Radlagerverschraubung löst sich - Anzugsmoment?

sovmoto

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13. Aug. 2015
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Hallo,
seit einigen Monaten habe ich an der R50 immer mal wieder lose Radlagerverschraubungen.
Heute wieder. Ich habe die Verschraubung jetzt mal versuchsweise mit 100 Nm angezogen.
Hat jemand einen besseren Vorschlag?

Viele Grüße, Ulli
 
Wenn die Gewinde das aushalten..., ansonsten tät ichs so probieren:
Löcher und Schrauben entfetten . Anschließend mit Loctite beträufeln und verschrauben.
Loctite passend zur zu erwartenden Temperatur (Bremswärme!) auswählen.
Mit der Heißluftpistole kann man dann zur Demontage wieder entsprechend erwärmen, wenns nicht aufwill.
Beim W124 sind die Bremssattelschrauben vorne auch so ähnlich gesichert.
 
Hatte diese Schwierigkeit auch einmal und alles Mögliche versucht. Schlussendlich gab ich das Rad in eine Fachwerkstatt, Huggett in Holderbank, Schweiz (sehr zu empfehlen). Der machte ein neues Lager rein, und gut war es. Seither ist Ruhe und ich kann mit meinem einzigartigen BMW-Gespann ruhig fahren. Einzigartig ist es, weil es eine R60 US, Jg.1967, ist. Da sind die Anschlusszapfen nicht mehr dran, doch ein ehemaliger findiger Besitzer fand eine gute Lösung um ein Boot anzubauen. Trotz der fehlenden Schwinge fährt sich das Gespann sehr gut. Und, im Internet kaufte ich ein zweites Hinterrad mit Alufelge, liess einen Heidenau Soloreifen drauf montieren und fahre immer mal wieder solo mit diesem Motorrad-macht unheimlich Spass.
Winterlichen Gruss aus den bereits verschneiten Bergen,
Beat

BMW R60:2 US  jpeg.jpeg
 
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Danke für deine Antwort. In Holderbank war ich schon einmal. Sehr schöner Laden.
Aber so einmalig ist Dein Gespann nicht. Hier läuft eine R60US letzter Kaffeesatz mit Seitenwagen.
Da wurden kurzerhand die Anschlüsse nachgerüstet und auf Schwinge umgebaut.

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Immer wieder gut etwas Neues zu erfahren und es freut mich nicht der einzige zu sein, der mit einer solchen Maschine auch als Gespann herumfährt. Mit meiner R60 US solo zu fahren ist ein Vergnügen, nur weiss ich nicht wieviele Km sie drauf hat und wie voll die Schleuderbleche sind. Ist es wirklich empfehlenswert den Motor auseinanderzunehmen um keine Folgeschäden zu riskieren? Die Kosten dürften für eine solche Revision wohl nicht gerade gering sein.

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Da stellt sich die Frage, was ist günstiger? Eine Motorrevision, wo es doch bestimmt vorgeschriebene Schleuderblechkontrollintervalle gibt, oder ein kapitaler Motorschaden?
 
Ist es wirklich empfehlenswert den Motor auseinanderzunehmen um keine Folgeschäden zu riskieren?
Wenn Du selbst mit dem Krad mehr als 5.000 km gefahren bist, würde ich den Motor auf jeden Fall aufmachen.
wo es doch bestimmt vorgeschriebene Schleuderblechkontrollintervalle gibt,

Leider nein. Damals hat niemand ernsthaft damit gerechnet, dass so ein Hobel mehr als 30.000km an Stück laufen könnte.
Die gesamte Werksliteratur hat keinen einzigen Hinweis auf die Schleuderbleche.

Als Richtwert gelten 30.000km, wobei ich schon Motoren gesehen habe, bei denen nach knapp 17.000 km die Schleuderbelche bis zum Stehkragen voll waren.
Andererseits habe ich einen Motor 53.000km ungeöffnet gefahren und der lief noch einwandfrei. Leider waren die Schleuderbleche zu und der Dreck ging immer durch die Pleuellager.
Die Welle hat es hinter sich und muß nun gemacht werden.

Nun wachsen die Teile nicht mehr auf Bäumen, so dass ich immer rechtzeitig aufmachen und instand setzen würde, bevor Schlimmeres passiert.

Schleuderblech voll.jpg Hubzapfen voll.jpg
 
Wenn man den Zeitpunkt verpasst und dann ggf. dabei ein Pleuel abreißt und einem das Nummerngleiche
Mot.-Gehäuse zerstört ist das Gejammer größer als die paar 100 € für das Lager und Schleuderbleche tauschen.

Teuer wird es nur, weil leider viele BMW Besitzer so dachten und in der Regel deutlich mehr zu machen ist.
 
Man sagt doch das modernes ÖL (syntetik) Rückstände auflöst. Reicht es nicht solche Öle einzufüllen`?
Ich frage ja nur
Manfred
 
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