<--sie geht aus dem Schiebebetrieb bei ziehen der Kupplung aus

Martin aus Mannheim

unterwegs - nicht am Ziel
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03. Aug. 2014
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ehem. Mannheim, jetzt Vorderpfalz
Hallo nochmal ich:

diesmal mit dem eigenen Bke: R100 GS PD EZ 6/90, Bj. verm. 89.
Problembeschreibung:
Ich fahre los mit Choke, bzw. Startvergaser Stellung 2, gehe nach 300m auf Stellung 1 und bin nach ca. 800...1000 ohne diesen Unterwegs. Auf dem Weg zur Arbeit kommt nach 4km eine Ampel, die immer rot ist, weithin sichtbar, gerade Strecke. Bis dahin 70% Tempo 50...60, 30% Tempo 70...90km/h.
Ich schalte runter, kupple aus und nach den letzten Metern im 2. Gang auf die Ampel zurollend geht die Fuhre aus.
Heute ist das auch auf dem Heimweg passiert nach 10km bei rd. 7°C.
Ich behaupte ja nicht, dass das Moped warm ist, aber es sollte doch warm genug sein, um an zu bleiben.
Nach der erfolglosen HU 9/15 wurden bei BMW die Vergaser synchronisiert und die haben von zunächst 16% CO auf akzeptables CO eingestellt, deutlich abgemagert. Vorher ist mir das Problem nicht in Erinnerung. Ist das plausibel?
Kann es sein, dass der Zündversteller nicht rechtzeitig auf Spätzündung zurückstellt und bei geringer Drehzahl das frühe Zünden zum Abwürgen führt? Anspringen tut sie danach problemlos. Das Kaltstartverhalten dürfte auch besser sein - Zündspule war auf dem Prüfstand und hat ne gute Figur gemacht.
Die Kiste geht nicht an jeder Ampel aus, aber heute bei etwas tieferen Temperaturen war es schon jedes 2. Mal.
Wie würdet Ihr diesem Phänomen zu Leibe rücken? Wie, wo, womit messen, prüfen, nachsehen? Ich habe ja den Zündversteller in Verdacht, beanspruche aber nicht für mich zu wissen wie die Zündung en detail funktioniert. Ich wäre für Tipps dankbar.

Und am Rande bemerkt: Wer KungLong verbaut hat: Detlev hat Recht, wenn er sagt, lasst die Erhaltungsladung weg. Das Ding hat nach 4 Monaten in der Scheune genau das getan, was sie soll: Anlasser (Valeo) beflügeln.
 
Nach 4 km Fahrt ist der Motor in der Tat noch nicht warm und daher etwas labil im Leerlauf.
Vielleicht hats die Werkstatt mit dem Abmagern etwas übertrieben; was wurde da letztlich gemessen? 3% CO dürfen das auf jeden Fall sein, damit es rund läuft.
 
Nach 4 km Fahrt ist der Motor in der Tat noch nicht warm und daher etwas labil im Leerlauf.
Vielleicht hats die Werkstatt mit dem Abmagern etwas übertrieben; was wurde da letztlich gemessen? 3% CO dürfen das auf jeden Fall sein, damit es rund läuft.

Wie schnell läuft der Motor denn wenn er warm ist im Standgas?

Evtl. hilft schon ein wenig anheben der Standgas-Drehzahl.
 
Wie schnell läuft der Motor denn wenn er warm ist im Standgas?

Evtl. hilft schon ein wenig anheben der Standgas-Drehzahl.

DZM zeigt 1100 - genauer kann ich es nicht angeben mangels Messmöglichkeit,

@ Michael: CO-Wert bei passieren der HU letztendlich muss ich nachsehen, Danke für den Tipp.

Verbrauch konnte ich noch nicht ermitteln, da zu wenig km und Aufmerksamkeit darauf seit der Maßnahme.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Martin,
hast Du jetzt eine Plakette? Dann solltest Du die Leerlaufgemisch-Schrauben wieder so einstellen, dass sie rund läuft. War bei meiner Mono ähnlich. Da hat der freundliche Prüfer ( ehemaliger 2-ventiler Fahrer) mit seinem Schraubendreher die Schrauben so verstellt, dass er mit ruhigem Gewissen die Plakette kleben konnte. Leider musste ich danach wieder feinabstmmen, um fahren zu können. Ev. reicht das schon.
Gruß Egon
 
Das ist halt keine ordentliche 90/6. :oberl:

Ich darf bei der GS die Gemischschraube so einstellen, wie es am besten funktioniert. Ihr dürft das nicht :aetsch:
 
...bei der vorletzten TÜV-Prüfung hat der freundliche Prüfer auch an meinen Vergasern rumgedreht.

Sein Kommentar danach mit Zwinkern:
"jede Seite anderthalb Umdrehungen. Weisse Bescheid...."
 
....
Nach der erfolglosen HU 9/15 wurden bei BMW die Vergaser synchronisiert und die haben von zunächst 16% CO auf akzeptables CO eingestellt, deutlich abgemagert. Vorher ist mir das Problem nicht in Erinnerung. Ist das plausibel?
.....

Vollkommen plausibel. Mit fetter Einstellung läuft der kalte Motor bei kaltem Wetter runder. Die Leerlaufgemischschraube (LGS) regelt zudem das Ansprechverhalten bei Lastwechsel. Wenn "zu mager" geht der Motor ruppig ans Gas. Falls das auch der Fall sein sollte würde ich die LGS beidseitig bei warmem Motor 1/8 Umdrehung herausdrehen. Dann prüfen. Notfalls nochmal 1/8 herausdrehen.

Kann sein, dass BMW aber auch unsauber reguliert hat. Die LGS wirken sich kaum auf den Synchrontester aus - müssen daher nach Gehör reguliert werden. Wer das nicht kann, stellt gern auch beide Zylinder unsymmetrisch ein. Dann stirbt der Motor auch gern ab.
 
Vollkommen plausibel. Mit fetter Einstellung läuft der kalte Motor bei kaltem Wetter runder. Die Leerlaufgemischschraube (LGS) regelt zudem das Ansprechverhalten bei Lastwechsel. Wenn "zu mager" geht der Motor ruppig ans Gas. Falls das auch der Fall sein sollte würde ich die LGS beidseitig bei warmem Motor 1/8 Umdrehung herausdrehen. Dann prüfen. Notfalls nochmal 1/8 herausdrehen.

Kann sein, dass BMW aber auch unsauber reguliert hat. Die LGS wirken sich kaum auf den Synchrontester aus - müssen daher nach Gehör reguliert werden. Wer das nicht kann, stellt gern auch beide Zylinder unsymmetrisch ein. Dann stirbt der Motor auch gern ab.

Danke Frank, kam erst heute zum Lesen.Täte ja gern mal einen Twinmaster dran hängen... einfach um zu sehen, was er in dieser Stellung anzeigt...
Besser als die (bei BMW) - möchte ich behaupten - kenne ich mich auch nicht aus, vlt. ergibt sich ja mal "betreutes" Schrauben. Und ehrlich gesagt: hören welcher Zylinder nun mehr und welcher weniger Sprit braucht, tu ich nicht.
 
Habe es nach Hans' Anleitung in der Datenbank mit dem Twinmaster auf Mitte eingestellt bekommen. Muss jetzt nur noch in warmem Motorzustand die Leerlaufgemischschrauben justieren und hoffe, dass dann mal ein gescheites Fahren möglich ist.

Danke, detlev, denn mit deinem Tipp habe ich eine Verstopfung im Röhrchen gefunden und behoben, das in die Schwimmerkammer ragt.

Da seither nicht allzu viele Startversuche gelaufen sind, kann ich nur von einem berichten: Moped stand geschützt unter Dach, Temperatur ca. 7°C und ist angesprungen wie es soll. Blieb zwar nicht an am Startvergaser, aber immerhin schon mal ein kleiner Schritt.

Mal sehen wie's weitergeht.... :pfeif:

Da die Schrauberei Mut und Spaß macht, melde ich mich in der Elektro-Ecke mit einem neuen Problem unter der Überschrift: Rücklicht und Instrumentenanzeige gehen nicht.
 
Die LGS wirken sich kaum auf den Synchrontester aus - müssen daher nach Gehör reguliert werden. Wer das nicht kann, stellt gern auch beide Zylinder unsymmetrisch ein. Dann stirbt der Motor auch gern ab.

Nach Gehör regulieren ist völlig i.O., wenn man weiss, was man tut. Die Aussage oben kann sich nur auf billigste Baumarktware beziehen. Für ordentliche Tester trifft das nämlich nicht zu.
 
Hallo ein update.
Nachdem mir die revidierten Vergaser gestern nochmals gewaltig auf den Seier gingen, habe ich heute Material aus dem "Bestand" eingebaut.
Natürlich ist rechts der Klassiker passiert: Züge vertauscht, gemerkt, geärgert, geändert.
Züge schon synchron, Start, Leerlaufdrehzahl 2500 - super - erneut von vorn.
Züge schlaff, Leerlaufschraube touchiert, Züge neu synchronisiert, Start und gut, Kiste läuft wunderbar.
Einstellfahrt zum abgelegenen Parkplatz meines Vertrauens - 20km entfernt: LLG-Gemischschraube reingedreht bis Motor unruhig läuft, halbe Umdrehung wieder raus, andere Seite - super. Standgas noch etwa justiert, Kippchen - Heimfahrt?
NiGS Heiimfahrt: Moped springt nicht mehr an - Sch..xx.. .
Habe ich was so verstellt, dass niGS mehr geht? Gibbet doch nicht :schimpf:
Orgelt, macht tut, kriegt sie Sprit? Benzinhahn in Stellung offen: nein, auf Reserve schon. Alles nochmal eingestellt, und dann eine schöne, kleine Heimwärtstour über Heidelberg - läuft gut.
Die "revidierten" Vergaser werde ich mir mal zur Brust nehmen, denn Detlevs Tipp, den O-Ring auf der LLG-Schraube zu tauschen war nicht zieführend.
Vlt. finde ich ja auch mit ner Injektionsspritze wie Herbert einen Bollen im Vergaser...
 
Wo genau habt ihr mit der Spritze nen Bollen gefunden? Um die Nadeldüse herum war bei meinen bei der Reinigung der meiste Dreck zu finden.
 
Wo genau habt ihr mit der Spritze nen Bollen gefunden? Um die Nadeldüse herum war bei meinen bei der Reinigung der meiste Dreck zu finden.
Das weiß ich nicht, Herbert kurvenfieber war geschätzt 2000km weit entfernt und hat nur das Bild der Spritze gepostet und geschrieben, dass ein Bollen drin war.
 
Ja stimmt, das Bild habe ich auch gesehen. :D. Also das Verhalten von deiner GS hat meine auch. Habe jetzt n Thermostat drin, damit geht es gefühlt etwas besser, da sie schneller auf Temperatur ist. Ich traue mir erst so ab 3-4km das Standgas kurz mal alleine zu lassen. Vorher blubbert die so bei 8-900min-1 vor sich hin und geht schnell wenn man mal wegguckt aus. Richtig warm läuft sie so bei 1200min-1, da glimmt keine Ladekontrolle und der Öldruck ist hoch genug.
 
Ja stimmt, das Bild habe ich auch gesehen. :D. Also das Verhalten von deiner GS hat meine auch. Habe jetzt n Thermostat drin, damit geht es gefühlt etwas besser, da sie schneller auf Temperatur ist. Ich traue mir erst so ab 3-4km das Standgas kurz mal alleine zu lassen. Vorher blubbert die so bei 8-900min-1 vor sich hin und geht schnell wenn man mal wegguckt aus. Richtig warm läuft sie so bei 1200min-1, da glimmt keine Ladekontrolle und der Öldruck ist hoch genug.

genau so :fuenfe:.
Aber sie hat sich seit langem mal wieder gut angehört / gefahren.
Leerlauf "kalt" ~900 warm~1100: iss halt so :bitte:.
Aber ohne den Twinmax würde ich mich (noch) nicht sicher fühlen, wobei in grober Einstellung "null" zeigt, wenn ich vorgehe wie von Albert beigebracht. Hochgedreht in der "Genauigkeit" bin ich bei 1, die Skala geht bis 5 (?), also relativ genau.
 
Ich habe auch den Twinmax und arbeite mich von grob nach fein vor. Das Gute dabei ist, man bekommt nebenbei auch das Gehör für die richtige Einstellung.
 
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