R100RT Bj. 89 völlig unrunde Bremsen - Vorgehensweise Fehlersuche?

10er

fährt halbe RT
Seit
31. Juli 2015
Beiträge
231
Ort
Filderstadt
Moin zusammen,

nachdem ich Berta endlich wieder fahren kann muss ich mich dringend dem schlechter werdenden Bremsproblem zuwenden.

Symptomatik:
Pro Radumdrehung massiv spürbare 1x wechselnde Bremsleistung, also massives Rubbeln. Ab Ca. 90 KM/h kann ich die Gabelenden beim Bremsen ca. 1,5 cm vor und zurück vibrieren sehen.
29tkm, Rad Standard, Bremsen imho auch, Brembo-Sättel müssten das sein und Lucas Beläge mit ca. 2tkm und Stahlfklex sind verbaut. Der Bremszylinder am Griff sieht so gut aus, der kann eigentlich nicht mehr der erste sein.

Als BMW-Laie sage ich die Scheiben haben nen massiven Schlag. Da ich hier einiges über sinnlose Käufe von Bremsscheiben gelesen habe, wäre meine Frage jetzt nach der Reihenfolge der Prüfschritte, um die Ursache zweifelsfrei zu finden. Bin ein mäßig begabter Schrauber mit keinerlei Spezialwerkzeug, das über eine Schieblehre und DS hinausgeht.

Danke und Grüße
Matthias
 
Zuletzt bearbeitet:
Bin ein mäßig begabter Schrauber mit keinerlei Spezialwerkzeug, das über eine Schieblehre und DS hinausgeht.
Dann wird Dir nichts anderes übrig bleiben, als Dein Motorrad zu einem Fachmann zu bringen (auch wenn ich nicht weiß, was ein DS ist).

Gruß,
Florian
 
Hallo,

wenn die Scheiben einen Schlag haben, so in der Größenordnung > 0,2mm und mehr, dann hilft nur die Auflagefläche der Scheibe überdrehen. Nicht die Nabenflächen! Ist die Reibscheibe schon am unteren Maß, hilft nur austauschen.

Gruß
Walter
 
Zuletzt bearbeitet:
Ja, Matthias Dominanz und Submission (DS) hilft Dir da nicht viel weiter. Habe auch schon mal stundenlang auf dem Bremssattel rumgepeitscht, iss nicht besser geworden. :gfreu:
Lass mal einen der Plan hat nach Deinen Bremsen schauen.

Drüße
Claus
 
Moin,

einen Schlag der Scheiben zu erkennen erfordert nur einen halbwegs klaren Blick. Haben sie, (kann auch sein, nur eine der Scheiben) keinen Schlag, dann nach Verfärbungen schauen, manchmal ändern sich stellenweise die Reibwerte, Klötze zu lang auf einer Stelle fest gesessen oder warum auch immer.

Wenn das der Fall ist, kann man die Scheiben tauschen oder tauschen, (oder überdrehen) lassen. Ist kein Hexenwerk wenn man es sorgfältig und nach Anleitung macht. Wenn alles fertig ist nochmal jemanden drüber sehen lassen der sich auskennt und fertig.

Gruß
Willy

PS. wenn jeder seinen Wohnort einträgt, sagt vielleicht mal jemand, "ich komme mal eben rum und schau mir das an"
 
Zuletzt bearbeitet:
Rumpeitschen.... das kann ich :D aber DS = Drehmomentschlüssel

Der gute HG-Filder wohnt 3KM von mir weg, aber ich will den Armen auch nicht wegen jedem Käse belästigen, gute Kontakte muss man sich für kompliziertere Themen aufheben.

Grüße
Matthias

Tante Edit sagt: Manmanman stellt ihr euch an. Da veröffentliche ich schon Bild, Name, Schuhgröße, Nasenlänge, Achselhaarfarbe und dann fehlt der Wohnort und da kommt nuuuuuur Gemecker :P
 
Zuletzt bearbeitet:
Und die Blutgruppe nicht vergessen, wie sollen wir Dir sonst helfen ? :D

Admins sind rechtlose Wesen zum öffentlichen Gebrauch der 2V-Gemeinde. :gfreu:

Also stell ihm Deine Rübe auf en Hof, und er soll mal hinne machen. :D

Unrunde Bremsen im Umkreis von 3 km von nem Admin ? Sachen gibts.

Grüße
Claus
 
[...]
Der gute HG-Filder wohnt 3KM von mir weg, aber ich will den Armen auch nicht wegen jedem Käse belästigen, gute Kontakte muss man sich für kompliziertere Themen aufheben.
[...]

Wenn der nur eine gute Idee hätte, wie man das ausmessen könnte - zumindest mit der Micrometerschraueb könnten wir ja mal schauen, ob die Bremsscheibe noch im Maß ist. Für den Seitenschlag fehlt mir das richtige Messzeug.

Hans
 
Kannste Dir nicht ein anderes Rad, von dem man weiß alles ist paletti, ausleihen.

So konnte ich meine rubbelnden Bremsscheiben eindeutig identifizieren.

Das Problem hatte ich mal. Glücklicherweise die gleiche Bremsanlage in einer andere Maschine verbaut. Die erste Scheibe getauscht und der Lümmel war gefunden.

Manchmal ist es gar kein Verzug sondern der Reibwert ist an einer Stelle anders. (Sagte mit ein Fachmann)?(

Gruß Michael
 
Tja - erst mal vielen Dank an Hans, schön jemand mal persönlich zu treffen.
Die wahrscheinliche Lösung wird er dann noch per Bild posten - da verrate ich mal nix, aber es kommt mich wohl deutlich billiger als befürchtet :D
 
Dann wollen wir mal

..."ich komme mal eben rum und schau mir das an" muss nicht immer gut sein (...man frage einmal bei Patrick/Elefantentreiber nach).
VG,
DZ

Ich hoffe, das ich als einigermaße serös angesehen werden kann ...

Zur Maschine: runde 30.000 KM, ganz guter Zustand und viele Abdichtungsarbeiten (vermutlich Standschäden) erledigt, u.a. auch einen langen 5. Gang. Augenscheinlich ein guter Kauf.


[....]
Einfache Prüfung ist mit dem Daumennagel senkrecht an die Scheibe und das Rad drehen. Den Daumen dabei am Gabelholm abstützen.

Gruß
Walter

Die Scheibendicke zu messen haben wir uns geschenkt. Die "Daumenmethode" brachte kein negatives Ergebnis. Auch ein am Holm angelegtes Lineal hat keinen Schlag aufgewiesen.

Rad raus und die Beläge herausgenommen, welche sich aber leicht gewehrt haben. Und dann das:

Belag-Dichtug.jpg

mmmmmmmm

Ist das ein neues Geheimnis zur Montage der Beläge? Kennt jemand die Hintergründe? Sind das moderne Methoden zur Entquitschung? Fragen über Fragen.

Beläge von dem Schmodder (Gummipampe) "erlöst", die Koblen auf Leichtgängigkeit getestet, Dichtungen am Bremszylinde auf Beschädigungen überprüft und alles gut gereinigt wieder zusammengebaut. Ergebnis: Es quitsche nicht mehr, und die ersten KM waren ohnen "rubbeln", Langzeittest folgt.

Was wird gemacht: Neue Beläge sind bestellt und werden eingebaut. Langfristig werden die Bremszylinder neu abgedichtet.

Hans

ps.: Der obere Belag ist der bessere, da bei zweien wunderbar das Wasser innerhalb des Kolben gehalten wurde und die Beläge eine wunderschöne braune Patina hatten.
 
Zurück
Oben Unten