Reperatur der Reparaturanleitung

Tandil

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10. Aug. 2026
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Die Reperaturanleitung welche mein Vater 1983 zur G/S dazu kaufte, war deutlich mitgenommen.
Die letzen Jahre ruhte sie im Bücherregal, fuhr aber vorher mit nach Monaco, in den Ostblock, an die Nordsee usw, was nicht spurlos an ihr vorüber ging:
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Über drei viertel der Seiten löste sich, es war eher eine Loseblattsammlung mit Eselsohren als ein Buch.

Heute konnte ich die Reparaturanleitung von der Buchbinderin abholen:
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Alle Seiten in der richtigen Reihenfolge, alle fest quasi wie neu, die Eselohren geglättet und die Kanten beschnitten.

Jetzt hält sie wieder 40 Jahre mit mir aus :do:
 
Ich will dir nicht die Freude an der gelungenen Reparatur vermiesen, aber ich habe etwas Ähnliches mit der Anleitung für meine R100 GS machen lassen, und das bei Leuten, die etwas davon verstehen (Universitätsstadt, Erfahrung mit vielen Magister- und Doktorarbeiten). Nach etwa 4 Jahren lösten sich die ersten Blätter wieder. Das liegt am Verfahren der Leimbindung ohne Faden...
Das Gute ist, dass, je länger man sein Motorrad hat und beschraubt, man immer seltener in die Anleitung schauen muss!

Hoffentlich hälts bei dir!
 
Moin,
Ich habe meinen alten Mai, 1000 Tricks für schnelle BMWs in einem Buchbinderkurs selber repariert und gebunden.
Die Blattsammlung wird sauber ausgerichtet, in einem speziellen Rahmen, Presse eingespannt. Der Rücken wird dann mit einer speziellen Säge ca 2mm mehrmals eingesägt. In diese Schnitte werden Fäden mit Uberstand eingeleimt. Nach dem Trocknen wird ein Inneneinband hergestellt,, dieser wird nach dem Trocknen mit dem Außenumschlag "verheiratet", verleimt.
Ich habe für den Außeneinschlag dann ein bisschen mit Schablonen und Leder gespielt. Wenn man Häuptling ruhige Hand ist, dann ist auch alles schön gerade ausgerichtet.
3 Jahre Buchbinderlehrer macht schon Sinn.
Und Tandil? du hast einen Handwerker oder Handwerkerin in einem eher seltenen Beruf beschäftigt.

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Ich hatte die Frau gefragt wie sie das Buch gerichtet hat.
Es sprudelte aus ihr heraus, so dass ich garnicht alles erfassen konnte obwohl es mich wirklich interessiert hat. Im groben bekomme ich nich zusammen:
In jedem Fall hat sie das ganze Buch zu einzelnen Seiten zerlegt.
Die Rückenseite wie auch immer geartet überfräst und dann auch irgendwie Fäden eingebracht.
Geleimt mit zwei verschiedenen Produkten, welche weiß ich nicht mehr
Aber die Pressen dazu waren imposant :D

Den Deckel hat sie mit Gewebe armiert und dann passend angeklebt.

Besonders wichtig war ist das Fräsen zusammen mit den Fäden denn es sei keine normale Klebebindung. Die würde bei so altem glänzendem Papier nur etwa 5 bis 10 Jahre halten und dann stünde ich wieder da, wenn sie da ihren Laden noch hat.

Da man aber mit Büchern Spaß haben soll und die lange halten sollen, macht sie lieber deutlich mehr Aufwand aber dafür halte es dann auch deutlich länger.

Ich bin gespannt wie lange es hält.

Beim nächsten Buch frag ich ob ich zugucken darf
Hab da noch so ein Technikbuch von 1952...
 
Schöne Arbeit(en)
Habe aktuell mehrere Bücher von Mitte des 19. Jahrhunderts zur Lektüre, die sind von der Bindung und dem Umschlag her wie neu.
So manches war früher halt doch besser.

Gruß, Frank
 
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So manches war früher halt doch besser.
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Genau deswegen frage ich jetzt mal, was die eingangs beschriebene Reparatur gekostet hat.
Wir haben ein wunderschönes Buch unserer Kinder, das nur in losen Seiten überlebt hat, auch machen lassen.
Der Preis war definitiv angemessen, aber kein Schnäppchen.

Daher mein Vorschlag zur Reparaturanleitung: Das reparierte Sammlerstück im Schrank lassen und die digitale
Version in unserer DB nutzen. Da druckt man sich die fünf benötigten Seiten aus und entsorgt sie nachher ohn Kummer...
 
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