Problem bei Wiederinbetriebnahme R80ST

Grunzer

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26. März 2010
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524
Nach einer Standzeit von rund 10 Jahren will meine ST nicht über 5.000 Touren drehen. Fühlt sich an wie Spritmangel, so als ob man auf Reserve umschalten müsste.
Bis dahin fährt sie unauffällig und zieht sauber.
Das Motorrad ist eine R80ST, alles Original von 1982, bis auf die Zylinder. Das sind 1000er von Leismüller mit Reduzierhülsen in den Ansaugstutzen. Laufleistung gesamt 42000km, nach Überholung ca. 20.000 km. Vergaser mit 145er Hauptdüse, Nadeldüse in 3. Position von oben.


Bereits erledigt:
- Tank sauber (einschl. Filter)
- Tankentlüftung geht auch
- Vergaser von Andreas (Redb@ron) überholt
- Zündkerzen neu
- Luftfilter neu
- anderer Kerzenstecker ausprobiert
- Zündung abgeblitzt
(- Ventile, Synchro etc. durchgeführt)
- neuer Spritschlauch

Bevor ich die Zündungsteile (noch Originalstand von 1982) eins nach dem anderen austausche (von späterem Baujahr vorhanden), würde ich mir gerne Tips geben lassen, wo ich den Hebel als erstes ansetzen soll. Vor der Standzeit war dieses Problem nicht da, muß also m. M. nach damit zu tun haben.

Was meint Ihr ?
 
geht es darum überhaupt über 5000 zu kommen, oder die 5000 über längere Zeit zu halten. Meine Basic (gleicher Tank mit nur einem Benzinhahn aber nur 800ccm) hat das Thema auf der Bahn wenn es etwas flotter gehen soll, sie beschleunigt normal und bekommt dann Spritmangel und wird wieder langsamer da man ja den Motor auch nciht meucheln will, denke der eine Hahn ist etwas mager bemessen, wenn dann irgendetwas ein wenig zu ist (Spritfilter) kommt die Spritversorgung nicht mehr mit. Ich habe den Hahn ordentlich gereinigt, war seitdem aber nicht mehr auf der Bahn - Überland hat das nie gestört, da ging sie auch über die 5000.

Doxer
 
Danke für die Rückmeldungen !

@Detlev: Zusatzfilter war verbaut, Entfernung brachte keinen Unterschied.

@Doxer:Sprit fließt sauber, werde aber den Hahn noch mal ausbauen und reinigen.

@Walter+Pit: Vor der Standpause zeigte sie dieses Verhalten auch mit Reduzierhülsen , bzw. der oben genannten Bedüsung nicht. Deshalb vermute ich irgendeinen "Standschaden".
 
Trotz Vergaserüberholung könnten die Schwimmer hängen.
Hast du mal das Spritniveau in der Schwimmerkammer geprüft, wenn das Phänomen auftritt?
 
Das Phänomen tritt nicht im Stand auf (höhere Drehzahl möglich), sondern nur beim Fahren.
In unteren Gängen knapp unter 5.000 Touren, im 4. ca. bei 5.250.
Bei ganz langsamen Beschleunigen ruckelt es weniger, aber letztlich ist kein Höherdrehen möglich.

@Michael: Laufen die Kammern bis zum Anhalten nicht wieder voll ? Oder wie hast Du Dir einen "Versuchsablauf" vorgestellt ? Kammern voll, Hahn zu, Fahren, Beschleunigen bis 5.000 und dann Stand in beiden Kammern vergleichen ?
 
Wenn Du nicht gesagt hättest, dass die Vergaser bei Andreas gewesen sind, hätte ich auf eine defekte Membrane getippt. Angucken würde ich mir die trotzdem mal...
 
Hallo,
ich hatte so ein ähnliches Verhalten mal mit gebrauchten und überholten Vergaserdeckeln. Da hatte sich anscheinend durch den Betrieb eine kaum fühlbare Stufe in den Bohrungen für die Schieberführungen eingearbeitet, was dann genau zu diesem Verhalten führte: Der Motor drehte bis ca. 4000 1/min einwandfrei hoch und kam dann ins Ruckeln wie bei Spritmangel. Mit neuen Vergaserdeckeln war der Effekt weg. Vielleicht hast Du durch die lange Standzeit Ablagerungen oder Korrosion in den Führungen.

Gruss

Karsten
 
Hallo,
ich hatte so ein ähnliches Verhalten mal mit gebrauchten und überholten Vergaserdeckeln. Da hatte sich anscheinend durch den Betrieb eine kaum fühlbare Stufe in den Bohrungen für die Schieberführungen eingearbeitet, was dann genau zu diesem Verhalten führte: Der Motor drehte bis ca. 4000 1/min einwandfrei hoch und kam dann ins Ruckeln wie bei Spritmangel. Mit neuen Vergaserdeckeln war der Effekt weg. Vielleicht hast Du durch die lange Standzeit Ablagerungen oder Korrosion in den Führungen.

Gruss

Karsten
Das könnte man ja leicht testen, in dem man von achtern mit Druckluft in die großen ovalen Öffnungen am Vergaser pustet. Dabei muss sich der Schieber ganz heben.
 
Hallo,

vielleicht doch mal nach den Membranen schauen. Meine hat sich mit einem Loch in einer Membrane genau so verhalten wie Du das beschreibst.

Ist nach einer Überholung bei Andreas zwar nicht wahrscheinlich aber Pferde haben auch schon gekotzt.

Servus

Thomas
 
Leider kann ich keinen Rat geben, aber wenn Pferde kotzen, dann habe ich die vor der Apotheke gesehen.

Egon
 
Zehn Jahre Standzeit gehen eben nicht spurlos an einem Motorrad vorüber.;)

Vermutlich weist Du es selbst, aber da Du geschrieben hast, dass noch die originalen Zündungsteile verbaut sind und neuere vorhanden sind: Sollte noch die originale graue Zündspule verbaut sein, wechsle die mal als Erstes.
 
Ich habe in der letzten Zeit zwei etwa 20 Jahre stillstehende Motorräder wieder erweckt. Typische Standschäden gabs nicht, außer bei den Reifen, die ich teilweise von den Felgen runtersägen musste. Es ist wohl sehr stark davon abhängig, ob und wie die Motorräder vor ihrer Stilllegung gewartet und gepflegt wurden.
 
Noch mal vielen Dank an alle für den zahlreichen Zuspruch.)(-:

Am Wochenende habe ich das Programm aus dem Startbeitrag noch mal durchgezogen und was soll ich sagen:

Jetzt läuft sie wieder einwandfrei.

Leider kann ich nicht genau sagen, wo sich der Fehler befunden hat, aber wahrscheinlich doch irgendwo in der Spritzufuhr. Ich habe auch neue, untere Gaszüge verlegt, da beide ausgefranst waren. Evtl. hat auch einer von denen blockiert, das hat sich aber nicht so angefühlt.

Jetzt gehts ans Aufpolieren, zum TÜV und dann wieder auf die Straße :applaus:.
 
Vielleich war auch nur die Verzahnung im Gasdrehgriff nicht auf der Markierung,wodurch die Drosselklappen nicht ganz öffneten. ;)
 
Noch mal vielen Dank an alle für den zahlreichen Zuspruch.)(-:

Am Wochenende habe ich das Programm aus dem Startbeitrag noch mal durchgezogen und was soll ich sagen:

Jetzt läuft sie wieder einwandfrei.

Leider kann ich nicht genau sagen, wo sich der Fehler befunden hat, aber wahrscheinlich doch irgendwo in der Spritzufuhr. Ich habe auch neue, untere Gaszüge verlegt, da beide ausgefranst waren. Evtl. hat auch einer von denen blockiert, das hat sich aber nicht so angefühlt.

Jetzt gehts ans Aufpolieren, zum TÜV und dann wieder auf die Straße :applaus:.

Hallo,
ausgefranste Gaszüge?
Das soll aber nicht sein.
Gruß
Pit
 
Hallo,
ausgefranste Gaszüge?
Das soll aber nicht sein.
Gruß
Pit

Sind jetzt auch nicht mehr. Läuft momentan (ohne Zulassung nur Kurzstrecke möglich) unauffällig. Heute TÜV ohne Mängel bestanden. Ab zur Zulassungsstelle und auf die Straße.

Nach einigen hundert km gibt es einen neuen Lagebericht.
 
Voller Begeisterung kann ich mitteilen, daß sich die ST auf mittlerweile 600 km absolut unauffällig verhalten hat. Motor läuft weich und rund. Die Reduzierhülsen sollen trotzdem rausfliegen und das Ganze (60 PS) auch eingetragen werden.
Die montierten Conti Classic Attack geben nach ein wenig Gewöhnung ein sehr gutes Gefühl.
Über den Winter mache ich mir mal Gedanken, was noch optimiert werden kann (bitte keine Steinigung):
Instrumente (gehen original gaaar nich), Lenker, Auspuff, Bremse, Kotflügel...
Ziel ist noch ein paar Kilo einzusparen und auch eine etwas leichtere Optik zu bekommen. Aber dazu starte ich einen Extra-Fred.
 
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