R80 Mono Bj. 88 - Montage Vorschalldämpfer

Phidet

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07. Aug. 2022
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Freiburg im Breisgau
Hallo zusammen,

entweder stelle ich mich blöd an, oder die Montage des Vorschalldämpfers an die Krümmer ist eine Tortur (oder beides).

Im Zuge diverser Wartungsarbeiten habe ich die Auspuffanlage meiner R80 Mono demontiert. Um diese bei der Gelegenheit einmal gründlich zu säubern und neu abzudichten, habe ich mir alles nötige gem. Ersatzteilkatalog bestellt.
Die Krümmer sind wieder dran, nun möchte ich den Vorschalldämpfer montieren.

Leider hole ich mir dabei jedoch den Tob und brauche Rat.

Die alten Graphitdichtungen krümmerseitig im VSD sind so dermaßen eingebrannt und fest, dass ich auch nach ewigem Kratzen, Schleifen, Dremeln, Schmirgeln und sonstigen Bearbeitungsschritten nicht alles entfernt bekomme. Zusätzlich ist der Bereich unter den/ um die alten Dichtungen korrodiert.
Hat jemand einen Tipp, wie man das Zeug gut entfernt? Ich nehme an, die Oberfläche muss komplett frei und perfekt sein, damit man alles nochmal dicht bekommt, oder sind ein Paar Reste verträglich?

Ein weiteres Problem sind diese verdammten Dichtungen selbst. Die Teile brechen an der Naht schon vom Anschauen. Müssen die denn für eine ordentliche Funktion geschlossen bleiben, oder ist es gewollt, dass sich die Verbindungsnaht löst?

Und, nur um ganz sicher zu gehen, dass ich es richtig verstanden habe:
Die Dichtungen kommen in den VSD, welcher dann auf die Krümmerenden geschoben wird, richtig?
Wenn ja: sollen die Dichtungen im VSD eine Art Anschlag erreichen? Mir scheint es (besonders jetzt, da sie wie gesagt "eingerissen" sind), als würden sie sich im Zuge der Montage eher gänzlich reinschieben.

Können/müssen die Anschlussstutzen des VSD aufgebogen werden? Wie locker-leicht soll sich der VSD samt Dichtungen denn auf die Krümmer schieben lassen - bringen allein die Schellen die Klemmung oder muss die Verbindung schon bei Montage press sein?

Ich wünschte, es gäbe einen Weg um diese Dichtungen herum X(

Danke euch vorab!
 
Du irrst dich: die Graphitdichtungen sind bei Montage UND Demontage die Hölle.

Wenn du nachkaufst gibt es da auch nur noch so Aluhülsen, mit Rand. Vor 30 Jahren hab ich mir das beim Händler zeigen lassen, und dann aus 2 mm Aluresten selber geschnitzt und gerollt, ohne Rand (jung, und schon damals kein Geld...)

Hat aber nur 15 Jahre gehalten

Bertl

PS: kann morgen ein Bild einer Originaldichtung nachreichen...
 
So sieht das Original aus, 1 mm stark...

Wenn ich so nachdenk tragen die Blätterteigdichtungen wohl stärker auf; und das dürfte dann auch der Grund gewesen sein warum ich das aus stärkerem Alu selber gerollt habe. Wenn ich mich 30 Jahre später richtig erinnere hab ich 2,5er Alu verwendet; und das waren echte Dauerdichtungen.

Das Graphitzeug muß auf jeden Fall rigoros weg; Dreikantschaber, Drahtbürsten, Fächerscheiben...

20260717_105705.jpg 20260717_105657.jpg

PS: erster Versuch waren mehrere Coladosen mit der Blechscheere tranchiert, die dicken Streifen durfte ich beim Vater eines Kumpels mit der Metalkreissäge aus dessen Restefundus schnipseln. Anschließend über ein (etwas dünner als der benötigte Durchmesser) Rohr gebogen, schräg geschlitzt, fertig
 
Zuletzt bearbeitet:
Graphitreste kann man sehr gut mit einer Messerklinge abschaben. Kleine Reste machen nichts und dürfen bleiben. Kannst auch etwas 80er Schmiergelleinen mit Teppichband auf eine passende Stecknuss kleben und damit schleifen.

Ich habe mir Graphitfolie 0,5 mm gekauft und wickle daraus meine Dichtungen selbst. Die Aluhülsen kann man sich aus dickerer Folie ebenfalls selbst wickeln.
 
Moin Philipp.
Die Montage dieser Anlage hat mich auch gefordert.
Aus meiner Sicht geht ohne einen Rohraufweiter gar nichts.
Damit weitet man die von den Schellen zusammen gepressten Anschlußrohre wieder auf.
Der Zusammenbau sollte damit deutlich einfacher vonstatten gehen.
 
ja, da hat der Stephan recht.
Ich kann so einen Rohraufweiter auch nur empfehlen.
Kommt zwar auch CN, aber in diesem Fall ...
ist das halt alternativlos.
 
....Aus meiner Sicht geht ohne einen Rohraufweiter gar nichts.
Damit weitet man die von den Schellen zusammen gepressten Anschlußrohre wieder auf.
Der Zusammenbau sollte damit deutlich einfacher vonstatten gehen.
ich nehme dazu eine passende Stecknuss, die ich umgekehrt auf eine lange Verlängerung stecke und hebele die Rohrenden damit auseinander. Hat bisher immer funktioniert
 
Danke für eure vielen Rückmeldungen und Holger für den Link.
Den Rohraufweiter habe ich jetzt bestellt, meine Toleranz für alternative Ausprobiererei hat der VSD schon ganz schön strapaziert :D

Noch zum anderen Punkt meiner Frage:
Kann ich die "gerissenen" neuen Graphitdichtungen bedenkenlos weiterverwenden oder müssen die für eine ordentliche Abdichtung tatsächlich geschlossen bleiben?
Ergänzung: Kupferpaste als Schmiermittel/ zusätzliche Abdichtung scheint ja ein umstrittenes Thema zu sein hinsichtlich Korrosion, oder?

Grüße
 
Kann ich die "gerissenen" neuen Graphitdichtungen bedenkenlos weiterverwenden
Ja
oder müssen die für eine ordentliche Abdichtung tatsächlich geschlossen bleiben?
Die drücken sich lückenlos zusammen. Siehst ja, wie beschissen die abgehen
Ergänzung: Kupferpaste als Schmiermittel/ zusätzliche Abdichtung scheint ja ein umstrittenes Thema zu sein hinsichtlich Korrosion, oder?
Nimm Talkumpuder. Dann gehen die Graphitdichtungen auch wieder besser ab. Kupferpaste geht auch. Korrosion wird dadurch nicht verstärkt, weil Wasser vollständig verdampft.
 
Ich habe ja seit nunmehr über einem Vierteljahrhundert ausschließlich 2V's mit der Monolever-2in2-Auspuffanlage. Inzwischen drei Stück bei denen immer wieder mal eine Teil- oder Vollzerlegung warum auch immer angesagt ist; Beispiele: Rechter Krümmer um Platz zu schaffen für den ansonsten noch fummeligeren Ölfilterwechsel am Gespann oder linker Endtopf zum Hinterradaus- und -einbau.

Die werksseitig vorgesehenen Dichtungen und auch jedwede selbst angefertigte oder gekaufte Alternative habe ich von Anfang an schlicht weggelassen. Montage und Demontage funzen fluffig ohne Benutzung von "Verformungswerkzeugen" und ... mehr als ausreichend dicht ist's auch. Es bläst nirgendwo spürbar durch und die Anlagen sind nicht lauter als mit Dichtungen.
 
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