Linksausdreher

Tam92

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16. Apr. 2019
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Hat jemand Erfahrung mit diesen Linksausdrehern?

Zumindest im Verkaufsvideo machen die einen ordentlichen Eindruck.

Gruß, Frank

IMG_7473.png IMG_7474.jpeg
 
Nein, keine direkte Erfahrungen mit diesem Produkt aber ganz allgemein mit Ausdrehern: Ich habe bei Ausdrehern nur Qualitätswerkzeuge (Kukko, Stahlwille). Aber auch mit denen eher schlechte Erfahrungen. So ein abgebrochener Ausdreher ist halt echt Mist. Ich bevorzuge in den seltenen Fällen, in denen ich sowas brauche:
  • Ausbohrer mit Linksantrieb. Mit denen geht der Stumpf dann oft raus, wenn beim Bohren der Schraubenkern warm wird und die Vorspannung sinkt.
  • Was immer funktioniert hat, wenn es die Schadstelle zugelassen hat: Mutter auf den Schraubenrest aufschweißen. Durch die Wärme dehnt sich der Schraubenkern stark und lässt sich einfach lösen. Damit war ich z.B. an extrem festgegammelten abgebrochenen Auspuff-Stehbozen am Auto erfolgreich.
Das verlinkte Set sieht stark nach "China" aus. Ich weiß, die Qualität der Werkzeuge dort ist viel besser als früher. Aber bei mir unlängst: Irgend ein neu gekaufter Satz zum lösen von PKW Lichtmaschinen Riemenscheiben. Der XZN Gegenhalter ist bereits bei geringer Belastung einfach abgebrochen. Sowas hatte ich schon lang nicht mehr.

Gruß
Marcus
 
Ich kannte bisher nur die klassischen, konischen Linksausdreher, welche gerne abbrechen.
Die hier gezeigten Stumnel sind da anders.
 
Zuletzt bearbeitet:
Kenne die auch nicht.
Folgendes ist mir aufgefallen:
Die großen Durchmesser sehen zylindrisch aus, während die kleinen konisch sind.
Genau diese konische Gestaltung bei den Standardausdrehern führt ja dazu, dass
sich die aufgebohrte Schraubenhülse beim Eindrehen des Wekzeugs weitet und
unlösbar verklemmt - der Einsatz bricht ab.
 
Die zylindrischen Werkzeuge sind zum Ausdrehen defekter Inbus- Schrauben gedacht, die konisch ausgebildeten Ausdreher zum Ausdrehen von angebohrten Schrauben oder Hülsen. Dabei weisen die konischen eine Sechskantaufnahme auf. Das möchte ich nicht haben, mit einem Windeisen habe ich mehr Gefühl. Weiterhin wird durch den spitzeren Winkel die Zone für den Eingriff des Werkzeugs verkürzt und die angebohrte Schraube mehr gedehnt um ein vergleichbares Drehmoment aufbringen zu können. Ansonsten wie schon geschrieben:
mittig ankörnern, bis möglichst nahe ans Gewinde linksherum aufbohren um die Spannung aus dem Material zu nehmen (oft kommt der Bolzen dann schon). Dann nochmal sauber ansenken und mit Gefühl den Linksdreher bedienen.

Gruß
Peter
 
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