Motor R75/5 optimieren - was würdet ihr alles ändern?

WaP

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Servus,

ich möchte im Winter anfangen meine alte 75/5 herzurichten - Richtung soll so Roadster im Stil von Roughchild werden, da das Teil gut über 30 Jahre gestanden hat werde ich eh alles auseinander nehmen - auch den Motor. Ziel soll sein gut Dremo von unten, ruhiger Lauf, breites Drehzahlband geht vor Spitzenleistung. Ich liebäugele stark mit dem 1000er Kit von SR, was würdet ihr sonst noch ändern/verbessern? Nicht nur in Bezug auf das Leistungsverhalten sondern auch auf Laufruhe und Zuverlässigkeit. Als Stichworte fallen mir da so Sachen wie - Doppelzündung, kontaktlose Zündung, Kennfeld, Kopfbearbeitung, Schwung, Starter - ein.
Da ich thematisch seit über 20 Jahren aus dem 2V Bereich raus bin würde ich mich über Vorschläge und Meinungen von euch freuen.

bye Werner
 
Hi,

zum /5 Motor mit 1000ccm werden sich andere melden.
Über meine Meinung zur angestrebten Optik schweige ich lieber ehe ich mich wieder unbeliebt mache.

Gruß
Willy, der kein Freund von serienmäßigen Motorrädern ist....
 
Hi Willi,

die angestrebte Optik ist nu auch nicht Thema des Fadens und reine Geschmacksache, das kann jeder mit seinem Moped halten wie er will, mir reicht eine originale DKW RT 175 ;-)

bye Werner
 
Hi Werner,

ich weiß aber mit dem /5 Motor und der Installation von 1000ccm kennen sich andere besser aus. Ich konnte aber nicht anders als ich die Bilder sah, bitte darum, dies zu verzeihen.
Eine RT175 eines Freundes fahre ich auch ab und zu.

Gruß
Willy
 
Hallo Werner,

bevor Du über eine Leistungserhöhung des Motors nachdenkst, beachte bitte: Die /5–Kurbelgehäuse haben noch die unverstärkten Hauptlagersitze und die Kurbelwellen die M10 Gewinde zur Verschraubung der Schwungscheibe/Kupplung. Beides wurde kurz darauf (aus gutem Grund!) geändert.

Bei dieser Entscheidung würde ich, wenn Motorblock und Kurbelwelle original bleiben sollen, auf eine Leistungserhöhung verzichten – mit einer ordentlichen Portion Risikobereitschaft kann man das natürlich auch anders sehen. :D

Gruß
Florian
 
wenn du den Motor wirklich auseinander nimmst,würde ich auf jeden Fall das hintere Nockenwellenende umarbeiten.
Der kleine Halbmondkeil ist dem hohen Öldruck bei Kaltstart nicht immer gewachsen.
Entweder bricht der weg,oder die Nut dafür bricht aus.
Abhilfe wäre: am Nockenwellenende die zwei Flächen fräsen für den späteren kleinen Ölpumpenrotor.
Die Kurbelwellenanlaufscheiben,erste Version zeigen auch oft Ausbrüche an den Laufflächen.
Die M 6 Mutter am Fliehkraftversteller sehr vorsichtig befestigen,der kleine Gewindezapfen bricht leicht ab
wenn zuviel Anzugsmoment.
Hans.
 
Moin zsamn,

@Florian - Danke für den Hinweis, ab wann wurde das geändert /6? Zur Leistungssteigerung sind evtl. auch die Betriebsrahmenbedingungen zu sehen : ich will keine Spitzenleistung, es werden verm. 4000km/a Landstrasse gefahren und die eher gemütlich - dazu soll sie etwas Bums von unten raus haben (mit Richtung 70 sind die Zeiten wo ich "mit dem Messer zwischen den Zähnen" gefahren bin schon lange vorbei ;-) ) Soweit ich weiss sind auch die /5 Motoren früher schon ordentlich gekitzelt worden - Stichwort 'Labitzke' - ohne direkt auseinander zu fallen, ist sicher auch eine Frage ob man beim Fahren das Hirn anlässt.

@Hans - auch dir Danke für die Hinweise, das mit der Nockenwelle bekomme ich hin (gute Werkstatt mit Drehe und (CNC)Fräse habe ich), ab welcher Serie gibt es den anderen Pumpenrotor? Das Innenleben werde ich mir gut anschauen und alles nachmessen (entsprechendes Messequipment ist auch vorhanden). Der besagte Gewindezapfen ist schon ab, passierte 1988 kurz vor einem Marokkotrip, wir haben dann mit einem VHM Bohrer ein Loch in die Welle gebohrt und einen neuen Passzapfen eingeschrumpft/geklebt, hat bis zur Ausserbetriebsetzung problemlos gehalten, Zündung soll aber eh auf kontaktlos (verm. Sachse) umgebaut werden.

bye Werner
 
Stichwort "Labitzke": Ich hatte eine /5 die aus der Werkstatt von Otto Labitzke kam. Er hat allerdings gleich einen R75/6 Motor und auch ein 5-Gang Getriebe mit Verstärkungsrippen am Gehäuse verbaut. Die Telegabel aus seiner Werkstatt war ein Traum!
 
Hallo Werner,

ich würde es lassen, also die 980cc.

Artgerecht gehaltene /5 und frühe /6en gibt es eigentlich nicht mehr in Nummerngleich.

Die haben alle mehr oder weniger ein neues Mot.-Gehäuse bekommen.

Selbst mit nur 900 cc, der frühen R90S hat es sehr viele Gehäuseschäden gegeben.
Was ich ggf. für mich machen würde, 800er Nikasil Zylinder mit den höher Verdichteten Wössner Kolben vom Israel.

Dazu zwingend die letzte Version der M10x1 Schwungscheiben Schrauben.
 
Bezüglich Ölpumpenrotor denke ich, dass eine Umrüstung nicht zwingend erforderlich ist solange die Q nur bei Temperaturen >10 Grad Celsius gefahren bzw. gestartet wird - bei einem Roadster Umbau gehe ich von einem Schönwetterfahrzeug aus ;)

LG
Rainer
 
Hi,

ok - das klingt überzeugend, ich will mich auch nicht stur auf den SR Kit versteifen, es klang halt gut. Abgesehen vom Hubraum, was würdet ihr dem Motor alles Gutes tun wenn er eh schon mal auf ist und (abhängig von den Messwerten) revidiert wird?

bye Werner
 
Hallo,

auf dem Motorumbau in Richtung mehr Leistung würde ich verzichten. Das 4-Gang Getriebe ist mit 50 PS schon ziemlich ausgenutzt.
Beim Motorgehäuse kommt es auf das Baujahr an. KW, Alte Pleuel, Ölpumpendeckel würde ich in der Version ab 1972 verbauen.
Die 36 Dellortos habe ich wieder herausgeworfen, die Vorderradbremse ist dem Baujahr entsprechende von der Honda HCR 163, eingetragen und H Kennzeichen. 1000 Zylinder gehen eigentlich nicht in die 97 mm Gehäusebohrung. Kann man trotzdem machen, fällt dann unter die Rubrik "Gesteigerter Murks".

KrümmerLD.JPG IMG_7593.jpeg

Bin eigentlich mit meiner R75/5 recht zufrieden. Nach Umbau auf 800 cm³ Nicasilzylinder und 55 PS Kolben reicht die Motorleistung völlig aus für Land und Bundesstraßen. Autobahn ist für mich mit einem Motorrad eh ein gräul.

Gruß
Walter
 
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Moin Werner.
Aus nem alten Ackergaul macht man kein Rennpferd.
Alleine die rudimentäre Bremsanlage verbietet m.E. eine Leistungssteigerung.
Wenn Du da "bei gehst" und die ordentlich bremst kannst Du natürlich weitermachen:
1.000 ccm, wobei die 800 völlig reichen. Die alten 800er Sätze bekommst Du nachgeschmissen.
Köpfe überholen und Quetschfläche anpassen
neue Ventile mit 45°-Sitz
Nockenwelle mit 296° für das Treckerfeeling.
Igniitech
Rest so lassen.
Gute Fahrt !
 
Meistens sind die Zylinderköpfe zur Überholung fällig (was sich mit dem nun nicht für einen SR-Kit ausgegebenen Geld ja gut finanzieren lässt :D).
Die erste Adresse hierfür ist Rolf aus Berlin.

Gruß
Florian
 
Hallo ich habe auch jahrelang R80 Zylinder auf einer R60/5 gefahren, und bin damit zufrieden gewesen!
Ich habe mir auch mal R75 Zylinder auf 800ccm bei Israel aufbohren lassen mit passenden Kolben, vom Geräusch und Optik sind die schöner !
R80 Zylinder mit wenig Kilometer sind aber selten geworden und teuer !
Gruß Bernd

DSC01974.JPG
 
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Ich oute mich auch mal, habe damals mit dem Herrn Siebenrock telefoniert und der hat mir die 1000er wärmstens empfohlen, trotz des schwächeren Gehäuses.
Meine 70er R60/5 (75/5 Zylinderköpfe u. Vergaser) ist seitdem ein echter Kraftprotz und ein Sprinter :)
Allerdings geht ihr mit dem Vierganggetriebe und der Originalübersetzung ab ca.120Km/h die Puste aus, dementsprechend wird er nur lauter, aber sehr langsam schneller 😅 aber mir passt das so.
Mit nem Fünfgang und R75/5 Getriebe und schmaleren Reifen geht da sicherlich einiges mehr.

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Ich oute mich auch mal, habe damals mit dem Herrn Siebenrock telefoniert und der hat mir die 1000er wärmstens empfohlen, trotz des schwächeren Gehäuses.
Meine 70er R60/5 (75/5 Zylinderköpfe u. Vergaser) ist seitdem ein echter Kraftprotz und ein Sprinter :)
Allerdings geht ihr mit dem Vierganggetriebe und der Originalübersetzung ab ca.120Km/h die Puste aus, dementsprechend wird er nur lauter, aber sehr langsam schneller 😅 aber mir passt das so.
Mit nem Fünfgang und R75/5 Getriebe und schmaleren Reifen geht da sicherlich einiges mehr.

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Nichts gegen Jochen Siebenrock, aber schon mal drüber Nachgedacht das er an einem Verkauf interessiert war?

Und was Du da mit ab 120 wird es zäh beschreibst, ist ein Abstimmungsproblem, bzw. ein nicht Abgas los werde Problem.

Und ein Serien 5-Gänger ist im letzten Gang nichts anderes wie ein 4-Gänger im 4.
 
Hallo, wenn es Dir nur um´s Landstraßensurfen geht, könntest Du auch über eine kürzere Endübersetzung nachdenken. Weitaus weniger Aufwand, das Umzusetzen und jederzeit rückrüstbar...
 
Hallo die Zuganker halten das auf Dauer nicht aus , linke Seite vorn oben ist in der Regel im schlechten Zustand , ab 76 sind die mit 99 Bohrung besser , die Blöcke sind alt und verbraucht !
 
Nabend zsamn,

unabhängig von Hubraum und Leistung - was bietet sich noch an zu machen wenn man einmal drüber ist und was bringt es? Ich werfe mal so ein paar Gedanken in den Raum - Lager Kipphebel, elektronische kontaktlose Zündung, Anlasser (kann man den Zahnkranz tauschen für 9Z Valeo?), Schwungscheibe erleichtern, Stössel/Stangen, falls die Kupplung auf ist - gibt es was besseres als Serie?, M10x1 in 12.9 sollte es doch auch in passender Länge geben - wenn jemanden sonst noch was einfällt gerne Vorschläge. Übersetzung hatte ich auch schon dran gedacht, aber ich finde den Sprung zur R60 nicht solo groß und die der R50 ist mir zu kurz dazu schwer aufzutreiben.
Abseits vom Motor - ich möchte aus optischen Gründen die Trommelbremse vorne drin lassen - mir ist Bremsbacke.at empfohlen worden, deren "rote Beläge" sollen sehr gut sein - hat da jemand Erfahrung mit?
Das ist für mich auch kein Projekt was zwingend im Frühjahr auf der Strasse sein muss, als Rentner habe ich Zeit, kann jetzt machen was mir Spass macht und solche Technikprojekte machen mir halt Spass, letzten Winter bis diesen Sommer habe ich eine alte 55er DKW RT 175 aus einem Haufen verwarzter Teile wieder restauriert (das Modell war meine "Erste" mit 18) und das hat mir Riesenspass gemacht, die R75/5 ist seit 81 in meinem Besitz und jetzt wo ich die Zeit und werkstattseitig die Möglichkeit habe möchte ich sie wiederbeleben, halt nicht im Oregenolzustand sondern etwas peppiger (bitte keine Diskussion darüber - degustibus non est disputandum ;-) )

bye Werner

rt.jpeg
 
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Hallo,

vorn habe ich die Beläge bei REBI aufkleben lassen. Nicht wiederzuerkennen in der Bremsleistung. Kosten praktisch so viel wie neue Beläge mit Träger.
Gleich die hinteren mitmachen lassen. Habe ich leider bei mir vergessen.

Gruß
Walter
 
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Das Thema Leistungssteigerung wurde ich aus mehreren Gründen bleiben lassen.
Das Gehäuse erträgt die ev. nicht dauerhaft.
Die originale Schwungradverschraubung wird ziemlich sicher nicht halten.
Die Bremsen und der Rahmen sind von BMW nicht für mehr als 50 PS freigegeben.
Dass das Ganze legal auf die Straße kommt, ist daher zumindet sehr schwierig.
 
Nabend Michael,

ohne das Thema SR wieder aufzuwärmen - das gibt es mit Teilegutachten und somit eintragbar.

bye Werner
 
Hallo, wenn es Dir nur um´s Landstraßensurfen geht, könntest Du auch über eine kürzere Endübersetzung nachdenken. Weitaus weniger Aufwand, das Umzusetzen und jederzeit rückrüstbar...

Das kann man auch völlig ohne Aufwand und obendrein kostenlos haben ... einfach runterschalten.

... , Anlasser (kann man den Zahnkranz tauschen für 9Z Valeo?), ...

Nicht nötig. Für den Valeo gibt's ein Umrüstkit auf 8-Zähne-Ritzel passend zur "ollen" Schwungscheibe.

... vorn habe ich die Beläge bei REBI aufkleben lassen. Nicht wiederzuerkennen in der Bremsleistung...

Nach über einem Dutzend REBI-Beklebungen kann ich das "nicht wiederzuerkennen" unterstreichen, aber ...

Kosten praktisch so viel wie neue Beläge mit Träger.

... alle Neubeklebungen waren deutlich preisgünstiger als neue Komplettteile egal ob Original-BMW oder von wem auch immer.
 
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