann sollte ich wohl erst Recht noch einmal nachsehen :).

Ein Schlag in der Felge war hier auch schon mal Thema
Achso, habe ich vergessen zu erwähnen: Einen Schraubenzieher habe ich unterwegs auch einmal an die Felge gehalten und das Vorderrad dann durchgedreht. Es war aber auf diese Weise weder ein Höhen- noch ein Seitenschlag erkennbar.

Viele Grüße,
Dominik
 
Hi Dominik

das nennt man Shimmy...

kann man eingrenzen aber nicht lösen mit korrekt eingesteltem Lenkkopflager, und verschwindet ganz mit neuem Vorderreifen.

Wie schon geschrieben wurde, lösen das einige Reifen mehr als andere aus.

Also, schön den Lenker festhalten bis die vordere Pelle abgefahren ist oder gleich nen neuen vorne aufziehen.
 
Hallo Dominik,

ich denke da als erstes auch an den Reifen. Lenkerflattern kann ein ganzes Bündel von Ursachen haben, aber wenn Du am Fahrwerk nichts verändert hast, liegt ein Reifenproblem nahe.

Hatte ich letztes Jahr ebenso. Auf meine ansonsten flatterfreie Maschine hatte ich zum Ausprobieren erstmals BT 45 in Niederquerschnitt aufgezogen; zunächst alles bestens. Nicht einmal knapp halb runtergefahren, schlich sich langsam ein leichtes Flattern ein, aber nur nach dem Losfahren so 4-500 m, bis der Reifen etwas durchgewalkt war.

Bin dann mit Gepäck in Urlaub, alles Friede, Freude Eierkuchen für einige 100 km, bis ein nasses Straßenstück kam. Dann urplötzlich heftiges Lenkerschlagen, Maschine praktisch unfahrbar! Auf trockener Straße war es wieder weg, nahm mit weiter abgefahrenem Reifen jedoch immer mehr zu. Zum Schluß auch mit warmem Reifen auf trockener Straße nicht mehr zu beherrschen.

Anderer Reifen anderen Typs drauf - alles weg! Es scheint unglückliche Kombinationen zu geben, muß also nicht unbedingt am Bridgestone liegen. Nur paßt es offenbar bei meiner Kuh nicht (R 60/2). Wichtige Erfahrung bei dieser Fahrt: Vorbeugen, also Gewicht nach vorn bringen, dämpft das Flattern etwas; Lenker nicht umklammern, sondern einigermaßen locker halten!

Grüßle, Fritz. )(-:
 
Hallo Dominik,

neben den alten Reifen waren defekte Simmerringe der Gabel bei meiner GS Ursache für Lenkerflattern. Fing erst schleichend harmlos an, wenig später leichter Ölnebel, dann Tropfen, dann viele Tropfen an Gabel. Zum Schluß war das Motorrad bei 100 Km/h nicht mehr beherrschbar.

Ich würde neben dem Reifen auch das Gabelöl tauschen oder den Ölstand prüfen, falls dies länger nicht geschehen ist.

Viele Grüße

Marcus
 
hi Dominik,

den Motor bzw. die Vergasereinstellung als Ursache würde ich jetzt mal ausschließen. Du schreibst ja auch, dass die Vergaser gut und sogar mit Twinmax eingestellt sind.

Die Reifen schließe ich auch aus. Warum? Weil dein Flattern a) von einem auf den anderen Tag aufgetreten ist. Hat jemand heimlich nachts deine Reifen abgefahren?

Du schreibst, dass du die Lager kontrolliert hast. Hast du dabei die Lenkkopf-Zentralschraube gelöst? Dann verstellt sich die Nutschraube (die zum Einstellen) quasi von selbst. Kann auch beim Wiederanziehen passieren.

Zu lockeres Lenkkopflager = Flattern bei niedrigen Geschwindigkeiten (60-70 km/h)
Zu festes Lenkkopflager = Aufschaukeln bei hohen Geschwindigkeiten (ab 120 km/h)
 
Hallo,

ausschließen würde ich den Reifen als Ursache nicht. Darum habe ich zur Illustration oben mein Geschichtle erzählt, wie sich das Flattern kaum merklich eingeschlichen hat und dann bei ungünstigem Zusammenkommen mehrerer Bedingungen "plötzlich" da war.
 
Hallo,

als allererstes mal den abefahrenen Metzeler runter. Ist nicht schade drum (sorry, konnte ich mir nicht verkneifen, aber ich habe eher schlechte Erfahrungen mit deren Produkten gemacht...).

Mit 99% Wahrscheinlichkeit ist das Problem dann weg, sobald der neue Reifen eingefahren ist. Wenn nicht, woanders weitersuchen (Lenkkopflager, usw.).

Welcher Reifen? Wenn Du mit einem reinen "Straßenreifen" auf der GS leben kannst, der nicht mal für ein Stück Wiese taugt, dann den Conti Trail-Attac. Nach kurzer, etwas kippeliger Einlaufzeit ein hervorragender Reifen, Handlich haftstark, stabil, und sogar mit relativ geringem Verschleiß. Wirklich super, der Reifen.

Grüße
Marcus
 
An der Stelle erst mal vielen Dank für die zahlreichen Antworten. Sind ja viele Anregungen dabei. Es wäre ja wirklich gar nicht untypisch, wenn das Lenkerflattern durch eine Kombination von Ursachen entstanden ist. Z. B. könnten die Reifen zunächst unbemerkt eine Flatterneigung entwickelt haben, die ich mit irgendeiner Maßnahme während meiner Inspektion erst so richtig angeregt habe. Oder so ähnlich.

Ich denke aber, ich werde aus Geiz noch ein wenig mit den Reifen herumfahren. Auch wenn's flattert. Mit 8' km sind sie mir einfach noch zu jung, um sie zu tauschen.

@thomas1301
Deinem Gedanken folgend hätte ich ja auch erst einmal die Reifen ausgeschlossen. Aber vielleicht kam ja einfach das eine zum anderen ... . Den Trail Attac werde ich mir mal merken. Denn an sich reicht mit ein reiner Straßenreifen völlig (und unter uns: der Tourance reicht auch nicht für ein Stückchen Wiese. Zumindest nicht, wenn es dabei noch bergauf geht).

Das Lenkkopflager habe ich nur auf Leichtgängigkeit und Spiel überprüft, die Nutschraube habe ich aber nicht geöffnet.

Nochmal Danke!

Viele Grüße,
Dominik
 
Wir haben auf unserer GS vorne und hinten den Tourance drauf. Es flattert nix. Es wackelt nix. Alles allerbest. Ein Test auf nasser Fahrbahn steht allerdings noch aus.

Ich habe mit denMetzeler Produkten kein Problem. Ein ziemlich direkter Vergleich mit den Brigdestone ist mir auf unseren beiden /6 Modellen möglich gewesen. Ich fahre da keinen Unterschied heraus, und auch bei Nässe gibt es keine Probleme, soweit es sich um die (sau)teuren Lasertec Produkte handelt. Die Brückensteine sind allerdings im Preis / Leistungverhältnis günstiger.

Die Reifen sind im Gegensatz zu früher wesentlich besser geworden und ich glaube das die Reifen in immer selteneren Fällen noch verantwortlich für Fahrwerkschwächen sind. (Qualitätsausreißer gibt es immer mal)

Also durchaus mal Zentrierung und Lenkopf prüfen und sich vor allem nicht mit irgendwelchen Toleranzwerten zufrieden geben.
 
Hallo zusammen,

leichtes Shimmy bei gut 60 km/h und losgelassenem Lenker hatte ich mit nicht mehr ganz taufrischen Tourance auf der GS auch, die waren aber bei knapp 7000 km runter. Auch da schien das Problem plötzlich aufzutreten, ich habe aber festgestellt, dass man es eben nicht jeden Tag freihändig fahrend ausrollen lässt. Trat übrigens mit Anakee nicht auf, ebenso wenig mit dem seligen T 66. Auch bei Conti TA, den ich jetzt 3000 km drauf habe ist noch kein Shimmy spürbar.

Grüße aus dem Taubertal

ecke
 
Original von Schramm
Hallo zusammen,

leichtes Shimmy bei gut 60 km/h und losgelassenem Lenker hatte ich mit nicht mehr ganz taufrischen Tourance auf der GS auch, die waren aber bei knapp 7000 km runter. Auch da schien das Problem plötzlich aufzutreten, ich habe aber festgestellt, dass man es eben nicht jeden Tag freihändig fahrend ausrollen lässt. Trat übrigens mit Anakee nicht auf, ebenso wenig mit dem seligen T 66. Auch bei Conti TA, den ich jetzt 3000 km drauf habe ist noch kein Shimmy spürbar.

Grüße aus dem Taubertal

ecke

Tach,

wobei man fairerweise sagen muss, dass der anakee niemals 7000 km erreichen wird.

Mein erster und letzter Satz Anakee hatte vorn und hinten nach ca. 5000 km Glatze.

Die anschliessend montierten Tourance haben 20.000 km gehalten.

Über lasertecs bin ich jetzt ob des beim letzten Reifenkauf geringen Preisunterschiedes bei BT 45 gelandet.

Die Fahreigenschaften des BT 45 sind etwas besser, er ist unempfindlicher bei Strassenbahnschienen.

Andreas
 
Original von eddiek

Die anschliessend montierten Tourance haben 20.000 km gehalten.

Moin

bist Du sicher dass Dein Tacho nicht kaputt ist

Auf insgesamt drei Generationen Tourance habe ich bei meiner PD hinten je max. 7-8.000 und vorne je max. 5-6.000 draufbekommen

Und der BT45 hält auch immer nur 5-6.000

Aber dafür sind Anakee und BT45 wenigstens Reifen, auch die man(n) sich bei jedem Wetter verlassen kann

Gruß

Manfred
 
Original von LausbubNRW63
Original von eddiek

Die anschliessend montierten Tourance haben 20.000 km gehalten.

Moin

bist Du sicher dass Dein Tacho nicht kaputt ist


Gruß

Manfred

Hallo Manfred,

ja bin ich , der Durchschnittsverbrauch lag bei etwas über 5 ltr/100 km

Vielleicht waren es auch nur 19.000 km

Der Tourance ist bei Nässe etwas mit Vorsicht zu geniessen, ähnlich dem Marathon auf meiner 11er LT.

Dafür ist bei beiden die Laufleistung beeindruckend, der hintere Marathon hat hinten nach 12.000 km noch ca 40 % Profiltiefe .

Durchschnittsverbrauch mit der LT liegt bei ca. 8 l /100 km, aber auch schonmal 12.

Andreas
 
Ich hatte das gleiche Problem mit dem Tourance. Flattern in allen Lagen ab ca. 50km/h auf meiner GS PD. Den Klapphelm konnte ich nicht schliessen beim Fahren, der Lenker schlug derart brutal. Ich habe jetzt den Trail Attack drauf und nichts flattert mehr, die Kuh kann ich deutlich präziser durch die Kurven fahren und Grip ist da ohne Ende.

Vergiss den Tourance! Ich habe seit Jahren immer Metzeler gefahren, immer mal wieder den Shimmy gehabt, der Tourance schlägt aber alles, schlimmer geht's nimmer. Der Conti Trail Attack war eine Offenbarung für mich. Jetzt kann ich zu jeder Zeit den Lenker loslassen, um den Helm zu schliessen oder sonst was.

Greetz Ronny
 
Mal eine Frage am Rande.

Warum flattert und pendelt denn eine BMW ständig, liegt das an der längsliegenden Kurbelwelle, oder am Kardan, der Rahmengeometrie, oder den quer laufenden Massen oder ist einfach das Fahrwerk Mist?

Meine Yamaha von 1978 hat noch NIEEE gependelt oder geflattert. Die bin ich schon mit extrem abgefahrenenen Reifen gefahren, mit fast ohne Reifendruck, zuviel Reifendruck, Monstersägezähnen, defekten Radlagern, krummer Gabel und und und; NIEEE, NIEEE!

Bei meiner BMW kann ich über den Reifendruck oder das Anzugmoment des Lenkkopflagers einstellen, bei welcher Geschwindigkeit geflattert oder gependelt wird aber wegkriegen. :nixw:

Soll ich den Boxer ins Yamaha Fahrwerk hängen? :&&&:
 
Es sind Resonanzschwingungen, die von den bewegten Motormassen ins Fahrwerk eingeleitet werden. Meine K75 konnte das auch gut mit abgefahrenen Vorderreifen (BT45). Ein neuer Reifen ist offenbar in der Lage, diese Schwingungen zu bedämpfen.
Übrigens fängt meine GS jetzt nach 5000km mit dem Conti Trail Attack auch damit an. Kann ich aber gut mit leben.
 
Hallo zusammen,

was den Verschleiß des Anakee betrifft: Er war die Ursache, dass ich den Reifen nicht mehr fahre. Ich hatte zwei Sätze drauf, der Vorderreifen hielt jeweils knapp 4000 km, der Hinterreifen ca. 4500 km. Die waren dann aber so glatt, dass ich ich mit der Rennleitung Probleme bekommen hätte!

Grüße aus dem Taubertal

ecke
 
Original von Luse
Mal eine Frage am Rande.

Warum flattert und pendelt denn eine BMW ständig, liegt das an der längsliegenden Kurbelwelle, oder am Kardan, der Rahmengeometrie, oder den quer laufenden Massen oder ist einfach das Fahrwerk Mist?

Meine Yamaha von 1978 hat noch NIEEE gependelt oder geflattert. Die bin ich schon mit extrem abgefahrenenen Reifen gefahren, mit fast ohne Reifendruck, zuviel Reifendruck, Monstersägezähnen, defekten Radlagern, krummer Gabel und und und; NIEEE, NIEEE!

Bei meiner BMW kann ich über den Reifendruck oder das Anzugmoment des Lenkkopflagers einstellen, bei welcher Geschwindigkeit geflattert oder gependelt wird aber wegkriegen. :nixw:

Soll ich den Boxer ins Yamaha Fahrwerk hängen? :&&&:

Hallo Thomas,

das mit den ruhiliegenden alten Japanern kann ich irgendwie nicht so wirklich glauben.

Die "alten" Moppeds hatten halt nicht so tolle Rahmengeometrien.

Bei Guzzis und Ducatis war es etwas besser, die liefen entweder gut geradeaus oder federten kaum noch.

Ein Kollege hat ne 1000 er oder 1100er Gold Wing , damit fährt es sich recht spektakulär....

Die Gssen fahren superhandlich, daher rührt vermutlich die erhöhte Empfindlichkeit.

Auch laufen Vorder + Hinterrad versetzt.

Andreas
 
klar, das waren in den 70ern die Unterschiede. Entweder stabiles hartes Fahrwerk oder Schlingern.

Ich persönlich mag dann doch lieber die "schlingernde" BMW. Wobei schlingern etwas übertrieben ist. Sie schaukelt halt ein bisschen in langgezogenen Kurven, die ich mit sehr hohen Geschwindigkeiten fahre. Da bin ich dann aber schon in eigentlich nicht mehr StVO-konformen Bereichen.

Als krasses Gegen-Beispiel hätte ich da eine Königswellen-Duc anzubieten. Die war zwar auch im Extremeinsatz niemals zum Schwanken zu bringen. Aber eindeutig schneller bin ich mit einer BMW unterwegs (solange es sich nicht um eine Rennstrecke handelt). Diese Erfahrung konnte ich sowohl mit einer R80 G/S als auch mit meiner heutigen R90/6 machen.
 
Danke,
scheint also typisch 2-Ventiler zu sein und es gibt keine Patentlösung wie "schweiß da ein 8er Morniereisen rein" oder "mach mal Luft in den Reifen".
Man kann es abstellen, aber 2 Tage später ist es wieder da, aber diesmal aus einem anderen Grund; Reifendruck 0,1 bar niedriger, Fliege am Spiegel, 2 Liter Sprit weniger, oder oder oder.

Dann werd ich mich dran gewöhnen müssen, abwerfen wird sie mich nicht, dafür bin ich zu schwer. :D
 
Original von Luse
Danke,
scheint also typisch 2-Ventiler zu sein und es gibt keine Patentlösung wie "schweiß da ein 8er Morniereisen rein" oder "mach mal Luft in den Reifen".
Man kann es abstellen, aber 2 Tage später ist es wieder da, aber diesmal aus einem anderen Grund; Reifendruck 0,1 bar niedriger, Fliege am Spiegel, 2 Liter Sprit weniger, oder oder oder.

Dann werd ich mich dran gewöhnen müssen, abwerfen wird sie mich nicht, dafür bin ich zu schwer. :D
Doch, gibt ne Patentlösung: Stell alle Fahrwerkslager richtig ein, montier keinen Metzeler und ersetze die Obere Gabelbrücke gegen ein massives Teil mit Radialklemmung (hab ich auch gehabt an der /6, aus ner unteren Gabelbrücke gefräst). Allein letzteres wirkt wahre Wunder. Meine /6 lief bis zur Höchstgeschwindigkeit (die nicht wirklich gering war) wie am Schnürchen gezogen, man konnte quasi gegen den Lenker treten und es gab nie eine Unruhe.
 
hört sich ja toll an. Aber woher bekomm ich jetzt eine schön gefräste umgedrehte unter Gabelbrücke? Ich jedenfalls hab dafür die technische Ausstattung und das Können nicht. :(
 
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