R65 Typ 248: Schwierigkeiten den Leerlauf für den Fahrbetrieb einzustellen

Ich bin den optischen Sachse Geber mit gekürztem Kabel und Stecker für Serienzündkabelbaum an der Ignitech gefahren bzw fahre das von Zeit zu Zeit. Absolut unauffällig, keine Störungen.
Und naklar sollte die Abschirmung wieder mit auf Masse gelegt werden. Das hat Jörg schon richtig gemacht.


1000084359.jpg
 
Kann der Argumentation von Walter nicht ganz folgen. Je länger die Leitung ist, desto größer ist die Gefahr einer Einschleppung von Störsignalen. Wobei ja gerade bei digitalen Signalen die Gefahr einer Fehlfunktion deutlich geringer ist, als bei analogen Signalen.

Wenn die Abschirmung wieder auf Masse gelegt wird, sollte das o.k. sein. In der Tonstudiotechnik macht man das genau so. Allerdings wird die Masseverbindung nur auf einer Seite der Leitung gemacht. Ansonsten besteht die Gefahr von Brummschleifen. So zumindest meine Erinnerung.
 
Zuletzt bearbeitet:
bzw. andere wie auch immer geartete Stromkreise.

Hans
Da weiß ich nichts drüber, Hans. Zumindest fehlt mir da die Erfahrung.

Das mit den Brummschleifen kenne ich aus eigener Erfahrung aus der analogen Zeit bei den Verbindungen z.B. vom Plattenspieler oder Tonbandgerät zum Verstärker.
 
Moin
Hab das eben mal überflogen . Mir fielen 2 Dinge auf : woher weisst du nach dem einstellen des Gemisches wie weit die Schraube rausgedreht ist ? Du schreibst da was von 0,82 Umdrehungen . Scheinst auch Wert darauf zu legen daß dieser Wert rechts und links möglichst gleich ist . Das ist aber nicht Sinn der Übung . Hast du einen Winkelmesser an den Schräubchen ?
2. Punkt - hast du das Ventilspiel mal eingestellt ?

Grüsse , Ralf
Moin Ralf,

danke für die Rückmeldung. Die Umdrehungen der Schrauben habe ich mir von der Grundeinstellung abgeleitet. Also zunächst ganz rein und dann wieder eine Umdrehung aus. Dann eine Viertelumdrehung wieder rein (entspricht ~ 0,75). Dann von dort nochmal ein Sechzehntel rausgedreht (entspricht ~ 0,82). Du hast natürlich recht, dass Umdrehungsangaben wie 0,81 in der Praxis Quatsch sind, weil ich so genau garnicht drehen kann. Es sollte eher verdeutlichen das die Schraube dann noch einen Hauch weiter gedreht wurde.

Das Ventilspiel hatte ich auf 0,15 Einlass und 0,2 Auslass eingestellt und immer wieder bei kaltem Motor überprüft. Dort hat sich nichts verändert.

Ich vermute, dass sich bei mir verschiedene Effekte überlagern:

- 650 cmm Boxer-Motor mit leichtem Schwung
- relativ geringe Frühzündung mit 5 Grad bis 1000 Umdrehungen
- ab 1000 Umdrehungen steil ansteigende Frühzündungskurve
- vermutlich minimal zu weit geöffnete Drosselklappen um die geringe Frühzündung im Leerlauf zu kompensieren
-> dadurch Überlagerung von Übergangsbohrungen und Leerlaufgemisch-Schraube
-> dadurch leicht zu fette Gemischeinstellung
-> in Kombination mit der Frühzündungrampe je nach Länge des vorherigen Schiebebetriebs und Auskuppeldrehzahl immer unterschiedliches Abtourverhalten von Hängenbleiben und leichtem Sägen bei 1200 Umdrehungen bis hin zum Ausgehen des Motors

Ich erhoffe mir durch die Ignitech folgende Verbesserungen:

- 7 Grad Frühzündung im Leerlauf und dadurch effektivere Verbrennung mit leichter Drehzahlsteigerung
-> dadurch kann ich die Drosselklappen minimal weiter schließen und den Effekt der Übergangsbohrungen mindern und dadurch die Drehzahl wieder absenken
-> dadurch verbesserte Reaktion auf die Gemischschrauben
- Beginn der Frühzündungsrampe erst ab 1200 Umdrehungen
-> dadurch stabileres Plateau für den Leerlauf

Ob meine theoretischen Überlegungen aufgehen wird sich zeigen müssen.

Ich bin den optischen Sachse Geber mit gekürztem Kabel und Stecker für Serienzündkabelbaum an der Ignitech gefahren bzw fahre das von Zeit zu Zeit. Absolut unauffällig, keine Störungen.
Und naklar sollte die Abschirmung wieder mit auf Masse gelegt werden. Das hat Jörg schon richtig gemacht.


Anhang anzeigen 412017
Daran habe ich mich orientiert. Das originale Kabel war so ausgeführt, dass unterhalb des Schrumpfschlauches die Abschirmung mit der braunen Litze für Masse verbunden war. Dies kann man erst sehen wenn man den Schrumpfschlauch entfernt. Aus dem Schrumpfschlauch kamen lediglich die drei Litzen (weiß, gelb und braun) heraus. Ich habe bei mir die Schirmung verdrillt und mit der braunen Litze zusammen vercrimpt. Das ganze wurde dann wieder mit Schrumpfschlauch überzogen. Der Bereich nach dem Stecker bis zur Ignitech ist nicht geschirmt. Diesen Bereich habe ich bewusst möglichst kurz gehalten und verbaue die Ignitech weit hinten am Rahmen mit möglichst großer Entfernung zu der Zündspule und den Kabeln.

Kann der Argumentation von Walter nicht ganz folgen. Je länger die Leitung ist, desto größer ist die Gefahr einer Einschleppung von Störsignalen. Wobei ja gerade bei digitalen Signalen die Gefahr einer Fehlfunktion deutlich geringer ist, als bei analogen Signalen.

Wenn die Abschirmung wieder auf Masse gelegt wird, sollte das o.k. sein. In der Tonstudiotechnik macht man das genau so. Allerdings wird die Masseverbindung nur auf einer Seite der Leitung gemacht. Ansonsten besteht die Gefahr von Brummschleifen. So zumindest meine Erinnerung.
Ich habe die Abschirmung und Masse am "Steckerende" so verbunden wie ich es vorgefunden habe. Ob die Abschirmung auch am "Pickup"-Ende mit Masse verbunden ist, kann ich nicht sagen, da dieses Ende mit Schrumpfschlauch überdeckt ist und nur die drei Litzen herausgeführt werden.

Viele Grüße
Jörn
 
Heute habe ich die Box montiert und die Verkabelung fertiggestellt.

IMG_2631.JPG

Für die vibrationsgedämpfte Montage der Box habe ich mir ein Bleck zurechtgefeilt und lackiert. Das Blech habe ich an der vorhandenen Rahmenhalterung hinten rechts am Rahmen montiert. Den Abstand des Bleches zur Rahmenhalterung habe ich mit kleinen Gummischeiben herstellt und damit gleichzeitig ein bisschen gedämpft. Die Unterseite des Bleches sowie die Oberseite der Ignitech-Box habe ich mit Schaumgummi beklebt. Die Box habe ich dann mit zwei umlaufenden Lagen schwarzen Tesa-Gewebe-Klebeband an dem Blech befestigt. Zusätzlich habe ich die Box mit zwei Kabelbindern gesichert, welche ich durch einen aufgeschnittenen Fahrradschlauch geführt habe. Die Box ist damit fest am Blech montiert, während dieses sich gleichzeitig aufgrund der Gummilagerung noch minimal bewegen lässt.

IMG_2628.JPGIMG_2630.JPGIMG_2629.JPG

Die Einstellung der Box und Abstimmung der Vergaser wird mir jedoch erst in ein paar Monaten möglich sein, wenn die R65 wieder so weit montiert ist, dass ich den Motor starten kann.

Viele Grüße
Jörn
 
Zurück
Oben Unten