Nur ein einziger Klack ....

h2ovolli

Fournales&Dellorto Dealer
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10. Aug. 2008
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7.603
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Minden-Todtenhausen
.... pro Hinterradumdrehung! Immer an der selben Reifenstellung. Nur wenn ich vorwärts drehe, oder eben rolle. Wenn ich langsam drehe, oder auch rückwärts, dann klackt nix.
Ich rede über den Achsantrieb, Kardan, Trommelbremse meiner R100 (der Stier) irgendwie vermute ich den Fehler ja im Bereich der Trommelbremse, denn wenn es im HAG oder Kardan wäre, wäre es ja nicht immer an der selben Reifenstellung.
Obwohl, es könnte noch im HAG die Lagerung vom Tellerrad sein.
Hat jemand schon mal sowas gehabt?
 
Moin Volker,

bei meiner /6 war es seinerzeit das Radlager. Das Ganze trat
während einer Eifelrunde auf und verstärkte sich schnell.
Bin aber die noch gut 170Km bis nach Hause gekommen...

Und jetzt gehts los zum Forentreffen...

:wink1:
 
Radlager habe ich jetzt mal ausgeschlossen, die sind grad neu drin!
Aber wer weiß schon genaues, ob sich so ein FAG oder SKF Lager nicht doch mal nach 2000Km verabschiedet!
 
Mit den gleichen Symptomen habe ich auch zu tun. Im kalten Zustand ganz leise und im warmen Zustand deutlich vernehmbar. Egal, ob langsam oder schnell gedreht. Pro Umdrehung immer an der gleichen Stelle knackt es.
Neu gelagert wurde der Antrieb vor ca. 32.000 km.
Ich glaube nicht, dass es von der Trommel kommt, hier knackts trotz Scheibenbremse.
 
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Schonmal das Getriebelager gemacht ? Fing bei mir genau so an . Erst nur zu hören beim vorwärts aus der Garage schieben oder aufgebockt vorwärts drehend,sogar leicht fühlbar. Rückwärts war erstmal ruhe. Wurde nach ner Weile lauter. Im Fahrbetrieb noch nicht hörbar. Hab dann mal jemanden gefragt der sich damit auskennt . Und siehe da nachdem mal ein frisch überholtes getriebe reingesteckt wurde war ruhe.
Gruß Lacker
 
Hi Volker
Wenn ich dich richtig verstehe, dann klackt es sowohl aufgebockt, als auch mit Fahrer. Was ist mit Motorlast?
Wenns immer an der gleichen Stelle klackt, dann muss es mit einem von den Teilen zu tun haben, die sich eben direkt am Rad befinden und mitdrehen. Kardan scheidet also aus. Bleiben Tellerrad, Bremse oder Radlager (unwahrscheinlich). Bau das Rad aus und dreh die Radaufnahme ohne Rad. Wenns immer noch klackt, dann ist es der Endantrieb, wenn nicht, dann guck nach der Bremse.
Zuvor würde ich noch ein bischen mit der Bremse spielen. Klacks auch, wenn die Bremse ganz leicht anliegt? Nach dem Lösen des Bremsgestänges noch mal zwischentesten. Wenn das Klacken weg ist, weißt du direkt, dass es an der Bremse liegt. Leg mal die Hand an das Bremsgestänge und dreh das Rad. Kann man das Klacken am Gestänge fühlen? Das kannst du auch mit dem Endantrieb versuchen...
Schöne Grüße aus dem sonnigen Ostbelgien
Zoltán
 
Nach der Nachmittagsrunde habe ich mal genauer hingehört. Das Klacken ist am Getriebeausgang (Getriebe überholt vor 17.000 km) ebenso laut zu hören wie am HR-Antrieb. :schock:
Müßte aber eine Übertragung des Klacks vom HR-Antrieb sein, die Kardanwelle dreht sich ca. 3x pro Radumdrehung.
 
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Hallo Volker,

ich hatte dieses Klack-Geräusch auch an meiner 82er R 100 mit Trommelbremse. Diverse Austauschaktionen, also Hinterrad, Bremsbacken, komplette Schwinge mit meiner 81er R 100 führten zu dem Ergebnis, daß das Klacken (pro Umdrehung 1x) aus dem Endantrieb der 82er kommt. Interessanterweise war das Klacken weg, wenn ich die Befestigungsmutter der Steckachse gelöst habe.
Ich war seinerzeit, so etwa vor 2 Jahren, bei Patrick und habe ihm die ganze Sache vorgeführt. Das war noch in der alten Werkstatt. Er hat mir den Endantrieb komplett neu aufgebaut und seitdem ist Ruhe. Der Antrieb läuft jetzt auch viel leiser als vor der Reparatur.
Wenn Patrick hier mitliest wird er sich bestimmt daran erinnern und kann Dir dann genauer sagen, was er alles gemacht hat.

Gruß, Rüdiger
 
Hallo Volker,

Lager gehen entweder sofort kaputt oder sie halten. Ich tippe auf die Trommelbremse.

Gruß, Sucky

Woher hast Du denn die Weisheit? ;;-)

Also ich tippe jetzt mal ganz stark auf das große Lager im HAG!
Werd´ gleich mal tauschen, ich baue mal das HAG von meiner CS in den Stier.
Und gehe gleichzeitig auf die Suche nach einem gebrauchten HAG!
Kukksdu
 
Ich baue seit 20 Jahren Spindellager in Frässpindel ein, die zwischen 6000 und 16000 U/min laufen. Nach einem Fettverteilungslauf von einigen Minuten kriegen sie die volle Drehzahl. Die aller meisten Lager halten das aus und haben dann die vom Hersteller angegeben Lebensdauer oder mehr, vorausgesetzt sie werden nicht angefahren oder tot gefettet. Einige wenige Lager halten das nicht aus und gehen unmittelbar kaputt. Früher sind wir mit langsam ansteigenden Drehzahlsprüngen bis zur Höchstdrehzahl gegangen. Das hat zwar länger gedauert aber trotzdem sind dann prozentual genau so viele Lager Kaputt gegangen. Schlechtesten falls nach kurzer Zeit beim Kunden. Den Aufstand kannst Du Dir denken.

Im Motorenbau ist es heute ähnlich. Die kriegen auch sofort die volle Drehzahl zum testen. Die, die nicht kaputtgehen, werden eingebaut.

Gruß, Sucky
 
Bei Symptomen hilft immer eine systematische Betrachtung.
Wenn das Geräusch ein mal je Radumdrehung immer am gleichen Punkt auftritt, kommen in Frage:
1 die Radlager
2 die Bremstrommel
3 das Tellerrad
4 dessen Lager.
Die Teile gilt es nacheinander zu prüfen und du findest die Ursache.
Schneller geht das, wenn man für 1 und 2 probeweise ein anderes Rad und für 3 und 4 ein anderes HAG einbaut. :bitte:
 
So liebe Leute, ich habe mal das HAG repariert!
Das einzige was offensichtlch defekt war, war das große 16013 Lager vom Tellerrad, das hatte deutlich Karies.
Tellerrad und Kegelrad haben kein Pitting, die Verzahnung zum Hinterrad hat ganz leichte Abnutzung.
Das Kegelrad habe ich gar nicht ausgebaut, da war absolut nichts an den Lagern zu spüren. Genausowenig wie am Nadellager unter dem Tellerrad, das musste natürlich raus um an den WeDi darunter zu kommen. Ausgetauscht habe ich den dann natürlich auch, genau wie den WeDi 65-85-10 im HAG-Deckel, dazu noch eine Gehäusedeckeldichtung, alles penibel wieder zusammengebaut, fertig.
Wieder ins Motorrad eingebaut, Öl drauf, Probefahrt gemacht, was soll ich sagen: Läuft wie einst im Mai, echt prima!:D
Reparaturkosten keine 50,-€ mit dem Risiko, das nicht alles was kaputt gehen könnte, erneuert wurde, also nicht jedes Lager, nicht jeder WeDi und schon gar nicht Tellerrad und Kegelrad.
Vllt. habe ich ja Glück und es hält ne gute Zeit!
Kostenvoranschlag zur Reparatur über tausend Euro, mit dem Hinweis, das es ein neues HAG für 875,-€ bei BMW gibt.
Ich habe jetzt erst mal richtig gute Laune!:yeah:
 
Hallo,

so beruhigend würde ich mich mich im Sessel zurücklehnen. Das Tellerrad wandert mit seiner Ablaufflanke mit der Zeit nach innen. Dort werden dann die zu übertragenden Kräfte zu groß und die Zähne brechen aus.

Gruß
Walter
 
Hallo,

so beruhigend würde ich mich mich im Sessel zurücklehnen. Das Tellerrad wandert mit seiner Ablaufflanke mit der Zeit nach innen. Dort werden dann die zu übertragenden Kräfte zu groß und die Zähne brechen aus.

Gruß
Walter
Kannst Du das bitte genauer erklären, was ist Deiner Meinung noch zu tun?
Wenn ich ein bis dahin tadellos funktionierendes Hag nur auseinandernehme und ein exakt gleiches Lager tausche, was kann sich nur durch auseinanderbauen negativ verändert habe! Ich frage, weil ich es wirklich nicht besser weis!
 
Kannst Du das bitte genauer erklären, was ist Deiner Meinung noch zu tun?

Hallo,

das Kegelrad läuft in einem doppelreihigen Schrägrollenlager und wird vorn nur geführt durch ein Nadellager. Damit gehen die ganzen Antriebskräfte aus der Klingenbergverzahnung auf das Schrägrollenlager. Alles was diese Lager nachgibt verändert den Ablaufpunkt auf dem Tellerad. Leider immer weiter zur Mitte hin. Dort sind die Zahnräder am schwächsten und die Seuche beginnt am inneren Teil vom Tellerad.
Anhang anzeigen 133816Anhang anzeigen 133817Anhang anzeigen 133818

Vor der Montage vom Deckel würde ich daher immer nachprüfen wo aktuell die Zahnräder aufeinander laufen. Schön entfetten, einen weißen Farbklecks auf des Kegelrad und durchdrehen. Dann sieht man sehr schön das Ablaufbild auf dem Tellerad.
P1010781a.jpg

Gruß
Walter
 
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