Nikasil Zylinder auf /7 vor '81 geht dass?

Wenn der betreffende Zuganker demontiert ist, sieht man das Löchlein im Gewinde sehr gut. Ist wirklich nicht groß und schnell zugeschmiert bei unsachgemäßer Anwendung von Silikon.
Zudem besteht die Gefahr, bei Instandsetzungen des Gewindes mit Helicoil oder mit Gewindebuchsen dieses Loch (auch teilweise!) zu überdecken.
Genau checken!
Zum Glück hast du das entdeckt und fährst nicht einfach drauflos.
 
Vielen Dank, so hatte ich das Prinzip bisher auch verstanden.. dann Stehbolzen raus und Gewindegänge sauber machen..
Vielen Dank, ich halte euch auf dem Laufenden

Gruß Hartmut
 
Langsam! Die Stehbolzen müssen nicht unbedingt raus, schau dir dieses Dokument an: Klick
Eventuell bekommst du das von außen sauber.
Die Kpfe können bei der Aktion auch auf den Zylindern bleiben.

Gruß
Peter
 
Also, hab den Stehbolzen herausgedreht, war aber eigentlich nur ein halber Gang mit Silikon verschmutzt. In der Bohrung und auch in dem dünnen Ölkanal war nichts drin. Hab mit Pressluft ausgeblasen und erneut zusammengebaut. Immer noch gleich, auf der Auslassseite kommt gefühlt ein 1/4 Liter Öl, auf der Einlassseite nur ein paar Tropfen.
Ich werde jetzt mal versuchen, eine 0,8 Schweißdraht in den Kanal zu schieben, vielleicht ist weiter innen etwas verstopft.

Gruß Hartmut
 
Hallo Peter,
in dem von dir empfohlenen Dokument steht, dass man die Ölbohrungen an den Zugankern auf Durchgängigkeit prüfen soll. Wir wird das gemacht? Mit Luft oder z.B. mit einem Draht?

Ich möchte mich nicht dümmer präsentieren als ich vielleicht bin, mir fehlt hier einfach die Erfahrung und vielleicht will ich auch, nach dem inzwischen. 3.Versuch, etwas erzwingen🫣

Gruß Hartmut
 
Zieh mal den Zylinder, dann siehst du ob Dichtmittel über den O- Ring bis an den Stehbolzen gequollen ist. Das kann man, wenn man Glück hat, am Stück raus prokeln.

Gruß
Peter
 
Am Auslasskipphebel kommt reichlich Öl, hier kommt das Öl über den Zuganker an und fließt rüber zum Einlass. Am Auslasskipphebel geht einiges an Öldruck verloren, deswegen fließt weniger Öl beim Einlasskipphebel raus - ist das nicht normal?

LG
Rainer
 
Hallo Rainer, die beiden Seiten sind über die Ventildeckeldichtung (sieht mit etwas Fantasie ja aus wie eine 8), voneinander getrennt.

Und den Zylinder hatte ich ja schon gezogen und sogar den Stehbolzen rausgedreht.

Morgen ein neuer Versuch mit Druckluft und Draht. Vielleicht ist wirklich weiter innen etwas verstopft. Könnte ja auch irgendein Fremdkörper sein, der mal irgendwann im Ölkreislauf gelandet ist.

Gruß
Hartmut
 
Dreck von Innen ist sehr unwahrscheinlich.
Guck Dir mal den Ölkreislauf in der Datenbank an, die Einlassventile kriegen den Saft als letztes Glied der Kette.
Wenn Du vom Stehbolzen aus stocherst, kannst Du etwaige Dichtmasse tiefer reinstopfen.
Von der anderen Seite kommst Du aber nur mit viel Demontage ran.
Guck Dir mal den Öldruck bei warmem Motor ab 2.000 U/min mit einem Manometer an, nicht daß da generell was im Argen und der Mangel an dieser Stelle nur ein Symptom ist.
Stichworte: Ölfilterdichtung korrekt, Überdruckventil am Kurbelwellenhauptlager hängt nicht im offenen Zustand?

Eine Gewindebuchse ist dort nicht verbaut?



Gruss, Frank
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,

die Ölkanäle nach hinten wurden nach dem Guss des Gehäuses von vorne her gebohrt (im Bild rot markiert).
Sie werden durch die oberen Stehbolzen, die den Kettenkasten halten, verschlossen. kann man also gut prüfen, wenn der Kettenkasten abmontiert ist. Wenn man mit einer starken Taschenlampe reinleuchtet, sollte man das Licht durch die Bohrungen im oberen Gewinde der Zuganker sehen. Oder halt mit Luft, dazu sollte die Düse aber schon bis fast an den hinteren Stehbolzen reichen. Wenn man nur vorne reinbläst, verschwindet der grösste Teil der Luft durch das Lagerschild und den vorderen Stehbolzen.
Es dauert schon ne ganze Weile, bis das Öl am hinteren Zuganker rauskommt, wenn der Motor gestartet wird. Wenn dazu das Öl noch kalt und zähflüssig ist, noch länger.

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