Öl im Ansaugtrakt nach Kopfrevision

Ob Du ne 170er oder eine 150er HD fährst, macht sich nur im "fast Vollgas" bis Vollgas Betrieb bemerkbar.
Das kann also keinesfalls was mit dem Öl im Ansaugtrakt zu tun haben.
 
Hallo

Sieht ja im Ansagkanal auch so aus als wäre es vom Ventilschaft getropft

Davon war ich absolut überzeugt, zumal auf dem Kolbenbild (in meinem ersten Beitrag) einduetig zu sehen ist, wies auf die Mitte gespritzt ist.
Deshalb hab ich die Köpfe nochmal zum Überprüfen zum Spezialisten nach Essen geschickt, der hats hinten und vorne vermessen, und mir mitgeteilt, daß da absolut nichts zu beanstanden ist.
Er tippt trotzdem eher auf zu fettes Gemisch, auch wenns irgendwie nicht logisch erscheint.

( Auch Kolbenringe und Zylinder wurden genau vermessen)

:nixw:

Ob Du ne 170er oder eine 150er HD fährst, macht sich nur im "fast Vollgas" bis Vollgas Betrieb bemerkbar.
Das kann also keinesfalls was mit dem Öl im Ansaugtrakt zu tun haben.

Das stimmt natürlich.
Ich glaube daß ich durch die evl fehlerhafte Lambdamessung im Teillastbereich auch zu fett bin.
Beim Abstimmen hatte ich das Problem, daß zw 100-120kmh das Gemisch scheinbar sehr stark abgemagert ist (Lambdawerte bis zu 1,1).
Das habe ich durch verschiedene Nadelstellungen nicht ändern können, ohne daß andere Bereiche zu stark angefettet wurden.
Deshalb habe ich die Nadeln an dieser Stelle etwas dünner geschliffen, so daß der angezeigte Lambdawert auf 0,95 runterging.
Ich denke das war falsch. Wahrscheinlich konnte hier die Sonde nur nicht richtig messen, (evl Frischgas im Krümmer) und jetzt ists halt in diesem Bereich zu Fett.

Das alles sind natürlich nur verzweifelte Erklärungsversuche.
Der Selbstversuch folgt.


Das mit dem ausgewaschenen Öl kann sich wirklich niemand vorstellen?


Das sind Bilder nach ca 200km Fahrstrecke mit neuen Köpfen. Bei den Gasern sieht man gut wies von hinten völlig trocken ist, und vorn Öl dranhängt.
Die Kerzen waren übrigens vorher auch neu.


IMG_1714.JPGIMG_1717.JPGIMG_1720.JPGIMG_1721.JPGIMG_1722.JPG
Grüße

Marco
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Marco,

vielleicht sollte man sich doch von der Vorstellung verabschieden, dass die schwarzen Kerzen und das ominöse Öl den gleichen Ursprung haben, auch wenn sich diese Vermutung natürlich mit überwältigender Wahrscheinlichkeit aufdrängt.
Wie früher in diesem Fred schon mal beschrieben, hatte ich (bei einem Originalmotor) die exakt gleichen Symptome, die komplett ohne mein (wissentliches) Zutun wieder verschwunden sind. Was Dir natürlich jetzt nicht weiter hilft ...

Ich hätte aber noch einen 'Verfahrensvorschlag': Fahr doch mal 10km mit möglichst hoher Leistung auf der Autobahn, stell das Moped dann sofort ab (also nicht evtl. noch kurzen Stadtbetrieb bis nach Hause), nimm den Vergaser ab und die Kerzen raus und schau genau auf die 'Pfützenstelle' (Taschenlampe, Löschpapier, ...???). Vielleicht bringt das neue Erkenntnisse über die Ölquelle.
Kein Kausalzusammenhang zu erwarten aber der Vollständigkeit halber: was für einen Auspuff hat Du dran?

Gruß

Walter
 
Hallo Leute,

Kein Kausalzusammenhang zu erwarten aber der Vollständigkeit halber: was für einen Auspuff hat Du dran?

Ich hab den SR Racing inkl. Krümmer dran.

Ich glaube die Kurbelgehäuse Entlüftung ist doch noch nicht so ganz aus dem Rennen.
Hab heute mal die Vergaser gereinigt, und da war im Deckelgehäuse überm Schieber wirklich viel Öl.
Schwer vorstellbar, daß das woanders herkommt als aus dem Luftfilterkasten

Grüße

Marco
 
Zuletzt bearbeitet:
Meine Empfehlung wäre auch, nochmal die Motorentlüftung unter die Lupe zu nehmen.
Bei meiner GS hatte ich ebenfalls Öl im Einlassbereich - allerdings noch viel deutlicher. Bei max. Motoröl-Füllstand hing auch noch konstant Motoröl unten am Vergaser und tropfte auf die Stiefel. Erst kurz vor Minimum hörte der Spaß auf. Die Vergaser selbst sahen sauber aus, nur kopfseitig war, wie bei Dir, Öl festzustellen.
Auch wenn das von mir nicht ingenieurmäßig erklärt werden kann, so bin ich doch zu dem Schluß gekommen, dass das Ansaugen durch den Luftfilter bis zur Entlüftung durchschlägt und mithilft im Betrieb das Ventil offen zu halten bzw. ein eh' schon nicht mehr einwandfreies Ventil etwas anzuheben.
Das komplette Ventil ist ziemlich teuer und meist nur schwer aus dem Gehäuse herauszubekommen. Daher habe ich mir zunächst einmal nur das "Ventilblättchen" (ETK Membran 11111335711) für kleines Geld besorgt und eingebaut. Der Vergleich des alten und neuen Blättchens zeigte recht deutliche Unterschiede bzgl. planem Aufliegen. Der Einbau ist einfach, man muss nur auf die korrekte Ausrichtung des Blättchens achtgeben.
Seitdem ist bei mir Ruhe und das Öl bleibt auch bei höherem Füllstand dort wo es hingehört.
Verbrennen können unsere Motoren das über den Ansaugtrakt eingebrachte Öl wohl kaum - das können nur Dieselmotoren. Die Druck- und Temperaturverhältnisse führen im Zylinderkopf eher nur zu einem Verschmurgeln o. Ä. Das gibt dann eine schöne, schwarze Beschichtung im Ansaugkanal, die sich auch von selbst nicht mehr abbaut.
Wenn ich mich recht erinnere, hat "Zebulon" auf seiner Homepage das Problem der Motorentlüftung auch recht ausführlich behandelt.

Hoffe das hilft ...
Grüße
Bernhard
 
Danke für den Tip mit Zeebulon, da kann man wirklich viel rauslesen.
Ich werd mich morgen mal an die Gehäuseentlüftung machen.

Das Flatterventil habe ich mir schonmal angeschaut, da sieht alles einwandfrei aus.

Grüße

Marco
 
Hallo,

gibt es denn in der Sache zwischenzeitlich ein Ergebnis?

Bei mir steht die Pfütze immer noch im Ansaugtrakt und ich bin kurz davor den Kopf abzunehmen. Ölverbrauch 0,6 l /1000km ?(.

Grüße
Ulli
 
Hallo,

gibt es denn in der Sache zwischenzeitlich ein Ergebnis?

Ja,

keine Änderung nach weiteren 6 Tkm. Pfütze steht immer noch im Ansaugtrakt, Ölverbrauch weiter 1/2 L auf 1 Tkm.
"Hinterherfahrer" (auf 1200 GS :D) berichten von Ölgeruch beim Gas geben, jedoch kein typischen "bläuen". Also doch eher Kolbenringe, die noch nicht komplett eingelaufen sind. Aber warum sich die Soße dann "retrograd" in den Ansaugtrakt drückt :nixw:
Ist ärgerlich, aber nach x Mal alles auseinandernehmen und begutachten bzw. begutachten lassen hab` ich keine Lust und Nerv mehr, da weiter zu forschen. Es sind mittlerweile 4 Iridium Kerzen drin und damit startet der Motor zuverlässig. Nervig ist weiterhin das Klingeln unter Last wegen der Ölkohle ... ab und zu "frei blasen" hilft nur bedingt :(

Gruß,
Andreas
 
Wenn das Einlassventil geöffnet und die Drosselklappe des Vergasers geschlossen ist, herrscht direkt nach dem abstellen des Motors im Kanal ein leichter Unterdruck der etwas ölige Gase aus dem Ventildeckel durch die Führung ansaugt. Wenn Du das vermeiden willst solltest Du Ölabstreifringe einbauen (lassen), dann sind die Kanäle auch Furztrocken.

Hi

auch wenn die Drosselklappen auf Anschlag sind, sind Sie trotzdem nicht zu. Sonst würde der Motor ja auch im Leerlauf nicht laufen können.
Und dieser Querschnitt ist (auch wenn Sie klein ist) immer noch ein vielfaches von dem was eine Ventilführung die in einem erträglichen Zustand ist haben darf.
Da sehe ich keine Ursache.


mfg GS_man
 
Jungs, datt is doch ganz einfach.

Tauscht doch mal das dünne Plättchen der Motoren-Entlüftung.




Ja,

keine Änderung nach weiteren 6 Tkm. Pfütze steht immer noch im Ansaugtrakt, Ölverbrauch weiter 1/2 L auf 1 Tkm.
"Hinterherfahrer" (auf 1200 GS :D) berichten von Ölgeruch beim Gas geben, jedoch kein typischen "bläuen". Also doch eher Kolbenringe, die noch nicht komplett eingelaufen sind. Aber warum sich die Soße dann "retrograd" in den Ansaugtrakt drückt :nixw:
Ist ärgerlich, aber nach x Mal alles auseinandernehmen und begutachten bzw. begutachten lassen hab` ich keine Lust und Nerv mehr, da weiter zu forschen. Es sind mittlerweile 4 Iridium Kerzen drin und damit startet der Motor zuverlässig. Nervig ist weiterhin das Klingeln unter Last wegen der Ölkohle ... ab und zu "frei blasen" hilft nur bedingt :(

Gruß,
Andreas
 
Mal kontrollieren ob sich das Plättchen durch eine gelockerte Schraube verschoben hat und nicht ganz schließt.
Da bläst es dann immer in den Ansaugtrakt.
Nach Behebung des Übels ging der Ölverbrauch von 0,6 auf 0,2 Liter zurück.

002.jpg
 
Hallo



Davon war ich absolut überzeugt, zumal auf dem Kolbenbild (in meinem ersten Beitrag) einduetig zu sehen ist, wies auf die Mitte gespritzt ist.
Deshalb hab ich die Köpfe nochmal zum Überprüfen zum Spezialisten nach Essen geschickt, der hats hinten und vorne vermessen, und mir mitgeteilt, daß da absolut nichts zu beanstanden ist.
Er tippt trotzdem eher auf zu fettes Gemisch, auch wenns irgendwie nicht logisch erscheint.

( Auch Kolbenringe und Zylinder wurden genau vermessen)

:nixw:



Das stimmt natürlich.
Ich glaube daß ich durch die evl fehlerhafte Lambdamessung im Teillastbereich auch zu fett bin.
Beim Abstimmen hatte ich das Problem, daß zw 100-120kmh das Gemisch scheinbar sehr stark abgemagert ist (Lambdawerte bis zu 1,1).
Das habe ich durch verschiedene Nadelstellungen nicht ändern können, ohne daß andere Bereiche zu stark angefettet wurden.
Deshalb habe ich die Nadeln an dieser Stelle etwas dünner geschliffen, so daß der angezeigte Lambdawert auf 0,95 runterging.
Ich denke das war falsch. Wahrscheinlich konnte hier die Sonde nur nicht richtig messen, (evl Frischgas im Krümmer) und jetzt ists halt in diesem Bereich zu Fett.

Das alles sind natürlich nur verzweifelte Erklärungsversuche.
Der Selbstversuch folgt.


Das mit dem ausgewaschenen Öl kann sich wirklich niemand vorstellen?


Das sind Bilder nach ca 200km Fahrstrecke mit neuen Köpfen. Bei den Gasern sieht man gut wies von hinten völlig trocken ist, und vorn Öl dranhängt.
Die Kerzen waren übrigens vorher auch neu.


Anhang anzeigen 103704Anhang anzeigen 103705Anhang anzeigen 103706Anhang anzeigen 103707Anhang anzeigen 103708
Grüße

Marco


Hallo zusammen,

ich habe exakt das gleiche Problem mit den Zündkerzen wie Marco, (sind genau so schwarz) obwohl meine Motorentlüftung nach außen verlegt ist.

Motor hat seit der Revision ca 12tkm gelaufen, blaut nicht beim Gaswegnehmen.


Verbaut sind überholte Köpfe, BBK-1070ccm, Doppelzündung,
das Motor-Entlüftungsventil hat schon ein neues Plättchen,
und wie oben geschrieben ist die Motorentlüftung nach außen verlegt,
mit sehr großem Querschnitt.

Die Vergaser haben die originale Bedüsung, außer das eine 160er Hauptdüse verbaut ist. (zur Zeit eine 165 aber erst seit 3 Tagen)

Ölverbrauch ist ca. 0,4 Liter /1000km

Nach ca. 3000 km hatte ich die Köpfe unten und habe starke Ölkohleablagerungen entfernt (wie Gerd/Zebulon) wegen Klingelneigung bei 3000 - 3500 U/min.

So langsam glaube ich das die Ventilführungen wie Detlev im Post #10 geschrieben hat sch... sind. Viel mehr bleibt ja nicht......oder?
Eventuell wirkt sich das bei den hochverdichteten Motoren stärker aus ?

Grüße Hardy
 
vielleicht solltet Ihr doch lieber keinen Diesel tanken ... :&&&:

ölige Grüße

Walter (der auch manchmal so ne Pfütze in den Versagern hat)
 
Hallo,
was mir jetzt so auffällt ist, dass verhältnismäßig viele BBK 1070 betroffen sind.
Auch sind oft neue Köpfe oder neu überholte dabei.

Ob es sich bei dem Tuner/Spezialisten um verschiedene handelt kann man ja per PN austauschen.

Sollte jemand das Problem vernünftig beseitigt haben.
BITTE MITTEILEN und nicht schweigen.
Danke
Ulli
 
Servus!

Ich hatte das Problem auch seinerzeit. Was mich zum Handeln
trieb, war das Klingeln, das immer stärker wurde, bedingt durch
Ölkohle auf dem Kolben und im Kopf. Aufgetreten ist das alles
nach ca 100tKm im damals noch originalen 1000er Motor, Bj. ´91.

Seitdem hat der Motor ein Verdichtungsverhältnis von 10,2, Doppel-
zündung, ausgewogene Kolben und Pleuel (auch wenn die erreichte
Genauigkeit hier schon angezweifelt wurde... warum auch immer...)

Habe neue Kolben und Ventile / Federn samt Führungen verbaut. Alles in
Eigenregie. Der (fachkundige) Meister der nahegelegen Niederlassung
empfahl mir dringend, Führungen in Untermaß zu nehmen und diese
nach dem Einbau aufzureiben. Was ich getan habe. Die Ventilsitze wurden
dann in der NL für ne schmale Mark passend gemacht.

Seitdem (wieder ca. 80tKm) ist Ruhe, der Ölverbrauch ist mit ca. 0,2l
/ 1000Km seitdem gleich geblieben.

Deshalb tippe ich auf die Führungen. Wennz aus der Entlüftung käme,
sollten auch der Ansaugstutzen und Vergaser mit Öl eingesaut sein...

Das Geraffel unter den Ventildeckeln ist sowieso eher suboptimal
ausgelegt. Kein Wunder also wenn es da fröhlich vor sich hin verschleisst.
Und... Haben die Führungen von Anfang an zu viel Spiel, geht es der
Verschleissgrenze der Führungen umso eher an den Kragen.

ps Das Ringstoßmaß war vor der Überholung noch in den vorgegebenen
Grenzen. Was mich in der Meinung bestärkt, dass das Öl durch die
Führungen kam.
 
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