Problem bei Gabelrevision /7

Ich habe letzte Woche drei Gabeln (sechs Gabelholme) nach dieser Methode komplett zerlegt (Erwärmen des unteren Bereichs mit einem Induktionserwärmer). Mit einer Heißluftpistole ließ sich nichts ausrichten … das war, als würde man sie nur sanft streicheln …
Ich habe gerade mal „Induktionsheizer” gegoogelt. Das ist ja ein cooles Werkzeug, das mir bisher noch nicht untergekommen ist. Ein heißer Kandidat für meinen nächsten Weihnachtswunschzettel. :D

Danke für den Tipp
Florian
 
Problem gelöst, im wahrsten Sinne des Wortes.
Michael Schenk hatte mir freundlicherweise sein dafür angefertigtes Werkzeug zur Verfügung gestellt - selbiges angesetzt, und mit einem kräftigen Ruck löste sich der widersetzliche Gewindering.
Zwischenzeitlich hatte mich mein kindlicher Forscherdrang nicht ruhen lassen, und aus einer vorhandenen Sechskant-Schraubmuffe SW 19 hatte ich mir ein ähnliches Instrument gedreht (passend auf den Innendurchmesser der Buchse zwischen den beiden Gewinderingen), welches ich am unteren Ende der Rundung mit einer 3mm-Querbohrung versah, durch die ein passend abgelängter Stift gesteckt wurde.

Werkzeug_01.jpg

Diesen Triumph frühsenilen Basteltriebs probierte ich an zweiten Gabelholm aus, und es hat tatsächlich funktioniert!
Ich danke mschenk für seine Unterstützung und den allen, die ihr Wissen hier eingebracht haben.

Herzliche Grüße
Alfons
 
Hallo Alfons,
darf dein Werkzeug in die Datenbank aufgenommen werden?
 
Kannst du ein Foto von deinem Werkzeug mit dem Gewindering zeigen?
 
Edel, schön gemacht.
Ich habe ein Stück Messing und einen 800gr Hammer genommen.
Nach dem Warmmachen.
Man will ja fertig werden.
Wieder reingedreht mit einem alten Reifenmontiereisen von der Kreidler, ordentlicher Stahl mit gerundeten Ecken.
Das taugt dann nicht zum Zelebrieren, aber ich klopp die Kurbelwellensiris auch mit einer kleinen Konservenbüchse rein.
 
Hallo Alfons,
darf dein Werkzeug in die Datenbank aufgenommen werden?
Aber immer doch! Fühle mich geehrt!)(-:

Hier noch ein BIld: Werkzeug_03.jpg

Wie bereits beschrieben: Schraubmuffe Sechskant, SW 19, 30mm lang

an einem Ende plangedreht, dann auf einer Länge von ca 11,5 mm (willkürlich gewählt) abgedreht auf 15,48mm
am unteren Ende des zylindrischen Teils Querbohrung 3mm, Stahlstift 3mm, Länge an Maß der Aussparung am Gewindering angepasst.

Ohne Gewähr, aber bei mir hat's funktioniert.

Grüße
Alfons
 
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Aber immer doch! Fühle mich geehrt!)(-:

Hier noch ein BIld: Anhang anzeigen 407808

Wie bereits beschrieben: Schraubmuffe Sechskant, SW 19, 30mm lang

an einem Ende plangedreht, dann auf einer Länge von ca 11,5 mm (willkürlich gewählt) abgedreht auf 15,48mm
am unteren Ende des zylindrischen Teils Querbohrung 3mm, Stahlstift 3mm, Länge an Maß der Aussparung am Gewindering angepasst.

Ohne Gewähr, aber bei mir hat's funktioniert.

Grüße
Alfons
Fantastisch! Ein außergewöhnliches Gerät, das in meiner „Man Cave“ nicht fehlen darf.👍👍👍
 
Hallo Alfons,
sollte das Problem noch bestehen, wir haben die Rohre leicht erhitzt und ein 50 Cent Stück in den Gewindering gedrückt ( passt genau) und es dann mit einer Rohrzange aufgeschraubt. Vermutlich ist Dein Ring auch eingeklebt. So war's bei mir.
 
Zum neuen Werkzeug eine Bemerkung: wird der Querstift passend für die Nut gewählt, hat er in der Nut nur wenig Anlagefläche am Gewindering. Ich würde den Querstift dicker wählen und seitlich abflachen. Das vergrößert die Anlagefläche um einiges. Als Anlage eine laienhafte Skizze...20260719_155605.jpg
 
Zuletzt bearbeitet:
Zum neuen Werkzeug eine Bemerkung: wird der Querstift passend für die Nut gewählt, hat er in der Nut nur wenig Anlagefläche am Gewindering. Ich würde den Querstift dicker wählen und seitlich abflachen. Das vergrößert die Anlagefläche um einiges. Als Anlage eine laienhafte Skizze...


Anhang anzeigen 408040
Ich habe mir erlaubt, die Skizze mit einzuarbeiten. LINK
 
Aber eigentlich weiß ich nicht wie das neue Drehteil mit dem Querstift so funktionieren soll.
Das BMW-Werkzeug ist so gedacht: Dämpferrohr guckt nach unten aus den beiden Halbschalen heraus. Das Werkzeug wird über die Dämpferstange geschoben. Dann löst Du die 1. Halbschale und entfernst die schwimmende Dämpferdüse. Dann kommst du wieder über die Kolbenstange als Führung an die 2. Halbschale zum Ausbau.
Das ist alles ohne oberen Verschlusstopfen aber ohne Rohrausbau aus der Gabel möglich.
Wenn nun der Dämpferkolben nach oben geschoben wird, darf das Maß des Drehteils wo der Stift quer durch kommt, max den Innendurchmesser der schwimmenden Dämpferdüse haben, sonst kommt der Querstift nicht annähernd an die Nuten in der unteren Halbschale, weil ja dort noch innen die schwimmende Dämpferdüse (Aluring) steckt.
Ist das bedacht worden? Oder missverstehe ich die Skizze?
 
Das Werkzeug kann nur verwendet werden, wenn das Dämpferrohr soweit zurück geschoben werden kann, dass das runde Ende in den Aluring eingeführt werden kann.
Ich hatte die Standrohre aus der Gabelbrücke entnommen und vorher auch die Federn entfernt. Dann ging das problemlos.

Grüße
Alfons
 
dass das runde Ende in den Aluring eingeführt werden kann.

Grüße
Alfons
Es gibt 2 Ausführungen der Alu-Dämpferdüsen. 1 " normale" und 1 "Sport" . Hast Du es an beiden Probiert? Ich weiß im Moment nicht ob die "Sport" innen kleiner oder aussen größer war 🙄🤷‍♂️
 
Da bin ich leider überfragt! Bei dem Krad handelt es sich um eine 1977er R100/7 , also mit hoher Wahrscheinlichkeit hatte ich es mit der Version "Normal" zu tun.
 
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