Lenkkopflager, aber welches

Aus zuverlässiger Quelle weiß ich, dass an den Rahmen der 2-Ventilerboxer erst nach dem Schweissen auf einem Spezialbearbeitungszentrum die Passung für das Steuerkopflager und die Schwingengewinde bearbeitet wurden und zwar in einem Aufspannvorgang! Das bedeutet, dass die beiden Lagersitze im Steuerkopf zueinanderfluchtend und rechtwinkelig dazu die Schwingengewinde bearbeitet wurden.

weißt du zufällig seit wann das so gemacht wird ?
Stolli
 
Hallo,
das wäre ja krass, wenn sowas vor dem Schweißen gemacht wurde. Der Verzug wäre vorprogrammiert.
Gruß
Pit

Natürlich wäre das krass. Das habe ich nur mal erwähnt, weil beim Lesen der bisherigen Beiträge zu diesem Thema manchmal der Eindruck aufkommt, als ob genau das der Fall ist. Die Toleranzen der beiden Lagersitze im Steuerkopf zueinander sind bei einem eingestellten Bearbeitungszentrum so gering, dass es eigentlich keinen spür- bzw. sichtbaren Versatz geben kann. Ausschussproduktion kann sich auch BMW nicht leisten. So ein Rahmen ist dann nicht mehr verwendbar.
Ich würde die Lagerschalen immer gemeinsam mit einem Spezialwerkzeug einziehen, um eine Schrägmontage evtl. sogar mit Spanerzeugung zu verhindern. Das scheint mir nämlich eher die Ursache für manchen Lagerversatz zu sein.
Stolli, ich denke, dass das seit dem Einsatz der Kegelrollenlager ab /5 so sein wird. Wahrscheinlich wurde das Bearbeitungszentrum seitdem einige Male erneuert.
Gruß
Wed
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich habe im Herbst mit einem ehem. Werkstattleiter einer BMW Niederlassung gesprochen. Er sagte mir, daß bei einigen 2V die LKL ewig halten, bei anderen nach vergleichweise kurzer Zeit (wenige 10.000km) die LKL im Eimer waren. Die Ursache waren bei den Maschinen ein unrunder Lagersitz.

Abschleifen der Lageraußenringe um 1/10mm, Einsetzen mit Buchsen- und Lagerkleber und Trocknung des Klebers unter Spannung hat das Problem dauerhaft gelöst.
 
Ich habe im Herbst mit einem ehem. Werkstattleiter einer BMW Niederlassung gesprochen. Er sagte mir, daß bei einigen 2V die LKL ewig halten, bei anderen nach vergleichweise kurzer Zeit (wenige 10.000km) die LKL im Eimer waren. Die Ursache waren bei den Maschinen ein unrunder Lagersitz.

Abschleifen der Lageraußenringe um 1/10mm, Einsetzen mit Buchsen- und Lagerkleber und Trocknung des Klebers unter Spannung hat das Problem dauerhaft gelöst.

Interessante Info, erklärt sie doch das an unserer 90/6 ist auch zweiteres der Fall ist. Das Lager habe ich jetzt geklebt. Bin mal gespannt, wie lange das hält. mmmm
 
Ist schon interessant das die Rahmen in einer
Lehre nachgearbeitet worden sind, aber auch
nach meiner eigenen Erfahrung gibt es schon
Ausreisser. Bei meiner ersten /7 habe ich mir
über LKL niemals Gedanken gemacht und das
gute Stück hatte ich über 250TKM im Gebrauch.

Die frühe GS war auch unauffällig, zumindestens
an dieser Stelle. Eine CS hat aber selten mehr als
20TKM mit einem Satz absolviert. Zu der Zeit habe
ich angefangen die Aussenschalen abzuschleifen und
einzukleben, wurde damals als Hilfsmittel angeraten.
Meine erste Kleindrehbank von Bullkraft/Emco konnte
ich mir damit schönreden:gfreu:

Bei der letzten Q sind die Lagersitze aber schon sehr
exakt ausgeführt, da bin ich bei Triumph/Kawasaki ganz
andere Abweichungen gewöhnt.

Gruss Harald
 
Um Deine Frage zu beantworten:
Ein Kegelrollenlager, 320/28 X ist die Bezeichnung des Lagers. Wenn das von einem renomiertem Hersteller wie FAG, SKF, INA oder so kommt, kannst Du nix falsch machen!
Das kriegst Du bei jedem Lagerhändler.
Lass m.E. die Finger von der Bucht in diesem Falle!

Nur der Vollständigkeit halber: es gibt auch die SKF Lager in der Bucht, da muss man aber nach dem Lagertyp suchen (320/28x) und nicht nach "Lenkkopflager BMW /5/6/7". Kosten rund 20€ pro Stück, unterm Strich also ca das dreifache als die billigen Lager.
 
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