Ölkühlung kühlt nicht

kurvenfieber

Créateur de Bonheur † 23.01.2023
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erstmal wieder daheim (bei Karlsruhe)
Hallo liebe Forumgemeinde,

jetzt muss ich nochmal auf ein Problem zurückkommen, das ich letztes Jahr schon einmal ansprach.

Heute war die Einfahrphase vorbei und ich konnte nach den üblichen Nacharbeiten endlich mal ordentlich Gas geben.
Zunächst habe ich die RS dann auf der Autobahn mit ca. 150 km/h nach Stuttgart gescheucht, alles Bestens, ausser dass die Öltemp. am Schätzeisen 140 Grad anzeigte. Das ist zwar noch im Rahmen, aber eher für ein Modell ohne Ölkühler.

Der Ölkühler wurde von mir nachgerüstet, dabei stellte ich ein gelöstes Bypassventil fest, welches ich wieder fixiert habe, das Steigrohr ist korrekt montiert und ausgemessen.
Der Öldruck ist perfekt (wird mit einem Glycerin gedämpftem Manometer gemessen).
Eine Leitung zum Ölkühler wird warm, an diesem Anschluß ist es auch wärmer als auf der anderen Seite, dort ist es kalt.
Was stimmt da nicht?
Gibt es von Euch Tips ?
 
Zuletzt bearbeitet:
Ist der Kühler frei? Wenn kein öl zurückkommt tippe ich auf akute verstopfung. Oder auf ein thermostat das nicht richtig öffnet.

Gruß
Torsten
 
Naja, das Öl strömt nicht durch den Kühler, weil er, oder die Rückleitung, dicht ist.

Da hilft nur schrittweises durchchecken.
 
Nein, da bin ich mir erst heute abend sicher...
Werde zurückmelden, nachdem ich den Zu und Ablauf und den Kühler kontrolliert habe.
Wie könnte ich im Falle eines zugesetzten Kühlers diesen wieder frei bekommen?
 
verstopfte ölkühler sind mir noch nie begegnet. hast Du ein thermostat dazwischen ?

wenn nein, überstand des rohres am ölfilterdeckel messen. alles weitere steht in der datenbank.

mit thermostat, nun manche machen spät auf und die temp am schätzeisen ist so ziemlich die höchste messbare im kurbelgehäuse.

ich habe ein hpn thermostat, modifiziert, so dass es nun bei ca. 115 grad am schätzeisen aufmacht. seit dem am schätzeisen nie mehr als 120 grad gemessen.

gruß
claus
 
Vielleicht fällt mir ja noch was dazu ein.

Ist denn der Ölkühler auch "kalt"? Denn bei den Aussentemperaturen und hohem Luftdurchsatz (Autobahn) kann die Rückleitung schon merklich weniger Temp. haben (natürlich nicht kalt).

Das andere Wäre das Maß Motorgehäuse zu Mantelrohr. Nicht dass dir bei Öldruck hier das Öl ins Gehäuse abhaut. Will ich nicht hoffen.
 
Nochmal die Fakten:

- kein Thermostat
- Steigrohr korrekt
- Öldruck ist perfekt
- Kühler ist kalt (ausser am Stutzen des Zuflusses und dessen Leitung)

Maßnahmen:
- Zu und Rückfluß nochmals checken (ist m.M.n. korrekt)
- Abstand Steigrohr nochmals checken (ist m.M.n. korrekt)
- Bypassventil nochmals checken (ist m.M.n. korrekt)
- Kühler auf Drurchfluß checken

@ Gerhardt:

bei diesem Fehler steht zu wenig Öldruck an, der ist aber bei meiner RS immer top.
 
Zuletzt bearbeitet:
Nein, da bin ich mir erst heute abend sicher...
Werde zurückmelden, nachdem ich den Zu und Ablauf und den Kühler kontrolliert habe.
Wie könnte ich im Falle eines zugesetzten Kühlers diesen wieder frei bekommen?

Tach,

ist da nicht immer irgendwas mit entlüften gewesen?

Bei intakten Wasser/Heizungskühlern fühlen sich beide Schläuche normalerweise immer zuiemlich gleichwarm an.

Wenn ein Schlauch merklich kälter ist, dann ist der Kühler verstopft oder der Thermostat noch zu.

Verstopfte Heizungskühler lasssen sich manchmal mittels Spülung mit Gartenschlauch und "verkehrt herum " angeschlossenen Schläuchen in Gegenrichtung wieder regenerieren.

Andreas
 
........
- Kühler ist kalt (ausser am Stutzen des Zuflusses und dessen Leitung)
......

Wenn der Kühler dicht wäre dürfte es da auch nicht warm sein, oder?

Vielleicht kommt der Kühler einfach seiner Aufgabe nach und kühlt.....

Viellicht könnte einfach mal ein GS Treiber am Kühler messen....
 
Hi,
folgende Fakten die bei Mathilde bis jetzt festgestellt habe:
1. der Zulauf ist heisser als der Rücklauf
2. der Kühler wird heiss
3. habe ein Thermostat im Einsatz, das vermutlich bei +100°C auf dem Schätzeisen , vollständig öffnet

Frage: wenn kein Thermostat verbaut ist müßte doch das Öl ständig durch den Kühler strömen? Ist das wirklich der Fall? Oder kann das Öl einen anderen Weg mit weniger Strömungswiderstand wählen?
 
Hatte vor 2 Jahren das gleiche Problem. Ursache war das die Feder beim Bypass ausgeleiert war, die die Kugel vor drück und somit die Öffnung verschließt. Somit ist das Öl nicht durch den Ölfilter und daher kommt auch im Ölkühler nichts an. Hab den Bypass einfach mit einer Madenschraube verschlossen, seit dem nie wieder Probleme gehabt. Der Bypass ist eigentlich nur da falls der Ölfilter verstopft, bei regelmäßiger Wartung ist dies aber definitiv auszuschließen und somit unnütz (außer das die Feder kaputt geht und das Öl somit ungefiltert im Kreislauf bewegt wird). ;) Also raus mit dem Bypass und verschließen, bin mir relativ sicher das es daran liegt, da du die sonst üblichen verdächtigen Fehler ausschließen kannst!

Gruß Max
 
Soooo...
habe früher Feierabend gemacht und mich an die Fehlersuche gewagt.
(@ Luggi: bin selbst GS Treiber :Dund habe das natürlich gestern mit der GS geprüft, Zuleitung ist wärmer als der Rücklauf der Kühler wird heiss).
Folgendes habe ich getan:
Rücklauf am Deckel abgeschraubt ohne zu starten geleiert:
es kommt seeeehr wenig Öl an, allerdings spritzt es aus dem Anschluß am Deckel ordentlich raus.


Dann umgekehrt...Zulauf ab und anderer Schlauch wieder dran: gleiches Ergebnis.
Das am oberen Deckelanschluss und unten Öl kommt und nicht zu knapp, bedeutet wahrscheinlich, dass Max recht hat.
Ich habe mit einer Fahrradspeiche die Kugel etwas nach hinten gedrückt, das bisschen Federspannung hält nie und nimmer mehr als 6 Bar Druck aus.
Ich denke ich werde das Bypassventil auch verschließen.
Wenn das aber nicht der Fehler ist....war es ein tiefer Griff in die Latrine.
Den Kühler habe ich mit Petroleum gespült, das ist guter Durchgang und kein Widerstand zu spüren, die Schläuche dto.

Was ich noch nicht ganz verstehe ist, warum aus beiden Anschlüssen im Ölfilterdeckel das Öl mit hohem Druck rauskommt????( (jeweils ein Schlauch zum Ölkühler ist angeschlossen gewesen, beide abzumachen geht nicht weil das bekomme ich dann nicht mehr "gehändelt")

Wenn mir diese Frage jemand beantworten könnte, wäre ich sehr erleichtert...
 
Ich habe mit einer Fahrradspeiche die Kugel etwas nach hinten gedrückt, das bisschen Federspannung hält nie und nimmer mehr als 6 Bar Druck aus.
Ich denke ich werde das Bypassventil auch verschließen.
Wenn das aber nicht der Fehler ist....war es ein tiefer Griff in die Latrine.

Wirst sehen das es mit verschlossenem Bypass wieder funktioniert! ;) Mag gar nicht wissen wie viele Boxermotoren es gibt bei denen das Ventil nicht richtig arbeitet... Das ist der Vorteil vom Ölkühler, da mekrt man es wenn das Ventil spinnt. Ist garantiert nicht gesund wenn das Öl übern Bypass fließt anstatt durch den Filter. :---)

PS: Schau dir die Feder genau an ob noch alles dran ist, ist auch schon vorgekommen das die brechen und dann hast du des Zeug im Ölkreislauf!!!

Gruß Max
 
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Namds,

wie spannt denn die Q den Kettenspanner?

Ein öldruckgespannter Kettenspanner kommt garnicht gut mitzu hohemÖldruck bei verschlossenemÜberdruckventil zurecht.

Andreas
 
Hallo Max!
Hellseher...wie ;)
Die Feder ist nur noch ein kleines Fragment (jetzt suche ich den anderen Teil erstmal in der Ölwanne.

Das Ventil war nicht zu bewegen herauszukommen, jetzt prfiemele ich es irgendwie raus und versuche das Loch "irgendwie" zu stopfenb.
an einer zugänglicheren Stelle würde ich das Teil rausbohren und ein Gewinde schneiden oder einen Pfropfen verkleben.
Leider sind alle meine Werkzeuge zu kurz.
Heute nachmittag werde ich weiter machen. Ich halte euch auf dem Laufenden.

Die Frage von Andreas verstehe ich nicht, zuviel Öldruck habe ich noch nicht erlebt...wie soll das auch gehen ?

Edit: lt. Schaubild "Ölkreislauf" kann nichts in die Ölwanne fallen, das ist eine Steigrohr, also rausfummeln :schimpf:
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Frage von Andreas verstehe ich nicht, zuviel Öldruck habe ich noch nicht erlebt...wie soll das auch gehen ?
Verstehe ich schon, Dein Bypassventil hat ja bisher mehr als ausreichend den zu hohen Öldruck
in die Ölwanne abgeleitet wenn Du den kalten Motor angeschmissen hast. Das "Verstopfen" des Baypassventils ist mehr als riskant. Da geht der volle Öldruck bei kaltem Motor auf den Ölkühler und auf die Kurbelwellenlagerung.
Besorg Dir lieber die original Feder und setze es wieder instand! Gruß, Jesse
 
Der maximale Öldruck im kalten Zustand ist 6 Bar, gemessen beim Öldruckschalter, bis es beim Filter ankommt sind es keine 6 Bar mehr, das Bypassventil soll bei 5 Bar öffnen, ausserdem ist das Bypassventil nicht für Überdruck zuständig, sondern nur die Umleitung für einen verstopften Filter.
Der Überdruck wird vom Überdruckventil am vorderen KW Lagerschild abgefangen, also ist das einzige Risiko ein verstopfter Ölfilter. In diesem Fall würde der Überdruck die von Dir beschriebenen Wege gehen.
Nichts auf dem Weg zum Überdruckventil würde bei den evtl. anliegenden Drücken Schaden nehmen. Erst am vorderen Lagerschild wird es kritisch, aber da das Überdruckventil nicht kaputt ist (hoffe ich) gibt es das von Dir und Andreas gemeinte Problem garnicht )(-:
 
Ok, dann war ich auf dem falschen Dampfer. So ein Ventil würde icht trotzdem nicht einfach zustopfen. Welchen Weg sollte das Öl dann nehmen wenn der Filter aus irgensdeinem Grund verstopft ist? Jesse
 
moin Herbert

Feder vom Bypass Ventil war bei mir auch nicht mehr da, Fehlererscheinung wie bei dir.
Der Schrauber meines geringsten Misstrauens hat mir aber geraten es zu reparieren anstatt es zu verschließen.
Ich vermute einfach mal das sich jemand etwas dabei gedacht hat so ein Ventil dort zu plazieren.

Feder austauschen und den Stopfen neu verstemmen hat keine Stunde gedauert.

gruß charly
 
Damit hier nichts durcheinander kommt: :db:.
Der Bypass am Ölfilter soll bei 2,2 bar öffnen, das Überdruckventil am Lagerschild vorne bei 5,0 bar.
Die Teile für das Bypass-Ventil (Feder, Kugel, Stopfen) gibts bezahlbar neu. Ich würde den Teufel tun, das blindzusetzen. Irgendwann würdest du es bereuen...
 
das thema hat mein interesse geweckt, weniger wegen der ölkühlung, sondern wegen der möglichkeit, dass das meinste öl ungefilter durch den motor geht. werde mal meinen thermostaten ausbauen und dann schauen was sich tut.
mich würde interessieren wie bmw den ölkreislauf ausgelegt hat. soll im normalfall das ganze öl durch den filter und öffnet das bypassventil nur im falle eines verstopften ölfilters ? oder steuert das bypassventil ständig eine ölmenge ab die ungefiltert in den kreislauf geht, um einen entsprechenden öldurchsatz (-menge) zu garantieren ?

gruß
claus
 
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