Öl auf Hinterradbremse R80 G/S

jogi_1200

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01. Juni 2025
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Hallo zusammen,
nachdem ich an meiner R80 G/S keinerlei Bremswirkung an der Hinterradbremse mehr hatte, hab ich das Hinterrad abgebaut und festgestellt, dass da alles verölt war, also im Bereich der Bremsbacken. Konnte erstmal keine Ursache finden, habe alles saubergemacht, zusammengebaut und nach ca 800km war die Bremswirkung wieder weg und hinten drin wieder alles verölt. Frage mich nun was die Ursache sein kann. Der Wellendichtring, glaub ich nicht so richtig, wurde vor ca 10 Jahren schonmal gewechselt und nach Reinigung läuft auch kein Öl mehr nach, ok kann natürlich sein dass das daran liegt, dass das Fahrzeug aktuell im zerlegten Zustand in der Garage steht. An der Ablassschraube fürs Endabtriebsöl tropfts regelmässig, ca 1 Tropfen am Tag, aber wie soll dieses Öl in den Bereicht der Bremsbacken kommen?
Bei der Demontage der Bremsbacken konnte ich dann auch noch den Lagerbolzen für die Bremsbacken (also nicht die Nocke, sondern die andere Seite) komplett rausziehen, da war ich etwas überrascht. Und wenn man dann in die Bohrung für den Bolzen reinschaut, dann sieht man auch dass es da hinten irgendwie durchgeht. Vermutlich in den Bereich des Endabtriebs, also da müsste ja dann Öl drin sein, aber drückt sicht dann das Öl an der Stelle am Bolzen vorbei und landet auf den Bremsbacken?
Bin bischen ratlos.
Wäre super wenn mir jemand einen guten Rat hätte.
 
Die Bremsschlüsselwelle läuft quer durch das HAG quasi im Öl und wird nach außen und zu den Bremsbacken nur durch O-Ringe abgedichtet. Ich habe das erst dann trocken bekommen, nachdem ich eine durchgehende Stahlbuchse eingezogen hatte. Seitdem ist das trocken.
 
ok, die Buchse ist bei mir auch drin, habe aber gesehen dass am Ende der Buchse sich ein Tropfen Öl angesammelt hat, hab den mal abgewischt und werd prüfen ob da nochwas nachkommt. Find ich interessant, wie soll denn da Öl hinkommen, würde bedeuten dass zwischen Wandung der Buchse und der Bohrung im Gehäuse Öl durchläuf?
 
ok, die Buchse ist bei mir auch drin, habe aber gesehen dass am Ende der Buchse sich ein Tropfen Öl angesammelt hat, hab den mal abgewischt und werd prüfen ob da nochwas nachkommt. Find ich interessant, wie soll denn da Öl hinkommen, würde bedeuten dass zwischen Wandung der Buchse und der Bohrung im Gehäuse Öl durchläuf?

Nein, das Öl läuft zwischen der Bremsschlüsselwelle und deren Lagerbuchse im HAG-Deckel durch falls der/die Dichtringe auf dieser Welle ihren Job nicht mehr gut machen. Falls wir von derselben Buchse sprechen ....

Die Wahrscheinlichkeit dass Öl zwischen dieser Buchse und dem Deckel durchsickert ist demgegenüber sehr viel geringer. Aber bitte ... in meinen nunmehr 45 2V-Jahren ist das exakt einmal aufgetreten.

Im Übrigen wär es viel schlauer gewesen nach dem ersten Reinigungsakt nicht so lange zu fahren bis wieder ALLES verölt war sondern nur wenige Kilometer. Dann hättest Du nach der Raddemontage sehen können über welchen Weg das Öl in den Bremsraum gelangt ist.
 
Hallo
hab jetzt mal ein Bild angehängt, es zeigt die Buchse in welcher die Bremsschlüsselwelle läuft und da hängt jetzt wieder ein neuer Öltropfen dran.
Jetzt nochmal zum Kommentar von Werner, wenn also bei mir eine Stahlbuchse oder Stahlhülse eingepresst ist dann kann ich die Bremsschlüsselwelle theoretisch ohne Dichtungsringe verwenden, klar dann würd halt Dreck und Staub reinkommen. Die Abdichtung gegen das Öl im Endabtrieb erledigt die Buchse/ Hülse. Folglich sehe ich grad als einzig mögliche Fehlerquelle eine Undichtigkeit zwischen der Buchse/ Hülse und dem HAG Deckel. Oder hab ich was übersehen?

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Hallo
hab jetzt mal ein Bild angehängt, es zeigt die Buchse in welcher die Bremsschlüsselwelle läuft und da hängt jetzt wieder ein neuer Öltropfen dran.
Jetzt nochmal zum Kommentar von Werner, wenn also bei mir eine Stahlbuchse oder Stahlhülse eingepresst ist dann kann ich die Bremsschlüsselwelle theoretisch ohne Dichtungsringe verwenden, klar dann würd halt Dreck und Staub reinkommen. Die Abdichtung gegen das Öl im Endabtrieb erledigt die Buchse/ Hülse. Folglich sehe ich grad als einzig mögliche Fehlerquelle eine Undichtigkeit zwischen der Buchse/ Hülse und dem HAG Deckel. Oder hab ich was übersehen?

Anhang anzeigen 404460

Es gibt zwei Versionen der Hülse! Die frühen HAGs hatten eine zweiteilige Hülse mit dementsprechend offenen Mittelteil, da sind die O-Ringe die Dichtstellen zum Öl. Die späteren HAGs hatten eine durchgehende Hülse, da waren die O-Ringe nur zur Abdichtung gegen Schmutz, Wasser etc.
Ich habe bis dato noch nicht herausfinden könne ab wann diese Änderung eingeführt wurde, kann das ab MJ 1983 gewesen sein?
 
Es gibt zwei Versionen der Hülse! Die frühen HAGs hatten eine zweiteilige Hülse mit dementsprechend offenen Mittelteil, da sind die O-Ringe die Dichtstellen zum Öl. Die späteren HAGs hatten eine durchgehende Hülse, da waren die O-Ringe nur zur Abdichtung gegen Schmutz, Wasser etc.
Ich habe bis dato noch nicht herausfinden könne ab wann diese Änderung eingeführt wurde, kann das ab MJ 1983 gewesen sein?
Lt. ETK war diese Änderung im März 1983.
 
Hallo zusammen,
ich glaube wir kommen der Sache näher, vielen Dank für Eure sehr hilfreichen Kommentare.
Ich muss jetzt los und werd mich am nächsten WE um das Thema kümmern.
 
... und werd mich am nächsten WE um das Thema kümmern.

Moin,

wenn Du wieder am "Thema" bist nimm eine Lampe und leuchte in die Buchse. Dann siehst Du ob Du die ältere Variante mit zwei kurzen Buchsen - eine im HAG-Deckel und eine gegenüber im HAG-Gehäuse - oder schon den Nachfolger mit einer durchgehenden Buchse verbaut hast.

Unabhängig davon liegt bei Dir wohl - wie auch schon bei mir - der seltene Fall einer Undichtigkeit zwischen Buchse und Deckel vor; der Letztere muss also eh runter. Ich hab's auch mit von außen draufgeschmierter Dichtpampe versucht - vergiss es.

Sollte bei Dir die "2 kurze Buchsen-Variante" verbaut sein ist das DIE Gelegenheit auf's Update mit einer durchgehenden Buchse. Sachdienliche Hinweise dazu bekommst Du sicher vom Verfasser des Beitrages 2. Entgegen Deiner Annahme ist es übrigens sinnvoll - und auch so ab Werk vorgesehen gewesen - die Bremsschlüsselwelle auf jeder Seite mit einem O-Ring zu bestücken. Die haben zwar nicht mehr die Aufgabe gegen Ölaustritt abzudichten aber halten das sinnvollerweise auf die Welle aufgebrachte Hochtemperaturfett drinnen und Verunreinigungen draußen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die ersten Bremshebelwellen der G/S hatten nur 2 O-Ring Nuten, die späteren dann 4 davon, damit das Öl im Gehäuse bleibt.
Wenn man auf die durchgehende Hülse umbaut, sollte man die Welle leicht fetten und Bremsseitig einen dünnen Filz montieren, welcher eventuell austretendes Fett aufnimmt.
 
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