Pendel ab 140 km/h

Raul B

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14. Okt. 2018
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Karlsruhe
Nachdem ich gerade die hinteren Radlager und die Schwingenlager gewechselt habe und vorne wie hinten Classic Attac aufgezogen habe, stelle ich ein Pendeln ab ca. 140 km/h fest. Vordere Radlager und Lenkkopflager habe ich letztes Jahr getauscht. Ist jetzt also alles neu.

- Kann das Pendeln vom nicht korrekten Luftdruck kommen? Was wäre eure Empfehlung für den Druck?
- Wäre es möglich, dass ein zu stramm angezogenes Schwingenlager dafür verantwortlich ist? Ich habe es allerdings nach Anleitung mit 10 NM eingestellt.
- Kann es von einem etwas zu stramm eingestellten Lenkkopflager kommen?

Für Tipps wär ich dankbar.

Gruß Ralf

P.S. Das Thema habe ich so bescheuert gewählt, weil ich keinen Thread erstellen konnte mit dem Thema "Pendeln ab 140". Es wird mir dann ein ähnliches Thema vorgeschlagen und ich kann den Thread nicht erstellen.
Hab den Titel mal geändert <MM>
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Ich hatte das seinerzeit ähnliche Symptome an der Weuerfehr. Es war das Lenkkopflager. Ersetzt und das Pendeln war weg.
 
- Kann es von einem etwas zu stramm eingestellten Lenkkopflager kommen?
Auf jeden Fall möglich. Zu stramm eingestellte oder hakelige Lenkkopflager provozieren pendeln bei hoher Geschwindigkeit. Zu lose eingestellte Lenkkopflager führen zu Lenkerschlagen bei niedriger Geschwindigkeit und rapidem Verschleiß.

Reifendruck kommt natürlich auch in Frage, aber erst bei erheblicher Abweichung vom Soll.
 
Anno dunnemals empfahl BMW für die Reifen Luftdrücke, die für die heutigen modernen Reifen deutlich zu niedrig sind.
Welche Drücke hast du eingestellt?
Conti empfiehlt für den ClassicAttack vorne 2,5 bar und hinten 2,9 bar.
 
Das Lenkkopflager ist zu feste eingestellt. BMW hat damals einen Reibwertmesser an die Werkstätten verteilt.
Alle Züge demontieren (Bremszug, Vergaser usw.) Dann den Lenker auf neutral einstellen und wirklich ganz leicht am Lenker außen anstoßen. Dann muss die Gabel sich langsam bewegen und in die Endlage fallen.
Hast Du Salzwasserbeständiges Fett genommen?
Was noch sein könnte. Nachdem ich 2 neue Attac montiert hatte fuhr sich die Maschine etwas kippelig. Nach 600km war das dann weg.
Manfred
 
Ich versuche jetzt erstmal den Druck in den Reifen zu erhöhen.
Zudem schau ich mir das LKL an. Problem bei der RS: Wenn die Gabel frei sein soll, muss ich die Faltenbälge von der Verkleidung schneiden, das würde ich gerne vermeiden.
Seltsam: Bevor ich das Schwingenlager gewechselt habe, hat sie nicht gependelt. Das ist mir erst jetzt aufgefallen.
 
Seltsam: Bevor ich das Schwingenlager gewechselt habe, hat sie nicht gependelt. Das ist mir erst jetzt aufgefallen.
Hast Du denn gemäß whb und Anleitung erst mit mehr Drehmoment angezogen, dann wieder gelöst und 10Nm Vorspannung? Beim Anziehen der 27er Mutter drauf achten, dass sich nix mehr verändert .
 
Hast Du denn gemäß whb und Anleitung erst mit mehr Drehmoment angezogen, dann wieder gelöst und 10Nm Vorspannung? Beim Anziehen der 27er Mutter drauf achten, dass sich nix mehr verändert .
Hab ich so gemacht. Ich habe auch die Mutter mit dem Blechschlüssel aus dem Bordwerkzeug angezogen, damit ich sehen kann, ob sich der Bolzen noch bewegt, danach erst mit der Nuss abgeknackt.
 
Das Lenkkopflager ist zu feste eingestellt. BMW hat damals einen Reibwertmesser an die Werkstätten verteilt.
Alle Züge demontieren (Bremszug, Vergaser usw.) Dann den Lenker auf neutral einstellen und wirklich ganz leicht am Lenker außen anstoßen. Dann muss die Gabel sich langsam bewegen und in die Endlage fallen.
Hast Du Salzwasserbeständiges Fett genommen?
Was noch sein könnte. Nachdem ich 2 neue Attac montiert hatte fuhr sich die Maschine etwas kippelig. Nach 600km war das dann weg.
Manfred
Ich habe salzwasserbeständiges Fett von Staburags genommen. Das verwende ich für die Radlager meines Bootsanhängers. Vermutlich werde ich die Faltenbalge wegschneiden, kann sie ja nachher wieder ankleben.
 
Ich habe salzwasserbeständiges Fett von Staburags genommen. Das verwende ich für die Radlager meines Bootsanhängers. Vermutlich werde ich die Faltenbalge wegschneiden, kann sie ja nachher wieder ankleben.
Die Faltenbälge kannst Du abziehen und neu einkleben, mußt sie also nicht zerstören.
Ich hatte die Dinger bei meiner RT, als sie rissig waren, einfach abgeschnitten und keine neuen verbaut. Und nein, man wird dann bei Regenfahrten nicht geduscht. Dürfte bei einer RS das gleiche sein.
 
Welche Reifen waren vor den Contis auf der RS ? War auch da ein Pendeln vorhanden ?
…..die Conti Classic Attack machen die RS „extrem handlich.“ Ich wechselte seinerzeit von Bridgestone BT 45 auf den Conti.
Ein Fahren über 130km/h erforderte höchschte Konzentration. Mich störte das Pendeln nicht, da ich selten über diese Geschwindigkeit fahre. Luftdruck war v 2,5 , h 2,9 . Jetzt ist der Michelin Road Classic montiert — die RS liegt wie ein Brett.

Grüßla, Schorsch.
 
Hi,
zu den Reifen kann ich nichts sagen weil ich anderes, altes Conti Profil fahre, wahrscheinlich mit anderem Luftdruck, (dem der von BMW vorgegeben wird) fahre. Würde aber, bei modernen Reifen, mal deutlich mehr Druck ausprobieren.
Das Lenklager ziehe ich so an dass es nicht klappert aber der Lenker, auch mit montierten Kabeln und Zügen, nach leichtem Anstoß zum Anschlag dreht.
Ist ein schmaler Bereich und man muss etwas probieren bis es passt.

Gruß
Willy
 
Zum Fett muss gesagt werden, dass an meinem Lenkkopf hinter der RS-Verkleidung nur sehr wenig Salzwasser jemals ankommen wird. Das Radlagerfett vom Bootsanhänger schien mir geeignet.
 
Damals vor ca. 20 jahren gab es einen Tuner für Fahrwerke. Auch bei BMW wurde erfündig. Er hat zum Beispiel die Lageraufnahmen kplt. nachgearbeitet. Bei der Hinterradschwinge kamen bessere Zapfen rein. Von ihm stammte der Tip mit dem Fett. Damals kam das von BEL Ray
Manfred
 
Anno dunnemals empfahl BMW für die Reifen Luftdrücke, die für die heutigen modernen Reifen deutlich zu niedrig sind.
Welche Drücke hast du eingestellt?
Conti empfiehlt für den ClassicAttack vorne 2,5 bar und hinten 2,9 bar.
…bist du sicher ob das richtig ist? Ich fahre auf der Rennstrecke vorn ClassikAttack CR 3 100/90 ZR18 2,2bar und hinten 130/80 ZR 18 2,10 bar kalter Reifen.
 
Anno dunnemals empfahl BMW für die Reifen Luftdrücke, die für die heutigen modernen Reifen deutlich zu niedrig sind.
Welche Drücke hast du eingestellt?
Conti empfiehlt für den ClassicAttack vorne 2,5 bar und hinten 2,9 bar.
…bist du sicher ob das richtig ist? Ich fahre auf der Rennstrecke vorn ClassikAttack CR 3 100/90 ZR18 2,2bar und hinten 130/80 ZR 18 2,10 bar kalter Reifen.
Für die R 100 RS von Ralf bin ich mir sicher. Ich habe hier mal einen Screenshot angehängt.
1783337241226.jpeg
Otto, mit den Reifen zu deinen Mopeds komme ich nicht klar. Ich vermute, du gehst mit einer individualisierten R 100 R auf die Rennstrecke?
Einen ClassikAttack finde ich nicht als CR 3 100/90 ZR18. Meinst du den RoadAttack 3 als CR? Den finde ich, aber nicht als 100er Vorderreifen, sondern als 110er. Auch für den RoadAttack 3 CR sieht Conti vorne 2,5 bar und hinten 2,9 bar vor. Für diese Reifen ist das der Maximaldruck, siehe die Fußnote. Auch hierzu Screenshots.
1783338013524.jpeg
1783338392585.jpeg

Und nun noch eine Frage an den Ralf:
Welche Reifendrücke fährst du denn, bzw. hat die Anpassung was gebracht?
 
Ich habe salzwasserbeständiges Fett von Staburags genommen.
Welches Produkt denn? (Staburags ist ein Markenname, der bei Klüber für verschiedene Produkte verwendet wird)
Staburags hat die NLGI-Klasse 2.
Sollte tatsächlich Staburags NBU 30 PTM (das ist eine Montagepaste, kein Wälzlagerfett) verwendet worden sein, wäre das gegen die Empfehlung des Herstellers:

Anwendungsgebiete: STABURAGS NBU 30 PTM ist bewährt als Montagefett für Spielpassungen, Wasser- und Heißwasserarmaturen sowie Gleitführungen, speziell an Abfüllmaschinen, Ventilspindeln oder Zylinderführungen und als Abdichtfett. Ebenso kann es verwendet werden für Gleitführungen, Bolzen, Spindeln und Schrauben z. B. an Drehgestellen. Speziell für außen liegende Bauteile an Bremsen für Schienenfahrzeuge wie Bolzen und Bremsgestängen. STABURAGS NBU 30 PTM erleichtert die Montage und Demontage von ABS-Sensoren an Fahrzeugen.

Also nicht für Wälzlager.
 
Beim Lenkkopf- und beim Schwingenlager verwende ich Molykote BR2. Ist durch den Zusatz von MoS2 sehr gut geeignet für die oszillierende Bewegung dieser beiden Lager.

Nachdem die werksseitige Befettung des Lenkkopflagers verharzt war und zu Pendelbewegungen bei ca. 50 km/h geführt hat, erfüllt das BR2 seine Aufgabe jetzt schon deutlich länger.
 
Zuletzt bearbeitet:
Welche Reifen waren vor den Contis auf der RS ? War auch da ein Pendeln vorhanden ?
…..die Conti Classic Attack machen die RS „extrem handlich.“ Ich wechselte seinerzeit von Bridgestone BT 45 auf den Conti.
Ein Fahren über 130km/h erforderte höchschte Konzentration. Mich störte das Pendeln nicht, da ich selten über diese Geschwindigkeit fahre. Luftdruck war v 2,5 , h 2,9 . Jetzt ist der Michelin Road Classic montiert — die RS liegt wie ein Brett.

Grüßla, Schorsch.
Vorher hatte ich den Metzeler Lasertec drauf. Ich habe den Luftdruck mal dezent erhöht, aber noch nicht getestet. Das Pendeln setzt wirklich erst bei Geschwindigkeiten über 120 km/h ein. Vorher ist es total unauffällig. Am WE befasse ich mich nochmal mit dem LKL. Zum eingesetzten Fett (nicht Montagepaste) habe ich Vertrauen.
 
Für die R 100 RS von Ralf bin ich mir sicher. Ich habe hier mal einen Screenshot angehängt.
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Otto, mit den Reifen zu deinen Mopeds komme ich nicht klar. Ich vermute, du gehst mit einer individualisierten R 100 R auf die Rennstrecke?
Einen ClassikAttack finde ich nicht als CR 3 100/90 ZR18. Meinst du den RoadAttack 3 als

Vorher hatte ich den Metzeler Lasertec drauf. Ich habe den Luftdruck mal dezent erhöht, aber noch nicht getestet. Das Pendeln setzt wirklich erst bei Geschwindigkeiten über 120 km/h ein. Vorher ist es total unauffällig. Am WE befasse ich mich nochmal mit dem LKL. Zum eingesetzten Fett (nicht Montagepaste) habe ich Vertrauen.
…du hast recht! Gemeint war der RoadAttack CR 3! Ich finde der Beste im Segment „Classic Racing“. Das Moped ist eine R 100 S Bj. 77. Also der Rahmen ;).

IMG_3366.jpeg
 
Welches Produkt denn? (Staburags ist ein Markenname, der bei Klüber für verschiedene Produkte verwendet wird)

Sollte tatsächlich Staburags NBU 30 PTM (das ist eine Montagepaste, kein Wälzlagerfett) verwendet worden sein, wäre das gegen die Empfehlung des Herstellers:

Anwendungsgebiete: STABURAGS NBU 30 PTM ist bewährt als Montagefett für Spielpassungen, Wasser- und Heißwasserarmaturen sowie Gleitführungen, speziell an Abfüllmaschinen, Ventilspindeln oder Zylinderführungen und als Abdichtfett. Ebenso kann es verwendet werden für Gleitführungen, Bolzen, Spindeln und Schrauben z. B. an Drehgestellen. Speziell für außen liegende Bauteile an Bremsen für Schienenfahrzeuge wie Bolzen und Bremsgestängen. STABURAGS NBU 30 PTM erleichtert die Montage und Demontage von ABS-Sensoren an Fahrzeugen.

Also nicht für Wälzlager.
Habe nochmal nachgeschaut: Klüber Staburags NBU K
 
Das mit dem Pendeln würde ich nicht auf die leichte Schulter nehmen. 1988 bin ich von Norwegen Richtung Spanien gefahren. Auf dem Tacho standen etwas über 135km/h. Weil es so schön warm bin ich im Jeans Anzug gefahren. Natürlich ohne Handschuhe. Sowas haben nur Weicheier.
In der Höhe Orelans fing das Lenkerschlagen an. Von Anschlag zu Anschlag. Schlagartig. Bei Gas weg nahme wurde es noch schlimmer. Ich überlegte ob ich rechts oder links runterfalle. Ich bin dann rechts runter. Der rechte Oberarm knackte mir dann alle Rippen durch. Schlüsselbeinbruch natürlich auch.Die Autofahrer hinter mir bremsten dann die LKWs aus. Und riefen sie die Polizei und den Rettungswagen. Die BMW ist irgendwie wieder auf die Räder gekommen. Ca. 50 Meter weiter stand sie angelehnt an der Leitplanke. Im krankenhaus wurden dann die Wunden Asphalt/haut behandelt. War natürlich alles verdreckt. Die Verbände verklebten dann Tagelang. Am besten war die rechte Pobacke. Da verklebte der Verband mit der Wunde und dem Bettzeug. Ich musste dann jeden Morgen alles voneiander trennen. Mit Tränen in den Augen.
Das war ein 90/6 Rahmen. Stabil wie gekochte Nudeln
Manfred
 
hallo zusammen,
hatte mit meiner in fast Originalzustand auch so meine `Pendelerfahrungen´: verbaut war seinerzeit eine lenkerfeste Verkleidung (Wüdo ?) und das Moped fing regelmäßig bei 150 an mit dem Lenker zu schlagen, schneller werden half nichts, wurde nur noch gefährlicher.
einmal auf der Autobahn hatte ich noch den flatternden Regenkombi an, und konnte problemlos 150 und mehr fahren - ohne Lenkerschlagen. Die Gegenprobe gemacht und den Flattermann ausgezogen - und schon fing das Lenkerschlagen wieder an.
will damit nur sagen, daß es außer Moped, Reifen, Lenkkopflager noch andere Faktoren gibt, die Lenkerschlagen begünstigen . . .
viele Grüße Paul
 
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