Wertes Forum,
ich erhoffe mir hier Antworten zu finden, ich bin mit meinem Latein leider am Ende.
Die etwas ausführlichere Leidensgeschichte hier, konkrete Fragen am Ende:
Ich fahre eine R80GS EZ. 92 und hat nun knapp 150.000 km auf der Uhr. In den letzten 5 Jahren sind viele Verschleißteile erneuert worden, m.M.n. liegt kein Wartungsstau vor (Getriebe überholt, bei 100K Steuerkette, in dem selben Zug auch Abdichtung Motorgehäuse, HAG, Umbau auf abschmierbare Kardanwelle, Vergaser bei RedBaron etc. und halt regelmäßiger Service.)
Die Q stand dann wg Auslandsaufenthalt ein Jahr in einer trockenen Garage. Letzten Herbst habe ich sie nochmal für 2-3 Tage in Betrieb genommen. Auf der letzten Ausfahrt drehte sie nicht mehr richtig ab, hoch auch nicht mehr, sodass ich schon befürchtete da wäre was im argen. (Siehe auch hier, zum Stößel hatte ich dort schon was geschrieben:http://forum.2-ventiler.de/vbboard/showthread.php?70401-Beurteilung-Motor-Schadensbild )
Also sollte sie über den Winter technisch und optisch auf Vordermann gebracht werden.
Ich habe mir gleich noch gebraucht 1000´er Zylinder von ner GS besorgt und die Köpfe waren in Berlin bei Rolf zum überholen und ausdrehen (Super Arbeit, danke an dieser Stelle nochmal!)
Nachdem ich den Motor offen hatte und Stößel und Kipphebel begutachtet hatte wurden diese wegen massivem Pitting und gebrochener Nadellager gegen gute gebrauchte ausgetauscht. Hier hatte sich beim linken Auslassventil ein kleines Stück Metall in der Lauffläche vom Stößel verfangen, sodass dieses Ventil nur noch halb auf und zu ging. Hatte ich wohl Glück, dass da nicht gleich mehr passiert ist.
Nun habe ich über den Winter Dichtungsmäßig alles am Motor gewechselt (KuWe-Dichtring, Ölpumpe -> hier habe ich wegen Pitting und Angst vor Spuren nach WHB geprüft -> passt! Auch keine dicken Riefen;
Kupplung, und nat. Zylinder komplett neu gedichtet) und die 800er Zylinder gegen die 1000er getauscht.
Fürs sichern der Kurbelwelle gegens verrutschen hatte ich ein Brett mit 3 Schrauben in die Gewinde des Lichtmaschinenstators geschraubt. Die beiden Passstifte saßen bis zuletzt so wie zu Beginn.
Heute habe ich soweit wieder alles zusammengebaut, dann getestet ob Öl am Kipphebel ankommt, aber nix! An allen 4en nicht! Habe natürlich sofort wieder die Zylinder gezogen, aber alle Versorgungsbohrungen sind frei und nicht mit Dichtmasse in Berührung gekommen. Das ganze auch dann noch 2x weil ich dachte ich spinn!
Jetzt ist mir natürlich gleich der Gedanke gekommen, ob das Problem mit der Mangelversorgung schon vorher auftrat und die vorangegangenen Defekte daher kommen. Im gleichen Moment hab ich auch an den Stift des Grauens gedacht und nach Datenbank Dokument überprüft, es lässt sich jedoch ein Draht nur ca. 1-2mm einschieben, sodass ich davon ausgehe, dass er noch an Ort und Stelle sitzt. Dies überprüfe ich aber gerne nochmal mit nem Spiegel.
Der Motor dreht sonst auch leicht und gefühlt wie immer durch, ohne Schleifen, kratzen etc.
Nun die eigentliche Frage: Was kann ich noch prüfen? Muss ich mir Sorgen um Kurbel + Pleuelwellenlager machen? Da hängt ja die Ölversorgung der Kipphebel dran, oder? Das wäre natürlich dann der Supergau
Oder übersehe ich etwas banales und komme nicht darauf?
mit vielen und hoffnungsvollen Grüßen,
Vincent
ich erhoffe mir hier Antworten zu finden, ich bin mit meinem Latein leider am Ende.
Die etwas ausführlichere Leidensgeschichte hier, konkrete Fragen am Ende:
Ich fahre eine R80GS EZ. 92 und hat nun knapp 150.000 km auf der Uhr. In den letzten 5 Jahren sind viele Verschleißteile erneuert worden, m.M.n. liegt kein Wartungsstau vor (Getriebe überholt, bei 100K Steuerkette, in dem selben Zug auch Abdichtung Motorgehäuse, HAG, Umbau auf abschmierbare Kardanwelle, Vergaser bei RedBaron etc. und halt regelmäßiger Service.)
Die Q stand dann wg Auslandsaufenthalt ein Jahr in einer trockenen Garage. Letzten Herbst habe ich sie nochmal für 2-3 Tage in Betrieb genommen. Auf der letzten Ausfahrt drehte sie nicht mehr richtig ab, hoch auch nicht mehr, sodass ich schon befürchtete da wäre was im argen. (Siehe auch hier, zum Stößel hatte ich dort schon was geschrieben:http://forum.2-ventiler.de/vbboard/showthread.php?70401-Beurteilung-Motor-Schadensbild )
Also sollte sie über den Winter technisch und optisch auf Vordermann gebracht werden.
Ich habe mir gleich noch gebraucht 1000´er Zylinder von ner GS besorgt und die Köpfe waren in Berlin bei Rolf zum überholen und ausdrehen (Super Arbeit, danke an dieser Stelle nochmal!)
Nachdem ich den Motor offen hatte und Stößel und Kipphebel begutachtet hatte wurden diese wegen massivem Pitting und gebrochener Nadellager gegen gute gebrauchte ausgetauscht. Hier hatte sich beim linken Auslassventil ein kleines Stück Metall in der Lauffläche vom Stößel verfangen, sodass dieses Ventil nur noch halb auf und zu ging. Hatte ich wohl Glück, dass da nicht gleich mehr passiert ist.
Nun habe ich über den Winter Dichtungsmäßig alles am Motor gewechselt (KuWe-Dichtring, Ölpumpe -> hier habe ich wegen Pitting und Angst vor Spuren nach WHB geprüft -> passt! Auch keine dicken Riefen;
Kupplung, und nat. Zylinder komplett neu gedichtet) und die 800er Zylinder gegen die 1000er getauscht.
Fürs sichern der Kurbelwelle gegens verrutschen hatte ich ein Brett mit 3 Schrauben in die Gewinde des Lichtmaschinenstators geschraubt. Die beiden Passstifte saßen bis zuletzt so wie zu Beginn.
Heute habe ich soweit wieder alles zusammengebaut, dann getestet ob Öl am Kipphebel ankommt, aber nix! An allen 4en nicht! Habe natürlich sofort wieder die Zylinder gezogen, aber alle Versorgungsbohrungen sind frei und nicht mit Dichtmasse in Berührung gekommen. Das ganze auch dann noch 2x weil ich dachte ich spinn!
Jetzt ist mir natürlich gleich der Gedanke gekommen, ob das Problem mit der Mangelversorgung schon vorher auftrat und die vorangegangenen Defekte daher kommen. Im gleichen Moment hab ich auch an den Stift des Grauens gedacht und nach Datenbank Dokument überprüft, es lässt sich jedoch ein Draht nur ca. 1-2mm einschieben, sodass ich davon ausgehe, dass er noch an Ort und Stelle sitzt. Dies überprüfe ich aber gerne nochmal mit nem Spiegel.
Der Motor dreht sonst auch leicht und gefühlt wie immer durch, ohne Schleifen, kratzen etc.
Nun die eigentliche Frage: Was kann ich noch prüfen? Muss ich mir Sorgen um Kurbel + Pleuelwellenlager machen? Da hängt ja die Ölversorgung der Kipphebel dran, oder? Das wäre natürlich dann der Supergau
Oder übersehe ich etwas banales und komme nicht darauf?
mit vielen und hoffnungsvollen Grüßen,
Vincent









Werde hier aber weiterhin von Zeit zu Zeit mal nachsehen.