Hallo zusammen,
ich habe heute das trockene Wetter genutzt und eine weitere Probefahrt gemacht, um das metallische Geräusch näher einzugrenzen.
Nach etwa einer Stunde Fahrzeit trat das Geräusch dabei wieder auf. Es hat sich zunächst leicht bemerkbar gemacht und ist dann im weiteren Verlauf der Fahrt zunehmend lauter geworden. Auffällig ist, dass es diesmal nicht nur im Schiebebetrieb zu hören war, sondern auch beim normalen Fahren und unter Beschleunigung.
Das Geräusch wurde so laut, dass ich es auf der Landstraße bei 70 km/h trotz Windgeräuschen und Helm wahrnehmen konnte. Es lässt sich am besten als Gemisch aus metallischem Knarzen, Schaben, Reiben und Klacken beschreiben.
Folgende Punkte konnte ich dabei sicher ausschließen:
- Betätigung der Vorderradbremse: kein Einfluss
- Betätigung der Hinterradbremse: kein Einfluss
- Kupplung gezogen oder nicht: kein Einfluss
- Beschleunigen oder Schiebebetrieb: kein Einfluss
Als das Geräusch immer lauter wurde, hat sich das Fahrverhalten im Heck irgendwie diffus und schwammig angefühlt. Ich bin mit mit dem andauernden Geräusch dann mit 30 km/h vorsichtig bis in die nächste Ortschaft gefahren. Von dort habe ich das Motorrad per Anhänger nach Hause gebracht.
Was mich sehr irritiert: Nach etwa 20–30 Minuten Standzeit zu Hause habe ich das Motorrad abgeladen. Dabei konnte ich keine Geräusche mehr hören. Eine anschließende ca. 200 Meter die Straße auf und ab gefahrene Testfahrt blieb komplett ohne jegliches Geräusch.
Das Verhalten tritt also erst nach längerer Fahrzeit auf, verschwindet aber nach kurzer Abkühlphase wieder vollständig. Ich kann mir aktuell keinen Reim darauf machen.
Da sich der Zustand gefühlt jedoch zunehmend verschlimmert, werde ich nicht mehr fahren sondern jetzt den gesamten Antriebsstrang demontieren und prüfen.
Aktuell gehe ich davon aus, dass meine Motorradsaison für dieses Jahr damit vermutlich vorzeitig beendet ist.
Viele Grüße
Jörn